Coronavirus-Pandemie Ticker: Spahn plant offenbar Schnelltests für Zuhause

Gesundheitsminister Jens Spahn will Verbrauchern einem Zeitungsbericht zufolge selbstständige Antigen-Schnelltests ermöglichen. EU-Ratspräsident Charles Michel droht angesichts der angekündigten Lieferverzögerungen bei Impfstoffen mit Konsequenzen. In Sachsen sollen die neuen Corona-Regeln ab Donnerstag gelten. Ab kommender Woche soll an den deutschen Unikliniken ein Corona-Medikament auf Antikörper-Basis eingesetzt werden. Die aktuellen Entwicklungen zur Pandemie im Ticker.

Ein medizinischer Mitarbeiter macht einen Schnelltest bei Covid-19-Flächentests.
Covid-19-Schnelltest Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Sonntag, 24. Januar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:33 Uhr | Mehr Unterstützung aus Washington zugesagt

Nach dem schleppenden Anlauf der Impfkampagne gegen das Coronavirus in den USA hat der nominierte Gesundheitsminister Xavier Becerra den einzelnen Bundesstaaten mehr Unterstützung aus Washington versprochen. Becerra sagte: "Das Flugzeug ist im Sturzflug - und wir müssen es hochreißen. Das wird nicht über Nacht passieren".

Die Regierung des neuen Präsidenten Joe Biden sieht ein zentrales Problem darin, dass unter seinem Vorgänger Donald Trump die Zentralbehörden sich zwar darum gekümmert hätten, die Impfstoffe im Land zu verteilen - den Rest aber den Bundesstaaten überließen.

21:05 Uhr | Landratswahl trotz Corona-Krise

Im Salzlandkreis ist am Sonntag Markus Bauer erneut zum Landrat gewählt worden. Bei einer 7-Tage-Inzidenz von derzeit 284 waren die Wahlberechtigten aufgerufen, in den Wahllokalen unter strengen Hygiene-Vorschriften abzustimmen. Die Wahlberechtigten sollten mit Maske, Abstand und möglichst mit eigenem Stift in die Wahllokale kommen. Dort gab es Desinfektionsmittel und Masken.

18:03 Uhr | Schnelltests für Zuhause im Gespräch

Gesundheitsminister Jens Spahn will Verbrauchern einem Zeitungsbericht zufolge selbstständige Antigen-Schnelltests ermöglichen. Wie die "Rheinische Post" berichtet, soll dafür die Medizinprodukte-Abgabeverordnung geändert werden.

Auf einem Tisch liegen ein verpackter Corona-Schnelltest, ein steriler Tupfer sowie ein Probenahmerohr.
Corona-Schnelltest Bildrechte: MDR/Jens Czerwinka

"Antigentests zur Eigenanwendung mittels Antigenbestimmung werden von der Abgabebeschränkung ausgenommen", heißt es in einem Entwurf dazu, aus dem die Zeitung zitiert. Damit werde der sogenannte Arztvorbehalt für die Tests aufgehoben, auch Laien könnten dann Antigen-Tests in der Apotheke kaufen und zuhause vornehmen. Weiter heißt es dem Blatt zufolge in dem Entwurf: "Schnelltests zur Eigenanwendung durch Laien werden perspektivisch eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung der Pandemie spielen." Bislang dürfen nur medizinische Fachkräfte oder Apotheker Corona-Schnelltests durchführen. 

17:44 Uhr | Ägypten hat mit den Impfungen begonnen

In Ägypten sind die ersten Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Nach Angaben der Regierung wird das Präparat des chinesischen Konzerns Sinopharm genutzt.

Eine Dosis Sinopharm
In Ägypten wird der von China entwickelte Sinopharm-Impfstoff eingesetzt. Bildrechte: dpa

Als erste seien Beschäftigte des Gesundheitswesens in der Stadt Ismailia geimpft worden. Gesundheitsministerin Hala Sajed sagte, Vorrang habe zunächst das Personal von 40 Krankenhäusern. Diese Kliniken behandelten speziell Covid-19-Patienten. Danach seien ältere Menschen an der Reihe sowie chronisch Kranke. Der Impfstoff sei zu 86 Prozent wirksam.

