Coronavirus-Pandemie Ticker vom Samstag: Studie – FFP2-Masken bieten extrem hohen Schutz

Einer US-Studie zufolge bieten FFP2-Masken einen sehr guten Schutz gegen das Coronavirus, wenn sie richtig getragen werden. Ärzte und Medizinethiker streiten, wie sinnvoll eine Impfpflicht für alle ist. Am Freitag ist es in mehreren Städten in Mitteldeutschland zu Protesten gegen die Corona-Politik gekommen. Auch vor dem Haus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping zogen Demonstranten auf. Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie in unserem Coronavirus-Ticker.

Eine Frau mit FFP2-Maske kauft im Supermarkt ein.
Eine Frau trägt beim Einkauf im Supermarkt eine FFP2-Maske. Bildrechte: imago images / Manfred Segerer

Unser Ticker am Samstag, 4. Dezember 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:34 Uhr | Niederländische Königsmutter Beatrix positiv getestet

Die Mutter des niederländischen Königs, Prinzessin Beatrix, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie das Königshaus in Den Haag mitteilte, habe sich die 83-Jährige wegen leichter Erkältungsbeschwerden testen lassen. Sie habe sich in häusliche Isolation begeben und halte sich an die Regeln für positiv getestete Menschen. Personen, die mit Prinzessin Beatrix in engem Kontakt gewesen seien, würden informiert. Beatrix war Montag von einem viertägigen Arbeitsbesuch auf der niederländischen Karibikinsel Curaçao zurückgekehrt. Wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete, sagte sie dort, dass sie zweimal gegen das Coronavirus geimpft ist und auch eine Auffrischimpfung empfangen hat.

Prinzessin Beatrix besuchte den Skulpturengarten des Blauwbaai-Resorts in Willemstad auf Curacao.
Prinzessin Beatrix der Niederlande Bildrechte: imago images/PPE

22:17 Uhr | Großbritannien verschärft Einreisebestimmungen

Großbritannien verschärft zur Eindämmung der Omikron-Variante des Corona-Virus seine Einreisebestimmungen. Ab Dienstagfrüh werde von allen ankommenden Reisenden ein negativer Corona-Test vor der Abreise verlangt, sagt Gesundheitsminister Sajid Javid. Zudem müssten Einreisende aus Nigeria in Hotels in Quarantäne.

21:32 Uhr | Corona-Proteste mit über 2.000 Menschen in Thüringen

An Protestaktionen gegen Corona-Beschränkungen haben sich in mehreren Thüringer Städten über 2.000 Menschen beteiligt. Allein in Greiz kamen am Samstagabend nach ersten Schätzungen mehr als 1.000 Menschen zusammen. In Eisenach berichtete die Polizei von etwa 300 Teilnehmer. In Bad Liebenstein seien 230 gezählt worden.

Die Polizei war mit vielen Beamten landesweit im Einsatz. Nach der Corona-Verordnung dort dürfen sich an einer Stelle im Freien nur 35 Menschen versammeln. Am Sonntag werden im Freistaat weitere Aktionen erwartet. Auch in vielen anderen Städten in Deutschland kamen Gegner der Corona-Politik am Samstag zu Protesten zusammen.

Demonstrierende Menschen im Dunkeln bei leichtem Schneefall.
Gegner der Corona-Maßnahmen demonstrieren in Eisenach. Bildrechte: MDR/news5/Schuchardt

20:17 Uhr | Tausende Impfgegner demonstrieren in Hamburg

Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf etwa 5.000. Hauptsächlich seien es Querdenker und Impfgegner gewesen. Den Beamten zufolge verlief die Demonstration friedlich. Allerdings habe es Probleme mit dem Einhalten des Mindestabstands gegeben. Proteste gab es unter anderem auch in Berlin, Potsdam, Hannover, Frankfurt am Main und Trier.

