Coronavirus-Pandemie Ticker am Ostersonntag: Wieder mehr als 4.000 Covid-19-Intensivpatienten

Auf den Intensivstationen in Deutschland werden wieder mehr als 4.000 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung behandelt. Die Niederlande gelten ab Dienstag angesichts steigender Corona-Zahlen als Hochinzidenzgebiet. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will, dass komplett Geimpfte bestimmte Freiheiten zurückbekommen. Sie sollten in Zukunft wie jemand behandelt werden, der negativ getestet worden sei. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

Schwestern und Patienten auf einer Covid-19-Station, einem Bereich einer Operativen Intensivstation
Auf einer Covid-19-Station der Universitätsklinik Leipzig bereiten Schwestern einen Patienten für eine Untersuchung vor. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Ostersonntag, 4. April 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:10 Uhr | Auch Linke und FDP für Lockerungen für Geimpfte

Linkspartei und FDP unterstützen ebenfalls den Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, die Corona-Einschränkungen für vollständig Geimpfte zu lockern. Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch sagte der Funke-Mediengruppe, natürlich sollten diese Menschen wieder alle Rechte in Anspruch nehmen können. Allerdings müssten wissenschaftliche Daten die Unbedenklichkeit dieser Maßnahme bestätigten. FDP-Fraktionsgeschäftsführer Marco Buschmann bezeichnete Spahns Vorstoß bei Twitter als "schöne Osteroffenbarung".

20:15 Uhr | Italien nutzt Museen, Kirchen und Rennstrecke für Impfungen

In Italien werden in die Impfkampagne auch ungewöhnliche Orte einbezogen. Wie die Zeitung "Corriere della Sera" berichtete, sollen in Venedig ab Montag Menschen auf einem umgebauten Vaporetto, einem Wassertaxi, geimpft werden. In Monza würden an zwei Wochenenden auch Räumlichkeiten an der Tribüne der Motorsport-Rennstrecke genutzt. Im süditalienischen Neapel wiederum machten mehrere Museen mit. Die Geimpften hätten die Ruhezeit nach der Spritze dort teilweise zwischen Gemälden verbringen können. Auf Sizilien wurden katholischen Kirchen und Pfarreien genutzt. Sizilianer konnten an kirchlichen Ritualen teilnehmen und sich dabei gleich impfen lassen. Italien hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Ende des Sommers, also bis September, 80 Prozent der Bevölkerung zu impfen.

18:00 Uhr | Portugal verlängert Einreisebeschränkungen

Portugal hat seine Einreisebeschränkungen für Touristen bis Mitte April verlängert. Das teilte das Innenministerium mit. Nach einem zweimonatigen allgemeinen Shutdown hatte Portugal Mitte März mit schrittweisen Lockerungen begonnen.

Mehr als dreißig Krankenwagen stehen Schlange, um ihre COVID-19-Patienten im Santa Maria Krankenhaus an die Sanitäter zu übergeben.
Anfang Februar standen in Portugal Krankenwagen Schlange, um Corona-Patienten einem Krankenhaus zu übergeben. Bildrechte: dpa

Am Ostermontag sollen Museen und Außenbereiche von Cafés wieder öffnen dürfen. Außerdem wird in weiterführenden Schulen der Unterricht wieder aufgenommen. Ende Januar hatten die portugiesischen Behörden noch fast 16.500 Corona-Neuinfektionen täglich registriert. Am Ostersonntag meldeten sie lediglich knapp 200. Die Behörden bleiben aber vorsichtig. So dürfen Flugzeuge aus Brasilien und Großbritannien wegen der dort grassierenden Virusvarianten derzeit nicht in Portugal landen.

