Coronavirus-Pandemie Ticker: Kanzleramt will Lockdown bis 18. April

Das Kanzleramt will in den Bund-Länder-Beratungen eine Verlängerung des Lockdowns erreichen. Die Küstenländer wollen Osterurlaub im eigenen Bundesland ermöglichen. Gegen Gesundheitsminister Spahn gibt es Vorwürfe wegen eines Maskenkaufs. Der sächsische Lehrerverband fordert mehr Sicherheit an Schulen. Eltern protestieren mit Schuhen. Für Polen gelten seit heute neue Reisebeschränkungen.

Unser Ticker am Sonntag, 21. März 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:30 Uhr | Wie viel lernen Kinder im Homeschooling?

Der Schulunterricht hatte in den letzten Monaten die unterschiedlichsten Formen. Was blieb da eigentlich bei den Schülerinnen und Schülern hängen? Fragen an den Bildungswissenschaftler Marcel Helbig.

22:15 Uhr | Modellprojekt für Öffnung in Augustusburg

Oberwiesenthal und Augustusburg stehen mit einem Modellversuch in den Startlöchern: Mit einer Teststrategie sollen die Orte wieder für Touristen zugänglich werden. Auch das Hotel am Kunnerstein könnte dann wieder öffnen.

21:45 Uhr | EU-Kommissar: Wir brauchen Sputnik V nicht

Die EU hat nach den Worten ihres Binnenmarkt-Kommissars Thierry Breton "absolut keinen Bedarf" für den russischen Impfstoff Sputnik V. Man könne bis Mitte Juli eine eu-weite Immunisierung mit Vakzinen aus europäischer Produktion erreichen, sagt Breton dem Sender TF1. Zwischen März und Juni werde die EU zwischen 300 und 350 Millionen Impfdosen an die Mitgliedstaaten liefern.

21:12 Uhr | Tausende feiern in Marseille Karneval

Ungeachtet aller Corona-Auflagen haben Tausende Menschen in Marseille Karneval gefeiert. Bei einem nicht genehmigten Karnevalsumzug zogen nach Polizeischätzungen rund 6.500 Feiernde ohne Mund-Nasen-Bedeckung und dicht gedrängt durch die Straßen der südfranzösischen Hafenstadt. Ein Polizeisprecher sprach von einem unverantwortlichen Verhalten. Verstöße gegen die Maskenpflicht würden geahndet.

Menschenmenge verkleidet beim Karnevalsumzug
Ungenehmigter Umzug in Marseille Bildrechte: dpa

20:51 Uhr | Deutsche Urlauber auf Mallorca

Seit Sonntag können Deutsche wieder nach Mallorca reisen, ohne sich bei der Rückreise auf Corona testen lassen zu müssen oder gar in Quarantäne zu gehen. Die Tourismusbranche stockte die Flugmöglichkeiten auf die Ferieninsel deutlich auf. In Deutschland ist der Mallorca-Urlaub umstritten.

20:18 Uhr | Kanzleramt will Lockdown bis 18. April

Das Kanzleramt will den Corona-Lockdown angesichts der stark steigenden Zahl an Neuinfektionen bis zum 18. April ausweiten. Das geht aus einem Entwurf für die Bund-Länder-Runde am Montag hervor. Zugleich schlägt das Kanzleramt vor, die vereinbarte "Notbremse" bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 100 "konsequent" umzusetzen. Neben einem Stopp für weitere Lockerungen sollen dann auch wieder härtere Vorschriften wie etwa Ausgangsbeschränkungen in Kraft treten. Schulen und Kitas sollen hingegen erst ab einer Inzidenz von 200 wieder geschlossen werden.

Das Kanzleramt will zudem, dass Bund und Länder weiter von "nicht zwingend notwendigen Reisen im Inland und auch ins Ausland" abraten - auch über Ostern. Die Unternehmen werden noch einmal gemahnt, ihren Beschäftigten mindestens einen Test pro Woche und bei entsprechender Verfügbarkeit zwei anzubieten. Es wird vorgeschlagen, dass Kanzlerin und Ministerpräsidenten am 12. April erneut beraten.

