Coronavirus-Pandemie Ticker: Kretschmer deutet harten Lockdown für Sachsen an

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer will über neue Corona-Maßnahmen entscheiden. Wegen der anhaltend hohen Corona-Zahlen ruft Bayern ab dem 9. Dezember erneut den Katastrophenfall aus. Sachsen verzeichnet fünf Mal so viele Corona-Tote wie im Frühjahr. Mit den Landkreisen Bautzen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sind zwei Kreise in Sachsen über den Inzidenzwert 500 gerutscht. Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Unser Ticker am Sonntag, den 6. Dezember 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

20:04 Uhr | Sachsen: Kretschmer deutet harten Lockdown vor Weihnachten an

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer will kommende Woche über neue Maßnahmen für die Zeit vor Weihnachten entscheiden. Im Interview mit MDR AKTUELL sagte Kretschmer, man müsse darüber sprechen, ob die ergriffenen Maßnahmen ausreichten. Die Antwort sei aber im Grunde genommen schon gegeben.

In Sachsen gebe es eine ganze Reihe an Regionen, die zu den Hotspots gehörten, in denen die Zahlen stiegen. Kretschmer berichtete im Interview auch von seinen Besuchen auf Intensivstationen:

Es kommen einem die Tränen, wenn man das sieht und ich habe null Komma null Verständnis für diesen Unsinn, der da gesprochen wird, dass es Corona nicht gibt.

Michael Kretschmer | Ministerpräsident von Sachsen

Man werde nun über Maßnahmen im Schul- und Kindergartenbereich sprechen müssen, aber auch über finanzielle Entschädigung von Betrieben. Die Zahlen aus den Kliniken seien eindeutig. Deswegen werde in Sachsen in den nächsten Tagen gehandelt werden.

19:31 Uhr | Bayerische Polizeigewerkschaft rechnet mit Konflikten zu Silvester

Die Deutsche Polizeigewerkschaft in Bayern rechnet wegen der geplanten Corona-Verschärfungen mit Konflikten. "Insbesondere die Rücknahme der Silvester-Lockerungen wird der Polizei Schwierigkeiten bereiten", sagt der Landesvorsitzende Jürgen Köhnlein der Zeitung "Welt" einem Vorabbericht zufolge. "Sehr viele Menschen haben sich schon darauf eingestellt, dass sie mit bis zu zehn Leuten feiern dürfen. Da wird es Konflikte geben, weil die Menschen enttäuscht sein dürften."

18:31 Uhr | Leipzigs OB Jung: "Müssen die Backen zusammenkneifen"

In einer Rede hat sich der Oberbürgermeister von Leipzig, Burkhard Jung, an die Bevölkerung der Stadt gewandt. Er appellierte an die Menschen, weiterhin die Kontakte auf ein Minimum zu beschränken und die Abstandsregeln einzuhalten. In Bezug auf die Maßnahmen (z. B. Alkoholausschankverbot), die durch Allgemeinverfügung am 3. Dezember in Kraft getreten sind, sagte Jung:

Anders wird es nicht gehen. Damit wir Weihnachten feiern können, damit wir im Frühjahr wieder raus an die Luft können und damit wir wieder das erleben können, was wir alle suchen und brauchen: Konzerte und im Restaurant und im Freisitz zusammen zu sein.

18:24 Uhr | Sachsen verzeichnet fünf Mal so viele Corona-Tote wie im Frühjahr

Die Zahl der Corona-Toten in Sachsen hat sich im Vergleich zum Frühjahr verfünffacht. Das haben Berechnungen von MDR SACHSEN ergeben. Gleichzeitig liegen nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft in Sachsen fünf mal mehr Menschen auf der Intensivstationen als im Frühjahr. Viele Krankenhäuser - vor allem in Ostsachsen und im Erzgebirge - sind bereits jetzt überlastet.

18:14 Uhr | Zweiter Landkreis in Sachsen mit Inzidenz über 500

Nach dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat nun auch der Landkreis Bautzen mehr als 500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen verzeichnet. Das Gesundheitsamt des Landkreises meldete 500,66 Neuinfektionen. Der Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hatte 534,6 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gemeldet.

