Coronavirus-Pandemie Ticker vom Samstag: Corona-Zahlen in Großbritannien auf Vier-Monats-Hoch

Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante sind die Corona-Zahlen in Großbritannien auf den höchsten Stand seit mehr als vier Monaten gestiegen. Mit 18.270 ist der Wert fast doppelt so hoch wie vor einer Woche. Auch in Russland haben die Behörden einen neuen Höchststand an Corona-Neuinfektionen in diesem Jahr gemeldet. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist gegen einen erneuten Lockdown, sollten die Infektionszahlen wieder steigen. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie Ticker.

Menschen stehen Schlange vor einem Impfzentrum, das im Emirates Stadium, das Fuߟballstadion des englischen Erstligisten FC Arsenal, eingerichtet wurde.
Schlangestehen vor einem Impfzentrum in London. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Samstag, 26. Juni 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:38 Uhr | Spanien schafft Maskenpflicht im Freien ab

Spanien hat den ersten Tag ohne Maskenpflicht erlebt. Nach mehr als einem Jahr war in der Nacht zu Samstag die Pflicht geendet, auch im Freien eine Mund- Nasenbedeckung zu tragen. Nur wenige Menschen trugen ihre Masken auch weiterhin. In den öffentlichen Verkehrsmitteln und geschlossenen Räumen bleibt die Maskenpflicht aber bestehen. Die Sieben-Tagen-Inzidenz beträgt in Spanien derzeit gut 46. Mehr als die Hälfte der rund 47 Millionen Einwohner hat zumindest eine Covid-19-Impfung erhalten.

Ein Paar feiert den ersten Tag ohne Gesichtsmasken im Freien auf dem Sol-Platz am frühen Samstag.
Ein Paar feiert den ersten Tag ohne Gesichtsmasken im Freien auf dem Sol-Platz von Madrid. Bildrechte: dpa

22:10 Uhr | Tausende bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen in London

In Großbritanniens Hauptstadt London haben Tausende Menschen gegen die anhaltenden Corona-Maßnahmen demonstriert. Die Menschenmenge zog vom Hyde Park und durch die Einkaufsstraße Oxford Street bis zum Parlament. Die Demonstranten forderten eine sofortige Aufhebung aller Beschränkungen. Das Parlament und der Regierungssitz von Premierminister Boris Johnson in der Downing Street wurden mit Tennisbällen beworfen. Auf einem Plakat wurde die Festnahme von Gesundheitsminister Matt Hancock gefordert.

Demonstranten fordern bei einem Protest auf der Oxford Street ein Ende der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und des Lockdowns.
Tausende Demonstranten haben in London die Aufhebung der Corona-Maßnahmen gefordert. Bildrechte: dpa

21:35 Uhr | Kekulés Corona-Kompass: Kinder-Impfung, J & J und Maskenpflicht für Geimpfte

Wenn das Virus auch das Gehirn angreift, sollten dann Kinder geimpft werden? Schützt der Impfstoff von Johnson & Johnson gut gegen Virus-Varianten? Und: Braucht es die Maskenpflicht, wenn Kunden und Personal geimpft sind? Diese und andere Fragen beantwortet der Virologe Prof. Dr. Alexander Kekulé von der Universität Halle-Wittenberg in seinem mittlerweile 200. Corona-Kompass.

21:05 Uhr | Problem von Schulnoten nach Corona-Jahr

In wenigen Wochen gibt es für die Schüler in Mitteldeutschland Zeugnisse. Aber wie soll man die Leistungen nach Lockdown und Homeschooling gerecht beurteilen? Die Schulen haben darauf unterschiedliche Antworten.

20:36 Uhr | Experten empfehlen Impfung für Genesene in jedem Fall

Eine Corona-Impfung für Genesene ist nach Ansicht des Paul-Ehrlich-Instituts immer sinnvoll - unabhängig vom Antikörperlevel. Instituts-Präsident Klaus Cichutek sagte bei einer Diskussionsrunde in Berlin, es gebe auch Genesene, bei denen das Antikörperlevel von Anfang an relativ niedrig sei. In der Regel hätten Genesene zwar sechs Monate lang einen guten Schutz, aber die Entwicklung falle sehr unterschiedlich aus. Mit einer einmaligen Impfung sei der volle Schutz sichergestellt.