17:20 Uhr | Erstes Bundeswehr-Impfzentren im Drei-Schicht-Betrieb

Das erste Corona-Impfzentrum der Bundeswehr arbeitet seit Sonntag rund um die Uhr. Nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums sind bis zu 1.000 Impfungen pro Tag möglich. Bis Mai seien mehr als 14.000 Nachttermine vergeben. Etwa 110 Soldaten würden dafür eingesetzt. Das Impfzentrum auf dem Gelände einer Kaserne ist seit Anfang März in Betrieb. Bislang gibt es noch ein weiteres Impfzentrum der Bundeswehr in Berlin, ein drittes ist in Bonn im Aufbau. Nach Angaben von Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer kann die Bundeswehr bis zu 28 solcher Impfzentren betreiben, sobald genügend Impfstoff verfügbar ist.

16:55 Uhr | Seehofer und Söder für Corona-Regeln per Bundesgesetz

Die Corona-Regeln in Deutschland sollten nach Ansicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bundeseinheitlich festgelegt werden. Seehofer sagte der "Welt am Sonntag", es gebe in der Bevölkerung eine große Sehnsucht nach einheitlichen Regeln. Diese sollten daher per Bundesgesetz festgeschrieben werden. Dabei sollte genau vorgeschrieben werden, welche Schritte bei den jeweiligen Inzidenzwerten unternommen werden müssten. Da ein Bundesgesetz durch Bundestag und Bundesrat müsse, wäre eine größtmögliche Legitimation sichergestellt. Söder sagte der "Bild am Sonntag", um Corona effektiv zu bekämpfen, brauche es einen einheitlichen bundesweiten Pandemieplan anstelle eines Flickenteppichs mit unüberschaubaren Regeln in den einzelnen Bundesländern.

16:10 Uhr | Erneut mehr als 4.000 Covid-19-Intensivpatienten

Die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen in Deutschland ist wieder auf mehr als 4.000 gestiegen. Nach Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) wurden am Ostersonntag 4.051 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung intensivmedizinisch behandelt. Mehr als die Hälfte von ihnen werde invasiv beatmet.

Mediziner und Wissenschaftler fordern seit Tagen eindringlich einen harten Lockdown, um die Infektionszahlen zu drücken und dadurch auch den Druck von den Kliniken zu nehmen. Wenn die Zahlen wie zuletzt weiter steigen, sind die Kliniken nach Angaben der DIVI in weniger als vier Wochen an ihren regulären Kapazitätsgrenzen angelangt. Anfang Januar hatte die Zahl der Covid-Intensivpatienten einen Höhepunkt mit mehr als 5.500 Fällen. Anfang März waren es weniger als 3.000 Patienten.

15:35 Uhr | Kirchen rufen in Osterbotschaft zum Zusammenhalt auf

Die beiden großen Kirchen in Deutschland haben in ihren Osterbotschaften zum Zusammenhalt in der Pandemie aufgerufen. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, lobte den Einsatz von Frauen in der Corona-Krise. Unzählige Frauen seien täglich für andere da und brächten so Licht in deren Leben.

Der Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr rief zu Hoffnung in Pandemiezeiten auf. Er sagte, viele Menschen seien durch die Kontaktbeschränkungen und die vielen Diskussionen darüber mürbe geworden. Deshalb sei Hoffnung umso wichtiger. Auch der Bischof der evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Friedrich Kramer, rät dazu, die Hoffnung nicht zu verlieren.

14:40 Uhr | Thüringen: Hunderte Erstklässler ohne Schuleingangsuntersuchung

In Thüringen kommen in diesem Jahr voraussichtlich hunderte Erstklässler ohne schulärztliche Untersuchung in die Schule. Wie eine Umfrage von MDR THÜRINGEN in den Gesundheitsämtern ergab, befürchten zahlreiche Amtsärzte, bis zum Schulanfang im September nicht alle Kinder untersuchen zu können. Grund ist, dass viele Mitarbeiter für die Corona-Pandemie benötigt werden. Im Saale-Orla-Kreis und im Landkreis Gotha wird deshalb nur ein Teil der künftigen Erstklässler untersucht. Im Kyffhäuserkreis wurde eine Honorarärztin eingestellt, damit alle Kinder rechtzeitig untersucht werden können. In Thüringen kommen in diesem Jahr etwa 17.000 Kinder in die Schule.

