Coronavirus-Pandemie Ticker vom Samstag: Mecklenburg-Vorpommern will Einreiseverbot lockern

Nach einem Gerichtsbeschluss hat Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig angekündigt, vollständig Geimpften Erleichterungen zu gewähren. Geplant ist, Besitzer von Zweitwohnungen wieder ins Land zu lassen. In Brüssel ist erneut ein illegales Massentreffen eskaliert. Mehrere Nordsee-Inseln sind wieder für Touristen geöffnet. Papst Franziskus hat einen weltweiten Gebetsmarathon für das Ende der Pandemie gestartet. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

Manuela Schwesig
Schwesig will vollständig Geimpfte wieder in ihre Zweitwohnungen lassen. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Samstag, 1. Mai 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:40 Uhr | Über 400.000 Corona-Positivtests in Indien

Indien kämpft verzweifelt gegen die Corona-Pandemie. Als erstes Land weltweit hat es an einem Tag mehr als 400.000 Neuinfektionen registriert. Auch die Impfdosen gehen langsam aus. In Indien leben knapp 1,4 Milliarden Menschen.

22:18 Uhr | Polizei stoppt "Querdenken"-Demo in Weimar

In Weimar hat die Polizei eine verbotene "Querdenken"-Kundgebung gestoppt. Trotz eines Verbots der Stadt hatten Demonstranten versucht, zum Amtsgericht Weimar zu gelangen. Julia Grünwald beschreibt die Stimmung vor Ort.

21:12 Uhr | Illegales Massentreffen in Brüsseler Stadtpark eskaliert

In der belgischen Hauptstadt Brüssel ist erneut ein illegales Massentreffen mit tausenden Teilnehmern eskaliert. Als die Polizei den Stadtpark Bois de la Cambre räumen wollte, wurde sie mit Böllern und Flaschen beworfen. Bis zu 700 Polizisten, mehrere Wasserwerfer, Polizeipferde und ein Hubschrauber waren im Einsatz. Um die Menschen aus dem Park zu vertreiben, wurde auch Tränengas eingesetzt.

Die Veranstaltung "La Boum 2" war auf Facebook angekündigt, aber von den Behörden verboten worden. Unter den Teilnehmern waren Medienberichten zufolge viele junge Menschen, aber auch zahlreiche Kritiker der Corona-Maßnahmen und Fußball-Hooligans. Bereits Anfang April war in dem beliebten Stadtpark ein ähnliches illegales Massentreffen eskaliert.

Polizisten setzen Tränengas gegen Demonstranten im Stadtpark Bois de la Cambre in Brüssel ein
Zur Auflösung des illegalen Massentreffens im Brüsseler Stadtpark Bois de la Cambre setzte die Polizei Tränengas ein. Bildrechte: dpa

20:34 Uhr | Nordsee-Inseln wieder für Urlauber geöffnet

Mehrere Nordsee-Inseln sind wieder für Touristen geöffnet. Im Tagesverlauf reisten zahlreiche Urlauber an. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte, die Shuttle-Züge nach Sylt seien voll ausgelastet gewesen. Es habe teilweise Wartezeiten bis zu zwei Stunden gegeben. Der Kreis Nordfriesland gehört zu insgesamt vier Modellregionen in Schleswig-Holstein, in denen der Tourismus unter strengen Auflagen wieder hochgefahren wird. Urlauber müssen sich alle 48 Stunden testen lassen. Wer in Restaurants Platz nehmen will, muss einen maximal 24 Stunden alten Negativ-Test vorlegen.

20:30 Uhr | Corona-Krise hat Verlierer und Gewinner

Unternehmer bangen um ihre Existenz - Arbeitnehmer um ihre Jobs. Die Folgen der Pandemie haben die sozialen Gegensätze im Land verstärkt. Armutsforscher Christoph Butterwegge ordnet den Zustand der Gesellschaft ein.