18:22 Uhr | Keine Corona-Tests für ambulante Krankenhauspatienten in Thüringen

In Krankenhäusern gibt es strenge Besuchsregelungen aufgrund der Corona-Pandemie. Doch wie ist es mit Patienten, die in die Notaufnahme müssen oder zu einer ambulanten Behandlung kommen? MDR THÜRINGEN hat nachgefragt. Das Ergebnis: Tests für ambulante Patienten sind im Regelfall nicht vorgesehen. "Das ist vergleichbar mit einer normalen Sprechstunde, wir machen das so, wie das in jeder Arztpraxis gehandhabt wird", so Stephan Breidt, Pressesprecher der Thüringen-Kliniken. Breidt räumt jedoch ein: Auch der Mangel an verfügbaren Schnelltests spielt eine Rolle.

16:43 Uhr | Thüringer nutzen Corona-Jahr zum Entrümpeln

Die Thüringer haben im Corona-Jahr 2020 mehr Abfall produziert und Lockdown-Phasen zum Entrümpeln von Dachböden und Kellern genutzt. Das zeige das kommunale Abfallaufkommen, erklärte Umweltministerin Anja Siegesmund. Nach Angaben des Ministeriums fielen im vergangenen Jahr pro Einwohner in Thüringen 190 Kilogramm Haus- und Sperrmüll an. Das seien rund 3,5 Prozent mehr gewesen als 2019 mit 184 Kilogramm. Sperrmüll stieg sogar um fast sechs Prozent.

Bei der Abfallmenge liegen die Thüringer etwa im Bundestrend, der 2019 bei durchschnittlich 187 Kilogramm pro Einwohner lag. Nach Angaben des Thüringer Umweltministeriums wurden 2020 zudem mehr alte Elektrogeräte abgegeben – acht Kilogramm pro Einwohner, insgesamt 16.000 Tonnen. Bei Bio- und Grüngut habe es einen neuen Höchstwert mit 117 Kilogramm pro Einwohner gegeben.

15:54 Uhr | Update: Sicherheitsmaßnahmen für Köpping verschärft

Der Aufmarsch von Gegnern der Corona-Maßnahmen vor dem privaten Wohnhaus von Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat Konsequenzen: Die Sicherheitsmaßnahmen für Politiker in Sachsen werden verstärkt. Ministerpräsident Michael Kretschmer schrieb auf Twitter: "Wir treten allen Kräften entgegen, die einschüchtern wollen." Was Köpping passiert sei, gehe alle Sachsen an. Regierungssprecher Ralph Schreiber sagte: "Als Konsequenz werden die Schutzmaßnahmen für Amtsträger und ihre Familien weiter erhöht.

Innenminister Roland Wöller forderte eine schnelle Ahndung des Protests. Es brauche ein "klares und schnelles Signal des Rechtsstaats". Wöller sagte: "Es kommt jetzt auch darauf an, dass wir mit der Staatsanwaltschaft eine Verfahrensweise finden, um begangene Verstöße schnell zu ahnden."

Unterdessen hat auch Bundesinnenminister Horst Seehofer die Proteste von Gegnern der Corona-Politik vor Köppings Wohnhaus scharf verurteilt. "Was wir da in der Nähe von Grimma gesehen haben, ist kein legitimer Protest", sagte Seehofer der "Bild am Sonntag". Dieser Fackelumzug sei organisierte Einschüchterung einer staatlichen Repräsentantin. "Das erinnere mich an die dunkelsten Kapitel unserer deutschen Geschichte." Er sei sich sicher, dass die sächsischen Behörden das Geschehen nach diesem Maßstab bewerteten und angemessen Konsequenzen zögen.

14:58 Uhr | Nahverkehr in Sachsen coronabedingt ausgedünnt

Wegen des hohen Krankheitsstands beim Personal haben viele Verkehrsbetriebe in Sachsen ihren Fahrplan gekürzt. Das hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergeben. So schränkt der Verkehrsverbund Oberelbe den Fahrplan bei den Trilex-Zügen in Richtung Ostsachsen und im Dresdner Stadtgebiet ein. Beim Verkehrsverbund Mittelsachsen fallen die Nachtzüge an den Wochenenden aus. Im Berufsverkehr fahren die Verdichterzüge zwischen Chemnitz und Zwickau nicht. Auch die Unternehmen im Mitteldeutschen Verkehrsverbund meldeten einen erhöhten Krankenstand aufgrund von Corona-Infektionen und Quarantäne. Es könne zu temporären Reduzierungen kommen.

