Coronavirus-Pandemie Ticker: RKI - Auch mit Impfstoff monatelang Maskenpflicht

Der RKI-Impfkommission zufolge wird es auch mit Impfstoff viele Monate dauern, bis Masken- und Abstandspflicht aufgehoben werden können. Der Zustand von US-Präsident Trump wurde offenbar zunächst verharmlost. Erzgebirge Aue muss nach zwei neuen Corona-Fällen in Quarantäne. Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie und einen Rückblick auf die vergangenen Tage in unserem Ticker.

Frau hält Spritze
Laut RKI-Impfkommission wird es auch mit Impfstoff viele Monate dauern, bis Masken- und Abstandspflicht aufgehoben werden können. Bildrechte: imago images / MiS

Unser Ticker am Sonntag, den 4. Oktober 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zur Pandemie und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:44 Uhr | Ausbruch in Pflegeheim im Kreis Karlsruhe

In einem Seniorenwohn- und Pflegeheim in Marxzell im Kreis Karlsruhe haben sich mindestens 18 Bewohner und zehn Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Wie der Kreis mitteilte, ist einer der Bewohner infolge der Infektion gestorben. Nun würden alle weiteren Bewohner und Mitarbeiter getestet.

17:51 Uhr | Ärzte verharmlosten Trumps Zustand

Das Ärzteteam, das zurzeit US-Präsident Donald Trump in einem Militärkrankenhaus bei Washington betreut, hat eingeräumt, dass es Trump am Freitag deutlich schlechter ging als zunächst mitgeteilt. Demnach hieß es am Sonntag in einem Statement vor der Presse, Trump habe am Freitag hohes Fieber gehabt und Sauerstoff erhalten.

Inzwischen gehe es dem Präsidenten deutlich besser. Man hoffe, ihn schon am Montag entlassen und die Behandlung im Weißen Haus fortsetzen zu können.

17:00 Uhr | Modedesigner Kenzo Takada an Covid-19 gestorben

Kenzo Takada
Takada im Juli 2019. Bildrechte: imago images / Agencia EFE

Der japanische Modedesigner Kenzo Takada ist im Alter von 81 Jahren an Covid-19 gestorben. Das sagte ein Sprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP. Demnach starb der Gründer des Modehauses Kenzo am Sonntag in einem Krankenhaus in Neuilly-sur-Seine bei Paris.

Der Designer hatte von Paris aus unter seinem Vornamen Kenzo weltweit Karriere gemacht.

16:15 Uhr | Zwei neue Fälle in ZASt Halberstadt

In der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber (ZASt) in Halberstadt gibt es zwei neue Corona-Fälle. Nach Angaben des Landkreises Harz befinden sich die beiden betroffenen Personen inzwischen in der Außenstelle in Quedlinburg in Quarantäne. In dem Landkreis gibt es insgesamt sechs neue Fälle, die anderen wurden aus Wernigerode, Halberstadt und Ballenstedt gemeldet.

16:07 Uhr | Neuer Höchstwert in der Slowakei

Die Slowakei hat zum dritten Mal in drei Tagen einen Rekord bei den Corona-Neuinfektionen gemeldet. Wie das Nationale Gesundheits-Informationszentrum mitteilte, lag die Zahl der innerhalb von 24 Stunden registrierten Fälle bei 818. Das sei der höchste Wert sei dem Ausbruch der Pandemie im März. Das Land mit rund 5,5 Millionen Einwohnern wird vom Robert-Koch-Institut bislang nicht als Risikogebiet eingestuft.

14:40 Uhr | New Yorker Guggenheim wieder geöffnet

Guggenheim Museum New York
Das Guggenheim Museum in New York. Bildrechte: imago images/robertharding

In New York hat nach fast siebenmonatiger Corona-Pause das Guggenheim Museum wiedereröffnet. Zum Neustart wurden am Central Park Werke sowie eine Ausstellung über ein Wandbild des US-Künstlers Jackson Pollock (1912-1956) gezeigt.

Tickets für das Guggenheim Museum müssen Besucher vorab online kaufen. Es werden weniger Menschen gleichzeitig in die Ausstellungsräume hineingelassen als vorher, zudem gelten Abstandsregeln und eine Maskenpflicht.

13:43 Uhr | Nach Ausbruch in Schleiz: Landkreis prüft juristische Schritte

Nach einem Corona-Ausbruch in einer Wohnstätte für Behinderte in Schleiz prüft der Saale-Orla-Kreis juristische Schritte. Amtsarzt Torsten Bossert sagte MDR THÜRINGEN, es gehe um Vorwürfe gegen die Kassenärztliche Vereinigung und eine Hausärztin. Unter anderem stehe unterlassene Hilfeleistung im Raum. Der Kassenärztlichen Vereinigung wird nach Angaben von Bossert unter anderem vorgeworfen, Menschen mit typischen Corona-Symptomen abgewiesen zu haben. Die Hausärztin soll keine Abstriche veranlasst haben, obwohl ihre Patienten deutliche Symptome zeigten.

