Coronavirus-Pandemie Ticker: Politiker offen für Astrazeneca-Impfung

Gut 200 Politiker haben bekundet, dass sie sich bedenkenlos den Corona-Impfstoff von Astrazeneca spritzen lassen würden. Olympia in Tokio findet ohne ausländische Zuschauer statt. Der Inzidenzwert für Corona-Neuansteckungen ist deutschlandweit über 100 gestiegen. Mehrere Ärzteverbände kritisieren die Ergebnisse des Impfgipfels. Mecklenburg-Vorpommern will Osterurlaub noch nicht abschreiben.

AstraZeneca COVID-19-Impstoff
Der Impfstoff von Astrazeneca Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Sonnabend, 20. März 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21.59 Uhr | Sputnik V könnte Impfkampagne beschleunigen

Biontech-Pfizer hat noch einmal draufgelegt und über eine halbe Million zusätzlicher Impfdosen versprochen. Nachdem die EMA grünes Licht gegeben hat, wird auch Astrazeneca in Deutschland wird wieder verimpft. Dennoch stockt die Impfkampagne. Das russische Serum Sputnik V könnte neuen Schwung bringen und auch in den Hausarztpraxen, die nach Ostern in die Impfungen mit einsteigen sollen, das Tempo beschleunigen.

Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbands, sagte MDR AKTUELL, die Bereitschaft sei da, die Lieferketten stünden. Die Pilotprojekte hätten gezeigt, dass es möglich sei, alle Impfstoffe auch in einer Hausarztpraxis zu verimpfen. Allerdings hat Sputnik V noch keine europäische Zulassung. Damit wäre das Impfen mit dem russischen Vakzin ein deutscher Alleingang, den allerdings auch Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht mehr ausschließt.

21:33 Uhr | Proteste gegen Corona-Einschränkungen

Teilnehmer stehen bei einer Kundgebung unter dem Motto Freie Bürger Kassel - Grundrechte und Demokratie vor dem Staatstheater in Kassel
Kundgebung in Kassel Bildrechte: dpa

In mehreren deutschen Städten haben heute Proteste gegen die Corona-Maßnahmen stattgefunden. Die größte Aktion gab es in Kassel, wo laut Polizei rund 20.000 Menschen zu einer "Querdenken"-Kundgebung kamen. Das waren mehr als dreimal soviele wie genehmigt. Weil viele Teilnehmer die Maskenpflicht ignorierten, löste die Polizei die Veranstaltung auf. Den Angaben zufolge kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten und Beamten. Die Polizisten setzten Wasserwerfer, Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Es gab mehrere Festnahmen.

20:55 Uhr | Dampflok trifft Dampfschiff in Dresden

Unter dem Motto "Dampf ablassen" hat der Verein der Ostsächsischen Eisenbahnfreunde auf seine prekäre finanzielle Situation aufmerksam gemacht. Eine Dampflok unternahm dafür eine Geisterfahrt in Richtung Dresden, wo es zu einem Treffen mit einem Dampfer der Sächsischen Dampfschifffahrt kam. Hintergrund der Aktion sind die Einnahme-Verluste durch die Corona-Pandemie.

18:58 Uhr | Händler fordern pragmatischere Pandemiebekämpfung

Große Handelsketten haben davor gewarnt, die derzeitigen Einkaufsmöglichkeiten wieder zu verbieten.

Eine Frau schaut sich Kleidung an
Händler fordern weitere Öffnung der Läden Bildrechte: dpa

In einem gemeinsamen Schreiben heißt es, dem Handel dürfe nicht die Verantwortung für das steigende Inzidenzgeschehen zugeschoben werden. Das Gegenteil sei der Fall, wie man an den Beispielen Hannover und Thüringen sehe. Dort seien die Infektionszahlen deutlich gestiegen, ohne dass der Einzelhandel geöffnet habe.