13:46 | Update: Köpping spricht von Einschüchterungsversuch

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat die Corona-Proteste vor ihrem Wohnhaus scharf verurteilt. Sie sagte, so etwas sei widerwärtig und unanständig. Das seien keine Proteste vom Impfgegnern, sondern organisierte Einschüchterungsversuche von Rechtsextremisten und Verschwörungsgläubigen. Auch Impfzentren, Praxen, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie andere engagierte Menschen seien davon betroffen. Am Freitagabend hatten sich etwa 30 Menschen mit Fackeln und Plakaten vor dem Haus der Politikerin bei Grimma versammelt und lautstark protestiert. Die Polizei stellte Anzeigen unter anderem wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetzes.

13:44 Uhr | Stiftung fordert Aufklärung in Heim in Rudolstadt

Nach Corona-bedingten Todesfällen in einem Thüringer Seniorenheim in Rudolstadt dringt die Stiftung Patientenschutz auf Aufklärung. Vorstand Eugen Brysch sagte, es müsse geklärt werden, ob Betreuer oder Verwandte Impfungen verhindert hätten. In dem Fall stelle sich die Frage, warum nicht das Vormundschaftsgericht eingeschaltet worden sei. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sprach von völliger Unvernunft. Offenbar sei weder den Angehörigen noch der Heimleitung ausreichend bewusst gewesen, dass sie Leben auf Spiel setzten. In einem Seniorenheim in Rudolstadt sollen seit November 18 Bewohner an Corona gestorben sein, 14 davon sollen nicht geimpft gewesen sein. Laut Presseberichten sollen Angehörige von der Impfung abgeraten haben.

12:06 Uhr | Sachsen-Anhalt: Polizei hilft bei Kontrollen mit

Die Landespolizei in Sachsen-Anhalt unterstützt in den kommenden Wochen die Ordnungs- und Gesundheitsämter bei Corona-Kontrollen. Nach Angaben des Innenministeriums liegt der Fokus dabei auf dem öffentlichen Nahverkehr. Bis zum 21. Dezember seien mehr als 20 Schwerpunktkontrollen im ganzen Land geplant. Die ersten fanden bereits am Donnerstag statt, unter anderem im Salzlandkreis und in Halle. Die Polizei zog ein positives Fazit. Man habe keine größeren Verstöße festgestellt.

11:39 Uhr | FFP2-Masken sehr gutes Ergebnis attestiert

Nach einer Studie deutscher Wissenschaftler bieten FFP2-Masken einen extrem hohen Schutz vor einer Corona-Infektion. Wie die Forscher des Göttinger Max-Planck-Instituts mitteilten, kommt es dabei aber auf die richtige Trageweise an. Die Studie untersuchte das Risiko einer Ansteckung, wenn ein gesunder und ein infizierter Mensch sich in einem Innenraum auf kurzer Distanz begegnen. Demnach liegt das Infektionsrisiko bei korrektem Sitz der FFP2-Masken auch nach 20 Minuten nur bei etwa 0,1 Prozent. Bei schlecht sitzenden FFP2-Masken liege das Infektionsrisiko dagegen bei rund vier Prozent. OP-Masken mit guter Passform senken den Angaben zufolge die Infektionsgefahr noch auf maximal zehn Prozent. Die Studie ist in der Zeitschrift "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften erschienen.

10:32 Uhr | Merkel nutzt Podcast-Sendung zum Impfaufruf

Angela Merkel hat ihre letzte wöchentlichen Podcast-Sendung als Kanzlerin noch einmal der Corona-Pandemie gewidmet. Sie warnte noch einmal alle Bundesbürger, das "tückische Virus" ernst zu nehmen. In manchen Teilen des Landes sei die Lage gerade "dramatisch", es gebe "übervolle Intensivstationen", Schwerkranke müssten quer durch Deutschland geflogen werden und einer "so schrecklich hohen Zahl" an Menschen koste das Virus derzeit das Leben. Merkel appellierte noch einmal, sich impfen zu lassen. Die Vakzine seien sicher und ein wirksames Mittel gegen die Pandemie.