Der Chef der Ständigen Impfkomission, Thomas Mertens, sagte, aus der Anzahl der Antikörper lasse sich noch nicht sagen, wie gut oder schlecht der Schutz sei. Aus Studien wisse man ganz gut, dass eine Impfung schütze. Eine zweite bringe keinen zusätzlichen Nutzen.

19:48 Uhr | Großbritanniens Gesundheitsminister tritt nach Corona-Verstoß zurück

Matt Hancock, Gesundheitsminister von Großbritannien, gibt im britischen Unterhaus eine Erklärung zur Lage der Corona-Pandemie ab.
Wegen eines Kusses zurückgetreten: UK-Gesundheitsminister Hancock. Bildrechte: dpa

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock hat seinen Rücktritt eingereicht. Hancock begründete seinen Rücktritt in einem Brief an Premierminister Boris Johnson mit einem Verstoß gegen die von seiner Regierung verhängten Corona-Regeln. Britische Medien hatten zuvor über eine angebliche Affäre des Ministers mit einer Mitarbeiterin berichtet und Fotos veröffentlicht, auf denen Hancock die Frau trotz geltender Abstandsregeln küsst.

18:40 Uhr | Deutscher Reiseanbieter holt Urlauber aus Portugal

Der deutsche Reiseanbieter Olimar will hunderte Bundesbürger schnell aus Portugal zurückholen. Hintergrund ist die ab kommenden Dienstag geltende Einstufung Portugals als Virusvariantengebiet. Das Unternehmen aus Köln ist auf Portugal-Reisen spezialisiert. Man habe den Reisenden eine Rückkehr bis Montagabend angeboten, hieß es. Etwa zehn Prozent der Urlauber wollten ihren Aufenthalt jedoch verlängern.

Das Robert Koch-Institut hatte Portugal wegen der Ausbreitung der als besonders ansteckend geltenden Delta-Variante des Coronavirus am Freitag neu eingestuft. Für zunächst zwei Wochen gelten damit ein umfangreiches Beförderungsverbot und Quarantänepflicht.

Mit mehr als 1.600 Neuansteckungen an einem Tag wurde in Portugal am Freitag der höchste Wert seit Februar registriert. Nach EU-Angaben hat das Land die höchste Inzidenz unter 30 erfassten europäischen Ländern. Dabei hatte Portugal in diesem Jahr einen der längsten und schärfsten Lockdowns in ganz Europa.

17:52 Uhr | Corona-Zahlen in Großbritannien auf Vier-Monats-Hoch

Wegen der Ausbreitung der sogenannten Delta-Variante ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Großbritannien auf den höchsten Stand seit mehr als vier Monaten gestiegen. Die Behörden melden 18.270 neue Fälle. Das sind rund 2.400 mehr als am Vortag und so viele wie seit dem 5. Februar nicht mehr. Im Vergleich zum vorigen Samstag hat sich die Zahl fast verdoppelt.

Mithilfe eines monatelangen Lockdowns und eines Impfprogramms hatte Großbritannien deutlich nach unten gedrückt. Die als hoch ansteckend geltende Delta-Variante sorgt jedoch seit einigen Wochen für einen gegenläufigen Trend. Die für den 21. Juni geplante Aufhebung aller Corona-Maßnahmen im Vereinigten Königreich wurde deshalb um vier Wochen verschoben.

15:45 Uhr | Airport Erfurt-Weimar nimmt Passagierflugbetrieb wieder auf

Mit einem Flug nach Griechenland hat der Flughafen Erfurt-Weimar seinen regulären Passagierflugverkehr wieder aufgenommen. Am frühen Nachmittag hob ein Ferienflieger mit rund 200 Passagieren nach Rhodos ab. Eigentlich sollte das Flugzeug schon am Vormittag starten. Es kam jedoch zu einer Verzögerung am Flughafen Köln/Bonn, wo der Flieger herkam. Wegen der Corona-Reisebeschränkungen waren am Flughafen Erfurt-Weimar seit vergangenem Herbst keine Passagierflüge mehr abgefertigt worden.

