Coronavirus-Pandemie Ticker: Impfnachschub für Thüringen und Sachsen-Anhalt

Thüringen und Sachsen-Anhalt bekommen Impfnachschub. Die Bundeswehr schickt Unterstützung in das schwer von der Coronavirus-Pandemie getroffene Portugal. Großes Rätselraten: Immer mehr jüngere Bürger erhalten für sich oder ihre Kinder Gutscheine für FFP2-Masken. Mit Hilfe eines Ampelsystems will Bundesfamilienministerin Franziska Giffey Kitas und Schulen schneller wieder öffnen.

Unser Ticker am Sonntag, 31. Januar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:22 Uhr | Astrazeneca liefert EU doch mehr Impfstoff

Der Impfstoff-Hersteller Astrazeneca wird der EU nun doch mehr Corona-Impfstoff liefern. Wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, habe der Konzern versprochen, neun Millionen Impfdosen mehr zu liefern. Außerdem werde das Unternehmen die Lieferungen um eine Woche vorziehen.

Das britisch-schwedische Unternehmen hatte vergangene Woche bekanntgegeben, der EU zunächst deutlich weniger Impfstoff liefern zu können als vorgesehen - nach EU-Angaben 31 Millionen statt 80 Millionen Impfstoffdosen. Mit der neuen Ankündigung würde die Lieferung damit auf 40 Millionen Dosen steigen. Das wäre dann halb so viel wie ursprünglich geplant.

Die EU hatte kritisiert, dass das Unternehmen Großbritannien und andere Nicht-EU-Länder offenbar weiterhin mit ungekürzten Mengen beliefert. Sie hegt den Verdacht, dass Astrazeneca eigentlich für die EU bestimmte Impfstoffdosen an Drittstaaten exportiert.

 

18:25 Uhr | Impfnachschub in Sachsen-Anhalt und Thüringen

In Thüringen sind weitere 2.400 Dosen des Moderna-Impfstoffs angekommen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums soll das Mittel in den 15 Impfzentren eingesetzt werden, die am Mittwoch in Betrieb gehen sollen. In den bereits arbeitenden Zentren wird das Mittel von Biontech/Pfizer verwendet.

Sachsen-Anhalt erwartet im Februar Impfstoff-Nachschub für 65.000 Menschen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, kommen 129.900 weitere Dosen Corona-Impfstoff. Die ersten Kartons mit Nachschub von Biontech/Pfizer sowie dem erst seit kurzem zugelassenen Präparat von Astrazeneca würden morgen erwartet. Bis Samstag wurden rund 49.500 Männer und Frauen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Fast 20.000 bekamen schon beide Dosen.

18:01 Uhr | Inzidenz in Deutschland sinkt - abnehmender Trend auch in Mitteldeutschland

Während sich der Inzidenzwert in ganz Deutschland aktuell unter 100 hält, liegt die Inzidenz in Mitteldeutschland mit 154 noch weit über dem Bundesdurchschnitt. Doch leicht hoffnungsvoll stimmt der leichte Abwärtstrend in allen drei Ländern. Dabei zeigen sich beachtenswerte Unterschiede zwischen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. So gehört Sachsen zwar immer noch zu den "Spitzenreitern" in Deutschland, liegt aber bei der Inzidenz inzwischen hinter Sachsen-Anhalt und Thüringen.

17:40 Uhr | "Licht aus" im Erzgebirge - Protest gegen Corona-Maßnahmen

Die Initiative "Wir sind Erzgebirge" will heute Abend auf die existenzbedrohende Lage vieler Firmen, Händler und Dienstleister in der Region durch die Corona-Krise aufmerksam machen. Wie Mitinitiator Marcel Schmidt MDR SACHSEN sagte, sind alle Unterstützer aufgerufen, 20 Uhr für 15 Minuten sämtliche Lichter auszuschalten. Bundesweit hätten bereits mehr als 40.000 Menschen ihre Teilnahme signalisiert.