20:26 Uhr | Pflegenotstand wird durch Corona weiter verschärft

Karina Krößel ist 29 Jahre alt und mit Herz und Seele Krankenpflegerin, derzeit auf einer Covid-Station. Das Zusammenspiel von Pandemie und Personalnotstand - erzählt sie - bringe die Kollegen an die Belastungsgrenze.

20:25 Uhr | Wie die Perspektiven von Arbeitslosen sind

Ob Langzeitarbeitsloser oder Kurzarbeiter - ihre Anlaufstelle ist die Bundesagentur für Arbeit. Doch können die Mitarbeiter dort überhaupt Angebote machen, Perspektiven schaffen, wo so vieles stillsteht?

20:20 Uhr | Alleinerziehende trifft es besonders hart

Für Eltern bringt die Pandemie besonders große Herausforderungen mit sich. Noch härter ist das für alleinerziehende Mütter und Väter. 2,6 Millionen sind es in Deutschland. Zeit für sich selbst ist bei den meisten nicht drin.

20:05 Uhr | Papst eröffnet Gebetsmarathon für ein Ende der Pandemie

Papst Franziskus hat einen weltweiten Gebetsmarathon für das Ende der Corona-Pandemie gestartet. Damit soll auch der Menschen gedacht werden, die unter den sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Krise leiden. Das Oberhaupt der katholischen Kirche hielt in einer Kapelle des Petersdoms vor mehr als 150 Gläubigen die erste Rosenkranz-Andacht der über den gesamten Mai geplanten Gebetsinitiative. Jeden Tag soll an einem anderen Marienwallfahrtsort auf der Welt eine Andacht abgehalten werden. Am 28. Mai findet zum Beispiel in der Gnadenkapelle im bayerischen Marien-Wallfahrtsort Altötting ein Rosenkranz-Gebet statt. Am 31. Mai will der Potifex den einmonatigen Gebetsmarathon in den Gärten des Vatikans abschließen.

18:04 Uhr | Bier wird knapp in englischen Pubs

Zwei Wochen nach Öffnung der Außenbereiche von Pubs in England wird das Bier knapp. Der Chef der größten Pub-Kette Mitchell & Butlers, Phil Urban, sagte der "Financial Times", die Nachfrage in den ersten Wochen habe "alle Prognosen übertroffen". Die Zulieferer seien nicht in der Lage, schnell genug hinterherzukommen. Man habe nun angefangen, die eigenen Bestände in die am stärksten besuchten Pubs zu bringen.

Pubs und Restaurants dürfen in England seit dem 12. April in den Außenbereichen wieder Gäste bedienen, in Schottland und Wales seit Anfang der Woche.

17:31 Uhr | Mecklenburg-Vorpommern will Einreiseverbot lockern

Nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) in Greifswald will die Landesregierung das Einreiseverbot nach Mecklenburg-Vorpommern lockern. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kündigte an, den Hinweis des Gerichtes umzusetzen, wonach für vollständig geimpfte Menschen Erleichterungen zu schaffen seien. Das Gesundheitsministerium werde einen Vorschlag für Einreisen insbesondere zum Aufsuchen von Zweitwohnungen vorbereiten, sagte die SPD-Politikerin.

Ostseestrand
Mecklenburg-Vorpommern will demnächst geimpfte Zweitwohnungsbesitzer ins Land lassen. Bildrechte: Colourbox

Laut Corona-Landesverordnung ist die Einreise in das Bundesland nur in Ausnahmefällen erlaubt. Das OVG hatte die Regelung am Freitag für unrechtmäßig erklärt und als willkürlich bezeichnet, weil sie vollständig geimpfte und nicht geimpfte Menschen gleichbehandele. Das Gericht hat die Regelung jedoch nicht aufgehoben mit Verweis auf die weitreichenden Folgen, die ein solcher Schritt für die Pandemiebekämpfung hätte. Auch nicht geimpfte Menschen dürften dann einreisen. Der Antragssteller war nach Aussage des Gerichts bereits geimpft und hat seinen Nebenwohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern.