17:51 Uhr | Treffen in Heidelberg aufgelöst

Die Polizei hat in Heidelberg ein Treffen von rund 200 Menschen aufgelöst. Die Beteiligten hätten beim Glühweintrinken ohne Abstand und Mund-Nase-Bedeckung zusammengestanden. Von rund 70 Menschen seien die Personalien aufgenommen worden. Sie müssten mit Bußgeld wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung rechnen. Den Glühwein hätten vier Gaststätten verkauft. Gegen die Betreiber werde ermittelt.

17:48 Uhr | Auftakt für "Aktion des Herzens" in Erfurt

In Erfurt hat die Stadtmission ihre "Aktion des Herzens" eröffnet. Wegen der Corona-Pandemie gibt es statt des alljährlichen Restaurants einen Abholdienst. Wie der Betreiber mitteilte, kamen zum Auftakt etwa 80 Menschen. Sie hätten eine warme Mahlzeit und einen Stollen bekommen. Mit dem Gesundheitsamt sei dazu ein Hygiene-Konzept abgestimmt worden.

17:45 Uhr | Lufthansa streicht 29.000 Stellen

Infolge der Corona-Pandemie fallen bei der Lufthansa bis zum Jahresende 29.000 Stellen weg. Wie eine Sprecherin mitteilte, sind vor allem Jobs im Ausland betroffen. Übrig blieben damit noch 109.000 Mitarbeiter. Im nächsten Jahr sollen nach Angaben der Airline in Deutschland weitere 10.000 Stellen abgebaut werden.

Die Lufthansa hat in den ersten drei Quartalen des Jahres ein Minus von 5,6 Milliarden Euro verzeichnet. Der Konzern wurde mit staatlicher Hilfe vor der Insolvenz bewahrt.

17:40 Uhr | Lauterbach: Bayerische Corona-Regeln auf Bund ausweiten

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist dafür, die geplanten schärferen Corona-Regeln in Bayern zügig auf ganz Deutschland auszuweiten. Er sagte der Funke-Mediengruppe, der Wellenbrecher-Shutdown reiche bei Weitem nicht mehr aus. Es sei nicht akzeptabel, dass es jeden Tag bis zu 500 Tote gebe.

Lauterbach regte zudem an, den Einzelhandel nach Weihnachten zu schließen. Die Geschäfte sollten mindestens bis einschließlich der ersten Januar-Woche zu bleiben.

15:05 Uhr | Update: Bayern erlässt schärfere Maßnahmen gegen Corona

In Bayern sollen ab kommendem Mittwoch, den 9. Dezember, unter anderem folgende Maßnahmen bzw. Einschränkungen gelten:

  • Allgemeine Ausgangsbeschränkungen (Wohnung nur aus "triftigem Grund" verlassen wie Arzt, Arbeit, Gottesdienst etc.)
  • Nächtliche Ausgangssperre in Gebieten mit einer Inzidenz über 200
  • Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit verboten
  • Kontakte: maximal 5 Personen aus zwei Hausständen (Ausnahme: 23.-26.12.2020)
  • Wechselunterricht in allen Klassen, Distanzunterrricht in Berufsschulen
  • Kleiner Grenzverkehr wird ausgesetzt (außer Pendler oder Angehörige)
  • Pflegeheime/Altenheime: nur noch 1 Besucher pro Tag, mit FFP2-Maske und Mitarbeiter müssen 2x Woche getestet werden
  • Arbeitgeber sollen so oft es geht Homeoffice ermöglichen

14:57 Uhr | Bayern kippt auch Lockerungen über Silvester

Markus Söder (CSU, r), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, eröffnet eine Sitzung des Ministerrats in der Staatskanzlei.
In der Kabinettssitzung in München wurden weitreichende Verschärfungen der Maßnahmen gegen Corona beschlossen. Nun muss noch der bayerische Landtag zustimmen. Bildrechte: dpa

Nach Katastrophenfall und Ausgangsbeschränkungen ist jetzt auch Silvester dran: Bayern will die dort bisher geplanten Lockerungen kippen. Einzig an den Weihnachtstagen sollen die Kontaktbeschränkungen aufgelockert werden, teilte Ministerpräsident Markus Söder nach der Kabinettssitzung mit. Das heißt: Nur vom 23. bis zum 26. Dezember sind Treffen über die derzeit erlaubten fünf Teilnehmer aus zwei Hausständen hinaus gestattet. Dann dürfen sich maximal zehn Personen aus bis zu zehn Hausständen treffen.