19:51 Uhr | Südafrika verkauft seinen Astrazeneca-Impfstoff an Nachbarn

Südafrika hat seinen Vorrat von einer Million Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs an seine Nachbarn verkauft. Gesundheitsminister Zweli Mkhize sagte, das Mittel gehe an 14 andere afrikanische Staaten.

Südafrika verzichtet auf den Einsatz seiner Astrazeneca-Dosen. Die Regierung verwies darauf, dass es laut einer Studie nur einen begrenzten Schutz gegen die in Südafrika grassierende Virusvariante biete. Statt Astrazeneca soll in dem Land nun mit den Vakzinen von Johnson & Johnson sowie Biontech/Pfizer geimpft werden. Südafrika ist mir 1,5 Millionen nachgewiesenen Infektionen und 52.000 Todesfällen das mit Abstand am meisten betroffene Land Afrikas. Seit dem Jahreswechsel sind  die Zahlen jedoch deutlich zurückgegangen.

19:24 Uhr | Thüringer CDU-Fraktionschef fordert Vertrauen in die Bürger

In der Debatte um Urlaubsmöglichkeiten zu Ostern hat der Thüringer CDU-Fraktionsvorsitzende Mario Voigt gefordert, den Bürgern mehr zu vertrauen. Voigt sagte dem MDR, die Menschen hätten sich an Abstandhalten und Maskentragen gewöhnt. Wenn jemand mit der Familie in der Ferienwohnung im Thüringer Wald oder an der Talsperre sei, werde niemand gefährdet. Zuvor hatten die Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen dafür geworben, Osterurlaub im eigenen Bundesland zu ermöglichen.

18:57 Uhr | Müller und Söder für Quarantäne-Pflicht bei Mallorca-Reisen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder haben sich für eine Test- und Quarantänepflicht bei Auslandsreisen ausgesprochen. Müller, der derzeit Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, sagte im Ersten: "Ich glaube, so ein ungeschützter Reiseverkehr geht nicht." Es sei für die Menschen unverständlich, dass in Deutschland nicht gereist werden solle, aber nach Mallorca dies möglich sei. Auch Söder forderte, es müsse dringend "eine Testpflicht und Quarantäne für Mallorca geben".

18:05 Uhr | Spahn-Ministerium kauft Masken bei Arbeitgeber von Ehemann

Das von Jens Spahn geführte Bundesgesundheitsministerium hat im vergangenen Jahr FFP2-Schutzmasken von einer Firma gekauft, für die auch Spahns Mann arbeitet. Dies geht aus Unterlagen hervor, die das Ministerium an den Bundestag schickte. Zuerst hatte der "Spiegel" darüber berichtet.

Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, nimmt in der Bundespressekonferenz zu Beginn der Pressekonferenz zur Entwicklung der Corona Pandemie die FFP2-Maske ab.
Gerät bei Maskenbeschaffung unter Druck: Jens Spahn Bildrechte: dpa

Demnach hat die Burda GmbH 570.000 FFP2-Masken für rund 900.000 Euro an Spahns Ministerium geliefert. Ein Burda-Sprecher sagte dem Magazin: "Der Vorstand der Hubert Burda Media hat dem Gesundheitsministerium im April 2020 angeboten, bei der Maskenbeschaffung zu helfen, als die Bundesregierung auf dringender Suche nach Schutzmasken war." Es seien keine Provisionen an Mitarbeiter von Burda gezahlt worden. Spahns Ehemann Daniel Funke, der Büroleiter der Burda-Repräsentanz in Berlin ist, war laut Unternehmen "zu keinem Zeitpunkt über die Transaktion informiert oder involviert."

Der Koalitionspartner SPD forderte dennoch mehr Klarheit über die Beschaffung von Masken. Fraktionsvize Achim Post schrieb auf Twitter, die "Salamitaktik" mit scheibchenweisen Informationen aus dem Ministerium untergrabe  das Vertrauen in die Institutionen unserer Demokratie: "Das muss aufhören." Er bekräftigte die Forderung der SPD nach einem unabhängigen Transparenzbeauftragten für die Masken-Beschaffungen.