17:05 Uhr | 265 Millionen Chinesen auf Reisen

Fast eineinhalb Jahre nach dem Ausbruch des Coronavirus hat der 1. Mai in China einen Vorgeschmack gegeben auf das Leben nach der Pandemie. Millionen Menschen machten sich am Tag der Arbeit auf Reisen quer durchs Land. Die chinesischen Behörden erwarteten rund 265 Millionen Reisende während der fünftägigen Ferien. Derart hohe Zahlen Reisezahlen hatte es in der Volksrepublik zuletzt vor zwei Jahren gegeben. An Sehenswürdigkeiten, Ausflugsorten und in Restaurants drängten sich unzählige Menschen, viele davon ohne Schutzmasken.

16:35 Uhr | Wohl erste und einzige Wallfahrtsfeier im Eichsfeld

Im Eichsfeld haben Katholiken die offenbar einzige Wallfahrt in diesem Jahr gefeiert. Rund 150 Gläubige versammelten sich auf dem Hülfensberg. Sie hielten Abstand, trugen Masken und verzicheteten auf Gesang. Der Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr sagte dem MDR, mit dem gemeinsamen Gebet wolle man Trost und Zuversicht geben. Seinen Angaben zufolge wird es in diesem Jahr keine weiteren Wallfahrten im Eichsfeld geben. Mit dem 1. Mai beginnt in der Katholischen Kirche traditionell der Marien- und Wallfahrtsmonat.

15:50 Uhr | Schülerrat: Schnelltests von Schulen anerkennen

Die Bundesschülerkonferenz fordert, Coronatest-Ergebnisse in Schulen offiziell zu bescheinigen. Generalsekretär Dario Schramm sagte, tagesaktuelle Schnelltests würden immer mehr zum Schlüssel von Öffnungen, wie zum Beispiel in Geschäften. Eine Bescheinigung der Ergebnisse auch aus der Schule könnte alle deutlich voranbringen. Man entzerre dadurch Testzentren und schaffe vor allem einen weiteren Anreiz für die Schüler, sich in der Schule testen zu lassen.

15:05 Uhr | Protest mit weißen Rosen vor Gerichten

Vor mehreren Gerichten in Thüringen sind weiße Rosen niedergelegt worden. Es handelt sich um Solidaritätsbekundungen für einen Weimarer Amtsrichter, der durch ein umstrittenes Maskenurteil bekannt wurde. Ein Polizeisprecher sagte, es habe solche Aktionen in Erfurt, Weimar, Sömmerda, Altenburg und Gera gegeben. Der Amtsrichter hatte auf Antrag einer Mutter zwei Schulen untersagt, das Maskentragen für Schüler anzuordnen. Für solche Fragen sind aber eigentlich Verwaltungsgerichte zuständig. Deshalb wird nun gegen den Richter selbst ermittelt - wegen des Verdachts der Rechtsbeugung.

14:04 Uhr | DGB mahnt zum Tag der Arbeit Solidarität an

Der Bundesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Reiner Hoffmann ist überzeugt, dass solidarisches Handeln in der Corona-Pandemie das Schlimmste verhindert hat. Bei der zentralen Kundgebung zum 1. Mai in Hamburg sagte er, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise seien aber ernorm. Die Gewerkschaften hätten sich erfolgreich für mehr Arbeits- und Gesundheitsschutz eingesetzt. Auch hätten sie für verbindliche Regeln fürs Homeoffice gesorgt. Außerdem sei die Unterstützung für Familien verbessert und das Kurzarbeitergeld auf Druck der Gewerkschaften verlängert und erhöht worden. Wegen der Pandemie konnten nur 200 Menschen an der zentralen Veranstaltung auf dem Fischmarkt teilnehmen.