14:48 Uhr | Ramelow will keine Lockerungen an Weihnachten

Auch in Thüringen werden Überlegungen zu den Corona-Maßnahmen angestellt: Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich gegen die angedachten Corona-Lockerungen an Weihnachten und Silvester ausgesprochen. Wegen der aktuell hohen Infektionszahlen sei ein anderes Vorgehen aus seiner Sicht nicht möglich, sagte Ramelow der "Thüringischen Landeszeitung". Die Landesregierung will demnach am Dienstag darüber beraten.

14:16 Uhr | Bayern verhängt Katastrophenfall und nächtliche Ausgangssperren

Wegen der anhaltend hohen Corona-Zahlen ruft Bayern ab dem 9. Dezember erneut den Katastrophenfall aus. Das beschloss das Kabinett um Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei einer Sondersitzung in München. Am Dienstag soll der Landtag noch darüber abstimmen. Außerdem hat Bayern - wie zuvor Baden-Württemberg - eine nächtliche Ausgangssperre für alle Städte und Kreise mit einer Inzidenz von mehr als 200 Corona-Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner beschlossen.

14:12 Uhr | Patientenschützer fordern bessere Aufklärung über Impfungen

Eugen Brysch Vorstand Deutsche Stiftung Patientenschutz
Brysch: "Aufklärungspflichten auch bei
Massenimpfungen wahren."
Bildrechte: IMAGO

Patientenschützer warnen vor Vereinfachungen bei der bevorstehenden Impfkampagne gegen das Coronavirus. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte dem Evangelischen Pressedienst, es sei zwar wichtig, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen, aber auch bei Massenimpfungen müssten die Aufklärungspflichten gewahrt werden. So müsste der Immunstatus jedes einzelnen Menschen betrachtet und in einem medizinischen Aufklärungsgespräch individuelle Krankheiten und der jeweils verwendete Impfstoff besprochen werden.

Brysch kritisierte zudem, dass abgesehen von den logistischen Herausforderungen bei der Verteilung, Lagerung und Aufbereitung des Impfstoffs, auch über Verträglichkeiten und Wechselwirkungen des jeweiligen Impfstoffes noch nicht viel bekannt sei.

13:30 Uhr | Dreyer rechnet nicht mit Verlängerung

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer rechnet nicht mit einer Verlängerung des derzeitigen Lockdowns über den 10. Januar hinaus.

Die SPD-Politikerin sagte der "Bild am Sonntag", weil die meisten Menschen die Regeln vorbildlich einhalten würden, glaube sie daran, dass die Infektionszahlen im Dezember runtergingen. Dann werde man den Lockdown in dieser Ausprägung nicht weiter verlängern müssen.

Wenn das Frühjahr komme und die Impfungen liefen, werde es die ersten Schritte in ein normales Leben geben. "Wenn wir dann den Sommer über weiter impfen, haben wir beste Chancen, durch den nächsten Herbst und Winter ohne Lockdown zu kommen."

13:25 Uhr | Massentests in Österreich

In Österreich ist das Interesse an Corona-Massentests wesentlich geringer als erwartet. Nach Angaben der Regierung ließen sich in den Bundesländern Wien, Tirol und Vorarlberg in den ersten beiden Tagen insgesamt rund 300.000 Menschen auf das Virus untersuchen. Die Teststationen seien bei Weitem nicht ausgelastet. Mit den Massentests will Österreich vor den Feiertagen möglichst viele unentdeckte Infizierte unter den rund 8,9 Millionen Einwohnern finden.

Am Montag können im Land wieder alle Geschäfte öffnen. Hotels und Gastronomie bleiben noch bis zum 6. Januar geschlossen. Die durchschnittlichen täglichen Neuansteckungen in Österreich hatten sich zuletzt halbiert.