Ägypten gehört zu den mehr als 20 Ländern, die von der Bundesregierung heute als Corona-Hochrisikogebiete eingestuft wurden.

16:38 Uhr | Zahl der Neuinfektionen sinkt weiter

Die Zahl der registrierten Neuansteckungen mit dem Coronavirus ist weiter zurückgegangen. Wie aus den Daten des Risklayer-Projektes in Karlsruhe hervorgeht, meldeten die Gesundheitsämter für den Sonnabend 12.449 neue Fälle. Das sind 2.400 weniger als vor einer Woche. Zudem wurden 580 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden gemeldet - etwa so viele, wie am Sonnabend zuvor.

In Sachsen wurden 918 Neuansteckungen registriert, in Sachsen-Anhalt 653 und in Thüringen 530. Der Inzidenzwert von Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche ist in den mitteldeutschen Ländern noch immer am höchsten. Das Robert Koch-Institut gibt ihn für Thüringen mit 208 an, für Sachsen-Anhalt mit 198 und für Sachsen mit 111.

Die Zahlen vom Wochenende sind allerdings nur bedingt aussagekräftig, da nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln.

16:17 Uhr | Zusammenstöße in Israel

In Israel ist es wegen des Corona-Lockdowns zu Zusammenstößen zwischen ultra-orthoxen Juden und der Polizei gekommen.

Israelische Polizisten blockieren den Eingang zu einer ultra-orthodoxen jüdischen Akademie.
Israelische Polizisten blockieren den Eingang zu einer ultra-orthodoxen jüdischen Akademie. Bildrechte: dpa

Ein einflussreicher Rabbiner hatte zuvor dazu aufgerufen, religiöse Schulen trotz eines Verbots zu öffnen. Sicherheitskräfte versuchten, dies zu verhindern. In Jerusalem und anderen Orten wurden die Polizisten dabei von strengreligiösen Bewohnern beschimpft und teils mit Steinen beworfen. Nach Behördenangaben wurden mehrere Polizisten verletzt. Mindestens 15 Demonstranten seien festgenommen worden.

15:42 Uhr | Ausbruch bei Airbus in Hamburg

Beim Flugzeughersteller Airbus in Hamburg hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. Ein Sprecher der Gesundheitsbehörde sagte, 21 Mitarbeiter seien positiv auf das Virus getestet worden. Für rund 500 Mitarbeiter habe man jetzt Quarantäne angeordnet. Das Unternehmen teilte mit, die Ursache der Fälle werde noch untersucht. Ob es sich um eine hochansteckende Mutation des Virus handelt, kann die Gesundheitsbehörde frühestens Mitte der Woche sagen.

15:19 Uhr | Schlangen an der Grenze zu Tschechien

Wegen der verschärften Regeln für Einreisende aus dem Hochrisikogebiet Tschechien haben sich an der bayerischen Grenze lange Schlangen gebildet. Die Polizei berichtete am Nachmittag von rund 500 Menschen, die am Übergang Wunsiedel auf einen Corona-Test warteten.

Hinweisschilder mit der Aufschrift "negativer Corona-Test? Bitte sofort testen lassen!"€œ stehen kurz hinter der deutsch-tschechischen Grenze in Deutschland.
Grenzübergang zu Tschechien Bildrechte: dpa

Der Vizebürgermeister der tschechischen Stadt Cheb sagte, die Menschen müssten bei Temperaturen unter null Grad bis zu drei Stunden anstehen. Aus hygienischen Gründen seien solche Warteschlangen ungünstig. Bayern verlangt von allen Einreisenden aus Tschechien einen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist. Dagegen erlaubt Sachsen Berufspendlern, sich nur zweimal wöchentlich testen zu lassen. Möglich ist das auch noch nach dem Grenzübertritt.

14:11 Uhr | Rennsteiglauf wird auf Oktober verschoben

Der Rennsteiglauf soll in diesem Jahr Anfang Oktober stattfinden. Der Gesamtleiter des GutsMuths-Rennsteiglaufes, Marcus Clauder, nannte im MDR den 2. und 3. Oktober als Termine. Um Abstands- und Hygienekonzepte einhalten zu können, solle an zwei Tagen gestartet werden. Clauder betonte, so könne der Lauf voraussichtlich trotz Coronapandemie stattfinden. Ursprünglich sollten die Läuferinnen und Läufer am 8. Mai zum 48. Rennsteiglauf auf die Strecke gehen. Knapp 4.700 Teilnehmer haben sich schon angemeldet.