17:50 Uhr | Europäische Städte planen Schweigeminute

In vielen Städten Europas soll es am Mittwoch um 12 Uhr eine gemeinsame Schweigeminute für die Corona-Opfer geben. Das kündigte der Verband Eurocities an. Der Präsident des Verbandes und Bürgermeister von Florenz, Dario Nardella, sagte: "Europa braucht einen gemeinsamen Augenblick des Gedenkens."  Mit der Schweigeminute solle auch unterstrichen werden, dass die Pandemie eine grenzüberschreitende Krise ausgelöst habe.

Dem Verband gehören 200 Städte aus 40 Ländern an. Aus Deutschland sind u.a. Berlin, Dresden, Düsseldorf, Essen, Hamburg, München und Stuttgart dabei.

17:35 Uhr | 15.000 Corona-Tests im Biathlon

In der zu Ende gegangenen Biathlon-Saison hat es mehr als 15.000 Corona-Tests gegeben. Das teilte der Biathlon-Weltverband IBU mit. 55 Tests fielen positiv aus und führten zu Quarantäne und Isolation. Betroffen waren unter anderem der aus Sachsen stammende österreichische Bundestrainer Ricco Groß und der tschechische Olympia-Zweite Michal Krčmář.  Beim abschließenden Weltcup in Östersund waren laut IBU alle 530 Tests negativ aus.

17:13 Uhr | Verein Mehr Demokratie für flächendeckende Briefwahl

In Thüringen hat der Verein Mehr Demokratie vorgeschlagen, die anstehenden Bürgermeisterwahlen vorrangig als Briefwahl abzuhalten. Sprecher Ralf-Uwe Beck sagte, die Corona-Krise könne genutzt werden, um neue Instrumente auszuprobieren und später zu analysieren, ob und wie sie sich bewährt hätten. Zudem ließe sich mit einer Briefwahl, bei der alle Wählerinnen und Wähler die Unterlagen automatisch erhielten, die Wahlbeteiligung trotz Corona-Pandemie steigern. Für Menschen, die nicht per Brief wählen wollen oder können, sollten Wahllokale trotzdem öffnen.

In Thüringen stehen in diesem Jahr noch zehn Bürgermeisterwahlen an. Am 26. September wird – gleichzeitig mit der Bundestagswahl – ein neuer Landtag gewählt.

16:30 Uhr | Sputnik V - Akzeptanz bei Ostdeutschen und Männern größer

Rund die Hälfte aller Deutschen würden sich mit dem russischen Impfstoff Sputnik V impfen lassen. Das ergab eine Umfrage im Auftrag des "Tagesspiegel". Dabei ist die Akzeptanz im Osten deutlich höher als im Westen. Auch zwischen Männern und Frauen gibt es in dieser Frage große Unterschiede.

16:20 Uhr | Küstenländer wollen Osterurlaub für Einheimische

Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen wollen bei den Bund-Länder-Beratungen für einen Osterurlaub im eigenen Bundesland werben. In einer gemeinsamen Mitteilung heißt es, in Einrichtungen mit Selbstversorgung und eigenen sanitären Anlagen wie etwa Ferienwohnungen und Wohnmobilen sollte Urlaub möglich sein. Voraussetzung sei zudem ein negativer PoC-Antigen-Test kurz vor der Anreise. Weitere Bedingungen wie Hygienekonzepte und Kapazitätsbeschränkungen seien auf Landesebene zu beschließen. Für Bremen und Hamburg seien gesonderte Regelungen denkbar.

15:34 Uhr | Lehrerverband fordert mehr Sicherheit an Schulen

Der sächsische Lehrerverband fordert in der Corona-Pandemie mehr Sicherheit an den Schulen. Der Verband warf der Landesregierung in einem offenen Brief vor, zu wenig zu tun. Die Schulen würden geöffnet, ohne die Mindestvoraussetzungen dafür zu schaffen. Nötig seien kurzfristige Impfangebote für alle Beschäftigten an den Schulen und regelmäßige Corona-Tests für alle Kinder.

15:10 Uhr | Schuh-Proteste gegen Schulschließungen

Aus Protest gegen erneute Schulschließungen haben Eltern in Sachsen vor zahlreiche Rathäuser Kinderschuhe aufgestellt.

