Coronavirus-Pandemie Ticker vom Samstag: Vietnam meldet neue Variante des Coronavirus

In Vietnam ist offenbar eine neue, leicht übertragbare Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. In Deutschland laufen Ermittlungsverfahren – einmal wegen falscher Schnelltest-Abrechnungen in privaten Testzentren in Nordrhein-Westfalen und einmal wegen gefälschter Impfpässe in Bayern. Gesundheitsminister Spahn will die Abrechnungen von Testzentren nachträglich kontrollieren lassen. Viele Grundschulen in fast allen Bundesländern kehren zum Präsenzunterricht zurück.

Unser Ticker am Samstag, 29. Mai 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:35 Uhr | Freizeitpark Belantis öffnet ab 5. Juni

Der Freizeitpark Belantis bei Leipzig wird ab dem 5. Juni mit einer begrenzten Kapazität von rund 1.500 Besuchern pro Tag öffnen. Hinweisschilder im Park weisen auf die Auflagen hin, überall stehen Desinfektionsspender, es gibt Online-Buchungen und ein spezielles Einlasskonzept. Parksprecher Markus Langnickel erklärte: "Wir sind alle total happy, dass wieder Leben in den Park kommt und wir bald wieder freudige Gesichter sehen können." Während der Winterpause habe man Wartungsarbeiten durchgeführt, Fahranlagen überprüft und Testfahrten gemacht.

18:40 Uhr | Inzidenz nur im Saalekreis über 50

Im Harz in Sachsen-Anhalt ist die Sieben-Tage-Inzidenz erstmals unter den Wert 50 gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts liegt der Wert landesweit nur im Saalekreis noch knapp darüber. Mittlerweile hätten etwa 40 Prozent der Menschen in Sachsen-Anhalt mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Im Burgenlandkreis sei fast ein Viertel der Einwohnerinnen und Einwohner vollständig geimpft.

18:30 Uhr | Thüringen: Programm gegen Einsamkeit angelaufen

In Thüringen wird ein Programm zum Schutz vor Vereinsamung aufgelegt. Wie das Sozialministerium mitteilte, betrifft das die Städte Jena und Erfurt sowie den Kyffhäuserkreis, den Unstrut-Hainich-Kreis, den Ilm-Kreis, den Saale-Orla-Kreis, den Kreis Nordhausen und das Altenburger Land. Dem Ministerium zufolge sollen die ersten Fachkräfte die Bedürfnisse alleinlebender älterer Menschen ab 63 Jahren erkunden und ihnen Angebote zur aktiven Beteiligung am gesellschaftlichen Leben unterbreiten.

Sozialministerin Heike Werner sagte, Einsamkeit sei nicht nur ein persönliches, sondern auch ein gesellschaftliches Problem. "Übermäßiges Alleinsein tut uns nicht gut, es belastet Körper und Seele." Das zeige auch die Corona-Pandemie. Nach ihren Angaben soll das Programm voraussichtlich im Juni starten. Im ersten Schritt erhalten über 63-Jährige in den acht Regionen zunächst ein Informationsschreiben der Kommune. Im aktuellen Haushalt stehen nach früheren Ministeriumsangaben rund 2,2 Millionen Euro zur Verfügung.

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Eine Frau mit Mund-Nasenschutz-Maske schaut nachdenklich auf den leuchtenden Weihnachstbaum im Wohnzimmer 3 min
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18:00 Uhr | Rumänien beginnt mit Impfungen von Kindern

In Rumänien ist noch vor der offiziellen Zustimmung aus Brüssel die Corona-Impfung von Kindern ab 12 Jahren angelaufen. In Bukarest wurden dazu nach Berichten des Online-Nachrichtenportals "hotnews.ro" in einem öffentlichen Park zwei mobile Impfstationen eingerichtet. Dort wird den Zwölf- bis 15-Jährigen das Präparat von Biontech/Pfizer gespritzt. Die Erziehungsberechtigten müssen ihr Einverständnis erklären.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte gestern grünes Licht für die EU-Zulassung des Biontech-Präparats für Kinder von 12 bis 15 Jahren gegeben. Die formale Zustimmung der EU-Kommission steht aber noch aus. Die Ständige Impfkommission hat dagegen noch keine Empfehlung für Kinder und Jugendliche ausgesprochen. Zur Begründung hieß es, man wisse bisher nichts über die Nebenwirkungen der Impfstoffe.