13:52 Uhr | EU erhöht Druck auf Impfstoff-Hersteller

EU-Ratspräsident Charles Michel hat angesichts verzögerter Lieferungen von Corona-Impfstoffen mit Konsequenzen gedroht. Michel sagte dem französischen Sender Europe, man erwarte, dass die Impfstoff-Hersteller ihre Verträge einhielten. Ansonsten könne die EU auch juristische Mittel nutzen. Michel ergänzte, man verstehe, dass es Probleme geben könne. Dann müssten aber die Gründe offengelegt werden. So habe Pfizer anfangs Verzögerungen von mehreren Wochen angekündigt. Nachdem die EU mit der Faust auf den Tisch gehauen habe, sei es dann aber nur eine Woche gewesen.

Nach Biontech und Pfizer hatte auch der Hersteller Astrazeneca angekündigt, zeitweise weniger Impfstoff bereitstellen zu können als ursprünglich geplant. Der Impfstoff von Astrazeneca ist in der EU noch nicht zugelassen. Am 29. Januar könnte die EU-Arzneimittelbehörde EMA aber grünes Licht geben.

13:40 Uhr | Fruchthandel warnt vor Engpässen bei Obst und Gemüse

Der Deutsche Fruchthandelsverband sieht wegen neuer Corona-Beschränkungen die Versorgung mit Obst und Gemüse gefährdet. Grund seien die seit heute verschärften Regeln für Einreisen aus Hochrisikogebieten, zu denen auch Spanien und Portugal zählten. Für Fahrer von Lebensmitteltransporten sei es kaum noch möglich, aus diesen Ländern Obst und Gemüse nach Deutschland zu bringen. Sie müssten jetzt beim Grenzübertritt einen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein dürfe. In der Praxis sei dies kaum möglich. Verbandsgeschäftsführer Andreas Brügger forderte deshalb Ausnahmeregelungen, damit die Transporte die Grenzen schneller passieren könnten.

13:00 Uhr | Palliativmedizinerin: Sterbende nicht allein lassen

Die Thüringer Palliativmedizinerin Christine Vonderlind rät Familien, sterbende Angehörige trotz Corona-Beschränkungen nicht allein zu lassen. Vonderlind sagte MDR AKTUELL, einsam zu sterben sei bitter. Man sei als Mensch in zwei Phasen seines Lebens auf direkte menschliche Zuwendung angewiesen: als Säugling und als Sterbender. Sie habe aber im Landkreis Hildburghausen zuletzt immer wieder erlebt, dass sich Alten- und Pflegeheime komplett abriegelten und keinen Besuch zuließen – auch nicht für sterbende Menschen. Grund sei der massive Personalmangel in den Heimen. Der Landkreis Hildburghausen weist derzeit eine der höchsten Inzidenzwerte in Deutschland auf.

In den Corona-Verordnungen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt sind Ausnahmen von den generellen Besuchsverboten in Krankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen explizit festgeschrieben. So ist bei schwer kranken oder sterbenden Patienten in den Verordnungen ein Besuch ausdrücklich erlaubt.

12:39 Uhr | Illegale Party in London aufgelöst

Die britische Polizei hat in der Hauptstadt London eine illegale Party mit rund 300 Gästen aufgelöst. Dabei kamen auch eine Hundestaffel und ein Hubschrauber zum Einsatz. Nach Angaben der Polizei musste auch eine Tür aufgebrochen werden. Viele Gäste seien über Zäune geflohen. Noch vor Ort seien gegen 78 Teilnehmer der Feier Strafen von umgerechnet rund 225 Euro pro Person wegen Verstoßes gegen die Corona-Regeln verhängt worden.