Die Firmenchefs appellierten an die Politik, das Einkaufen mit festen Terminen beizubehalten. Die Pandemiebekämpfung müsse kreativer, pragmatischer und wirtschaftszugewandter werden. Zu den Unterzeichnern des Schreibens gehören Thalia, Kik, Tedi und Ernsting's Family.

17:13 Uhr | Sachsen gibt Impfdosen an Sachsen-Anhalt ab

Sachsen gibt 10.000 Dosen seines zusätzlichen Impfstoffs von Biontech zur Bekämpfung der Corona-Pandemie an Sachsen-Anhalt ab. Ein Regierungssprecher in Magdeburg sagte, darauf hätten sich die Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und Reiner Haseloff nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern verständigt. Vereinbart sei, dass 10.000 der 100.000 für Sachsen bestimmten Dosen in den Burgenlandkreis gingen, wo das Infektionsgeschehen besonders hoch sei. Es handele sich um mitteldeutsche Solidarität bei der Bekämpfung der Pandemie.

Als ein Ergebnis des gestrigen Impfgipfels bekommen mehrere Bundesländer mit besonders belasteten Regionen oder Außengrenzen zusätzlichen Impfstoff. Dazu gehören neben Sachsen und Bayern auch das Saarland und Rheinland-Pfalz sowie Thüringen.

16:34 Uhr | Politiker offen für Astrazeneca-Impfung

Gut 200 Politiker haben einer Medienumfrage zufolge bekundet, dass sie sich bedenkenlos den Corona-Impfstoff von Astrazeneca spritzen lassen würden. So sagte beispielweise Kanzleramtsminister Helge Braun dem Nachrichtenportal Watson, sobald er an der Reihe sei, werde er sich impfen lassen – gerne auch mit Astrazeneca.

Ähnlich äußerten sich unter anderem Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, die Regierungschefs von Berlin, Hamburg, Brandenburg und Hessen, Familienministerin Franziska Giffey, Umweltministerin Svenja Schulze, Arbeitsminister Hubertus Heil sowie Justizministerin Christine Lambrecht oder Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte gestern, sie würde sich mit Astrazeneca impfen lassen, wenn sie an der Reihe sei.

Impfung Kretschmann
Winfried Kretschmann wird geimpft Bildrechte: dpa

Bereits geimpft ist Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der sich gestern von der Presse zum Impftermin ins Impfzentrum Stuttgart begleiten ließ. Der 72-Jährige ist damit der erste deutsche Regierungschef, der gegen das Coronavirus geimpft wurde. Auch er bekam den Wirkstoff von Astrazeneca.

Imfpungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff waren nach dem Auftreten möglicher Nebenwirkungen vorübergehend gestoppt und erst vorgestern wieder freigegeben worden.

16:03 Uhr | In Sachsen wird wieder geimpft

Ein Wegweiser zum künftigen Impfzentrum Leipzig auf der Leipziger Messe
Hinweis zum Impfzentrum auf der Neuen Messe Leipzig Bildrechte: imago images / Peter Endig

Nach dem vorübergehenden Stopp aufgrund der Unklarheiten mit dem Impfstoff von Astrazeneca sind heute in Sachsen die Corona-Schutzimpfungen wieder aufgenommen worden. In den Impfzentren konnten die Menschen ihre Termine wie geplant wahrnehmen. Neue Termine für Erstimpfungen wurden gestern bereits wieder freigeschaltet.

In der vergangenen Woche waren nach Angaben des DRK, das die Impftermine im Freistaat koordiniert, rund 19.000 Termine ausgefallen. Erstimpfungen finden in Sachsen vorwiegend mit Astrazeneca statt. Die noch vorhandenen Biontech-Bestände sollen vor allem für Zweitimpfungen reserviert werden.