17:42 Uhr | Thüringen: Corona-Notbremse in weiteren Kommunen außer Kraft

In Thüringen wird die sogenannte Bundesnotbremse in immer mehr Landkreisen und kreisfreien Städten gelöst. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums hatten heute die Stadt Suhl und die Kreise Greiz, Nordhausen, Saalfeld-Rudolstadt, Schmalkalden-Meiningen und der Wartburgkreis den fünften Werktag in Folge die dafür notwendige Sieben-Tage-Inzidenz von 100 unterschritten. Damit ist ab Montag in 16 der 23 Thüringer Kreise und kreisfreien Städte die Notbremse außer Kraft.

Das bedeutet, dass dort von Montag an unter anderem Ausgangsbeschränkungen wegfallen. Der Einzelhandel darf mit Tests und Kontaktverfolgung von Kunden wieder vollständig öffnen, Außengastronomie und touristische Übernachtungen auf Campingplätzen, in Ferienhäusern und -wohnungen sind wieder möglich.

17:16 Uhr | Spanien lässt Kreuzfahrtschiffe wieder anlegen

Nach gut einem Jahr dürfen internationale Kreuzfahrtschiffe ab dem 7. Juni wieder in Spanien festmachen. Wie das spanische Verkehrsministerium twitterte, unterliegen die Reedereien den Corona-Bestimmungen des Landes – zur Sicherheit der Passagiere und der Bürger. Als Begründung für die Wiederzulassung der internationalen Kreuzfahrt wurde angegeben, dass die meisten Passagiere der Schiffe, die die spanischen Häfen anliefen, aus Europa stammten – einer Region, in der es große Fortschritte bei den Impfungen gebe und in der die Infektionszahlen seit Wochen rückläufig seien.

Der Kreuzfahrttourismus ist für Spanien und vor allem für Urlaubsregionen wie die balearischen Inseln mit Mallorca oder die Kanarischen Inseln von großer Bedeutung. Nach Angaben des Sektors sorgte die Kreuzfahrt in Spanien 2019 für Einnahmen von 2,8 Milliarden Euro und etwa 50.000 Arbeitsplätze. Ministerpräsident Pedro Sanchez hat bereits angekündigt, geimpfte Touristen ebenfalls ab dem 7. Juni wieder ins Land zu lassen.

16:53 Uhr | Herzogin Kate erhält Erstimpfung

Kate, Herzogin von Cambridge, wird im Londoner Science Museum gegen das Coronavirus geimpft.
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Die britische Herzogin Kate hat ihre erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Auf Twitter schrieb Kate auf dem Account des Kensington-Palastes: "Gestern habe ich meine erste Dosis des Corona-Impfstoffs im Science Museum in London bekommen. Ich bin allen äußerst dankbar, die eine Rolle beim Impfprogramm spielen – danke für alles, das Ihr tut." Kates Ehemann Prinz William hatte seine erste Impfdosis bereits vor gut einer Woche erhalten. In Großbritannien sind alle über 30-Jährigen seit dem 13. Mai zu einer Impfung berechtigt.

Unterdessen haben in London Hunderte Menschen gegen Corona-Impfungen und -Auflagen demonstriert. In der Nähe des britischen Parlaments hielten sie Schilder hoch mit Aufschriften wie "Mein Körper, meine Regeln" oder "Freiheit statt Lockdown". Andere bezeichneten das Virus als Scherz oder Falschnachricht. In Großbritannien gibt es immer wieder Demonstrationen von Corona-Leugnern oder Lockdown-Gegnern, allerdings verweigern nur wenige Menschen eine Impfung. Knapp die Hälfte der britischen Erwachsenen ist bereits voll geimpft.

15:41 Uhr | Vietnam meldet neue Variante des Coronavirus

In Vietnam ist offenbar eine neue Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Gesundheitsminister Nguyen Thanh Long sagte staatlichen Medien zufolge, es handele sich um eine Kombination aus dem indischen und dem britischen Virusstamm. Genauer gesagt sei es eine indische Variante, die Mutationen aufweise, die ursprünglich zur britischen Variante gehörten.

Die neue Virusform zeichne sich dadurch aus, dass sie sei sehr leicht übertragbar sei, vor allem über die Luft. Nach der Infektion steige die Virenlast im Rachen der Patienten sehr schnell an und verbreite sich dann sehr stark in der Umgebung. Außerdem hätten Labortests gezeigt, dass sich die Viren der neuen Variante sehr schnell vermehrten. Zur Zahl der mit der neuen Variante infizierten Patienten äußerte sich Long nicht.

Das kommunistisch regierte Vietnam hat seit April mit einem sehr starken Anstieg an Corona-Infektionen zu kämpfen. Gesundheitsminister Long zufolge könnte die Entdeckung der neuen Variante die Zunahme erklären. In Vietnam mit seinen 97 Millionen Einwohnern wurden bislang gut 6.700 Corona-Infektionen und 47 Todesfälle registriert. Gut eine Million Menschen sind bislang geimpft.

