Coronavirus-Pandemie Ticker: Intensivstationen auf bisher höchster Auslastung

Die Intensivstationen arbeiten inzwischen am Anschlag. Für das geplante Infektionsschutzgesetz gibt es jetzt einen Gesetzesentwurf. Ab einer Inzidenz von 100 sollen Freizeiteinrichtungen und Geschäfte wieder schließen. Der Tübinger Impfstoffhersteller Curevac hält eine europäische Zulassung seines Impfstoffes im Mai für möglich. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben binnen eines Tages 25.451 Neuinfektionen gemeldet.

In einem Zimmer der Intensivstation wird ein Patient mit einem schweren Covid-19 Krankheitsverlauf behandelt.
Patient mit schwerem Covid-19-Krankheitsverlauf auf einer Intensivstatition Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Samstag, 10. April 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:29 Uhr | Intensivstionen am Anschlag

Die Auslastung der Intensivbetten in Deutschland hat nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizins (DGIIN) den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie erreicht.

In einem Zimmer der Intensivstation wird ein Patient mit einem schweren Covid-19 Krankheitsverlauf behandelt.
Covid-19-Station der Uni Leipzig Bildrechte: dpa

DGIIN-Präsident Christian Karagiannidis twitterte, es breche auch das Personal weg. Es müsse sofort gehandelt werden. Selbst wenn es zu einem harten Lockdown komme, stiegen die Zahlen weiter für 10-14 Tage.

Erst gestern hatte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, einen "wirklich harten Lockdown" gefordert. Die Lage sei sehr dramatisch. Zuletzt seien täglich 80 bis 100 Patienten auf den Intensivstationen hinzugekommen. Auch RKI-Chef Lothar Wieler hatte bereits mehrfach auf die dramatische Lage hingewiesen.

20:17 Uhr | Elternvertreter kritisieren Maskenpflicht in Schulen

Die Landeselternvertretung Thüringen hat mit Unverständnis auf die angekündigte Maskenpflicht für alle Klassen reagiert.

Sprecherin Claudia Koch sagte, kurz vor dem Start landesweiter Schnelltests an Schulen sei die Maßnahme kontraproduktiv. Zunächst sollten andere Möglichkeiten genutzt werden, um Schulen in der Pandemie sicherer zu machen. Als Beispiele nannte sie den Einbau von Lüftungsanlagen und Luftreinigern oder von Schutzwänden aus Plexiglas.

Mundschutzmaske hängt an Schütertisch
Maskenpflicht in Thüringer Schulen Bildrechte: imago images/Michael Weber

Bildungs- und Gesundheitsministerium in Erfurt hatten gestern vereinbart, dass ab Montag alle Schülerinnen und Schüler im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. Die Regelung soll zunächst für zwei Wochen gelten.

19:50 Uhr | Verbraucherschutz rät zur Vorsicht bei Testzentren

Eine Mitarbeiterin des Landkreises Harz untersucht im Testzentrum in der Anne-Frank Grundschule in Halberstadt einen Corona Schnelltest.
Durchführung eines Corona-Schnelltests Bildrechte: dpa

Die Verbraucherschutzzentrale Sachsen rät zur Vorsicht bei den Anbietern kostenloser Schnelltestungen. Rechtsexpertin Beate Saupe sagte MDR AKTUELL, man solle bei einer Online-Anmeldung für einen Testtermin "so wenig Informationen wie möglich von sich preisgeben", da es im Internet keine Garantie auf eine Datensicherheit gebe. Allein das sächsische Gesundheitsministerium listet auf seiner Website derzeit über 370 Orte auf, an denen sich Verbraucher per Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus testen lassen können. Erst am Freitag hatte der MDR von einem Datenleck bei Teststationen in Leipzig berichtet. Tausende Verbraucher sind davon betroffen.

17:43 Uhr | "Querdenken"-Demos in Halle und Leipzig verboten

Die Stadt Halle hat eine Versammlung von Gegnern der Corona-Maßnahmen untersagt. Das teilte die Polizei mit. Sie reagierte damit nach eigenen Angaben auf mehrere Aufrufe, eine zuvor in Leipzig verbotene Kundgebung nun in Halle durchzuführen.

In Leipzig war die Polizei mit einem Großaufgebot im Einsatz und hatte nach eigenen Angaben Kontrollpunkte an den Zufahrtsstraßen errichtet, um Anreisen zu verhindern. Im Internet war ein Video von einem kilometerlangen Stau zu sehen.

Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hatte zuvor das Verbot in Leipzig bestätigt. Die Richter begründeten das mit nicht vertretbaren Gefahren für Teilnehmer, Polizisten und Passanten. Angesichts der in Sachsen überdurchschnittlich hohen Infektionszahlen und der Verbreitung von Virusvarianten bestehe ein unkontrollierbares Risiko.

15:47 Uhr | Mobiler Impftruck des DRK beschmiert

Ein großer weißer Anhänger steht vor einer Wiese. auf dem Anhänger sieht man da sLogo des deutschen Roten Kreuzes und den Namenzug. Daneben hat ein Unbekannter das Wort "Mörder" beschmiert. Der Bus stand am 9.4.2021 in Oelsnitz.
Impftruck des DRK beschmiert Bildrechte: Deutsches Rotes Kreuz

Unbekannte haben in Oelsnitz im Vogtland einen mobilen Impftruck des Deutschen Roten Kreuzes beschmiert. Sie schrieben mit schwarzer Farbe das Wort "Mörder" auf die Seite des Fahrzeugs, wie das DRK auf Twitter mitteilte. Der Sattelauflieger sei jetzt in das feste Impfzentrum in Eich bei Treuen gebracht worden, wo er besser geschützt sei. Schon in der Vergangenheit hatte es nach Angaben des DRK Attacken gegeben. So sei beispielsweise das Impfzentrum als "Giftzentrum" verunglimpft worden.

14:54 Uhr | Weltärzte-Präsident warnt vor Zwang zur Triage

Angesichts steigender Patientenzahlen in der dritten Corona-Welle warnte der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, vor einer Zuspitzung der Lage in den deutschen Krankenhäusern.

Wir werden in den Kliniken jetzt eingeholt von den Infektionen, die vor vier Wochen stattgefunden haben.

Frank Ulrich Montgomery Weltärzte-Präsident

Auch die Triage werde mit Sicherheit wieder im Raum stehen. Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen. Man sei sehr dankbar gewesen, dass sie in den ersten beiden Wellen nicht gebraucht worden sei.

13:58 Uhr | Firma mit Datenleck bietet kostenlosen Corona-Test an

Als Entschädigung für eine Sicherheitslücke bietet Eventus Media International Tausenden Betroffenen eine kostenlose Corona-Schnelltestung in den eigenen Teststationen an. Den vom Datenleck betroffenen Kunden werden neben dem Test auch zehn kostenlose FFP2-Masken versprochen. Das Entschuldigungsschreiben der Firma liegt der MDR AKTUELL-Redaktion vor.

Am Freitag hatte der MDR von einem Sicherheitsleck der Dortmunder Firma berichtet, die unter testcenter-corona.de auch zwei Teststationen in Leipzig betreibt. Durch die Sicherheitslücke waren Corona-Testergebnisse und persönliche Daten ungeschützt im Internet abrufbar, darunter Name, Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum und E-Mail-Adresse. Tausende Verbraucher sind betroffen.

Im Entschuldigungsschreiben warnt die Firma die Betroffenen zugleich, dass Fremde nun möglicherweise Verträge mit ihren personenbezogenen Daten abschließen könnten.

13:40 Uhr | Bouffier warnt vor Alleingängen bei Impfstoff-Bestellung

Volker Bouffier
Volker Bouffier, Ministerpräsident von Hessen Bildrechte: imago/ZUMA Press

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat vor Alleingängen der Bundesländer bei der Beschaffung von Corona-Impfstoff gewarnt. Dass Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) 2,5 Millionen Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V für sein Bundesland bestellt habe, habe ihn "überrascht", sagte Bouffier der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Bisher hatten wir eine Verständigung: Der Bund beschafft den Impfstoff und verteilt ihn nach der Einwohnerzahl an die Länder."

Falls Bayerns Beispiel Schule mache, müsse man über die Verteilung reden, meinte Bouffier. "Ich kann doch niemandem in Hessen klarmachen, dass jetzt ein Land Millionen Impfdosen mehr hat, aber bundesweit immer noch das Gleiche bekommt."

In einem Vorvertrag hat sich Söder für sein Bundesland 2,5 Millionen Dosen der Vakzine Sputnik V gesichert. In einem Werk im schwäbischen Illertissen soll der Stoff produziert werden und ab Juli verfügbar sein.

12:52 Uhr | Pandemie verändert die deutsche Sprache

Corona verändert nach Auffassung der Sprachwissenschaftlerin Annette Klosa-Kückelhaus die deutsche Sprache wie kein anderes Ereignis der letzten Jahrzehnte. Der "Brücken-Lockdown" des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet sei nur eines von vielen neuen Wörtern, sagte die Forscherin am Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim dem WDR-Hörfunk.