15:15 Uhr | Luftfahrt-Bundesamt verhängt mehr Bußgelder gegen Airlines

Das Luftfahrt-Bundesamt hat in diesem Jahr deutlich mehr Bußgelder gegen Fluggesellschaften verhängt als noch 2020. Eine Sprecherin sagte dem "Handelsblatt", dabei gehe es um wegen der Corona-Pandemie stornierte Tickets, die die Airlines nicht fristgerecht erstattet hätten. Bislang seien in 84 Fällen Bußgelder verhängt worden. Im gesamten Vorjahr waren es 51. Zu den betroffenen Airlines und der Höhe der Bußgelder äußerte sich die Behörde nicht. Angesichts Tausender gestrichener Flüge und geplatzter Reisen infolge der Pandemie habe das Luftfahrt-Bundesamt zudem eine Vielzahl von Verbraucherbeschwerden über Fluggesellschaften registriert.

13:50 Uhr | Doppelte Testpflicht für Urlaubsrückkehrer gefordert

Die SPD-Politiker Manuela Schwesig und Karl Lauterbach fordern eine doppelte Corona-Testpflicht für Urlaubsrückkehrer. Schwesig sagte der "Rheinischen Post", internationale Reisen dürften nicht dazu führen, dass sich wieder mehr Menschen infizierten und das Virus nach Haus trügen. Für alle Rückkehrer aus Risikogebieten müsse gelten, ein Test nach der Einreise nach Deutschland, ein weiterer fünf Tage später. Der Bund solle seine Verordnung anpassen oder die Länder selbst entscheiden lassen. SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach bezeichnete die aktuellen Testvorgaben für Urlauber als lückenhaft. Während der fünftägigen Testzeit sollten die Menschen in Quarantäne bleiben.

13:12 Uhr | Urteil: Kein Fitnessstudio-Beitrag während Lockdown

Das Amtsgericht Hamburg hat einem Sportler Recht gegeben, der während der coronabedingten Schließung keine Beiträge an sein Fitnessstudio gezahlt hat. Die Richter waren der Auffassung, dass das Studio die vertragliche Leistung nicht erbringen konnte und daher keinen Anspruch auf die Beiträge gehabt habe. Zudem habe das Fitnesstudio Entschädigungen durch den Staat sowie Leistungen des Arbeitsamtes für Kurzarbeitergeld erhalten, sodass eine zusätzliche Zahlung durch die Kunden nicht erforderlich sei, urteilten die Hamburger Richter (Aktenzeichen: 9 C 95/21).

12:59 Uhr | Corona-Lage in Russland spitzt sich zu

Kreml in Moskau
21.600 Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Russland, davon allein 8.400 in Moskau. Bildrechte: colourbox.com

In Russland haben die Behörden einen neuen Höchststand an Neuinfektionen in diesem Jahr gemeldet. Insgesamt registrierten die Behörden 21.600 Neuinfektionen innerhalb eines Tages, davon allein 8.400 in Moskau. Zudem gab es den Angaben zufolge landesweit 619 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden. Die meisten Todesfälle gibt es demnach in St. Petersburg. Dort werden auch einige Spiele der Fußball-Europameisterschaft ausgetragen. Medienberichten zufolge sind in der Millionenstadt viele Krankenhäuser bereits überlastet. Das Robert Koch-Institut stufte Russland inzwischen als Virusvariantengebiet ein. Ab Dienstag gelten weitreichende Beförderungsverbote und andernfalls strikte Quarantäneregeln.

11:06 Uhr | Mehr Impfdosen von Moderna

Der Impfstoffhersteller Moderna liefert für das dritte Quartal deutlich mehr Dosen als erwartet. Wie das Bundesgesundheitsministeriums mitteilte, sollen im Juli pro Woche statt der vorgesehenen 733.000 nun jeweils 1,33 Millionen Dosen kommen. Im August werden dann 2,57 Millionen Dosen pro Woche erwartet, im September 2,95 Millionen pro Woche. Insgesamt will der US-Hersteller den neuen Zahlen zufolge im Juli 5,32 Millionen Impfdosen liefern, im August 10,28 Millionen und im September 14,5 Millionen Dosen. Dies gebe der Impfkampagne einen zusätzlichen Schub, sagte ein Ministeriumssprecher.

