Coronavirus-Pandemie Ticker: 100 Schüler in Wernigerode in Quarantäne

In Wernigerode müssen 100 Schüler in Quarantäne. Eine Lehrkraft ist dem Landratsamt zufolge positiv getestet worden. Die Slowakei testet die Hälfte ihrer Bevölkerung an einem Tag. Die deutschen Gesundheitsämter melden Überlastung. Dem Robert Koch-Institut zufolge stoßen 38 von rund 400 Gesundheitsämtern an ihre Grenzen. Alle aktuellen Entwicklungen im Ticker.

Wernigerode am Morgen
Lehrerin positiv getestet – mehr als 100 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne. Bildrechte: Michael Lumme

Unser Ticker am Sonntag, 1. November 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:13 Uhr | Slowakei testet die Hälfte der Bevölkerung an einem Tag

Um einen Lockdown zu vermeiden, will die Slowakei in einem zweitägigen Massentest alle Einwohner ab 10 Jahren testen. Nach Angaben von Verteidigungsminister Jaroslaw Nad ließen sich am ersten Tag 2,58 Millionen, also die Hälfte der 5,5 Millionen Einwohner, testen. Ein Prozent der Teilnehmer sei positiv getestet worden und müsse nun in Quarantäne.

Mehr als 40.000 Mediziner, Soldaten, Polizisten, Verwaltungsmitarbeiter und Freiwillige sind bei dem Massentest im Einsatz. Der Test ist kostenlos und wird als freiwillig bezeichnet. Wer daran aber nicht teilnimmt, muss in Quarantäne gehen.

19:45 Uhr | Länderchefs in Mitteldeutschland rufen zum Durchhalten auf

Am Abend vor dem Teil-Lockdown in Deutschland haben sich die Ministerpräsidenten von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Fernseh-Ansprachen an die Bürger gewandt:

In Sachsen bat Ministerpräsident Michael Kretschmer die Menschen um Solidarität und Nächstenliebe. Er forderte die Bürger dazu auf, sich genauso zu verhalten wie im Frühjahr.

Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, sagte, er halte die Maßnahmen für unumgänglich. Ein Notstand im Gesundheitswesen müsse verhindert werden.

Und in Thüringen betonte Ministerpräsident Bodo Ramelow, wie viel die Menschen schon geleistet hätten. Man werde dieses Virus besiegen können.

18:40 Uhr | Fast 200 Bundespolizisten positiv getestet

Meldung von der Bundespolizei: Nach Angaben des Bundesinnenminsteriums sind 196 Angehörige der Bundespolizei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das entspräche 0,4 Prozent der etwa 51.300 Mitarbeiter. Insgesamt befänden sich vorsorglich 1.755 Angehörige der Bundespolizei in Quarantäne.

Mehrere Bundespolizisten kontrollieren Fahrgäste auf einem Bahnsteig in Altenburg.
Die Bundespolizei kontrolliert auf einem Bahnsteig in Altenburg. Bildrechte: MDR/Jörg Thiem

18:26 Uhr | Gaststättenverband in Sachsen lobt Regelung

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga in Sachsen hat die dem Gastgewerbe zugesagten Ausgleichszahlungen als vernünftige Lösung bezeichnet. Dehoga-Hauptgeschäftsführer Axel Klein sagte in Dresden, die Hoteliers seien zwar enttäuscht, wieder schließen zu müssen. Die Ausgleichszahlungen seien aber eine gute Basis. Es müsse jetzt schnell und unbürokratisch gehen.

Mitarbeiter eines Cafes regelt einen Heizpilz
Unter einem Heizpilz sitzt es sich warm. Bildrechte: imago images / Christian Schroth

Die Bundesregierung hatte angekündigt, mit 75 Prozent des Umsatzes von November 2019 zu kompensieren. Einzelne Kommunen wollen zudem Heizpilze wieder erlauben. Unterstützung dafür kommt von Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Sie sagte den Funke-Medien, die Geräte könnten der Gastronomie in der Corona-Krise das Überleben sichern.

17:00 Uhr | 100 Schüler in Wernigerode in Quarantäne

In Wernigerode im Landkreis Harz müssen weitere Schulklassen in Quarantäne. Wie das Landratsamt mitteilte, ist eine Lehrkraft eines Gymnasiums am Wochenende positiv auf das Virus getestet worden. Fünf Schulklassen mit mehr als 100 Schülerinnen und Schülern müssten nun vorsorglich in Quarantäne. Zudem seien weitere Tests angeordnet worden. Bereits am Freitag waren zwei positive Fälle an Schulen in Wernigerode gemeldet worden. Zahlreiche Kontaktpersonen mussten daraufhin ermittelt werden.