16:52 Uhr | Spontanimpfung von 1.600 Menschen in Seattle

In Seattle in den USA hat ein kaputter Kühlschrank dafür gesorgt, dass 1.600 Menschen ungeplant zu einer Covid-19-Impfung gekommen sind. Wie eine Sprecherin des Klinikkonzerns Kaiser Permanente mitteilte, war ein Kühlschrank kaputt gegangen und die Impfdosen von Biontech/Pfizer konnten nicht anderswo untergebracht werden. Deshalb starteten zwei Kliniken in Seattle über Twitter und das Lokalradio einen Aufruf. Der führte dazu, dass mitten in der Nacht Schlangen von Menschen teilweise in Pyjamas und Morgenmänteln für eine spontane Impfung anstanden, wie die "New York Times" berichtete.

16:33 Uhr | Update: Partys und Proteste gegen Corona-Maßnahmen unter anderem in Belgien, Israel und Ungarn

In Amsterdam in den Niederlanden hat die Polizei bei einer erneuten Demonstration gegen Corona-Beschränkungen 30 Menschen festgenommen. Die Versammlung von rund 600 Menschen sei wegen Verstößen gegen die Auflagen aufgelöst worden. Zu Ausschreitungen wie bei früheren Protesten kam es nicht. Vor rund einer Woche hatte es in den Niederlanden wiederholte Krawallen gegeben, nachdem die Regierung eine nächtliche Ausgangssperre verhängt hatte. Randalierer hatten Brände gelegt, Steine geworfen und Geschäfte geplündert.

Bei nicht genehmigten Demonstrationen in Brüssel sind 200 Menschen festgenommen worden, darunter laut belgischer Polizei viele Fußballfans. Sie hatten sich versammelt, um unter anderem gegen die nächtliche Ausgangssperre zu protestieren.

Auch in der ungarischen Hauptstadt Budapest gab es Proteste. Dort beschwerten sich Restaurant-Mitarbeiter über die Schließungen ihrer Arbeitsstätten. Mindestens 100 Lokale wollen trotz der Auflagen wieder öffnen, obwohl die Regierung ihnen mit hohen Geldstrafen droht.

In Großbritannien hat die Polizei in einer Vorstadt von London eine illegale Party auf einem vertäuten Boot aufgelöst. Die etwa 70 Gäste müssen nun mit Strafen von jeweils 800 Pfund (umgerechnet rund 903 Euro) rechnen.

In Israel war es eine Beerdigung eines Rabbis in Jerusalem, zu der sich tausende ultraorthodoxe Juden versammelt hatten - ohne Abstandsregeln zu beachten und ohne Masken. Der Nachrichtenagentur AP zufolge griff die Polizei aber nicht ein.

Und in Österreich haben sich in Wien trotz Verbot etwa 5.000 Menschen zu einem "Spaziergang" getroffen. Weil viele Teilnehmer keine Masken trugen oder den vorgeschriebenen Abstand nicht einhielten, löste die Polizei die Versammlung auf.

14:05 Uhr | Bundeswehr fliegt medizinisches Personal nach Portugal

Die Bundeswehr schickt Unterstützung in das schwer von der Coronavirus-Pandemie getroffene Portugal. "Wir werden mit medizinischem Personal und Material helfen", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Details würden voraussichtlich Anfang der kommenden Woche bekannt gegeben. Der "Spiegel" hatte zuvor berichtet, ein Team mit 27 Ärzten und Sanitätern solle umgehend mit einem Militärflugzeug nach Portugal geflogen werden und dort zunächst drei Wochen bleiben. Zudem sollten stationäre und mobile Beatmungsgeräte sowie Feldkrankenbetten in das Land geschickt werden.