10:35 Uhr | Söder gegen weiteren möglichen Lockdown

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist gegen einen erneuten Lockdown, sollten die Infektionszahlen wieder steigen. Söder sagte dem "Münchner Merkur", in einer denkbaren vierten Welle mit der Delta-Mutation müsse es neue Instrumente geben. Bei einem Anstieg sollte "nicht sofort wieder zur klassischen Notbremse" gegriffen werden, "also automatisch Geschäfte und Gastronomie schließen." Wegen der fortschreitenden Impfungen sei die Gefahr nun eine andere, denn die Delta-Variante greife weniger die Älteren an, sondern eher Schüler und Studenten. "Wir müssen deshalb die Schulen besser vorbereiten." Außerdem forderte er mehr Tempo beim Impfen.

Unterdessen ist die Zahl der innerhalb eines Tages registrierten Corona-Infektionen weiter zurückgegangen. Nach Daten des Risklayer-Projekts in Karlsruhe meldeten die Gesundheitsämter am Freitag 824 Neuinfektionen mit Sars-CoV-2. Die Inzidenz sank damit auf sechs neue Fälle pro 100.000 Menschen. Bis auf Hamburg (10) haben auch alle Bundesländer einstellige Werte.

09:28 Uhr | Thüringens Einzelhändler optimistisch

Der Präsident des Handelsverbands Thüringen, Arnold Senft, blickt für den regionalen Einzelhandel vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Senft sagte MDR THÜRINGEN, er denke, dass die meisten Geschäfte trotz der Pandemie überleben werden. Vor allem die staatlichen Überbrückungsgelder hätten "unheimlich geholfen". Wichtig sei jetzt, dass es im Herbst nicht erneut zu einem Lockdown käme. Schwierig sei die Lage vor allem für Händler, die bereits vor der Pandemie in wirtschaftliche Schieflage geraten waren. Senft appellierte an die Vermieter, für die Zeit des Lockdowns auf Mietpreisforderungen zu verzichteten oder die Miete zu stunden. Besonders in den Kleinstädten sollten Vermieter erkennen, dass es bei Schließung von Geschäften kaum Nachfolger geben werde.

09:00 Uhr | Dulig für mobiles Arbeiten nach Homeoffice-Pflicht

Sachsens Arbeitsminister Martin Dulig hat sich nach dem Auslaufen der Homeoffice-Pflicht zum Monatsende für mobiles Arbeiten ausgesprochen. "Auch nach dem Ende der gesetzlichen Pflicht sollte die Möglichkeit des Homeoffice weiter genutzt werden, denn Beschäftigte und Arbeitgeber profitieren von den Vorteilen und von flexiblen Arbeitsmodellen", sagte der SPD-Politiker. Homeoffice sei kein "Pandemie-Phänomen", sondern eine gute und wichtige Alternative zum Arbeiten im Büro. Dulig unterstützt daher den Vorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil für ein modernes Gesetz zum mobilen Arbeiten.

08:14 Uhr | Sächsische Linke: Bafög für alle Studierenden

Die hochschulpolitische Sprecherin der Linken im sächsischen Landtag, Anna Gorskih, fordert, während der Pandemie das Bafög zu öffnen. Gorskih sagte MDR AKTUELL, alle Studierenden sollten die staatliche Förderung bekommen können. Außerdem müsste das Bafög angehoben werden. Laut einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts könnte der Satz sogar verfassungswidrig sein, weil er unter dem notwendigen Existenzminimum liege. Auch die Rektorin der Leipziger Universität, Beate Schücking, ist dafür, den Kreis der Empfänger zu erweitern. Sie erklärte, im Moment erhielten viel zu wenige Studierende Bafög. Zu viele von ihnen müssten Nebenjobs nachgehen.

07:48 Uhr | Über 32 Millionen digiale Impfnachweise

In Deutschland sind inzwischen mehr als 32 Millionen digitale Corona-Impfnachweise erstellt worden. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums waren es in Impfzentren und Arztpraxen rund 5,9 und in Apotheken 11,9 Millionen. Nachträglich per Post versandt wurden demnach inzwischen 14,5 Millionen Zertifikate. Die Digitalisierung war Mitte des Monats angelaufen.