14:00 Uhr | Gemischte Reaktionen auf Spahn-Forderung

Nach der Forderung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, vollständig Geimpften wieder mehr Freiheiten zuzugestehen, kommen geteilte Reaktionen aus der Politik.

Der Bundestagsabgeordente Lauterbach bei einer Pressekonferenz
SPD-Politiker Karl Lauterbach fordert eine Rückkehr in den harten Lockdown. Bildrechte: Bundespressekonferenz

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, er befürworte den Vorstoß: "Ich unterstütze diesen Vorschlag, weil es sich gezeigt hat, dass Geimpfte sich nur noch selten anstecken und sie wahrscheinlich bei Ansteckung nicht mehr ansteckend für andere sind." Allerdings sollte das jeweils nur nach der zweiten Impfung gelten. Grundlegende Zustimmung kam auch von der Linken und der FDP.

Kritisiert wird Spahns Vorschlag unter anderem von der AfD. Fraktionschefin Alice Weidel sagte, was als "mehr Freiheiten für Geimpfte" verkauft werde, sei nichts anderes als eine Stigmatisierung derer, die noch nicht geimpft seien oder sich nicht impfen lassen wollten. Es dürfe keine Impfpflicht durch die Hintertür geben. Weidel forderte, unverzüglich alle Grundrechtseinschränkungen für alle Bürger aufzuheben.

Der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, bemängelte, Spahn sage nicht, bei welchem Inzidenzwert die dritte Welle vorbei sei. Unklar sei zudem, wie sich Geimpfte künftig ausweisen sollten.

13:13 Uhr | Niederlande ab Dienstag Hochinzidenzgebiet

Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung die Niederlande nach Ostern als Hochinzidenzgebiet ein. Wie das Robert Koch-Institut heute mitteilte, muss jeder, der ab Dienstag von dort nach Deutschland einreist, einen negativen Corona-Test vorweisen können. Die Quarantänepflicht von zehn Tagen mit der Möglichkeit, sich nach fünf Tagen mit einem zweiten Test zu befreien, bleibt unverändert.

Nach Tschechien, Polen und Frankreich sind die Niederlande das vierte Nachbarland, das als Hochinzidenzgebiet mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen eingestuft wird. Zuvor galt das Land als Risikogebiet, was bedeutete, dass Einreisende erst nach 48 Stunden ein Corona-Testergebnis vorlegen mussten.

Die Niederlande befinden sich seit Mitte Dezember in einem Lockdown, seit Ende Januar gilt auch eine abendliche Ausgangssperre. Dennoch nehmen die Infektionszahlen weiter zu. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt inzwischen bei etwa 300 Infektionen pro 100.000 Einwohner.

12:17 Uhr | Papst feiert Ostermesse und spendet Segen

Papst Franziskus hat im Petersdom die traditionelle Ostermesse gefeiert. Statt wie üblich vor zehntausenden Pilgern und Besuchern auf dem Petersplatz wurde die Zeremonie vor nur 200 Würdenträgern und ausgewählten Besuchern abgehalten. Franziskus rief angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie zu Frieden und internationalem Zusammenhalt auf. Er sagte, die soziale und wirtschaftliche Krise sei sehr schwer, besonders für die Ärmsten. Trotzdem – und das sei skandalös – nähmen die bewaffneten Konflikte kein Ende. Außerdem forderte der Papst eine solidarische Verteilung der Corona-Impfstoffe weltweit, um die Pandemie zu überwinden. Gläubige weltweit verfolgten die Ostermesse über TV-Sender oder live im Internet.

12:05 | Osterreiter in der Lausitz

In der Lausitz haben die Osterreiter die Osterbotschaft übermittelt. Unter strengen Corona-Auflagen formierten sich hunderte Pferde und Reiter in Ralbitz bei Bautzen zu einer Prozession. Entlang des Zuges nach Wittichenau standen nur wenige Schaulustige aus der Umgebung. Zeit und Strecke waren anders als sonst üblich nicht vorab bekannt gegeben worden, um Menschenansammlungen zu verhindern.