15:30 Uhr | Dresdner Philharmonie-Orchester spielt wieder

Nach monatelanger Corona-Zwangspause kann auch die Dresdner Philharmonie wieder vor Publikum spielen. Wie die Intendanz mitteilte, eröffnen Orchestermitglieder am Sonntag mit Kammermusik den Konzertsommer im angestammten Domizil, dem Kulturpalast. Auf dem Programm stünden Kompositionen zweier junger Komponisten von 1909 und 1910 sowie Werke von Penderecki und Rossini, in denen der Kontrabass im Mittelpunkt stehe. Intendantin Frauke Roth sagte: "Wir wissen, dass unser Publikum unsere Konzerte sehr vermisst hat, und umgekehrt wissen wir mehr denn je, wie essenziell es ist, vor und für Publikum spielen zu können". Bis Ende Juli sind Kammer-, Familien- und Open-Air-Konzerte, aber auch fünf große Orchesterkonzerte mit namhaften Gastdirigenten und Solisten geplant – noch unter den geltenden Corona-Bedingungen.

14:01 Uhr | Aufbaubank: Noch nie so viel Geld ausgezahlt

Thüringens Aufbaubank hat im ersten Jahr der Corona-Pandemie rund eine Milliarde Euro aus Förderprogrammen an die Wirtschaft ausgezahlt. Insgesamt seien innerhalb von zwölf Monaten rund 100.000 Anträge von den Mitarbeitern teils in Wochenend- und Feiertagsschichten bearbeitet worden, teilte die Förderbank des Landes mit. Noch nie habe die Aufbaubank so viel und so schnell Geld ausgezahlt.

Update 13:29 Uhr | Spahn: Kontrolle von Test-Abrechnungen geplant – SPD spricht von Versagen

Angesichts des Verdachts von Abrechnungsbetrug in privaten Corona-Teststellen hat Gesundheitsminister Jens Spahn darauf hingewiesen, dass nachträgliche Kontrollen bereits vorgesehen sind. Spahn erklärte, Anbieter müssten damit rechnen, dass Unterlagen bis Ende 2024 überprüft werden können. Ohnehin geplant gewesen sei, die Vergütung angesichts des größeren Angebots auf dem Markt demnächst zu senken. Der Bund übernimmt seit Anfang März die Kosten für mindestens einen Schnelltest pro Bürger und Woche.

Unterdessen hat die SPD Vorwürfe gegen Spahn erhoben. Der Thüringer Bundestagsabgeordnete Carsten Schneider sagte: "Nach den Masken jetzt die Schnelltests. Das Managementversagen im Gesundheitsministerium hat inakzeptable Ausmaße angenommen." Spahn habe Warnungen und Hinweise von Abgeordneten der Koalitionsfraktionen für die Testbedingungen ignoriert.

12:51 Uhr | NRW: Ermittlungen wegen Betrugs in Testzentren

Die Staatsanwaltschaft in Bochum hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug in Testzentren aufgenommen. Das bestätigte ein Sprecher der Behörde der Deutschen Presseagentur. Demnach wird gegen zwei Verantwortliche eines Bochumer Unternehmens ermittelt. Mehrere Geschäfts- und Privaträume seien durchsucht worden. Die Ermittlungen waren durch Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung ins Rollen gekommen. Den Berichten zufolge wurden in Nordrhein-Westfalen mehr Bürgertests in Corona-Testzentren abgerechnet als Besucher gemeldet waren.

11:50 Uhr | Testzentrum auf Erfurter Messe zieht um

Das große Corona-Testzentrum auf der Erfurter Messe wird am Dienstag geschlossen. Nach Angaben der Betreiberfirma können sich Interessierte am Montag zum letzten Mal dort testen lassen. Das Zentrum war fünf Wochen in Betrieb. Laut Betreiber erteilte die Stadt nun den Auftrag, zwei Testzelte zu errichten. Eines solle auf dem Erfurter Domplatz entstehen, das andere vor dem Haupteingang am Egapark. Dort könnten sich etwa Besucher der Bundesgartenschau testen lassen, die die Innenbereiche der Ausstellung besuchen wollten.