Zwei Soldaten bereiten im Militärkrankenhaus Betten für die neu eingerichtete Corona-Station vor.
Ein Team aus 27 Ärzten und Sanitätern soll in Portugal aushelfen. Bildrechte: dpa

Portugal hatte am Samstag erklärt, auf dem Festland seien nur noch sieben der 850 für Covid-19-Patienten vorgehaltenen Intensivbetten frei. Inzwischen hat sich Österreich bereit erklärt, von Portugal schwer kranke Corona-Patienten zu übernehmen. Wie viele Menschen nach Österreich geflogen werden sollen, werde mit dem portugiesischen Gesundheitsministerium abgeklärt, teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz mit. "Es ist ein Gebot der europäischen Solidarität, rasch und unbürokratisch zu helfen, um Menschenleben zu retten", sagte er. 

Am Samstag wurden in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern 12.435 Neuinfektionen und 293 weitere Corona-Tote registriert. Gemessen an der Bevölkerungszahl gehören diese Werte nach Berechnungen von internationalen Organisationen zu den höchsten Werten weltweit.

13:20 Uhr | Virusmutation-Ausbruch: 15 Tote in Leverkusener Seniorenheim

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Nordrhein-Westfalen sind 15 Bewohner gestorben. Wie die Stadt Leverkusen mitteilte, hatten sich 47 ältere Menschen und 25 Mitarbeiter infiziert.

Zwei Altenpflegerinnen stehen im Seniorenheim Pauline-Krone-Heim der Altenhilfe Tübingen für einen Antigen-Corona-Schnelltest im Zimmer eines Bewohners.
In einem Pflegeheim in Leverkusen haben sich über 70 Personen mit der britischen Coronvirus-Variante infiziert. Bildrechte: dpa

In dem Heim sei die besonders ansteckende Mutation aus Großbritannien nachgewiesen worden. Der Leiter des Gesundheitsamts, Martin Oehler, sagte der "Bild"-Zeitung, das Personal habe das Virus in das Heim gebracht. Es müsse aber nicht unbedingt etwas falsch gemacht haben. Die Corona-Mutation sei so ansteckend, dass man schon nach wenigen Minuten Kontakt mit einem Infizierten selbst infiziert sei. Die Mitarbeiter würden wöchentlich mit einem PCR-Test und täglich mit einem Schnelltest überprüft.

11:50 Uhr | Immer mehr Bürger verwundert über FFP2-Masken-Gutscheine

Vor allem Senioren und chronisch Kranke sollen Gutscheine für verbilligte FFP2-Masken erhalten. Inzwischen häufen sich aber Meldungen, wonach jüngere Menschen für sich oder ihre Kinder Coupons zugeschickt bekommen haben und sich den Grund nicht erklären können. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat diese Post erhalten und sich darüber verwundert gezeigt. "Da war ich schon etwas überrascht", sagte Söder. Warum er sie erhalten habe, könne er nicht sagen. Er wolle die Gutscheine zurückgeben.

Die Vergabe der Gutscheine richtet sich nach einem Kriterienkatalog, den das Gesundheitsministerium vorgegeben hat. Demnach sind auch Personen mit Lungen, Herz- und Nierenleiden sowie Schlaganfall- und Krebspatienten berechtigt, die vom Bund finanzierten Masken zu beziehen. Auch Frauen mit einer Risikoschwangerschaft und Diabetiker stehen auf der Liste.

Wie ein Sprecher des Verbandes der Privaten Krankenversicherung erklärt, könne aber auch ein Verdacht ausreichen: "Es ist zum Beispiel durchaus möglich, dass Ärzte einen Verdacht auf Asthma untersucht hatten und diese Befunde nun in den Datenbanken als Kriterien zum Versand der FFP2-Masken gewirkt haben."

10:14 Uhr | Spahn offen für Impstoffe aus Russland und China

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigt sich im Falle einer erfolgreichen EU-Zulassung auch für den Einsatz von Corona-Impfstoff aus Russland und China in Deutschland offen. "Wenn ein Impfstoff sicher und wirksam ist, egal in welchem Land er hergestellt wurde, dann kann er bei der Bewältigung der Pandemie natürlich helfen", sagte Spahn der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Entscheidend sei eine reguläre Zulassung nach europäischem Recht.