Einsatzleiter Roy Smith sagte, die Polizisten seien wieder einmal gezwungen gewesen, "ihre eigene Gesundheit zu gefährden, um es mit einer großen Gruppe unglaublich egoistischer Menschen aufzunehmen, die auf engstem Raum zusammengepfercht waren". In England gelten weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Treffen mit Mitgliedern anderer Haushalte sind nur in Ausnahmen erlaubt.

12:02 Uhr | Mehrere Fälle in Werkstatt für Menschen mit Behinderung

In einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung im Blankenhainer Ortsteil Egendorf hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. Wie das Landratsamt des Weimarer Landes mitteilte, wurden beim Lebenshilfewerk Weimar/Apolda sieben Bewohner und zwei Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Weitere Testergebnisse stünden noch aus.

11:36 Uhr | Tschechien: Impfung der Älteren dauert länger

In Tschechien wird das Portal zur Impfanmeldung für die breite Bevölkerung doch nicht Anfang Februar freigeschaltet. Regierungschef Andrej Babiš teilte mit, die Corona-Impfungen der Menschen ab 80 Jahren dauerten länger als geplant. Grund seien eingeschränkte Lieferungen der Impfstoff-Hersteller. Ursprünglich war geplant, dass sich Menschen unter 80 Jahren ab 1. Februar für Impfungen anmelden konnten.

10:44 Uhr | Italien übt Kritik an Impfstoff-Lieferanten

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hat die Impfstoff-Produzenten wegen verzögerter oder verringerter Lieferungen scharf kritisiert. Conte schrieb auf Facebook, die Verlangsamung der Lieferungen seien schwere Vertragsverletzungen, die in Italien und anderen europäischen Ländern enorme Schäden verursachten. Es gebe direkte Auswirkungen auf das Leben und die Gesundheit der Bürger sowie auf Italiens Wirtschaft. Conte zufolge will Rom Druck machen, dass die Firmen die Verträge einhalten. Sowohl Biontech und Pfizer als auch der britisch-schwedische Konzern Astrazeneca hatten angekündigt, zunächst weniger Dosen an die EU abzugeben als geplant.

10:23 Uhr | Zahlen zur Notbetreuung in Grundschulen

In Sachsen-Anhalt sind in dieser Woche rund 15.000 Kinder zur Notbetreuung in ihren Schulen gewesen. Das teilte das Bildungsministerium auf Anfrage mit. Die Zahl entspreche rund 16 Prozent aller anspruchsberechtigten Kinder. In Sachsen-Anhalt sind die Schulen seit Mitte Dezember im Notbetrieb. Nur die Abschlussklassen bekommen Präsenzunterricht. Für Schülerinnen und Schüler bis zwölf Jahre besteht jedoch ein Betreuungsanspruch. Auch an den Kindertageseinrichtungen gibt es eine Notbetreuung.

In Thüringen wird die Notbetreuung in Kindergärten rege in Anspruch genommen. Mehr dazu im nachfolgenden Artikel:

09:45 Uhr | Sachsen: Neue Corona-Regeln ab Donnerstag

In Sachsen sollen die neuen Corona-Regeln ab Donnerstag gelten. Das gab Ministerpräsident Michael Kretschmer auf seinem Instagram-Account bekannt. Kretschmer zufolge will das Kabinett die Änderungen am Dienstag beschließen. Mit einer Verzögerung von zwei Tagen sollen sie dann in Kraft treten. Vorgesehen ist unter anderem, dass beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen OP-Masken oder FFP2-Masken getragen werden sollen. Außerdem wird der Lockdown bis 14. Februar verlängert.

09:36 Uhr | Bundeswehr unterstützt fast alle Gesundheitsämter

Die Bundeswehr ist mittlerweile in fast allen Thüringer Landkreisen im Kampf gegen das Coronavirus aktiv. Wie das Landeskommando Thüringen mitteilte, unterstützen insgesamt über 122 Soldaten verschiedene Gesundheitsämter bei der Kontaktverfolgung. Auch in den Thüringer Pflegeheimen sind immer mehr Soldaten im Einsatz.