11:18 Uhr | Erste Verfahren wegen gefälschter Impfpässe

In Deutschland gibt es erste Ermittlungsverfahren wegen gefälschter Impfpässe. Das bayerische Landeskriminalamt teilte der dpa auf Anfrage mit, dass "eine niedrige zweistellige Zahl von Verfahren beziehungsweise Anzeigen bekannt" sei. Die Staatsanwaltschaft München I sprach von der derzeit "wohl heißesten Fälscherware". Auf Internetplattformen wie Telegram sei ein gefälschter Impfpass problemlos zu haben. Dem Bundeskriminalamt sind noch keine bundesweiten Fallzahlen dazu bekannt. Es handele sich derzeit um ein zahlenmäßig kleines Phänomen. Das BKA erwartet aber eine Steigerung von Nachfrage und Angebot an gefälschten Impfpässen.

Der Bundesrat hatte gestern beschlossen, dass das Fälschen eines Impfpasses sowie dessen Nutzung künftig strafbar ist. Das neue Gesetz sieht Haftstrafen von bis zu zwei Jahren Haft für die falsche Dokumentation vor und für die Nutzung eines entsprechenden Ausweises bis zu einem Jahr Haft.

10:27 Uhr | Wieder Präsenzunterricht an fast allen Grundschulen

Alle Bundesländer außer Berlin und Rheinland-Pfalz kehren ab Montag zum Präsenzunterricht zurück – zumindest in den Grundschulen. Das geht aus einer heute veröffentlichten Umfrage vom "Handelsblatt" unter den Kultusministerien der Länder hervor. In Berlin soll der aktuelle Wechselunterricht noch bis zu den Sommerferien ab 24. Juni andauern. Auch Rheinland-Pfalz will erst in drei Wochen zum normalem Unterricht zurückkehren.

In Sachsen gibt es im Vogtland sowie in der Stadt Leipzig ab Montag wieder regulären Unterricht in allen Schulen. Bei den weiterführenden Schulen will Sachsen-Anhalt ab 6. Juni in den Normalmodus zurückkehren, allerdings ist den Schulleitungen freigestellt, die Öffnung auf diesen Montag vorzuziehen.

09:46 Uhr | Weiterhin strenge Regeln in Pflegeheimen

In den Thüringer Pflegeheimen gelten trotz hoher Impfquoten und sinkender Inzidenzen weiter strenge Besucherregeln. Nach einer Umfrage von MDR THÜRINGEN unter den Betreibern von Pflegeheimen ist weiterhin täglich nur ein Besucher zugelassen. Die Betreiber verweisen dabei auf die aktuelle Corona-Verordnung des Landes.

Solange es keine Corona-Fälle im Heim gibt, können die Bewohner inzwischen auch wieder gemeinsam essen und – je nach Heim – auch gemeinsam Zeit verbringen. Falls neue Bewohner noch nicht geimpft sind, holen das die Hausärzte zügig nach. Jedes Haus hat sein eigenes Hygienekonzept, weil es überall unterschiedliche bauliche und personelle Voraussetzungen gibt. Berichte über eine ähnlich uneinheitliche Praxis gibt es auch aus Sachsen.

09:28 Uhr | Psychologen: An Lockerungen gewöhnen

Nach den Lockerungen der Corona-Maßnahmen müssen sich die Menschen Experten zufolge erst wieder an die zurückgewonnenen Freiheiten gewöhnen. Wie der Psychologe Martin Grundwahl von der Universität Leipzig erklärte, wird es eine Übergangszeit brauchen, um sich an die Lockerungen zu gewöhnen. Dabei habe jeder Mensch eine anderes Tempo: "Die jungen Leute werden die Eisbrecher sein."

Nach Ansicht der Psychologin Simone Dohle von der Uni Köln fällt es vielen schwer, sich jetzt wieder von den neuen Gewohnheiten und Regeln zu lösen. Maske tragen, Abstand halten, zu Hause arbeiten – die neu gewonnenen Routinen hätten ein Gefühl von Sicherheit gegeben.

08:55 Uhr | Rund 130 Jugendherbergen wieder geöffnet

In Deutschland sind rund 130 der mehr als 430 Jugendherbergen wieder geöffnet. Das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) teilte mit, man gehe davon aus, dass nach und nach immer mehr Einrichtungen dazukämen. Aktuell sei die Nachfrage vor allem für die anstehende Ferienzeit sehr hoch, besonders durch Familien. Die Jugendherbergen lebten aber in erster Linie von Gruppen- und Klassenfahrten. Zudem seien die unterschiedlichen Regelungen für die Landesverbände eine Herausforderung.