Russland hatte am Freitag angekündigt, die EU im zweiten Quartal mit 100 Millionen Dosen des Impfstoffes Sputnik V versorgen zu können. Damit könnten 50 Millionen Menschen geimpft werden. Ein Antrag zur Zulassung des Vakzins sei bereits bei der Europäische Arzneimittelagentur EMA eingereicht worden.

10:14 Uhr | Philologenverband fordert frühere Impfung für Lehrkräfte

Der Deutsche Philologenverband fordert eine frühere Impfung von Lehrkräften. Verbandschefin Susanne Lin-Klitzing sagte den Funke-Medien, der gesellschaftlich-politische Druck, die Schulen zu öffnen, sei massiv.

Lehrer und Schüler mit Maske im Unterricht
Lehrkräfte sollen früher geimpft werden, um zum Präsenzunterricht zurückkehren zu können. Bildrechte: imago images / Michael Weber

Nur mit schnellem Impfen der Lehrer könne man zum Präsenzunterricht zurückkehren, wenn das Infektionsgeschehen es zulasse. Dafür sei die bis jetzt geplante Impfpriorität drei aber nicht ausreichend. Ähnlich hatte sich auch der Lehrerverband geäußert. Lehrerpräsident Meidinger sagte, wenn man offene Schulen wolle, müssten diese auch zu sicherern Orten werden. Dazu gehörten neben FFP2-Masken für alle Lehrer und Schüler beispielsweise auch Luftfilter-Anlagen.

09:15 Uhr | Altmaier: Verkauf von Staatsanteilen prüfen

Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat vorgeschlagen, staatliche Anteile an Unternehmen zu verkaufen, um die Kosten der Corona-Krise auszugleichen. Der CDU-Politiker sagte der Zeitung "Welt am Sonntag", der Wert der staatlichen Beteiligungen sei in den letzten Jahren ordentlich gewachsen. Deshalb solle man prüfen, welche der Beteiligungen zurückgefahren werden könnten. Das bringe der Staatskasse auch Geld für Zukunftsinvestitionen. Der Bund hält unter anderem Beteiligungen an der Deutschen Post, der Telekom und der Commerzbank. Er hat milliardenschwere Kredite aufgenommen, um die Wirtschaft in der Corona-Pandemie zu unterstützen.

08:58 Uhr | Leipzig-Marathon findet 2021 nur virtuell statt

Der Leipzig-Marathon findet aufgrund der Coronavirus-Pandemie auch 2021 nicht in gewohnter Form statt. Das teilte der Veranstalter am Freitag mit. Ursprünglich sollte der Marathon wie üblich im April durchgeführt werden. Durch die frühe Absage würden sich finanzielle Belastungen für den Veranstalter in Grenzen halten. Bereits angemeldete Teilnehmer erhalten ihr Startgeld zurück. Stattdessen soll der Marathon, für den man sich ab 1. Februar anmelden kann, virtuell stattfinden. In einem vorgegebenen Zeitraum soll der Teilnehmer eine der Wettkampfstrecken absolvieren und sein Resultat in die Ergebnislisten hochladen.

08:11 Uhr | Haseloff stellt Osterurlaub in Aussicht

Sollte sich die Corona-Lage weiter entspannen, hält Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff Osterurlaub für möglich. Der CDU-Politiker sagte dem "Tagesspiegel", wenn die Inzidenz weiter zurückgehe, könne man darüber nachdenken, Beherbergungsangebote zu ermöglichen. Zunächst in Ferienwohnungen, wo es keine Ballung von Menschen gebe, dann aber auch wieder in Hotels. Die Vorgehensweise sollte aber nach Ansicht von Haseloff gesamtdeutsch diskutiert werden.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hingegen schränkt ein, dass der Corona-Lockdown trotz sinkender Inzidenz-Zahlen verlängert werden könnte. Der CDU-Politiker sagte der "Welt am Sonntag", die aktuelle Entwicklung nähre die Hoffnung, dass man sich relativ schnell einer Inzidenz von 50 nähern könnte. Die Länge des Lockdowns hänge aber auch davon ab, inwieweit sich neue Mutationen in Deutschland verbreiteten. Hält die positive Entwicklung an, könnte der Wert von 50 nach Einschätzung von Experten rein rechnerisch Mitte, Ende Februar erreicht sein.