Osterreiter in Ralbitz
Osterreiter-Prozession in Ralbitz in der Oberlausitz Bildrechte: xcitepress

11:24 Uhr | Großbritannien will Impfausweise nach dem Vorbild Israels einführen

Die britische Regierung will, ähnlich wie Israel oder Estland, Impfnachweise einführen, um das öffentliche und kulturelle Leben langsam wieder hochzufahren. Vize-Premierminister Michael Gove schrieb in einem Gastbeitrag in der "Sunday Telegraph", angesichts des Schlags, den das Nachtleben und die Unterhaltungsbranche im vergangenen Jahr hinnehmen mussten, müsse man über alles nachdenken, was Betrieben helfen könnte, früher zu öffnen. In Israel habe sich mit den sogenannten "Grünen Pässen" gezeigt, wie das öffentliche Leben mit solchen Zertifikaten wieder Fahrt aufnehmen könne. Außerdem verlangten einige Länder bei der Einreise bereits entsprechende Nachweise.  

In Großbritannen sollen Nutzer künftig per App – oder alternativem Papierdokument – nachweisen können, dass sie entweder gegen Corona geimpft oder negativ getestet sind. Bereits im April und Mai soll das Modell bei ausgewählten Veranstaltungen getestet werden, etwa den Fußball-Endspielen des FA Cups im Londoner Wembley-Stadion sowie einer Clubnacht und einem Kinoabend in Liverpool.

10:06 Uhr | Zuständige Stelle für Kampf gegen Einsamkeit gefordert

Die CDU-Politikerin und Publizistin Diana Kinnert fordert von Bund und Ländern mehr Engagement gegen eine wachsende Einsamkeit in der Bevölkerung. Im Interview mit dem "Tagesspiegel am Sonntag" sagte die 30-Jährige, in der Pandemie sei Einsamkeit zum neuen Status Quo geworden. "Es braucht auf jeden Fall zwingend eine politische Zuständigkeitsstelle, zum Beispiel angesiedelt im Kanzleramt", sagte Kinnert. Wichtig sei auch, dass das Thema in den Landesregierungen angegangen werde.

Kinnert war bei der Gründung des Anti-Einsamkeitsministeriums in Großbritannien als Beraterin dabei. Dort gibt es seit 2018 den Posten der "Einsamkeitsministerin". Vor allem Hausärzte werden Kinnert zufolge in Großbritannien stärker für das Thema sensibilisiert. Häufig werde übersehen, dass Einsamkeit bei Senioren Auslöser für Depressionen sein könne. Dabei sollte es schon im Anamnesegespräch eine Rolle spielen.

08:48 Uhr | Modellprojekte in Sachsen-Anhalt genehmigt

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsministerium hat grünes Licht für erste Lockerungen in den Bereichen Gastronomie und Beherbergung gegeben. Wie das Ministerium mitteilte, wurden den Landkreisen Harz und Mansfeld-Südharz vorläufige Genehmigungen für Modellprojekte erteilt. Damit können Ende nächster Woche in mehreren Harzorten die Außengaststätten bis 21 Uhr geöffnet werden, unter anderem in Quedlinburg, Falkenstein und Blankenburg.

Im Landkreis Mansfeld-Südharz können Mitte April zwei Hotels wieder aufmachen. Voraussetzung dafür ist, dass der Corona-Inzidenzwert die Marke 200 nicht überschreitet. Im Harzkreis liegt der Wert aktuell bei 192, in Mansfeld-Südharz bei 146.

07:48 Uhr | Corona-Langzeitschäden: Kliniken in Thüringen ausgebucht

Die drei Thüringer Kliniken, die sich auf die Behandlung von Corona-Langzeitschäden spezialisiert haben, sind ausgelastet. Das hat eine MDR-Anfrage in den Kliniken in Bad Sulza, Bad Salzungen und Jena ergeben. Demnach haben die Häuser keine freien Kapazitäten mehr. Schätzungen zufolge waren oder sind allein in Thüringen bis zu 11.300 Menschen von Corona-Langzeitschäden wie Atemnot, Herzrasen oder Müdigkeit betroffen.