Der Marktplatz in Wernigerode mit Kopfsteinpflaster und einem Brunnen. Links und rechts stehen Fachwerkhäuser.
In der Coronakrise ist sogar der Marktplatz in Wernigerode mal leer. Bildrechte: MDR/Elke Kürschner, imago images/Schöning

16:58 Uhr | Israel setzt Deutschland auf die Rote Liste

Israel will Deutschland auf die Liste der sogenannten roten Länder setzen. Wie das Gesundheitsministerium in Tel Aviv mitteilte, gilt die Regelung ab kommenden Sonntag (8. November). Grund seien die steigenden Corona-Infektionszahlen in der Bundesrepublik. Damit müssen sich Einreisende aus Deutschland wieder in eine 14-tägige Quarantäne begeben. In Israel gilt für Ausländer seit März ein generelles Einreiseverbot. Es gibt aber Ausnahmen, etwa für Ausländer, die ihren Lebensmittelpunkt in Israel haben. Auch in diesen Fällen müssen Israelis, die aus Deutschland einreisen, in Quarantäne.

14:39 Uhr | Update: Gesundheitsämter melden Überlastung

In Deutschland beklagt beinahe jedes zehnte Gesundheitsamt eine Überlastung. Wie das Robert Koch-Institut mitteilte, haben 38 von rund 400 deutschen Gesundheitsämtern gemeldet, dass sie aktuell an Kapazitätsgrenzen stoßen oder kurz davor sind. Die Engpässe betreffen die Nachverfolgung von Kontaktpersonen, zum Teil auch das Ausbruchsmanagement oder andere Aufgaben des Infektionsschutzes.

Einer Umfrage der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" bei den Landesgesundheitsministerien zufolge meldet Sachsen-Anhalt "Probleme in mehreren Gesundheitsämtern". In Thüringen werden demnach sechs von 22 Gesundheitsämtern von der Bundeswehr unterstützt.

Wie Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer heute mitteilte, werden mittlerweile 4.000 Bundeswehr-Soldaten in deutschen Gesundheitsämtern eingesetzt.

Wir sind mittlerweile in jedem zweiten Gesundheitsamt aktiv.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer

Es gebe täglich neue Anfragen, was die Brisanz der derzeitigen Corona-Lage zeige, sagte die Ministerin. Insgesamt hat die Bundesregierung bis zu 15.000 Soldaten etwa zur Kontaktnachverfolgung von Infektionsketten angeboten.

13:55 Uhr | Leipzig jetzt auch Risikogebiet

Das Leipziger Gesundheitsamt hat am Sonntag insgesamt 53 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das berichtet die "Leipziger Volkszeitung" im Internet. Demnach stieg die Zahl der innerhalb einer Woche registrierten Fälle auf 315, was einer 7-Tage-Inzidenz von 53,2 pro 100.000 Einwohner entspricht.

Nach weiteren Informationen der Zeitung liegen jetzt 14 Covid-19-Patienten in Leipzig auf Intensivstationen, die beatmet werden müssen. Die Zahl der intensivmedizinisch betreuten Patienten ohne Beatmung ist noch deutlich höher. Leipzig mit mehr als 590.000 Bewohnern hatte länger als viele andere Großstädte und Kreise deutlich geringere Coronavirus-Fallzahlen, wobei nach vor unklar blieb, warum das so war.

Bereits seit dem 29. Oktober gilt etwa im Leipziger Innenstadtring eine erweiterte Maskenpflicht auch im Freien. So muss in der Innenstadt zwischen 9 und 24 Uhr, an Haltestellen und auf Wochenmärkten, Ladenstraßen und in Einkaufszentren eine Maske getragen werden.

13:45 Uhr | Drosten: So verhalten, als sei man selbst infiziert

Der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten, rät in der Corona-Pandemie zu konsequent vorsichtigem Verhalten. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte er:

"Am besten wäre es, wir täten alle so, als wären wir infiziert und wollten andere vor Ansteckung schützen.

Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin
Virologe Christian Drosten Bildrechte: dpa

Das lasse sich auch umkehren: "Wir tun so, als wäre der andere infiziert und wir wollten uns selbst schützen. Daraus ergibt sich unser Verhalten."