Angela Merkel
Noch wenige Tage geschäftsführend als Kanzlerin im Amt: Angela Merkel Bildrechte: dpa

09:15 Uhr | Medizinethikerin gegen Impfpflicht, Bundesärztekammer-Chef dafür

Die Diskussion um eine Impfpflicht in Deutschland nimmt weiter Fahrt auf. Die Kölner Medizinethikerin Christiane Woopen sagte im Deutschlandfunk, sie halte eine Impfpflicht für sehr schwer begründbar. Anders sehe das mit einer gestuften Impfpflicht aus. Sie sei für Beschäftigte in bestimmten Einrichtungen wie Krankenhäuser denkbar. Auch könne es eine solche Impfverpflichtung für alle Menschen über 60 Jahre geben. Sie machten 60 Prozent der Corona-Patienten auf den Intensivstationen aus. Stiko-Chef Thomas Mertens sagte der "Rheinischen Post", er sei gegen eine Impfpflicht und setze mehr auf Überzeugung. Demnächst sei ein Totimpfstoff zu erwarten, auf den offenbar viele setzten.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, spricht sich für eine allgemeine Impfpflicht aus, warnte aber zugleich, darunter einen Impfzwang zu verstehen. Niemand dürfe zwangsgeimpft werden. Wer der Impfpflicht nicht nachkomme, müsse vielmehr mit spürbaren Restriktionen bei der Teilnahme am öffentlichen und gewerblichen Leben rechnen, so Reinhardt. Der Bundestag soll nach Plänen der künftigen Regierungskoalition von SPD, Grünen und FDP im kommenden Jahr über eine Impfpflicht entscheiden.

08:17 Uhr | Suche nach freien Krankenhaus-Betten

In Thüringen und Sachsen sind in den vergangenen Tagen wegen fehlender Kapazitäten bereits Covid 19-Patienten in Krankenhäuser anderer Bundesländer verlegt worden. Für den Fall, dass im eigenen Bundesland kein Krankenhausbett mehr zu finden ist, wird per Kleeblatt-Mechanismus in anderen Bundesländern gesucht. Doch was passiert, wenn die Bettenkapazität deutschlandweit ausgeschöpft ist? Mehr dazu können Sie im folgenden Beitrag lesen:

07:44 Uhr | Stiko-Chef empfiehlt Booster-Impfungen

Der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, rät der Bevölkerung sich jetzt boostern zu lassen. Der Kampf gegen die Delta-Variante gehe weiter. Mertens zufolge wäre es auch kein Problem, sich später gegen die Omikron-Variante erneut impfen zu lassen. Mit einem neuen Vakzin gegen diese Variante rechnet der Stiko-Chef erst in ein paar Monaten. Mertens sagte der "Rheinischen Post", die Hersteller dürften im Labor drei bis sechs Monate dafür benötigen. Sie müssten einen Impfstoff erzeugen, der gegen Omikron und Delta wirke. Dann stehe noch die Zulassung an. Auch Biontech-Chef Uğur Şahin geht davon aus, dass gegen die stark mutierte Omikron-Variante ein neuer Corona-Impfstoff benötigt wird. Er betonte, Biontech könne seinen Impfstoff relativ schnell an die Herausforderung anpassen.

Prof. Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission STIKO
Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens. Bildrechte: IMAGO / IPON

07:15 Uhr | Proteste gegen Corona-Politik

In Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen hat es am Freitagabend Proteste gegen die Corona-Maßnahmen gegeben. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich in Kahla im Saale-Holzland-Kreis etwa 250 Menschen. In Rudolstadt zogen demnach etwa 100 Demonstranten durch die Straßen. Beide Protestzüge waren laut Polizei nicht angemeldet gewesen. Sie seien friedlich geblieben. In Blankenburg im Landkreis Harz hätten etwa 200 Menschen an einer Demonstration teilgenommen.