07:33 Uhr | Bundespolizei-Chef kritisiert Airlines wegen Corona-Verstößen

Bundespolizeipräsident Dieter Romann hat Fluggesellschaften in der Corona-Pandemie verantwortungsloses Verhalten vorgeworfen. Er sagte der "Bild am Sonntag", in den letzten sechs Tagen habe die Bundespolizei 600 Verstöße gegen die Vorschriften festgestellt. So seien Passagiere aus Hochrisiko- und Mutationsgebieten ohne digitale Anmeldung und ohne negativen Test eingereist. Dabei müsse das von den Airlines vor dem Abflug überprüft werden. Pro Verstoß drohe den Unternehmen jetzt ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro.

06:48 Uhr | Auch Italien begrenzt Einsatz von Astrazeneca-Impfstoff

Nach Deutschland schränkt auch Italien den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca ein. Die Arzneimittelbehörde in Rom empfahl am Abend, das Serum nur Erwachsenen bis zum Alter von 55 Jahren zu verabreichen. Ältere Bürger sollten mit den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna behandelt werden. Zur Begründung verwies die Behörde auf Unsicherheiten über die Wirksamkeit des Astrazeneca-Mittels bei älteren Menschen.

Wegen ähnlicher Bedenken hält auch die Bundesregierung an einer Alters-Obergrenze fest. Gesundheitsminister Jens Spahn betonte, man werde den Rat der Ständigen Impfkommission aufgreifen, das Astrazeneca-Serum nur bei Erwachsenen bis zu 64 Jahren einzusetzen. Die EU-Kommission hatte den Impfstoff dagegen ohne Altersgrenze freigegeben.

06:40 Uhr | Forderungen vor Corona-Impfgipfel

Vor dem morgigen Corona-Impfgipfel fordern Politiker und Verbandsvertreter mehr Planungssicherheit und Klarheit über Zeitpläne. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, sagte, die Städte erwarteten Aussagen, wann es ausreichend Impfstoff gebe und wann welcher Impfstoff ins jeweilige Impfzentrum geliefert werde. Derzeit könne man nur mit angezogener Handbremse agieren.

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger beklagte, die Impfstrategie sei weder mit den Parlamenten noch mit der Wirtschaft abgestimmt. Grünen-Chef Robert Habeck forderte eine Notimpfstoff-Wirtschaft, um mehr Impfstoff zu produzieren. Alle Pharmakonzerne seien unverzüglich in die Produktion einzubeziehen. Gesundheitsminister Jens Spahn betonte, es bleibe das Ziel der Bundesregierung, jeden aus der höchsten Prioritätsgruppe bis Ende März zu impfen.

06:30 Uhr | Giffey schlägt Ampel für Kita-Öffnungen vor

Franziska Giffey (SPD), Bundesfamilienministerin steht an einem Rednerpult.
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey Bildrechte: dpa

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat eine Corona-Ampel für eine schnellere Öffnung der Kitas vorgeschlagen. Die SPD-Politikerin sagte der "Bild am Sonntag", nach dem 14. Februar müsse es echte Öffnungsperspektiven bei Kitas und Schulen geben. Mit einem Ampelsystem könne ein Großteil der Kitas wieder geöffnet werden, weil so die Situation in den einzelnen Einrichtungen berücksichtigt würde.

In Giffeys Modell sollen drei Kriterien über den Kita-Betrieb entscheiden: die Anzahl der infizierten Personen, die Anzahl der Kinder in Quarantäne und die Anzahl der Erzieher in Quarantäne. Den Plan will Giffey in der kommenden Woche mit ihren Ministerkollegen aus den Ländern beraten.

06:00 Uhr | Der Ticker am Sonntag, 31. Januar 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 31. Januar 2021 | 13:30 Uhr

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