Mit einer schnellen Normalisierung der Lage ist nach Ansicht von Drosten vorerst nicht zu rechnen. Spätestens im Sommer könne sich unser Leben deutlich zum Positiven verändern, "wenn wir jetzt die akut steigenden Ansteckungszahlen in den Griff bekommen", sagte Drosten.

13:20 Uhr | So läuft der Unterricht an Sachsens Schulen ab

Ab Montag, zum Ende der Schulferien in Sachsen, wird das gesellschaftliche Leben wieder deutlich heruntergefahren. Schulen und Kitas bleiben geöffnet. Einige Eltern sind besorgt: Wie sieht es mit der Ausstattung von Hygieneartikeln aus? Und wie hoch ist die Dunkelziffer bei den Infektionen? MDR SACHSEN hat die wichtigsten Infos zusammengefasst:

13:00 Uhr | Virtueller Weihnachtsmarkt in Seiffen eröffnet

Der beliebte Weihnachtsmarkt im erzgebirgischen Seiffen ist heute virtuell eröffnet worden. Dabei erhalten Besucher einen Einblick in die Seiffener Werkstätten und können auch online einkaufen.

Das Ganze sehe wie ein wirklicher Weihnachtsmarkt aus, sagt Frederic Günther, Verbandschef der erzgebirgischen Kunsthandwerker und Spielzeugmacher. Virtuelle Hütten könnten von den Standbetreibern angemietet werden und Kundinnen und Kunden so Erzeugnisse erzgebirgischer Volkskunst erwerben.

12:55 Uhr | Bestattungsbranche sucht nach neuen Möglichkeiten

Wegen der Corona-Regeln sucht die Bestattungsbranche nach neuen Wegen zum Beispiel für Trauerfeiern. Der Bestatterverband Thüringen etwa prüft eine elektronische Lösung für virtuelle Trauerfeiern. Landesinnungsobermeister Gerd Rothaug sagte, das Modell könnte nicht nur in Corona-Zeiten nützlich sein, sondern immer, wenn entfernte Bekannte oder Verwandte des Toten weit weg wohnten. Um den Abschied auch zeitlich zu entzerren, wurde etwa in Gotha eine Kurzzeit-Urnenwand eingerichtet. Bis zur aufgeschobenen Beisetzung können Hinterbliebene dort bereits Abschied nehmen.

12:50 | Ermittlungen nach Demo in Dresden

Nach einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Dresden, an der gestern mehrere tausend Menschen teilgenommen hatten, ermittelt die Polizei. Sie geht zum einen mehreren Anzeigen wegen des Verdachts auf Urkundenfälschung nach. Viele Teilnehmer der Demo hatten gegen die Maskenpflicht verstoßen. Mehrere hundert beriefen sich der Polizei zufolge auf Atteste und ärztliche Bescheinigungen. Nun solle geklärt werden, ob alle Bescheinigungen auch authentisch gewesen seien. Des Weiteren ermittelt die Polizei gegen zwei Redner und einen Teilnehmer der Demo wegen des mutmaßlichen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Zu der Demo hatte unter anderem die Initiative "Querdenken 351 Dresden" aufgerufen.

12:42 | Ganz NRW jetzt Risikogebiet

Mit dem Kreis Soest hat jetzt auch die letzte Region in Nordrhein-Westfalen den Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten. Das Robert Koch-Institut stufte daraufhin das gesamte Bundesland als Risikogebiet ein. Am kritischsten gilt die Lage in Duisburg. Hier wurden mehr als 250 neue Corona-Fälle unter 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen gezählt.

12:00 Uhr | Italien plant weitere Einschränkungen

Italiens Regierung plant für Anfang der Woche eine erneute Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen. Angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen wolle Ministerpräsident Giuseppe Conte am Montag neue Restriktionen erlassen, schrieb die Nachrichtenagentur Ansa. Gesundheitsminister Roberto Speranza sagte der Zeitung "Corriere della Sera": "Wir haben 48 Stunden, um zu versuchen, die Verschärfung auf den Weg zu bringen." Vorgesehen sind nach Medienberichten regionale Lockdowns in Virus-Hotspots wie der Lombardei und in Metropolen wie Neapel und Genua. Reisen zwischen den Regionen könnten stark eingeschränkt werden.