Proteste gab es auch in Sachsen: So versammelten sich am Freitagabend Polizeiangaben zufolge rund 30 Menschen vor dem Haus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping in Grimma. Es seien Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten ausgestellt worden. Wir haben uns angeschaut, wer hinter vielen der aktuellen Corona-Proteste steht.

06:55 Uhr | Städtetag fordert Unterstützung durch Polizei

Der Deutsche Städtetag fordert mehr Unterstützung der Polizei, um die verschärften Corona-Regeln durchzusetzen. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte, Bund und Länder hätten zwar strenge Kontrollen verabredet. Dabei hätten sie jedoch offengelassen, wie diese funktionieren könnten. Die Ordnungsämter der Städte bräuchten dringend mehr Unterstützung durch die Polizei der Länder – vor allem für verstärkte Präsenz auf Weihnachtsmärkten und im öffentlichen Raum.

Viele Menschen nutzen die letzte Gelegenheit in der Leipziger Innenstadt Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Ab 14. Dezember 2020 gilt in Sachsen ein verschärfter Lockdown mit Ausgangsbeschränkungen, Schließung von Geschäften etc. Vor Weihnachten ist dies eine Katastrophe für den Handel. Die Polizei und das Ordnungsamt führen Kontrollen zur Maskenpflicht durch.
Angestellte des Ordnungsamtes unterwegs in der Leipziger Innenstadt Bildrechte: imago images/Christian Grube

06:30 Uhr | MDRfragt: Mehrheit für ausgeweitete 2G-Pflicht

Die Mehrheit der Teilnehmer der jüngsten MDRfragt-Umfrage befürwortet die neuen, strengeren Corona-Maßnahmen, bezweifelt jedoch, dass damit die steigenden Inzidenzen in den Griff zu bekommen sind. Eine ausgeweitete 2G-Pflicht und Kontaktbeschränkungen halten 71 Prozent der Befragten für richtig. 82 Prozent erklärten jedoch, dass ihnen die Maßnahmen zu spät kämen. Lediglich 3 Prozent finden den Zeitpunkt genau richtig. Dass die beschlossenen Regelungen reichen, um Corona endgültig in den Griff zu bekommen, glaubt kaum jemand (2 Prozent). Dass es mit zusätzlicher allgemeiner Impfpflicht gelingen könnte, glauben 35 Prozent. Deutlich mehr (46 Prozent) sind aber der Meinung: Auch das wird nicht reichen. Bei der aktuellen Befragung beteiligten sich binnen 24 Stunden rund 26.000 Menschen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

06:05 Uhr | Zahl der Neuinfektionen wächst wieder

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lag der Wert am Samstagmorgen bei 442,7. Am Freitag hatte er bei 442,1 gelegen. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI binnen eines Tages gut 64.500 Corona-Neuinfektionen. Das sind rund 2.600 weniger als vor einer Woche. Deutschlandweit wurden 378 weitere Todesfälle gemeldet. Die drei mitteldeutschen Länder liegen laut Risklayer deutschlandweit bei den Inzidenzzahlen weiter deutlich vorn. So meldet Sachsen inzwischen einen Inzidenzwert von 1.453, Thüringen einen Wert von 1.069 und Sachsen-Anhalt einen Wert von 757.

Die unterschiedlichen Zahlen von Risklayer und RKI ergeben sich aus einem Meldeverzug bei den RKI-Zahlen. Risklayer recherchiert die Daten in den 401 deutschen Kreisen und Städten mittels teilweise automatisierter Verfahren selbst. Beim RKI melden die Kreise und Städte ihre Zahlen zunächst an das Land, von wo sie später an das RKI weitergegeben werden. Dabei kann ein Verzug von bis zu 48 Stunden entstehen.

06:00 Uhr | Der Ticker am Sonnabend, 4. Dezember 2021

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 03. Dezember 2021 | 11:00 Uhr

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