15:22 Uhr | Keine Hinweise auf Masken-Geschäfte bei Thüringer CDU

Bei den 21 Abgeordneten der CDU im Thüringer Landtag gibt es nach Angaben der Fraktion keine Hinweise auf Verwicklungen in Geschäfte mit Corona-Schutzmasken. Die Fraktionsspitze hatte dazu aufgerufen, gegebenenfalls Angaben zu solchen Geschäften zu machen. Hintergrund der Initiative sind Geschäfte mehrerer CDU-Bundestagsabgeordneten im Zusammenhang mit der Beschaffung von Corona-Schutzmasken. Einigen der Abgeordneten wird persönliche Bereicherung vorgeworfen.

14:21 Uhr | Eichsfeld veröffentlicht nur noch RKI-Zahlen

Der Landkreis Eichsfeld hat seine Entscheidung verteidigt, die eigenen tagesaktuellen Corona-Fallzahlen nicht mehr zu veröffentlichen. Das Landratsamt begründete das mit der "quasi zur Rechtsgrundlage aufgestiegenen Bedeutung der RKI-Zahlen".

Der Landkreis hatte erstmals am Freitag keine eigenen Zahlen mehr veröffentlicht. Der Mitteilung zufolge löste das vielfach Kritik aus. Die Zahlen des Robert Koch-Instituts sind etwa durch Verzögerungen im Meldeablauf in der Regel weniger aktuell als die Daten, die den Gesundheitsämtern der Landkreise und Städte tagesaktuell vorliegen.

14:10 Uhr | Duisberger Polizei löst Kindergeburtstag mit 29 Teilnehmern auf

Die Polizei hat in Duisburg einen Kindergeburtstag wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln aufgelöst. Wie die Polizei mitteilte, fand sie am Freitagabend in einer Wohnung 29 Menschen vor. Mit lauter Musik hatten 17 Erwachsene, sechs Jugendliche über 14 Jahren sowie sechs Kinder den dritten Geburtstag eines der Kinder gefeiert. Die Polizei verhängte gegen alle Erwachsenen und Jugendlichen Bußgelder.

14:02 Uhr | Görlitz muss Lockerungen zurücknehmen

Der Landkreis Görlitz muss seine Lockerungen der Corona-Vorschriften zurücknehmen. Der Kreis teilte mit, der Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche sei an drei Tagen in Folge überschritten worden. Ab Dienstag werde es darum mit Lockerungen und Öffnungen wieder vorbei sein. Unter anderem gelten dann wieder strengere Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen sowie ein Alkoholverbot an öffentlichen Orten. Auch Zoos und Museen dürfen nicht mehr öffnen.

13:25 Uhr | Patientenschützer: Lockerungen bei ausreichender Impfung von Älteren

Patientenschützer fordern, bei Entscheidungen über Corona-Beschränkungen stärker den Fortschritt der Impfungen der älteren Bevölkerung zu berücksichtigen. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte: "Es braucht eine verbindliche Impfrate von 85 Prozent bei den über 80-Jährigen und 70 Prozent bei den über 70-Jährigen." Zusammen mit einem Test-Konzept für Schule, Kultur und Wirtschaft könne das helfen, mit dem Virus zu leben.

12:56 Uhr | Jeder zweite Erwachsene in Großbritannien geimpft

In Großbritannien hat jeder zweite Erwachsene eine Corona-Impfung erhalten. Das teilte Gesundheitsminister Matt Hancock mit und fügte an, er sei "absolut begeistert". Den Angaben zufolge bekamen mehr als 26 Millionen Menschen eine erste Impfdosis. Gut zwei Millionen erhielten auch schon die zweite Spritze. Großbritannien setzt auf rund zwölf Wochen Abstand zwischen erster und zweiter Dosis.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 59 Fällen pro 100.000 Einwohner. Die Experten führen das neben dem noch immer geltenden harten Lockdown auch auf den Fortschritt der Impfkampagne zurück.