12:12 Uhr | Impfkommission dämpft Erwartungen

Mitglieder der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut gehen davon aus, dass es zunächst nur eine begrenzte Menge an Impfstoff gegen Covid-19 geben wird. Der Virologe Klaus Überla sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", Fachleute gingen zu Beginn von fünf Millionen Dosen in Deutschland aus. Der Epidemiologe Fred Zepp erklärte, bei den meisten Impfstoffen, die derzeit entwickelt würden, werde man zwei Dosen brauchen, damit sie wirkten. Um alle Menschen in Deutschland zu impfen, brauche man dann mehr als 160 Millionen Dosen. Der Impfkommission zufolge wird es viele Monate dauern, bis genügend Menschen geimpft seien, um Maskenpflicht oder die Abstandspflicht aufzuheben.

11:53 Uhr | Island beschließt schärfere Corona-Auflagen

Nach dem Anstieg der Corona-Infektionen verschärft Island die Auflagen. Das Gesundheitsministerium in Reykjavik erklärte, dass ab Montag die meisten Sportanlagen, Bars und Restaurants geschlossen bleiben sollen. In Supermärkten dürfen sich nicht mehr als hundert Kunden gleichzeitig aufhalten. Maximal dürfen sich 20 Personen treffen. Die Einschränkungen sollen dem Ministerium zufolge zwei bis drei Wochen lang gelten. In den vergangenen 19 Tagen hat Island 663 neue Fälle gemeldet, vor allem in der Hauptstadt Reykjavik und Umgebung. Die Bundesregierung hatte am Mittwochabend eine Reisewarnung für Island herausgegeben, nachdem das Robert Koch-Institut die Insel zum Risikogebiet erklärt hatte.

09:44 Uhr | Weniger Erwerbstätige melden sich krank

Der Bundesverband der AOK meldet, dass sich die AOK-Versicherten während der Corona-Pandemie seltener haben krank schreiben lassen. Vorstandsvorsitzender Martin Litsch sagte der "Welt am Sonntag", die Krankenstände seien von Mai bis August teilweise deutlich zurückgegangen. Eine Ursache sieht Litsch darin, dass die Menschen seltener unterwegs seien und vermehrt im Homeoffice arbeiten würden. Außerdem würden viele Beschäftigte Arztpraxen aus Angst vor Ansteckung meiden.

Auch die Techniker Krankenkasse teilte mit, dass sich ihre Versicherten seltener krank meldeten. Vorstandsvorsitzender Jens Baas sagte, nach einem Rekordhoch Ende März habe sich der Krankenstand Erwerbstätigen auf einem unterdurchschnittlichen Niveau eingependelt. Die Hygienemaßnahmen sorgten dafür, dass sich auch andere Infektionskrankheiten nicht so schnell verbreiten könnten.

09:32 Uhr | Mehr als 1.600 neue Fälle bundesweit

In Deutschland sind am Samstag 1.663 neue Corona-Fälle registriert worden. Wie aus den Daten des Risklayer-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie hervorgeht, waren das deutlich mehr als am Samstag vor einer Woche. Der 7-Tage-Schnitt stieg auf 2.143. Laut Risklayer haben am Samstag 50 Prozent der Kreise Neuinfektionen gemeldet. In Sachsen gab es demnach 33 neue Fälle, in Thüringen 34 und in Sachsen-Anhalt 5.

07:56 Uhr | Spahn kündigt Schnelltests für Pflegeheime an

In Pflegeheimen und Krankenhäusern soll es künftig Corona-Schnelltests geben. Das sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn der "Bild am Sonntag". Spahn zufolge soll bis Mitte Oktober geklärt werden, unter welchen Bedingungen diese Schnelltests von den Krankenkassen bezahlt werden. Dem CDU-Politiker zufolge sollen die Schnelltests für Bewohner von Heimen, Patienten und Beschäftigte, aber auch für Besucher möglich sein. "Damit können wir verhindern, dass sich alte und kranke Mitbürgerinnen und Mitbürger anstecken. Für sie ist die Gefahr von schwerwiegenden Folgen einer Infektion am größten."

07:28 Uhr | Trump meldet sich aus dem Krankenhaus

Der mit dem Coronavirus infizierte US-Präsident Donald Trump hat sich mit einer Videobotschaft aus dem Krankenhaus gemeldet. Er sagte, es gehe ihm besser. In den nächsten Tagen werde aber die wahre Prüfung kommen. Trumps Leibarzt sagte, er sei zufrieden mit den Fortschritten Trumps; andere Vertraute erklärten, der Präsident sei noch nicht außer Gefahr. Der 74-Jährige war wegen einer Coronavirus-Infektion am Freitag in ein Militärkrankenhaus geflogen worden. Das Weiße Haus in Washington veröffentlichte Fotos, die Trump an einem Schreibtisch in seiner Suite im Militärkrankenhaus bei der Arbeit zeigen.

07:16 Uhr | Erzgebirge Aue muss in Quarantäne

Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue muss in Quarantäne. Wie der Verein am späten Samstagabend mitteilte, gibt es zwei weitere positive Testergebnisse. Die Mannschaft reiste noch in der Nacht von Hamburg zurück ins Erzegbirge. Eigentlich sollte Aue am Sonntag gegen den Hamburger SV antreten. Das Spiel fällt nu naus. Präsident Helge Leonhardt sagte, die gegenwärtige Zeit sei eine Zerreißprobe für Gesellschaft, Wirtschaft und alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Aue hatte bereits am Donnerstag einen positiven Coronatest aus dem erweiterten Umfeld gemeldet.

06:00 Uhr | Der Ticker am 4. Oktober 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten. 

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 04. Oktober 2020 | 06:00 Uhr

Mehr aus Panorama

Mehr aus Deutschland