Nahezu in jeder Kommune stehen verlassene Schuhe vor den Rathäusern. Dazu wurden zahlreiche Plakate angebracht.
Nahezu in jeder Kommune im Erzgebirgskreis stehen verlassene Schuhe vor den Rathäusern. Beispiel Thalheim. Bildrechte: imago images/Bernd März

Aktionen gab es unter anderem in Zwickau, Zwönitz, Stollberg, Aue-Bad Schlema und Limbach-Oberfrohna. Aues Oberbürgermeister Heinrich Kohl erklärte, die Kommunen seien für die Proteste der falsche Adressat, weil die Entscheidung in Dresden falle. In den Landkreisen Zwickau, Nordsachsen, Erzgebirge und Meißen bleiben ab Montag Schulen und Kitas geschlossen. In den Kreise lag Inzidenz an fünf aufeinanderfolgen Werktagen über 100.

15:01 Uhr | Uni-Klinik Leipzig: Zugang nur mit negativem Corona-Test

Im Universitätsklinikum Leipzig müssen Besucherinnen und Besucher ab Montag einen negativen Corona-Test vorlegen. Wie das Klinikum mitteilte, können Personen ohne ein negatives Testergebnis die Gebäude nicht mehr betreten. Die Regelung gelte für Menschen ab 12 Jahren. Schnelltests soll es an den Eingängen geben.

14:45 Uhr | CSU-Politiker Sauter gibt wegen Maskenaffäre Ämter auf

Der in der Maskenaffäre unter Korruptionsverdacht stehende CSU-Vorstand Alfred Sauter gibt alle Parteiämter auf.

Alfred Sauter
Alfred Sauter Bildrechte: imago/Zeppo

Der ehemalige bayerische Justizminister erklärte, dazu zählten seine Sitze in CSU-Vorstand und -Präsidium sowie die Leitung der Finanzkommission der Partei. Seine Mitgliedschaft in der Landtagsfraktion lasse er ruhen. Diese hatte Sauter bis heute ein Ultimatum gestellt, alle Vorwürfe gegen ihn auszuräumen. Gegen Sauter ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft München. Er soll hohe Geldbeträge von mehr als einer Million Euro im Zusammenhang mit Maskengeschäften erhalten haben. Sauter wies die Vorwürfe zurück.

14:30 Uhr | Update: Lockdown bis April im Gespräch

Die SPD geführten Bundesländer wollen offenbar, dass der Corona-Lockdown bis in den April hinein verlängert wird. Mehrere Nachrichtenagenturen berichten übereinstimmend über einen Entwurf, der bei den morgigen Bund-Länder-Beratungen diskutiert werden soll. Zunächst hieß es, es handele sich um eine Vorlage des Bundeskanzleramtes. Dies wies Kanzleramtschef Helge Braun via Twitter zurück.

In dem Papier ist auch von einem Konzept des "kontaktarmen Urlaubs" die Rede. Danach solle Urlaub im eigenen Bundesland erlaubt sein, wenn Kontaktbeschränkungen und Hygieneauflagen eingehalten werden und es ein Testregime gebe. Der SPD-Gesundheitspolitiker Lauterbach forderte hingegen eine Verschärfung der Maßnahmen. Er sagte der "Welt", ideal wäre ein kurzer, harter Lockdown für drei bis vier Wochen, bis das Testen in Schulen und Betrieben richtig stehe.

14:00 Uhr | Lage in Thüringen weiter kritisch

In Thüringen steigt die Coronavirus-Inzidenz weiter an. Nach den Daten des Risklayer-Projekts lag sie zuletzt bei rund 206 neu gemeldeten Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Damit war die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in Thüringen weiter mit deutlichem Abstand zu anderen Bundesländern die höchste in Deutschland. Am zweithöchsten war der Wert mit 159 in Sachsen, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 123, während der bundesweite Durchschnitt bei 107 lag. Die drei mitteldeutschen Länder sind seit längerem die am stärksten von der Pandemie betroffenen.

13:30 Uhr | Kinderhilfswerk fordert Impf- und Teststrategie

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat vor dem Gipfel von Bund und Ländern am Montag den Umgang mit den Schulen kritisiert: "Bund und Länder haben es entgegen ihren Versprechungen verpasst, die notwendigen Bedingungen zu schaffen, um einen sicheren Betrieb in Schulen und Kitas zu gewährleisten", sagte Vizepräsidentin Anne Lütkes den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Eine engmaschige Impf- und Teststrategie für alle Kinder und Jugendlichen und die Beschäftigten in Schulen und Kitas sei nötig. Auch könnten Luftfilter eingesetzt und weitere Räume für Unterricht gemietet werden, etwa in Museen. Mehr Personal lasse sich auch unter Studierenden für das Lehramt, Museums- und Theaterpädagogen finden.