12:35 Uhr | Thüringer Gesundheitsministerin mit eindringlichem Appell

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner hat an die Bevölkerung appelliert, die Corona-Schutzregeln einzuhalten.

Heike Werner; DIE LINKE,  Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie in Thüringen
Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner Bildrechte: Heike Werner

Werner sagte in einer Videobotschaft: "Leider befinden wir uns nun mitten in der dritten Welle, das heißt, die Infektionszahlen in Thüringen sind wirklich sehr, sehr hoch und wir stellen fest, dass viele Infektionen vor allem im privaten Umfeld stattfinden." Deshalb sei es wichtig, weiter auf genügend Abstand und Hygienemaßnahmen zu achten, sowie Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen.

Das Robert Koch-Institut bezifferte am Sonnabend den Inzidenzwert für den Freistaat mit 201. Das in Karlsruhe angesiedelte Risklayer-Datenprojekt hatte 198 ermittelt.

12:23 Uhr | Mehr als 200 Treffer bei Selbsttests an Schulen

Bei Corona-Selbsttests in sächsischen Schulen sind in dieser Woche 202 Infektionen festgestellt worden. Wie das Kultusministerium mitteilte, gab es 168 Fälle bei Schülern und 34 bei Lehrkräften. Unter der Schülerschaft gab es demnach 163.700 Tests, bei den Lehrkräften 25.400. 3.400 Schüler und 25 Lehrer hätten den Test verweigert.

Nur wer an den Tests teilnimmt oder ein externes negatives Ergebnis vorlegen kann, darf die Schule betreten. Die älteren Schülerinnen und Schüler werden einmal pro Woche getestet, die Lehrkräfte zweimal. Grundschüler sind von der Testpflicht bisher ausgenommen.

11:45 Uhr | Olympia ohne ausländische Zuschauer

Bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio dürfen wegen der Corona-Pandemie keine ausländischen Fans nach Japan einreisen. Das teilten die japanischen Organisatoren in einer Video-Schalte dem Internationalen Olympischen Komitee mit. Betroffen von der Entscheidung sind auch die Paralympics.

Die Veranstalter hoffen, dadurch das Infektionsrisiko zu senken und zugleich die momentan geringe Akzeptanz in der japanischen Bevölkerung für die Wettbewerbe zu erhöhen. Die Olympischen Spiele sollen vom 23. Juli bis 8. August stattfinden, die Paralympics vom 24. August bis 5. September.

11:20 Uhr | Gutachten entlastet Wiegand

In der Impf-Affäre wird Halles Oberbürgermeister Wiegand durch ein Gutachten des Rechtswissenschaftlers Thomas Rönnau entlastet. Dieser kommt nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung zu dem Ergebnis, dass es keine Anhaltspunkte für ein strafrechtliches Fehlverhalten gebe. Ob der Umgang mit Impfstoffresten in Halle optimal ausgestaltet oder gar politisch geschickt gewesen sei, wollte der Gutachter demnach nicht beurteilen. Er war von Wiegand selbst beauftragt worden.

Wiegand war bereits im Januar gegen Corona geimpft worden. Er begründete das damit, dass der Impfstoff ansonsten ungenutzt hätte vernichtet werden müssen. Gegen den Oberbürgermeister wird wegen Untreue beziehungsweise Unterschlagung ermittelt.

10:25 Uhr | Hausärzte: Wir können sofort impfen

Ärzteverbände haben die Ergebnisse des Impfgipfels von Bund und Ländern als unzureichend kritisiert. Der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, sieht insbesondere die vorrangige Belieferung der Impfzentren mit Skepsis. Er sagte der "Bild"-Zeitung, die Praxen dürften nicht zur Reste-Rampe werden, wenn in den Impfzentren etwas übrig bleibe. Auch der auf nach Ostern vorgezogene Impfstart in den Praxen sei zu spät. Man könne sofort loslegen. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, sagte, an der grundlegenden Situation änderten die Beschlüsse nichts. Es werde weiter in " Slow Motion" geimpft – zu langsam.