13:00 Uhr | Umfrage: Hilfsbereitschaft hat zugenommen

Trotz mancher Gereiztheit hat die Corona-Krise die Deutschen laut einer neuen Umfrage sozial sensibler gemacht. In der Untersuchung des Hamburger Zukunftsforschers Horst Opaschowski bejahten 76 Prozent der 1.000 Teilnehmer eine entsprechende Frage. Vor allem Ostdeutsche (85 Prozent) und Menschen über 65 Jahren (80 Prozent) vertreten diese Ansicht, während Westdeutsche und jüngere Menschen die gesellschaftliche Auswirkung der Corona-Krise etwas skeptischer sehen.

Insgesamt gaben 86 Prozent der Befragten an, in der Corona-Krise hilfsbereiter geworden zu sein, wobei Ost- und Westdeutsche nur minimal auseinander lagen.

Update - 12:50 Uhr | Demo-Verbot für "Querdenker" in Weimar bestätigt

In Weimar bleiben die am Nachmittag geplanten "Querdenker"-Demonstrationen verboten. Das Thüringer Oberverwaltungsgericht hat vorangegangene Verbote bestätigt. Eine Gerichtssprecherin sagte MDR THÜRINGEN, die Beschwerde gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts sei am Vormittag sofort bearbeitet worden. Damit haben Verwaltungs- und Oberverwaltungsgericht der Stadt Weimar Recht gegeben. Sie hatte die am Nachmittag geplanten "Querdenker" Demonstrationen verboten. Zur Begründung hieß es, die Demonstrationen vor dem Amtsgericht Weimar würden Sicherheit und Ordnung gefährden. Außerdem hätten sich weitaus mehr Demonstranten angekündigt als angemeldet waren. "Querdenker" hatten bundesweit für die Aktionen mobilisiert.

11:45 Uhr | Barmer: Tausende Krebsfälle unentdeckt

Tausende Fälle von Krebserkrankungen sind während der Corona-Pandemie offenbar unentdeckt geblieben. Dies geht aus einer Datenanalyse der Krankenversicherung Barmer hervor, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt. Dabei hat die Barmer die Zahl größerer Operationen bei neun häufigen Krebsarten von April bis Juni 2020 mit den entsprechenden Zeiträumen der Vorjahre verglichen. Die Zahl der Eingriffe war im Corona-Jahr um knapp 17 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der Vorjahre zurückgegangen. Bei Brustkrebs sowie Mast- und Dickdarmkrebs betrug das Minus sogar 20 Prozent.

Wegen dieser nicht durchgeführten Operationen geht die Barmer davon aus, dass allein in der ersten Corona-Welle 2.600 Krebserkrankungen "unentdeckt" blieben, davon allein rund 1.600 Brustkrebsfälle.

Die Corona-Pandemie wird zu verzögerten Krebsdiagnosen mit schlechteren Heilungsaussichten führen.

Armin Wiegering, Studienleiter vom Uniklinikum Würzburg

Wiegering zufolge ist zu befürchten, dass auch während der zweiten und dritten Pandemiewelle zahlreiche Krebserkrankungen unentdeckt geblieben seien. Verzögerungen von Krebsoperationen könnten laut einer Studie zu einer geringeren Überlebensrate führen.

11:18 Uhr | Sachsen mit eigener Impfstrategie

Sachsen will Zweitimpfungen weiterhin schneller verabreichen als von der Ständigen Impfkommission (Stiko) empfohlen. Die Sächsische Impfkommission teilte MDR AKTUELL mit, vor allem bei den Über-60-Jährigen trete der wesentliche Effekt erst bis zu zwei Wochen nach der Impfung ein. Das zeigten Daten aus Israel. Es sei somit günstiger, insbesondere Risikopatienten schnell komplett zu immunisieren. Sachsen verabreicht die zweite Impfdosis mit Biontech oder Moderna weiterhin nach drei Wochen. Die Stiko empfiehlt dagegen die Zweitimpfung mittlerweile erst nach sechs Wochen, damit mehr Dosen für Erstimpfungen zur Verfügung stehen.