Sie sammelt in einem Wortschatz-Lexikon neue Wörter zur Corona-Pandemie. Fast 1.400 Begriffe stehen dort inzwischen. Hinzugekommen seien beispielsweise viele neue Komposita, also zusammengesetzte Wörter, sowie viele aus dem Englischen entlehnte Wörter wie Social Distancing, Home-Schooling oder Lockdown.

11:43 Uhr | Helmholtz-Studie: Mehr Kinder mit Corona als gedacht

Kinder infizieren sich deutlich häufiger mit dem Coronavirus als bislang angenommen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums in München. Studienleiter Markus Hippich sagte dem MDR, in der zweiten Coronawelle hätten sich in Bayern drei- bis viermal so viele Kinder mit Corona infiziert, als über PCR-Tests gemeldet wurden. Hippich zufolge zeigte mindestens die Hälfte der infizierten Kinder keine Symptome.

Update 11:26 Uhr | Entwurf für bundeseinheitliche Corona-Regeln

Für das geplante Infektionsschutzgesetz in Deutschland gibt es jetzt einen Gesetzesentwurf. Mehrere Medien berichten von einer sogenannten Formulierungshilfe des Bundes für die Koalitionsfraktionen von Union und SPD. Demnach soll ab einer 7-Tage-Inzidenz von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen bundesweit eine verbindliche Notbremse gelten. Das heißt, dass dann Freizeiteinrichtungen und Geschäfte wieder geschlossen werden, darunter auch Baumärkte. Außerdem ist eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr vorgesehen.

Im öffentlichen oder privaten Raum dürfen sich dann höchstens die Angehörigen eines Haushalts zuzüglich einer weiteren Person je Tag und Haushalt zusammenkommen. Ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren. Präsenzunterricht an den Schulen soll nur noch für negativ Getestete möglich sein. Der Bund will das umstrittene Vorhaben nächste Woche auf den Weg bringen.

10:58 Uhr | Umfrage: Jeder vierte Gastro-Betrieb steht vor dem Aus

In der Gastronomie steht einer Umfrage des Branchenverbands Dehoga zufolge jeder vierte Betrieb vor dem Aus. Viele Hoteliers und Gastronomen seien "nervlich und finanziell am Ende", sagte der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Guido Zöllick, der Online-Ausgabe des "Münchner Merkurs". Demnach bangen 75 Prozent der befragten Unternehmer um ihre Existenz und etwa 25 Prozent zögen eine Betriebsaufgabe in Betracht.

Zudem warteten viele Hotel-Ketten und Gastronomie-Großbetriebe auch Monate nach Antragstellung noch immer auf die Auszahlung der staatlichen Unterstützung. Es sei daher nötig, dass Hotels, Restaurants und Ferienwohnungen im Laufe des Monats Mai wieder öffnen dürfen, sagte Zöllick. Das gelte "in jeglicher Form, innen und außen".

10:51 Uhr | Städtebund für lokal unterschiedliche Corona-Regeln

Gerd Landsberg
Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Bildrechte: dpa

Der Chef des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, befürwortet lokal unterschiedliche Corona-Regeln. "Ich finde das sehr gut", sagte Landsberg in einem Interview mit dem SWR. Tübingen, Rostock und andere Städte hätten gute Ideen, so Landsberg. "Hier zeigt sich, dass man vor Ort häufig Lösungen hat, die auf Bundes-, oder Landesebene noch nicht einmal angedacht werden", so Landsberg.

Der Ruf der Bürger nach bundeseinheitlichen Regeln sei dennoch nachvollziehbar, aber nicht die Lösung, so Landsberg. Zentralistisch organisierte Länder wie beispielsweise Frankreich stünden deutlich schlechter da. "Wir haben nach wie vor ein Infektionsgeschehen, das regional sehr unterschiedlich ist. Und da macht es schon Sinn, auch regional unterschiedlich zu reagieren", so Landsberg.

Das bedeute aber nicht, dass es für bestimmte Maßnahmen nicht auch bundeseinheitliche Vorgaben geben sollte. Diese gebe es ja bereits, aber nicht immer hielten sich die Länder daran. "Das finde ich schon problematisch", so Landsberg.