10:09 Uhr | Neue Höchststände in Ungarn

In Ungarn haben die Zahlen der täglichen Neuinfektionen und Todesfälle einen neuen Höchststand erreicht. Wie der Corona-Stab der Regierung am Sonnabend mitteilte, wurden in den vergangenen 24 Stunden 11.132 Neu-Infizierte registriert. 227 Infizierte starben. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt 517.

Bereits am Freitag hatte Ministerpräsident Viktor Orbán erklärt, die bestehenden Beschränkungen würden weiter aufrecht erhalten. In Ungarn gilt eine nächtliche Ausgangssperre, der Einzelhandel ist mit Ausnahme von Lebensmittelgeschäften und Drogerien weitgehend geschlossen. Orbán sagte, einen Neustart für das öffentliche Leben könne es erst geben, wenn alle über 65 Jahren geimpft seien. Bislang haben in dem Zehn-Millionen-Einwohner-Land 1,5 Millionen Menschen eine Impfung erhalten.

09:29 Uhr | Kekulés Corona-Kompass zu Schwangeren und Brötchenkrümeln

In der Sonnabend-Ausgabe widmet sich Kekulés Corona-Kompass wie immer den Fragen der Hörerinnen und Hörer. Diesmal unter anderem: Sollten sich Schwangere und stillende Mütter impfen lassen? Kann man sich durch Brötchenkrümel mit Sars-Cov2 anstecken? Und: Der Schnelltest war positiv, der PCR-Nachtest aber negativ. Wie kann das sein?

09:15 Uhr | RKI: Reisebeschränkungen für Großbritannien gelockert

Die Bundesregierung lockert die Reisebeschränkungen für Großbritannien und Irland. Wie das Robert Koch-Institut mitteilte, werden die beiden Länder ab Sonntag nicht mehr als Virusvarianten-Gebiete geführt, sondern nur noch als Gebiete mit erhöhtem Infektionsrisiko. Ganz aufgehoben werden Quarantäne und Testpflicht für das portugiesische Urlaubsgebiet Algarve. Dagegen gelten – wie bereits mitgeteilt – für Reisende aus Polen ab Sonntag strikte Einreise-Beschränkungen. Die Einreise nach Deutschland ist deshalb nur noch mit einem negativen PCR-Test erlaubt.

08:23 Uhr | Marburger Bund drängt auf Notbremse

Die Ärztevereinigung Marburger Bund warnt wegen der steigenden Corona-Infektionen vor Lockerungen. Die Vorsitzende, Susanne Johna, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", es müsse definitiv die vereinbarte Notbremse gezogen werden. Ausnahmen dürfe es nicht geben. Johna rechnet zu Ostern mit einer noch kritischeren Lage als zum Jahreswechsel. Der Puffer auf den Intensivstationen werde rasant wegschmelzen. Durch die Virus-Mutationen erhöhe sich das Risiko eines Krankenhausaufenthalts um 60 Prozent. Auch die Sterblichkeit sei um 60 Prozent höher. 

07:20 Uhr | Schwesig will Osterurlaub an der Ostsee noch nicht abschreiben

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hält trotz steigender Infektionszahlen einen Osterurlaub an der Ostsee nicht für ausgeschlossen.

Schwesig sagte: "Wir sollten zumindest darüber sprechen, ob es Möglichkeiten für einen kontaktfreien Urlaub im eigenen Bundesland gibt." Viele Menschen verstünden  nicht, dass ein Osterurlaub auf Mallorca möglich sei, aber zuhause nicht einmal eine Ferienwohnung im eigenen Bundesland angemietet werden könne.

Die SPD-Politikerin meinte: "Gerade in der Gastronomie und im Tourismus stoßen viele Unternehmen an ihre Grenzen. Wenn da kurzfristig keine Öffnung möglich ist, dann muss es zusätzliche Unterstützung gerade für diese Branchen geben."