13:00 Uhr | Kostenlose Schnelltests an Schulen

In Sachsen-Anhalt sollen Kinder trotz steigender Inzidenzen zur Schule gehen oder in die Kindertagesstätten. Um die Gefahr von Ansteckungen zu verringern, bietet das Land ab Montag kostenlose Schnelltests für sie an. Rund eine Million Tests seien bestellt und die Eltern laut Gesundheitsministerium vorab informiert worden.

12:54 Uhr | Kundgebung in Dortmund verboten

In Dortmund ist eine für heute angekündigte Versammlung von Impfgegnern untersagt worden. Wie die Polizei mitteilte, haben die Ereignisse in Kassel sowie Verstöße bei Demonstrationen gegen die Corona-Auflagen in Dresden und Berlin zu der Entscheidung geführt. Der Beschluss werde unter anderem mit dem gewaltsamen Vorgehen von Protestierenden in Kassel gegen Polizisten und Gegendemonstranten begründet. Das lasse darauf schließen, dass eine friedliche Meinungsäußerung auch in Dortmund nicht das Ziel der Bewegung sei. Auch sei davon auszugehen, dass die aktuellen Hygienemaßnahmen nicht eingehalten würden.

12:12 Uhr | Testpflicht für Unternehmen im Gespräch

Die Bundesregierung will Unternehmen beim Infektionsschutz stärker verpflichten. Wo Arbeit im Homeoffice nicht möglich sei, müssten Tests angeboten werden, heißt es im Beschlussentwurf für die Beratungen mit den Ländern morgen. Jede Woche sollten mindestens zwei Schnelltests angeboten werden, berichtet die Agentur Reuters mit Verweis auf den Entwurf. Die Bundesregierung wollen dazu Regelungen bis Ende März erlassen.

12:03 Uhr | Test- und Quarantänepflicht für Auslandsreisen

Für Auslandsreisende wie etwa Mallorca-Urlauber strebt die Bundesregierung offenbar eine Test- und Quarantänepflicht an. Besonders Urlaubsreisen in das Ausland müssten "unabhängig von Inzidenzen im Zielland mit einer epidemiologisch gebotenen Quarantäne und einer Testpflicht vor Rückreise und bei Einreise in die Bundesrepublik" verbunden sein, zitiert Reuters heute aus einer Vorlage für die morgigen Beratungen von Bund und Ländern.

12:00 Uhr | Polnische Pendler fordern Hilfe bei Tests

Grenzpendler aus Polen verlangen finanzielle Hilfen bei den Pflichttests auf das Coronavirus. Die Bürgerinitiative "Freie Grenzen" forderte, Deutschland solle eine Lösung finden, bei der Betroffene für die Tests nicht bezahlen müssten. Für den Reiseverkehr über die Grenze gelten jetzt schärfere Bestimmungen (siehe unten).

11:28 Uhr | Weil für neue Mallorca-Reisewarnung

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil will eine neue Reisewarnung für Mallorca. "Die Aufhebung der Reisewarnung für Mallorca durch die Bundesregierung war ein schwerer Fehler", zitiert das Redaktionsnetzwerk Deutschland den SPD-Politiker: "Das Beste wäre es, die Bundesregierung würde ihre Entscheidung revidieren." Andernfalls müsse über strenge Testpflichten bei der Wiedereinreise und Quarantäne gesprochen werden. Weil: "Wenn über Ostern Menschen aus ganz Europa auf der Insel zusammenkommen, haben wir sofort wieder einen neuen Hotspot."