Update 10:07 Uhr | 46 Thrombose-Fälle nach Impfung mit Astrazeneca

In Deutschland sind inzwischen 46 Verdachtsfälle einer Hirnvenenthrombose nach der Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff bekannt geworden. Diese aktuellen Zahlen gab das Paul-Ehrlich-Institut am Freitag bekannt. Betroffen seien 39 Frauen und sieben Männer im Alter von 20 bis 63 Jahren. Acht Menschen seien gestorben.

Sieben Fälle einer Sinusvenenthrombose wurden den Angaben zufolge nach Impfungen mit dem Biontech-Impfstoff gemeldet, drei Frauen im Alter von 34 bis 81 Jahren und vier Männer im Alter von 81 bis 86 Jahren seien betroffen gewesen. Die Zahl der gemeldeten Fälle sei jedoch unter Berücksichtigung der verimpften Dosen im Vergleich zur gewöhnlich erwarteten Zahl dieser Thrombosen nicht erhöht, hieß es.

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA prüft derzeit auch Fälle von Thrombosen nach einer Impfung mit dem Vakzin des Herstellers Johnson&Johnson.

09:03 Uhr | Negativzinsen nehmen durch Pandemie zu

Immer mehr Sparer machen ein Minusgeschäft, wenn sie größere Summen auf ihrem Konto haben. Das geht aus Daten des Vergleichsportals Verivox hervor. Demnach verlangen inzwischen rund 300 Banken und Sparkassen ein sogenanntes Verwahrentgelt von meist 0,5 Prozent. Fast jedes dritte Institut würde solche Negativzinsen schon ab einer Summe von 50.000 Euro erheben.

Nach Angaben von Verivox hat sich das Problem in der Corona-Pandemie verschärft. Viele Verbraucher würden ihr Geld lieber aufs Konto legen, statt es auszugeben. Dadurch steige der Druck auf die Banken, weil sie selbst Zinsen auf überschüssige Einlagen zahlten.

08:37 Uhr | Über 25.400 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben binnen eines Tages 25.451 Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus den Daten des Risklayer-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie hervor. Vor einer Woche waren es noch 18.475 Neuinfektionen.

Deutschlandweit haben sich in den vergangenen sieben Tagen 127 Menschen pro 100.000 Einwohner infiziert. Mitteldeutschland steht weiterhin an der Spitze der Inzidenzwerte: Sachsen und Thüringen haben die 200er-Marke bereits überschritten, Sachsen-Anhalt hat eine Inzidenz von 159.

08:10 Uhr | BDI warnt vor mehrwöchigem Produktionsausfall bei hartem Lockdown

In der Debatte um eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen hat der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) vor einem mehrwöchigen Produktionsausfall und der Unterbrechung von Lieferketten gewarnt. Ein harter Lockdown mit Betriebsschließungen könne "uns leicht das komplette Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr kosten und wir würden dann vom Absturz im vergangenen Jahr nichts wieder aufholen", sagte BDI-Präsident Siegfried Russwurm dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. 

"Die Industrie stillzulegen würde mindestens eine Woche dauern, da viele LKW ja noch auf der Straße sind, chemische Anlagen nicht von heute auf morgen und Hochöfen auf die Schnelle gar nicht runtergefahren werden können", sagte Russwurm. Auch würde es laut Russwurm nach dem Ende eines solchen Lockdowns mehrere Wochen dauern, bis die unterbrochenen Lieferketten wieder funktionieren. 

07:53 Uhr | Sachsen: 440 Haftantritte coronabedingt verschoben

Bis Mitte Februar ist in Sachsen die Vollstreckung von 440 Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren coronabedingt verschoben worden. Ausgenommen davon sind wegen Gewalttaten, Sexualstraftaten oder Rauschgiftkriminalität Verurteilte.

Nach Angaben des Justizministeriums wurden zudem 5.254 Ersatzfreiheitsstrafen nicht angetreten oder unterbrochen. Diese werden ausgesprochen, wenn Verurteilte eine Geldstrafe nicht zahlen.

Wegen der Hygienemaßnahmen in den Gefängnissen könne der Rückstau nur langsam abgebaut werden. Derzeit sind elf Gefangene und 15 Bedienstete mit Corona infiziert.

07:38 Uhr | Scholz will Unternehmen zu Testangebot verpflichten

Vizekanzler Olaf Scholz bekräftigt seine Forderung nach einer Testpflicht in den Betrieben. "Nur sechs von zehn Beschäftigten erhalten bislang ein Angebot ihres Arbeitgebers, sich regelmäßig testen zu lassen", sagte der SPD-Kanzlerkandidat der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" laut Vorabbericht. "Das ist deutlich zu wenig, unsere Vereinbarung zielte auf eine Testquote von 90 Prozent."