11:01 Uhr | Tausende bei erster Clubnacht in Liverpool

In Liverpool hat zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie in Großbritannien eine legale Clubnacht ohne Abstand und Masken stattgefunden. Rund 3.000 Gäste strömten am Freitagabend Berichten zufolge auf die Tanzfläche eines Lagerhauses, in dem bekannte DJs auflegten. Die Partys gestern und heute sind Teil eines Pilotprojekts der britischen Regierung, mit dem Großveranstaltungen in Corona-Zeiten getestet werden sollen. Alle Anwesenden mussten vor dem Einlass einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen und sollen fünf Tage nach dem Event einen weiteren Test machen.

Nachtschwärmer feiern im Circus Nightclub am Bramley-Moore Dock
Legale Party in Liverpool ohne Maske und Abstand. Bildrechte: dpa

Update - 10:52 Uhr | Luftwaffe mit Hilfsgütern nach Indien unterwegs

Eine Maschine der Bundeswehr mit Hilfsgütern ist auf dem Weg nach Indien. Das Land ist besonders von der Corona-Pandemie betroffen. Wie die Luftwaffe mitteilte, startete das Flugzeug am Morgen vom Flughafen Köln-Wahn. An Bord seien 120 Beatmungsgeräte sowie Fachpersonal, das den Betrieb einer Anlage zur Herstellung von Sauerstoff vorbereiten soll. Die 13 Mitarbeiter sollen den Angaben zufolge zwei Wochen in Indien bleiben und Personal des örtlichen Roten Kreuzes einweisen. Nächste Woche sind weitere Flüge der Luftwaffe mit Hilfsgütern geplant. Indien hat mittlerweile als weltweit erstes Land mehr als 400.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages verzeichnet.

Eine Frau wird geimpft. 1 min
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Airbus der Flugbereitschaft gestartet

MDR AKTUELL Sa 01.05.2021 08:39Uhr 00:55 min

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Update - 10:38 Uhr | Modell-Projekt: Urlaub auf Sylt gestartet

Nach rund sechs Monaten Corona-Pause sind heute die ersten Urlauber auf Sylt angekommen. Die größte deutsche Nordseeinsel gehört zur touristische Modellregion Nordfriesland. Unter strengen Auflagen wird der Tourismus wieder hochgefahren. Der erste Autozug brachte zunächst 20 Fahrzeuge auf die Insel. Urlauber reisen aber auch mit dem Wohnmobil und per Flugzeug an. Die Projekte sollen zunächst einen Monat dauern.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther forderte eine schnelle Regelung für Hotelöffnungen. Beherbergungsbetriebe seien keine Treiber der Corona-Pandemie, sagte der CDU-Politiker dem "Tagesspiegel". Mit Blick auf die geplante Verordnung zu mehr Freiheiten für Geimpfte sagte Günther, dass Familien künftig mit einer Mischung aus Impfnachweis der Eltern und Testnachweis älterer Kinder zum Beispiel Urlaub in Hotels an der Nordsee machen könnten.

10:28 Uhr | OVG lässt Demo von Rechtsextremen in Plauen zu

Die rechtsextreme Kleinpartei "III. Weg" darf heute in Plauen mit maximal 125 Teilnehmern demonstrieren. Das hat das sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen in der Nacht entschieden. Es gab damit einer Beschwerde der Partei gegen ein Versammlungsverbot statt. Dieses hatte der zuständige Vogtlandkreis verhängt und das Verwaltungsgericht Chemnitz zunächst bestätigt. (Az.: 6 B 220/21).

Aus Sicht des Oberverwaltungsgerichts hat der Vogtlandkreis nicht begründen können, warum die Partei nicht in der Lage sein soll, eine Versammlung unter Beachtung der Corona-Regeln durchzuführen. Es sei nicht belegt, dass der Anmelder der Demo unzuverlässig sei.