Im Laufe der Woche häuften sich auch in Italien die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen. Das 60-Millionen-Einwohner-Land registrierte am Samstag 31.758 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, außerdem gab es an einem Tag fast 300 neue Todesopfer.

11:30 Uhr | SPD für neue Grundlage bei Corona-Maßnahmen

Die SPD-Bundestagsfraktion will die Gesetzesgrundlage für die Corona-Maßnahmen überarbeiten. Wie die Deutsche Presse-Agentur meldet, gibt es dazu ein Positionspapier, das am Dienstag verabschiedet werden soll. Darin heißt es, die Neuregelung sei nötig, um einen Flickenteppich der Länder zu verhindern. Es müsse klare Kriterien geben. Das Infektionsschutzgesetz solle Bund und Ländern konkrete Vorgaben machen, wann welche Schutzmaßnahmen ergriffen werden können und wann Grenzen erreicht seien.

10:20 Uhr | Fast 14.000 Neuinfektionen in Deutschland

Deutschlandweit sind am Samstag 13.967 neue Sars-CoV-2-Infektionen gemeldet worden. Das geht aus Daten des Risklayer-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie hervor. Der Sieben-Tage-Durchschnitt lag damit bei 14.840 täglich neu bekannt werdenden Fällen – vor einer Woche waren es 10.160 Fälle.

Aus Sachsen wurden demnach 611 neue Fälle gemeldet, aus Thüringen 211 und 184 aus Sachsen-Anhalt. Am Wochenende sind die Zahlen gewöhnlich etwas niedriger, weil nicht alle Gesundheitsämter aktuelle Daten liefern. Neue Zahlen geschickt haben gestern 83 Prozent der Kreise.

10:00 Uhr | Gewaltsame Proteste in Spanien

In Spanien ist es die zweite Nacht in Folge zu gewaltsamen Protesten gegen die Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie gekommen. In der Hauptstadt Madrid gab es am Samstagabend zunächst eine friedliche Demonstration gegen die Einschränkungen. Als diese aufgelöst wurde, hätten sich kleinere gewalttätige Gruppen Straßenschlachten mit der Polizei geliefert, berichtete das staatliche Fernsehen RTVE. Auch in Barcelona gab es wieder gewaltsame Proteste. Spanien ist eines der von der Corona-Krise am schwersten getroffenen Länder Westeuropas.

09:15 Uhr | Ausgangsbeschränkungen auch in Portugal

Auch die portugiesische Regierung hat Ausgangssperren für weite Teile des Landes beschlossen. Nach Angaben von Ministerpräsident António Costa gelten sie ab Mittwoch in allen Regionen mit besonders hohen Infektionszahlen. Etwa 70 Prozent aller Bürger seien davon betroffen. Sie dürften ihre Wohnung nur noch aus triftigen Gründen verlassen, etwa zum Arbeiten oder für Arztbesuche. Die Schulen sollen geöffnet bleiben.

Portugal hatte am Freitag Rekordwerte bei Neuinfektionen und Todesfällen verzeichnet. Für deutsche Touristen gilt eine Reisewarnung für fast alle Regionen. Einzig der Süden mit der Algarve-Küste ist davon ausgenommen.

08:30 Uhr | Warum gibt es in Leipzig weniger Corona-Fälle?

Leipzig scheint als "gallisches Dorf" durch die Coronavirus-Pandemie zu schlittern. Die Zahlen steigen zwar auch in der sächsischen Metropole, allerdings immer noch langsamer als anderswo. Dass gerade diese Großstadt mit vielen jüngeren und studentischen Bewohnern etwas besser durchzukommen scheint, bleibt interessant. Es gibt bereits einige Thesen zur Erklärung. Eine allerdings fehlte bisher noch – die nämlich, dass das Gesundheitsamt viele Fälle gar nicht findet. Alle Informationen finden Sie im Artikel:

07:50 Uhr | DIW: Corona-Beschränkungen kosten rund 19 Milliarden Euro

Der ab morgen geltende Teil-Lockdown in Deutschland kostet die Wirtschaft rund 19 Milliarden Euro. Das hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung für die "Welt am Sonntag" ermittelt. Besonders betroffen sind demnach Gastronomie und Hotels – mit möglichen Einbußen von knapp sechs Milliarden Euro. Das wäre ein Verlust von 55 Prozent der üblichen Wirtschaftsleistung in einem Vierteljahr. Die Corona-Maßnahmen im November wirken sich auch massiv auf den Arbeitsmarkt aus. Das DIW rechnet damit, dass die Zahl der Beschäftigten um 100.000 sinken wird. Die Zahl der Kurzarbeiter könnte bis zum Jahresende auf über drei Millionen steigen.