07:11 Uhr | Ärztekammern prüfen Attest-Vorwürfe gegen Ärzte

Die Landesärztekammern gehen bundesweit mehreren hundert Hinweisen nach, dass Ärzte gegen die Infektions-Schutzverordnung verstoßen haben sollen. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur hervor. Unter anderem gehe es um Beschwerden gegen Ärzte, die falsche Atteste ausstellen. Weitere Gründe seien die Missachtung der Hygieneregeln in Arztpraxen oder kritische Äußerungen zur Pandemiegefahr. Nach Einschätzung der Landesärztekammern handelt es sich jedoch um Einzelfälle.

06:50 Uhr | Inzidenz steigt bundesweit über 100

Die Inzidenz der Corona-Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen ist bundesweit über die Marke von 100 gestiegen. Das Datenprojekt Risklayer verzeichnet für Deutschland einen Wert von 103. Das Robert Koch-Institut meldete am Samstagmorgen 99,9. Die Abweichung ist auf andere Meldewege zurückzuführen. Die bundesweit höchste Inzidenz verzeichnet weiter Thüringen mit 198. Sachsen kommt auf 149, Sachsen-Anhalt auf 127.

Das Risklayer-Projekt meldete für Freitag 16.562 Neuansteckungen. Das sind rund 30 Prozent mehr als vor einer Woche. 197 neue Todesfälle wurden gemeldet, das sind 36 weniger als am vergangenen Freitag.

06:25 Uhr | Teile Frankreichs im Lockdown

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen gilt seit heute in Frankreich wieder ein Lockdown. Es ist bereits der dritte seit Beginn der Pandemie. Betroffen sind 16 Departements mit Großstädten wie Paris, Nizza, Le Havre und Lille.

06:20 Uhr | Ministerpräsidenten zufrieden mit dem Impfgipfel

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat den baldigen Impfstart bei den Hausärzten als wichtigen Baustein der Corona-Bekämpfung bezeichnet.

Reiner Haseloff
Sieht ein Signal für Hoffnung und neuen Mut: Reiner Haseloff Bildrechte: imago images / Jürgen Heinrich

Der CDU-Politiker twitterte, für die Menschen sei das ein Signal für Hoffnung und neuen Mut. Auch die Regierungschef von Sachsen und Thüringen, Michael Kretschmer und Bodo Ramelow, zeigten sich zufrieden mit den Ergebnissen des Impfgipfels. Sie begrüßten vor allem, dass ihre Länder mehr Impfstoff-Lieferungen für die Grenzregionen bekommen sollen.

Sachsen will die 100.000 zusätzlichen Dosen vor allem im Erzgebirge und Vogtland einsetzen, Thüringen seine 30.000 Extra-Dosen im Osten und Süden des Landes.

06:15 Uhr | Sachsens Unternehmer fordern staatliche Existenzsicherung

Der sächsische Unternehmerverband fordert in der Coronakrise eine staatliche Existenzsicherung für Selbstständige und Gewerbetreibende. Verbandspräsident Dietrich Enk nannte bei MDR AKTUELL als Vorbild das Land Berlin. Dort sollen Kleinunternehmer ab Mai mit monatlich 1.000 Euro unterstützt werden. Enk sagte, einen Schritt in diese Richtung wünsche er sich auch in Sachsen. Nach einem Jahr Pandemie seien bei vielen die Reserven aufgebraucht. Deshalb müsse man jetzt auch über Unternehmer-Löhne diskutieren. Die Wirtschaftsministerien von Sachsen und Sachsen-Anhalt wollten sich nicht zu dem Thema äußern. Aus Thüringen hieß es, ein Unternehmerlohn müsse vom Bund finanziert werden.

06:00 Uhr | Der Ticker am Sonnabend, 20. März 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 19. März 2021 | 06:00 Uhr

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