07:38 Uhr | Maas kritisiert Regelverstöße bei Stuttgarter "Querdenken"-Demo

Außenminister Heiko Maas hat die Regelverstöße bei einer Kundgebung der "Querdenken"-Bewegung in Stuttgart kritisiert. Der SPD-Politiker twitterte, alle hätten das Recht zu demonstrieren. Wenn aber Tausende ohne Maske und Abstand unterwegs seien, verstoße das gegen jede Regel und erst Recht gegen jede Vernunft. Auch Beleidigungen und Übergriffe auf Journalisten hätten nichts mit Demonstrationsfreiheit zu tun. Das seien Angriffe auf die Pressefreiheit und müssten verfolgt und geahndet werden. Am Rande der Stuttgarter Demo war gestern ein Fernsehteam der ARD angegriffen und beschimpft worden.

An der Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen nahmen der Polizei zufolge am Samstag mehr als 10.000 Menschen teil. Der überwiegende Teil habe keine Masken getragen und sich nicht an die geforderten Abstände gehalten.

06:46 Uhr | Kinderschutzbund: Rechte von Kindern in Pandemie beachten

Der Kinderschutzbund hat beklagt, dass die Rechte von Minderjährigen in der Corona-Pandemie zu kurz kommen. Vorsitzender Heinz Hilgers sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, wenn die Politik über Grundrechte während der Pandemie rede, sei immer nur von typischen Erwachsenen-Rechten die Rede – von Reisefreiheit, Berufsfreiheit und Ausgangsfreiheit. Von der Einschränkung der Kinder-Rechte spreche keiner.

Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbunds, spricht am 08.05.2015 in Hamburg auf der Preisverleihungsveranstaltung des 34. HanseMerkur-Preises für Kinderschutz
Bildrechte: dpa

Kinder sehen Profisportler im Fernsehen Fußball spielen, während sie selbst nicht mit fünf anderen Kindern auf dem Fußballplatz spielen dürfen.

Heinz Hilgers Kinderschutzbund

Das Recht der Kinder auf Gesundheit und Bildung werde bei den Corona-Maßnahmen viel zu wenig berücksichtigt. Hilgers warnte, die seit einem Jahr andauernden Einschränkungen beeinträchtigten die Entwicklung der Kinder – sowohl körperlich und motorisch als auch in der Sprachentwicklung.

Kinder- und Jugendpsychiater Florian Zepf aus Jena 2 min
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06:33 Uhr | Spahn will mehr Freiheiten für Geimpfte

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will, dass Menschen, die bereits ihre zweite Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten haben, mehr Freiheiten bekommen. Wer vollständig geimpft sei, sollte ohne weiteren Test ins Geschäft oder zum Friseur gehen können, sagte er der "Bild am Sonntag". Zudem sollten vollständig Geimpfte auch nicht mehr in Quarantäne müssen.

Hintergrund ist der Zeitung zufolge ein Bericht des Robert Koch-Instituts. Demnach ist die Virusübertragung bei vollständig Geimpften 15 Tage nach der zweiten Impfdosis geringer als bei symptomlosen Infizierten, die einen negativen Schnelltest vorweisen. Deswegen könne die Test- und Quarantänepflicht zügig aufgehoben werden. Der RKI-Bericht dazu wurde an die Länder verschickt. Spahn zufolge soll es zeitnah Gespräche geben, um die Erkenntnisse umzusetzen. In Kraft treten soll die Neuregelung, wenn die dritte Welle der Corona-Pandemie gebrochen und im Einzelhandel ein Schnelltest-System aufgebaut worden sei.

06:00 Uhr | Der Ticker am Sonntag, 04. April 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 03. April 2021 | 06:00 Uhr

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