Flughafen Dresden Ferienflieger
Ferienflieger: Angst vor neuem Corona-Hotspot auf Mallorca Bildrechte: dpa

10:50 Uhr | Mehr als 180 Infektionen im Bundestag

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind bis 18. März im Bundestag 183 Infektionsfälle registriert worden. Nach Angaben der Bundestagsverwaltung waren 31 Abgeordnete infiziert, 38 ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 41 Beschäftigte der Fraktionen, 61 in der Bundestagsverwaltung sowie zwölf Beschäftigte von Fremdfirmen, also Handwerker, Reinigungskräfte und andere Dienstleister. Den Angaben zufolge haben sich die Infektionen selbst allerdings nicht zwingend immer im Bundestag ereignet.

10:06 Uhr | Impfgegnerin darf nicht mehr zur Arbeit

In Israel können Angestellte, die eine Impfung gegen das Coronavirus oder regelmäßige Tests verweigern, an der Rückkehr zum Arbeitsplatz gehindert werden. Das entschied ein Arbeitsgericht in Tel Aviv in einem heute veröffentlichten Urteil. Eine Grundschul-Hilfslehrerin hatte sowohl Impfung als auch Tests verweigert und gegen die Ausperrung durch ihren Arbeitgeber geklagt. Das Gericht wies die Klage mit der Begründung zurück, dass ihr Recht nicht schwerer wiege als das "Recht der Schüler, Eltern und der Lehrerschaft auf Leben". Zugleich rief das Gericht den Gesetzgeber auf, bei diesem Thema schnell Klarheit zu schaffen. In Israel verweigern auch Arbeitgeber außerhalb des Bildungsbereichs Test- und Impfverweigerern die Rückkehr an den Arbeitsplatz.

09:47 Uhr | Vorerst keine Impfstoff-Spenden der EU

Die EU wird laut Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorerst keine Impfstoff-Spenden für ärmere Länder zur Verfügung stellen. Den Sonntagszeitungen der Funke-Mediengruppe sagte von der Leyen, mit 2,2 Milliarden Euro unterstütze die EU die Covax-Initiative bereits finanziell, die ärmeren Ländern einen Zugang zu Coronavirus-Impfstoffen ermöglichen soll. Einen zusätzlichen Mechanismus, um Impfstoff mit anderen Ländern zu teilen, werde die EU aber erst starten, "wenn wir eine bessere Produktionslage in der EU haben". Vorerst aber gebe es noch "ziemlichen Druck in den Mitgliedstaaten, selbst Impfstoff zu bekommen".

09:14 Uhr | CSU zieht Konsequenzen aus Maskenaffäre

Die CSU-Spitze will Konsequenzen aus der Maskenaffäre ziehen. Parteichef Markus Söder und Generalsekretär Markus Blume haben für heute Nachmittag kurzfristig eine Pressekonferenz in München angesetzt. Es gehe um "grundlegende Konsequenzen aus dem Fehlverhalten einzelner Mandatsträger", hieß es heute Morgen bei der Ankündigung. Welche das sein könnten, blieb zunächst offen.

08:56 Uhr | Proteste in Frankreich

Hinweisschilder mit der Forderung, einen Test vorzulegen oder sich testen zu lassen
Testpflicht an der Grenze Bildrechte: dpa

An der deutsch-französischen Grenze ist gegen die Regeln für Einreisen nach Deutschland demonstriert worden. So forderten in Sarreguemines im Verwaltungsbezirk Moselle laut Polizei gestern Abend rund 600 Demonstranten vor allem die Abschaffung der Testpflicht für Berufspendler.

08:25 Uhr | Festnahmen bei Lockdown-Protesten in London

Bei Protesten gegen den Lockdown in Großbritannien sind in London dutzende Menschen festgenommen worden. Tausende Demonstranten waren gestern vom Hyde Park durch das Zentrum der britischen Hauptstadt gezogen. Im Anschluss kehrten rund 100 von ihnen in den Hyde Park zurück, lieferten sich Handgemenge mit Polizisten und bewarfen die Beamten mit Flaschen und Dosen. Bis zum Abend wurden laut Polizei 33 Menschen festgenommen, die meisten wegen Verstößen gegen die Infektionsschutz-Auflagen.

08:10 Uhr | Patientenschützer kritisieren Beschlüsse

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz lehnt die von Bund und Ländern beschlossene Lockerung der Impfreihenfolge ab. Präsident Eugen Brysch sagte, es brauche eine Impfrate von 85 Prozent bei den über 80-Jährigen und von 70 Prozent bei den über 70-Jährigen. Er forderte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf, die niedergelassenen Ärzte zu verpflichten, nur den über 70-Jährigen ein Impfangebot zu machen. Andernfalls könne die Einbeziehung der Praxen zu einer Verschärfung der Ungleichbehandlung führen.