Verboten bleibt dagegen ein Aufmarsch der Partei in Leipzig. In diesem Fall folgte das OVG der Auffassung der Stadt Leipzig, dass die Versammlung wegen des Infektionsschutzgesetzes nicht vertretbar sei. Für den Aufzug in Leipzig sei überregional geworben worden. (Az: 6 B 221/21).

09:46 Uhr | Patientenschützer fordern schnelle Öffnungsregeln für Altenheime

Die Stiftung Patientenschutz fordert vom Bund schnell einheitliche Besuchsregeln für Alten- und Pflegeheime. Sprecherin Elke Simon sagte MDR AKTUELL, man habe überall die gleiche Situation. Neunzig Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner sowie ein großer Teil des Personals seien geimpft. Besuchs- und Kontaktregeln seien aber unterschiedlich.

Es hänge vom Bundesland und von der Heimleitung ab, inwieweit geöffnet werde. Wer Glück habe, wohne in einer Einrichtung, wo das Leben wieder beginne. Wer zwei Orte weiter wohne, habe hingegen Pech. Einheitliche Regeln dürften nicht erst Mitte Mai erlassen werden. Eine klare Vorschrift erleichtere es auch Heimbetreibern, die Regeln zu lockern.

Bewohner der Seniorenresidenz "An der Therme" Mühlhausen bei Konzert. 3 min
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Patientenschützer fordern bundeseinheitliche Regeln für Pflegeeinrichtungen

MDR AKTUELL Sa 01.05.2021 08:07Uhr 03:28 min

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09:13 Uhr | Saarland beschließt Lockerungen für Genesene und Geimpfte

Das Saarland hat Lockerungen für vollständig gegen das Coronavirus geimpfte und von Covid-19 genesene Menschen beschlossen. Wie die saarländische Staatskanzlei nach einer außerordentlichen Ministerratssitzung am Freitagabend mitteilte, würden Geimpfte und Genesene künftig mit Getesteten gleichgestellt. Ab Montag entfalle für diese Personengruppen somit die Testpflicht beispielsweise beim Friseur oder beim Betreten von Geschäften außerhalb des täglichen Bedarfs.

Zudem werde es auch bei Quarantänemaßnahmen Änderungen geben. Wie die Landesregierung in Saarbrücken mitteilte, entfalle für Geimpfte und Genesene nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet die Pflicht zur häuslichen Quarantäne, sofern sie nicht ein Virusvariantengebiet besucht haben.

Zuvor hatten mehrere Bundesländer Lockerungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen erlassen. Eine Übersicht finden Sie im Artikel:

08:24 Uhr | Bundeswehr startet erste Corona-Hilfslieferung nach Indien

Die Bundeswehr bereitet ihre erste Corona-Hilfslieferung nach Indien vor. Wie das Bundesverteidigungsministerium auf Twitter mitteilte, laufen die letzten Vorbereitungen. Die Maschine vom Typ A350 der Luftwaffe werde startklar gemacht und solle im Laufe des Tages mit 120 Beatmungsgeräten sowie Medikamenten nach Indien aufbrechen. Der Flug nach Neu Delhi dauert den Angaben zufolge knapp neun Stunden.

In Indien wurden seit Anfang April rund sieben Millionen Ansteckungen verzeichnet, zuletzt ein neuer Höchstwert von 400.000 an einem Tag. Mehr als 40 Länder, darunter Deutschland und andere EU-Länder, haben Hilfe zugesagt. Am Freitag traf eine erste Hilfslieferung aus den USA mit 400 Sauerstoffflaschen, Klinikausrüstung und fast einer Million Corona-Schnelltests in Neu Delhi ein.