Deshalb sei die Zeit der Appelle vorüber. "Wir müssen die Unternehmen verbindlich dazu verpflichten, ihren Beschäftigten ein Testangebot zu machen. Das sollte Bestandteil unserer Corona-Beschlüsse in der kommenden Woche sein."

07:15 Uhr | Curevac hofft auf EU-Impfstoff-Zulassung im Mai

Der Tübinger Impfstoffhersteller Curevac hält eine europäische Zulassung seines Corona-Impfstoffes angesichts von Fortschritten in den erforderlichen Studien noch im Mai oder Juni für möglich. "Wir sind bereits sehr fortgeschritten in der dritten klinischen Testphase und erwarten die Daten für das finale Zulassungspaket", sagte Curevac-Sprecher Thorsten Schüller der "Augsburger Allgemeinen" laut Vorabbericht.

Die Virus-Varianten hätten die Komplexität für die laufende klinische Studie drei erhöht. Curevac plane weiter mit der Produktion von bis zu 300 Millionen Impfdosen in diesem Jahr. Auch Bayer werde den mRNA-Impfstoff produzieren.

06:45 Uhr | Bundestag will Infektionsschutzgesetz nachschärfen

Ralph Brinkhaus, Vorsitzender CDU/CSU-Fraktion Bundestag
Ralph Brinkhaus, Vorsitzender CDU/CSU-Fraktion Bundestag Bildrechte: dpa

Mit bundesweit einheitlichen Regeln soll die dritte Corona-Welle in Deutschland gebrochen werden. Dazu soll das Infektionsschutzgesetz im Eilverfahren nachgeschärft werden - so der Plan der Bundesregierung. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus warnt dabei vor Zerwürfnissen mit den Ländern. "Es darf keine Front zwischen Bund und Ländern geben. Wir sind darauf angewiesen, dass wir diese Pandemie gemeinsam bekämpfen", sagte Brinkhaus den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er begrüße aber den Vorstoß für mehr Einheitlichkeit. "Wir sind als Bundestag unglücklich darüber, dass der Spielraum, den wir den Ländern im Infektionsschutzgesetz geben, zu oft uneinheitlich ausgeübt wird", sagte Brinkhaus.

Der Bundestag könnte im Infektionsschutzgesetz nun genauer festlegen, was gemacht werden muss, wenn die Corona-Zahlen bestimmte Grenzen überschreiten. "Wir müssen nur aufpassen, dass wir das gemeinsam und nicht gegen die Bundesländer auf den Weg bringen", sagte Brinkhaus. Denn die Umsetzung der Maßnahmen liege in der Zuständigkeit der Länder.

Die Änderung des Infektionsschutzgesetzes soll schon in der kommenden Woche vom Kabinett beschlossen werden. Die nächste Sitzung der Bundesregierung werde dazu von Mittwoch auf Dienstag vorgezogen. Bundestag und Bundesrat müssen den Änderungen zustimmen.

06:37 Uhr | Astrazeneca räumt erneut Verzögerungen bei Lieferung in EU ein

Der britisch-schwedische Hersteller Astrazeneca hat erneut Verzögerungen bei der Lieferung seines Corona-Impfstoffs in die EU eingeräumt. Eine von zwei Lieferungen, die für diese Woche geplant gewesen seien, verzögere sich, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitagabend der Nachrichtenagentur AFP. Als Grund gab er eine erforderliche Überprüfung der Impfdosen an.

Laut "Financial Times" kann das Unternehmen den 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie Island und Norwegen in dieser Woche nur 1,3 Millionen Impfdosen bereitstellen. Erwartet wurde die doppelte Menge. Die Lieferzusage für das zweite Quartal werde aber trotz der Verzögerung eingehalten.

06:20 Uhr | Semesterbeitrag wird nicht reduziert

Studierende in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt können in Zeiten der Corona-Pandemie trotz weniger Veranstaltungen an den Hochschulen nicht mit reduzierten Semesterbeiträgen rechnen. Wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa bei Universitäten, Studentenwerken und Studentenräten ergab, werden die Beiträge gebraucht, um die Leistungen der Studentenwerke und der studentischen Selbstverwaltung aufrecht zu erhalten sowie um das Semesterticket für eine vergünstigte Nutzung des Nahverkehrs zu finanzieren.

06:00 Uhr | Der Ticker am Sonnabend, 10. April 2021

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 10. April 2021 | 11:30 Uhr

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