Bund und Länder hatten beschlossen, dass voraussichtlich nach Ostern auch niedergelassene Ärzte mit Schutzimpfungen gegen das Coronavirus beginnen können. Dabei sollen sie sich an die vom Bund verordnete Impfreihenfolge zwar grundsätzlich halten, deren Priorisierung nach Gruppen aber flexibel handhaben dürfen.

07:45 Uhr | Berliner Philharmoniker spielen vor Publikum

Die Berliner Philharmoniker haben gestern Abend erstmals seit einem Jahr wieder ein Konzert vor einem größeren Publikum gegeben. Die rund 1.000 Besucher mussten einen tagesaktuellen und negativen Coronavirus-Test vorweisen und Masken tragen. Die Aufführung von Werken von Rachmaninow und Tschaikowsky gehört zu einem Pilotprojekt, mit dem der Berliner Senat ausloten will, wie Kulturveranstaltungen in der Pandemie möglich sind. Insgesamt sind neun dieser Testveranstaltungen bis Anfang April in verschiedenen Berliner Kultureinrichtungen geplant.

07:30 Uhr | Flüge nach Mallorca beginnen

Der Reisekonzern TUI fliegt ab heute nach langer Zwangspause wieder deutsche Urlauber nach Mallorca. Das vorläufige Ende der Beschränkungen für mehrere Ferienregionen in Spanien und das Auslaufen der Reisewarnung für die Balearen machen es möglich, dass Touristen auch auf eine Quarantänephase nach ihrer Rückkehr verzichten können. Die erste TUI-Maschine startet heute 10:20 Uhr am Firmensitz in Hannover-Langenhagen nach Mallorca, eine weitere um 11:00 Uhr. Auch von Düsseldorf, Frankfurt/Main und weiteren Flughäfen bietet TUIfly jetzt Verbindungen an.

Trotz der Aufrufe, auf Reisen zu verzichten, waren Flüge nach Mallorca zuletzt auch in Mitteldeutschland sehr begehrt. Andere Fluggesellschaften wie Eurowings fliegen bereits seit einigen Tagen schon wieder von Deutschland nach Mallorca.

07:15 Uhr | Demonstration im Erzgebirge aufgelöst

In Aue-Bad Schlema im Erzgebirgskreis ist gestern Abend eine Demonstration gegen die Infektionsschutz-Maßnahmen von der Polizei aufgelöst worden. Wie diese mitteilte, kamen mit rund 850 Teilnehmern mehr als doppelt so viele, wie angemeldet gewesen seien. Viele hätten sich nicht an die Abstandsregeln gehalten und keinen Mund-Nase-Schutz gehalten. Auch nach der Auflösung hätten sich Demo-Teilnehmer in der Innenstadt aufgehalten.

Am Samstag hatten in mehreren deutschen Städten zehntausende Menschen gegen die Pandemie-Politik protestiert. Die größte Aktion gab es in Kassel mit rund 20.000 Menschen. Auch diese wurde von der Polizei aufgelöst. In Kassel kam es auch zu Gewalt, während die Aktionen in Potsdam, Berlin und Gera ohne Zwischenfälle abliefen.

06:59 Uhr | ZEW sieht keine Wettbewerbsverzerrung

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung sieht in den Staatshilfen in der Coronavirus-Pandemie keine Verzerrung des Wettbewerbs. Präsident Achim Wambach sagte bei MDR AKTUELL, es sei richtig und wichtig, dass der Staat den Unternehmen helfe, durch diese außergewöhnliche Krise zu kommen. Alle Förderungen würden von der EU-Kommission genau angeschaut. Die mache wie im Fall der Lufthansa auch Auflagen, damit die Konkurrenten nicht benachteiligt würden. Der Ökonom forderte zugleich eine klare Ausstiegsstrategie für Staatsbeteiligungen.