Update 07:40 Uhr | Karliczek für Impfung vorerkrankter Kinder nach dem Sommer

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek will Kindern und Jugendlichen mit Vorerkrankungen spätestens bis zum Schuljahresbeginn eine Impfung ermöglichen. Damit wäre eine weitere Risikogruppe geschützt, sagte die Ministerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das würde den Schulalltag nach den Sommerferien erleichtern. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte gestern grünes Licht für den Einsatz des Impfstoffs von Biontech/Pfizer bei Kindern ab zwölf Jahren gegeben. Die formale Zulassung durch die EU-Kommission steht aber noch aus, ebenso die Prüfung der Ständigen Impfkommission (Stiko), ob sie für Deutschland eine Impfung empfiehlt.

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin sieht die Empfehlung einer Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche weiter skeptisch. Generalsekretär Burkhard Rodeck verwies bei MDR AKTUELL auf die niedrige Zahl der Probanden in den klinischen Studien. Daher seien die Risiken noch gar nicht absehbar. Ähnlich äußerte sich der Sprecher vom Thüringer Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, Dirk Rühling.

07:18 Uhr | Erste digitale lange Nacht der Wissenschaften in Magdeburg

In Magdeburg steht die erste digitale lange Nacht der Wissenschaften an. Um 18 Uhr starten 18 Stunden Live-Programm mit mehr als 60 Programmpunkten. Forscherinnen und Forscher geben Einblick in ihre Arbeit, zeigen Experimente und beantworten Fragen in Interviews und Gesprächsrunden. Zum Beispiel beschäftigen sich Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts mit der Herstellung von Schokolade und der Rolle der Kristallisation dabei. Die Universitätsmedizin widmet sich der Forschung in der Schwerelosigkeit.

07:05 Uhr | Umfrage: Mehr als jeder zweite Deutsche unzufrieden mit Krisenmanagement

Mehr als die Hälfte der Deutschen ist weiter unzufrieden mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung – trotz der Fortschritte beim Impfen und sinkender Infektionszahlen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zeigten sich 24 Prozent "sehr unzufrieden" und weitere 30 Prozent "eher unzufrieden" mit dem Agieren der Regierung. Dagegen waren nur sechs Prozent "sehr zufrieden" und 35 Prozent "eher zufrieden". Fünf Prozent machten keine Angaben. Im März waren noch insgesamt 65 Prozent der Deutschen unzufrieden und nur 30 Prozent zufrieden.

06:40 Uhr | WHO beklagt Einmischung in Suche nach Virus-Ursprung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kritisiert, dass sich die Politik in die Suche nach dem Ursprung des Coronavirus einmischt. WHO-Notfalldirektor Michael Ryan sagte in Genf, dadurch würden die Untersuchungen vergiftet. Das sei gegenüber der Wissenschaft sehr unfair. Sie stehe unter Druck, die gewünschten Antworten zu liefern. Wen er konkret meinte, sagte Ryan nicht. Zuletzt hatte die US-Regierung ihre alte Behauptung wiederaufgelegt, das Virus sei durch einen Laborunfall in der chinesischen Stadt Wuhan freigesetzt worden. Präsident Joe Biden wies die Geheimdienste seines Landes an, verstärkt in diese Richtung zu ermitteln.

Update 06:20 Uhr | Niederlande kündigen Lockdown-Ausstieg an

In gut einer Woche wollen die Niederlande den Corona-Lockdown beenden. Ministerpräsident Mark Rutte sagte am Freitagabend in Den Haag, angesichts sinkender Infektionszahlen könnten ab dem 5. Juni fast alle Bereiche wieder öffnen. Dabei sind die Besucherzahlen zum Beispiel in Museen, Theatern und Kinos begrenzt. Auch Restaurants müssen Auflagen einhalten. Discos und Nachtclubs bleiben noch geschlossen. Auch in Irland sollen Restaurants und Pubs in den kommenden Wochen wieder öffnen.

06:15 Uhr | KV: Betrug bei Schnelltests schwer nachzuweisen

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen sieht derzeit keine Handhabe gegen Betrug in Corona-Testzentren. Ihr Vorsitzender Klaus Heckemann sagte MDR AKTUELL, es sei schwer zu überprüfen, ob die Zahl der abgerechneten Tests stimme. Zwar sei denkbar, sich Rechnungen zeigen zu lassen. Daran könnte man erkennen, ob der Betreiber des Testzentrums das abgerechnete Material tatsächlich gekauft habe. Routinemäßige Kontrollen seien aber nicht vorgesehen.

Die kostenlosen Bürgertests in Corona-Testzentren werden mit Steuermitteln finanziert. Verteilt wird das Geld über die Kassenärztlichen Vereinigungen. Medienberichten zufolge wurden In Nordrhein-Westfalen mehr Tests abgerechnet als Besucher gemeldet.

06:00 Uhr | Der Ticker am Samstag, 29. Mai 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 28. Mai 2021 | 06:00 Uhr

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