07:40 Uhr | Keine neuen Corona-Fälle in Australien

In Australien gibt es erstmals seit fast fünf Monaten keine neuen Corona-Fälle. Das meldet Gesundheitsminister Greg Hunt und bedankte sich auf Twitter insbesondere beim medizinischen Personal. In Australien hatte es zur Eindämmung des Virus massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens gegeben. Besonders betroffen war der Bundesstaat Victoria, wo mitunter die schärfsten und längsten Lockdown-Maßnahmen überhaupt galten. Sie wurden in der vergangenen Woche beendet.

07:10 Uhr | Thüringen weicht von Maßnahmen ab

Thüringen weicht in seiner neuen Corona-Verordnung von den Bund-Länder-Beschlüssen leicht ab. Wie das Gesundheitsministerium in Erfurt mitteilte, sollen Kosmetik-, Tattoo- und Nagelstudios geöffnet bleiben. Museen dürfen öffnen, allerdings nur für kostenlose, bildungsbezogene Angebote.

In den weiteren Punkten stimmt die Thüringer Verordnung mit den gemeinsam beschlossenen Corona-Maßnahmen überein. Sie steht allerdings unter Parlamentsvorbehalt. In einer Sondersitzung am Dienstag kann der Landtag noch Änderungen vornehmen.

06:50 Uhr | Maas will Grenzen offen halten

Bundesaußenminister Heiko Maas hat zugesichert, dass die deutschen Grenzen zu den Nachbarstaaten auch bei einer weiteren Verschärfung der Coronavirus-Pandemie geöffnet bleiben werden. "Wir haben im Frühjahr genügend Erfahrungen gemacht, wie wir Kontrollen organisieren, falls sie notwendig werden", sagte Maas dem "Tagesspiegel". In der Krise sei die Lage in Deutschland zwar angespannt, aber sie sei besser als in einigen anderen Ländern.

06:30 Uhr | Corona-Maßnahmen bremsen Atemwegserkrankungen

Die Corona-Maßnahmen bremsen offenbar auch Atemwegserkrankungen. Nach einer Analyse der Barmer-Krankenkasse gab es in diesem Spätsommer und Herbst deutlich weniger Krankschreibungen als im Jahr zuvor. Von Mitte August bis Anfang Oktober waren demnach rund 38.000 Barmer-Versicherte wegen Atemwegsinfekten krankgeschrieben gewesen, rund 20.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Kasse führt das auf weniger Ansteckungen zurück. Grund seien die Abstands-, Hygiene- und Maskenregeln, die von vielen Menschen beherzigt würden.

Dass die Maßnahmen in der Corona-Pandemie positive Folgen für die Gesundheit haben könnten, war bereits im Frühjahr zu erahnen. Das Robert Koch-Institut stellte zum Beispiel ein schnelles Abklingen der Influenza-Aktivität und eine um mindestens zwei Wochen kürzere Dauer der Grippewelle fest. Influenza wird wie das Coronavirus über Tröpfcheninfektionen von Mensch zu Mensch verbreitet. Mit mehr Abstand kann sich das Risiko einer Ansteckung verringern.

06:20 Uhr | Nur wenige Schulen in Mitteldeutschland geschlossen

In Deutschland sind nach einem Medienbericht aktuell mindestens 165 Schulen wegen Corona komplett geschlossen. Das ergab eine Umfrage unter den 16 Kultusministerien der Bundesländer. Die höchste Zahl wurde demnach aus Bayern gemeldet, wo 135 Schulen schließen mussten. Baden-Württemberg kam zum letzten Stichtag vor den Herbstferien auf 15 geschlossene Schulen. Besser sieht es in den mitteldeutschen Bundesländern aus: In Sachsen zum Beispiel ist nur eine Schule coronabedingt geschlossen. In einigen Ländern gibt es derzeit keine Schulschließungen. Das trifft neben Sachsen-Anhalt und Thüringen auch auf Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Berlin, Hamburg und Bremen zu. Wie in den anderen Ländern befinden sich aber auch dort viele Schüler und Klassenverbände in Quarantäne.

06:00 Uhr | Der Ticker am 1.November 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Die Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten. 

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 01. November 2020 | 06:00 Uhr

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