07:41 Uhr | Weniger Hochzeiten in Sachsen und Sachsen-Anhalt - Branche spricht von "Depression"

In Sachsen ist die Zahl der Eheschließungen in den ersten drei Monaten des Jahres coronabedingt teilweise deutlich zurückgegangen. Das hat eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergeben. Demnach sank die Zahl der Hochzeiten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Chemnitz um gut ein Drittel, in Dresden um ein Viertel und in Leipzig im Vergleich zu zwei Jahren zuvor um etwa 30 Prozent.

Ähnlich sieht es in Sachsen-Anhalt aus: Dort fanden in Halle im Vergleich zum Durchschnitt der Vorjahre knapp ein Viertel weniger Trauungen statt. In Halberstadt seien es dieses Jahr bisher nur 25, in Lutherstadt Wittenberg nur 21 Hochzeiten gewesen. In dem beliebten Hochzeitsort Wernigerode sank die Zahl der Eheschließungen von 427 im Jahr 2019 auf 359 in Jahr 2020. Zur Einordnung: Nach Aussagen mehrerer Standesämter sind die Monate Januar bis April bei hochzeitswilligen Paaren allgemein aber nicht so beliebt.

Nachrichten

Hochzeit in Corona-Zeiten 22 min
Bildrechte: MDR/Anton Zirk

Was der Rückgang für die Dienstleister rund um das Thema Hochzeit wie Anbieter von Brautmoden, Hochzeitsfotografen, Floristen bedeuten, fasst eine Sprecherin des Bundes deutscher Hochzeitsplaner zusammen: "Es herrscht eine regelrechte Branchendepression". Praktisch habe ihr Berufsstand Berufsverbot. Neue Anfragen gebe es aufgrund der unsicheren Lage fast keine.

07:10 Uhr | Indien: Mindestens 18 Tote bei Brand auf Corona-Klinik-Station

Bei einem Brand in einem Krankenhaus im Westen Indiens sind mindestens 16 Covid-19-Patienten und zwei Pflegekräfte ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, war das Feuer in dem vierstöckigen Gebäude in Bharuch im Bundesstaat Gujarat ausgebrochen. Etwa 50 weitere Patienten konnten gerettet werden. Ersten Erkenntnissen zufolge war das Feuer durch einen Kurzschluss auf der Intensivstation ausgelöst worden.

Indien wird derzeit von einer neuen Welle der Coronavirus-Pandemie heimgesucht, die das Gesundheitssystem des Landes an den Rand des Zusammenbruchs bringt. Mitverantwortlich für die dramatische Lage ist vermutlich die neue Coronavirus-Mutante B.1.617. Am Samstag meldeten die Behörden mehr als 400.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden.

06:28 Uhr | Ethikrat begrüßt Lockerungen für Geimpfte

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx, begrüßt die Regierungspläne zu Lockerungen für Corona-Geimpfte und Genesene. Wie Buyx der "Rheinischen Post" sagte, steht der Entwurf des Justizministeriums in verschiedener Sicht in Einklang mit den Überlegungen des Deutschen Ethikrates. Angesichts dessen, dass Geimpfte das Virus wohl fast gar nicht übertrügen, seien Beschränkungen wie Quarantäne nicht mehr zu rechtfertigen. Auch die Gleichstellung von Geimpften, Getesteten und Genesenen sei ethisch unproblematisch.

Zugleich warnte Buyx vor einer Spaltung der Gesellschaft - vor allem mit Blick auf die jüngere Generation und Familien. Hier seien gute und sichere Testmöglichkeiten gefragt, damit möglichst breiter Zugang bestehen könne. Am wichtigsten aber sei ein möglichst hohes Impftempo, damit dies alles eine möglichst kurze Übergangsphase werde. Der Vorschlag des Justizministeriums sieht vor, dass Geimpfte und Genesene von der Testpflicht sowie von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen ausgenommen werden sollen.

06:00 Uhr | Der Ticker am Sonnabend, 1. Mai 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten. 

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 01. Mai 2021 | 06:00 Uhr

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