13:20 Uhr | Ruf nach Verfassungsschutz wegen "Querdenker"

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat ein härteres Vorgehen gegen die sogenannte "Querdenken"-Bewegung gefordert. Die SPD-Politikerin sagte den Funke-Medien, bei Gruppen, die einen Angriff auf die Demokratie planten, müsse sich der Verfassungsschutz einschalten. Das bedeute nicht, dass alle, die bei Demostrationen mitliefen, als Verfassungsfeinde angesehen würden. Auch Berlins Innensenator Andreas Geisel schließt eine künftige Überwachung der Bewegung nicht aus. Er sagte, man beobachte ganz klar extremistische und antisemitische Tendenzen. Deswegen müsse auch der Verfassungsschutz sehr genau hinsehen. Am Donnerstag will sich die Innenministerkonferenz mit dem Thema befassen.

13:13 Uhr | Israel lockert Corona-Maßnahmen

Israel setzt die stufenweise Lockerung der Corona-Maßnahmen fort. Seit heute sind die Mittelschulen wieder geöffnet. Damit erhalten 400.000 Schüler der 7. bis 9. Klasse wieder tageweise Präsenzunterricht. Auf ihrem Höhepunkt hatte die Zahl der Neuinfektionen in Israel mehr als 9.000 Fälle an einem Tag betragen. Nach einem zweiten landesweiten Lockdown sank sie auf mehrere Hundert. Nach schrittweisen Lockerungen nimmt die Zahl nun wieder zu.

12:12 Uhr | Erster Landkreis in Sachsen über Inzidenz 500

Zwei von vier Teststationen warten auf Menschen die sich testen lassen wollen.
Corona-Teststation in Rathmannsdorf in der Sächsischen Schweiz. Bildrechte: dpa

In Sachsen hat mit dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge nach Angaben des Robert Koch-Institut (RKI) erstmals ein Kreis die 500er-Marke bei den Inzidenzwerten überschritten. Wie das Landratsamt in Pirna mitteilte, liegt der Wert den RKI-Zahlen zufolge bei 534,6 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Das Gesundheitsministerium in Dresden bestätigte, dass es seit dem Ausbruch der Pandemie in Sachsen einen solchen Inzidenzwert noch nicht gegeben habe.

Im bundesweiten Vergleich gehört die Region damit zu den Spitzenreitern. Höher liegt die Inzidenz einzig im bayerischen Landkreis Regen. Unter den Bundesländern bleibt Sachsen insgesamt negativer Spitzenreiter: Der Inzidenzwert des Freistaates ist laut RKI knapp über die Marke von 300 geklettert (Stand: Sonntag 0:00 Uhr ).

11:03 Uhr | Söder für schärfere Corona-Maßnahmen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder dringt auf noch schärfere Corona-Maßnahmen.

Der CSU-Chef sagte der "Bild am Sonntag", die hohen Todeszahlen seien nicht hinnehmbar. Auch die Ansteckungszahlen seien weiter viel zu hoch. Es sei besser, bis Weihnachten zu handeln, als ein dauerhaftes Stop-and-go für die Bevölkerung. Für den Mittag ist eine Sondersitzung der bayerischen Staatsregierung angesetzt. Erwartet werden Beschlüsse zum Wechselunterricht an Schulen, zu strengeren Kontaktregeln und zu Ausgangssperren.

09:20 Uhr | Private Vermieter von Ferienwohnungen fordern Ausnahme vom Beherbergungsverbot

Die privaten Vermieter von Ferienhäusern und Ferienwohnungen fordern in einem offenen Brief an die Bundesregierung und die Länder, vom Beherbergungsverbot ausgenommen zu werden. Sie bangen um ihre Existenz.

08:57 Uhr | Queen Elizabeth will sich zeitnah gegen Corona impfen lassen

Großbritanniens Königin Elizabeth II. will sich laut einem Bericht der "Mail on Sunday" innerhalb weniger Wochen gegen das Coronavirus impfen lassen. Die 94-jährige Monarchin und ihr 99-jähriger Gatte Prinz Philip gehörten wegen ihres hohen Alters zur Corona-Hochrisikogruppe und hätten deshalb Anspruch darauf, sich den im Vereinigten Königreich bereits zugelassenen Impfstoff von Biontech-Pfizer frühzeitig verabreichen zu lassen, so das Blatt.