07:15 Uhr | EU-Kommission: Anstrengung beim Impfen verdoppeln

Die Europäische Kommission fordert von den EU-Staaten mehr Einsatz im Kampf gegen die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus. "Für die Ungeimpften und nur teilweise Geimpften ist die Delta-Variante eine echte Bedrohung", sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides der "Welt". Solange kein höheres Niveau bei den Zweitimpfungen erreicht sei müsse alles getan werden, um die Übertragungskette der Delta-Variante zu unterbrechen. Die EU-Gesundheitskommissarin erklärte auch, dass weitere politische Maßnahmen ergriffen werden müssten, falls dies erforderlich sei.

07:05 Uhr | Pilot-Projekt mit 6.000 Zuschauern in der Waldbühne

Die Berliner Philharmoniker geben heute Abend ihr traditionelles Konzert in der Waldbühne. Diesmal spielen sie vor rund 6.000 Zuschauerinnen und Zuschauern als Pilot-Projekt unter Corona-Auflagen. Es ist nach Angaben der Veranstalter die erste kulturelle Berliner Großveranstaltung, die nach der Zwangspause unter Pandemiebedingungen realisiert wird.

06:30 Uhr | OECD fordert stärkere Schüler-Beteiligung

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bemängelt, dass in Deutschland Schüler nur gering in Corona-Entscheidungen eingebunden waren. Der OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher fordert die Kultusminister auf, mehr gemeinsam mit Schülervertretern zu tagen. Die junge Generation sei von den politischen Maßnahmen zur Eindämmung dieses Virus härter getroffen worden als andere, sagte Schleicher dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Sie hatte die größten Einschränkungen, sie hat am meisten gelitten - und dann durfte sie noch nicht mal richtig mitbestimmen." Dabei hätte es gute Möglichkeiten gegeben, sie in die Gestaltung der Prozesse einzubinden, vor allem auch bei der Digitialisierung des Unterrichts.

06:20 Uhr | Schwimmunterricht in Sachsen wird verlängert

An Sachsens Schulen wird der Schwimmunterricht bis zu den Herbstferien verlängert. Wie das Kultusministerium berichtet, soll damit der Rückstand in der Schwimmausbildung aufgeholt werden, der durch die Corona-Maßnahmen entstanden ist. Jedes Kind solle insgesamt bis zu 25 Stunden Unterricht erhalten. Dies genüge oft, um Schwimmen zu lernen. Nach dieser Zeit würden Schwimmkurse angeboten für diejenigen, die noch nicht schwimmen könnten. Das Ministerium will dafür 600.000 Euro bereitstellen. Wegen der Corona-Maßnahmen war für rund 38.000 Schülerinnen und Schüler in Sachsen der zweiten Jahrgangsstufe der Schwimmunterricht ausgefallen. Hinzu kommen 2.000 Schüler des vorhergehenden Schuljahres 2019/20, deren Schwimmunterricht damals wegen des ersten Lockdowns ausfiel.

06:15 Uhr | Niederlande: Fast alle Einschränkungen aufgehoben

Die Niederlande haben einen großen Schritt zurück zu einem öffentlichen Leben fast ohne Corona-Beschränkungen gemacht. Fast alle im Zuge der Pandemie eingeführten Maßnahmen sind seit heute wieder aufgehoben. Als zentrale Regel gilt nur noch der Sicherheitsabstand von 1,5 Meter. Wenn der - wie etwa in einer Disco - nicht eingehalten werden kann, ist Zutritt nur mit Test- oder Impfnachweis möglich. Bereits in der vergangenen Nacht waren in zahlreichen Städten Discotheken und Nachtclubs wieder geöffnet.

Eine Maskenpflicht ist nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln und weiterführenden Schulen vorgesehen. In Spanien müssen Menschen ab heute keine Maske mehr im Freien tragen. Das gilt auch für den Strandbesuch.

06:00 Uhr | Der Ticker am Sonnabend, 26. Juni 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Quelle: dpa, AFP, MDR Aktuell

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 26. Juni 2021 | 06:00 Uhr

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