Achim Wambach bei der Buchvorstellung Digitale Wohlstand für alle Campus Verlag in der Urania am 20.09.2018 in Berlin. 19 min
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MDR AKTUELL So 21.03.2021 08:17Uhr 19:15 min

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06:43 Uhr | Städtetag für neuen Corona-Indikator

Der Deutsche Städtetag fordert eine neue Orientierungsmarke für die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus. Präsident Burkhard Jung (SPD), Oberbürgermeister in Leipzig, sagte den Funke-Medien, er sei sehr dafür, nicht nur auf die Inzidenz zu schauen. Man solle einen neuen Indikator einführen, der auch die Impfquote, die Lage auf den Intensivstationen und die Sterblichkeit berücksichtige.

Auch der Städte und Gemeindebund forderte, Bund und Länder sollten sich in ihren Entscheidungen nicht allein von der Inzidenz leiten lassen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Freitag eine Verschärfung der Regeln angekündigt. Morgen will sie darüber mit den Ministerpräsidenten beraten.

06:36 Uhr | Thüringer CDU: Keine Hinweise auf Korruption

Die Thüringer CDU-Landtagsfraktion sieht keine Hinweise auf unredliche Geschäfte ihrer Abgeordneten mit medizinischer Schutzausrüstung. Ein Sprecher der Fraktion sagte dem MDR, auf eine Aufforderung der Fraktionsspitze, sich dazu zu äußern, habe sich niemand gemeldet. Die Frist war gestern Abend abgelaufen. Anlass der Nachfrage waren die Korruptionsvorwürfe gegen einige Abgeordnete der Bundestagsfraktion der Union.

06:12 Uhr | Taxi-Verband warnt vor Kahlschlag

Der Taxi-Bundesverband warnt vor einem Kahlschlag in der Branche. Geschäftsführer Michael Oppermann sagte der "Welt am Sonntag", viele Taxi-Unternehmer hätten ihre Konzession bereits zurückgegeben. Man gehe davon aus, dass es Ende des Jahres nur noch 24.000 Taxis in Deutschland geben werde, ein Drittel weniger als vor der Pandemie. Oppermann zufolge sind die Umsätze 2020 in der Branche um mehr als 40 Prozent eingebrochen.

06:03 Uhr | Länder uneins über Oster-Lockerungen

Vize-Kanzler Olaf Scholz hat wegen der steigenden Zahlen bei den Coronavirus-Infektionen vor Reisen zu Ostern gewarnt. Der "Bild am Sonntag" sagte der SPD-Politiker, es solle besser keine große Reisewelle geben. Wenn viele Oster-Urlaub machten, gefährde das den Sommer-Urlaub von allen. Familien-Besuche sollten aber möglich sein. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und seine rheinland-pfälzische Kollegin Malu Dreyer (SPD) plädierten in der "Welt am Sonntag" allerdings dafür, Oster-Urlaub wenigstens im eigenen Bundesland zu ermöglichen.

Im Hinblick auf die Osterferien könnte für Landeskinder ein autarker Urlaub möglich sein, also innerhalb der Grenzen Sachsen-Anhalts, etwa im Harz.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff zitiert laut "Welt am Sonntag"

Dreyer sagte, die Menschen müssten wandern und einkehren können, statt nach Mallorca zu fliegen. Dagegen sprachen sich die beiden Ministerpräsidenten von Sachsen und Thüringen, Michael Kretschmer (CDU) und Bodo Ramelow (Linke), aus.

06:01 Uhr | Strengere Reiseregelungen für Polen

Seit heute gelten auch für Polen strikte Reisebeschränkungen. Wegen der stark steigenden Coronavirus-Infektionszahlen hatte die Bundesregierung das östliche Nachbarland offiziell als Hochrisikio-Gebiet eingestuft. Einreisen nach Deutschland sind damit nur noch mit einem aktuellen negativen Testergebnis möglich. Berufspendler müssen sich zwei Mal in der Woche testen lassen. Zudem brauchen sie an der Grenze eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers. Stationäre Kontrollen wie an den Grenzen zu Tschechien sind vorerst aber nicht geplant. In Polen hatte die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt über dem Wert von 200 Infektionsfällen pro 100.000 Einwohner gelegen.

06:00 Uhr | Der Ticker am Sonntag, 21. März 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 21. März 2021 | 06:00 Uhr

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