Königin Elisabeth II. von Großbritannien und Prinz Philip, Herzog von Edinburgh.
Königin Elizabeth II. (94) und ihr Gatte Prinz Philip (99) gehören zur Hochrisikogruppe. Bildrechte: dpa

Ranghohe Mitglieder des Königshauses planten dem Bericht zufolge, ihre eigene Impfung öffentlich bekannt zu geben, um auf diese Weise mehr Menschen zu "ermutigen", sich die "lebenswichtige Spritze" geben zu lassen.

Mit den ersten 800.000 Impfungen soll in Großbritannien am Dienstag begonnen werden. Als erstes sollen alte und besonders krankheitsgefährdete Menschen Zugang zu dem Impfstoff bekommen. Insgesamt hat Großbritannien 40 Millionen Dosen des Impfstoffs vorbestellt.

07:30 Uhr | Diakonie-Pflegekräfte am Ende ihrer Kräfte

Die Lage in den Pflege- und Wohneinrichtungen der Diakonie Mitteldeutschland spitzt sich offenbar dramatisch zu. Diakonie-Chef Christoph Stolte sagte dem Evangelischen Pressedienst, man wisse nicht, wie in einigen Einrichtungen in der kommenden Woche die Dienste abgedeckt werden sollen. Viele Pflegekräfte seien am Ende ihrer Kräfte. In einem Pflegeheim im Südharz etwa seien vergangene Woche nur noch 19 von 52 Mitarbeitern im Dienst gewesen. In manchen diakonischen Einrichtungen müssten bereits positiv getestete Mitarbeiter auf Stationen mit Erkrankten arbeiten. Die Diakonie Mitteldeutschland betreibt 1.700 Einrichtungen und Dienste mit rund 30.000 Beschäftigten.

07:00 Uhr | Bisher 1,5 Millionen Menschen durch Corona-App gewarnt

Durch die Corona-Warn-App sind nach Angaben von Kanzleramtschef Helge Braun bisher 1,5 Millionen Menschen vor einer möglichen Infektion gewarnt worden. Der CDU-Politiker sagte der "Welt am Sonntag", die App helfe in der Pandemie sehr. Durch die Warnungen würden bislang unbekannte Infektionscluster entdeckt. Über 100.000 Nutzer hätten schon einen positiven Corona-Test in der App geteilt.

06:45 Uhr | Scholz verspricht Kosten-Übernahme bei Veranstaltungsabsagen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat Konzertveranstalter aufgefordert, für die zweite Jahreshälfte 2021 wieder Veranstaltungen zu planen.

Der SPD-Politiker sagte dem Berliner "Tagesspiegel", er plane eine staatliche Kosten-Übernahme für Veranstaltungen, die wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden müssten. Er wolle Konzertveranstalter mit dieser Maßnahme ermutigen, jetzt wieder loszulegen. Sonst sei die Pandemie irgendwann vorbei, aber es fänden keine Konzerte statt. Würden Veranstaltungen geplant, käme auch die Maschinerie mit den vielen Soloselbstständigen und Musikern wieder in die Gänge. Scholz kündigte außerdem ein Förderprogramm an, wenn Kulturveranstaltungen wegen Corona weniger Publikumszulauf hätten und daher nicht wirtschaftlich seien.

06:30 Uhr | Briten wollen ab Dienstag mit Corona-Impfungen beginnen

Großbritannien will am Dienstag mit den Impfungen gegen das Coronavirus beginnen. Das teilte die Regierung in London mit. Oberste Priorität hätten ältere Menschen ab 80 Jahren. Zudem sollten zunächst Mitarbeiter des Gesundheitssystems sowie Bewohner von Pflegeheimen geimpft werden. Großbritannien will den Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und des US-Partners Pfizer nutzen. Die ersten Lieferungen sollen an Krankenhäuser gehen, später auch an Arztpraxen. Es wird erwartet, dass innerhalb der ersten Woche etwa 800.000 Dosen zur Verfügung stehen. Großbritannien ist das erste Land, in dem der Impfstoff zu einer breiten Anwendung kommt.

06:00 Uhr | Der Ticker am Sonntag, 6. Dezember 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt unterhalb.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 06. Dezember 2020 | 06:00 Uhr

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