08:54 Uhr | Mitsprache für Kinder bei Lockdown gefordert

Die Thüringer Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendhilfe kritisiert das Zustandekommen der Lockdown-Bestimmungen. Geschäftsführer Heiko Höttermann sagte MDR AKTUELL, die Zusammenarbeit mit der Landesregierung funktioniere zwar gut. Die Regelungen würden aber immer aus Sicht der Erwachsenen gedacht und umgesetzt. Höttermann forderte, auch Kinder und Jugendliche an diesen Prozessen zu beteiligen. Sie seien von den Entscheidungen genauso betroffen. Als eine Möglichkeit der Mitsprache nannte Höttermann die Kinder- und Jugendparlamente. Da könne man etwa Online-Diskussionsforen entwickeln oder Videokonferenzen organisieren.

08:22 Uhr | Thüringen prüft Ausgabe kostenloser Masken

In der Thüringer Landesregierung wird über eine kostenlose Abgabe von medizinischen Masken an Bedürftige diskutiert. Wie Gesundheitsministerin Heike Werner MDR THÜRINGEN sagte, gibt es dazu Gespräche. Eine Entscheidung stehe aber noch aus. Bisher fehle noch die Zustimmung des Finanzministeriums. Zuvor hatte Linke-Fraktionschefin Susanne Hennig-Wellsow auf Twitter geschrieben, Menschen in Grundsicherung könnten sich medizinische Masken kaum leisten. Thüringen werde deshalb für sie die Masken zügig und kostenlos zur Verfügung stellen. Auch SPD-Landespolitiker hatten dafür geworben, medizinische Masken für bedürftige Menschen auf Kosten des Landes zu ermöglichen.

08:07 Uhr | Thüringer Wirtschaft fordert schnellere Hilfe

Die Thüringer Wirtschaft kritisiert eine nach wie vor schleppende Auszahlung der staatlichen Corona-Hilfen. Ein Sprecher der IHK Erfurt sagte dem MDR, zwar gebe es jetzt Fortschritte bei der Novemberhilfe. Die Firmen seien aber auch dringend auf die Gelder aus der so genannten Überbrückungshilfe III angewiesen. Diese könne aber noch nicht mal beantragt werden. Ein weiteres Problem ist nach Ansicht des Thüringer Hotel- und Gaststättenverbandes, dass die Novemberhilfen jetzt zwar fließen, aber in vielen Fällen nicht in voller Höhe ausgezahlt werden. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums soll die Novemberhilfe bis Ende Januar komplett ausgezahlt werden. Anträge auf die Überbrückungshilfe III können voraussichtlich erst ab Anfang Februar gestellt werden.

07:31 Uhr | Landratswahl im Salzlandkreis unter Corona-Bedingungen

Trotz Corona-Pandemie wird heute im Salzlandkreis ein neuer Landrat gewählt. Amtsinhaber Markus Bauer von der SPD tritt gegen den CDU-Kandidaten Alexander Goebel an. Wahlberechtigt sind rund 166.000 Menschen. Sie sind aufgefordert, auf Maske und Abstand zu achten und möglichst einen eigenen Stift mitzubringen. Schon in der Wahlbenachrichtigung sollte darauf hingewiesen werden. Der Landrat wird für sieben Jahre gewählt.

07:16 Uhr | Verstöße gegen Corona-Regeln im Harz

Bei Kontrollen im Harz sind am Sonnabend 18 Verstöße gegen die Corona-Regeln festgestellt worden. Wie die Polizei mitteilte, hatten Besucher auf dem Brocken keinen Mundschutz getragen und die Mindestabstände nicht eingehalten. Außerdem seien Tagestouristen aus Regionen aufgefallen, die sich an den 15-Kilometer-Radius hätten halten müssen. Ein uneinsichtiger Mann aus dem Salzlandkreis sei nach Hause geschickt worden. Ihn erwarte ebenso ein Ordnungsgeld wie die anderen, die sich nicht an die Regeln gehalten hätten.

06:37 Uhr | Kassenärzte mahnen zu Geduld bei Terminvergabe

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung bittet bei den Terminbuchungen für Corona-Impfungen um Geduld. KBV-Chef Andreas Gassen sagte, ein Wettrennen um Impftermine sei nicht notwendig. Jeder, der sich impfen lassen wolle, werde auch geimpft werden. Momentan sei der Impfstoff noch knapp, doch die Situation werde sich in den kommenden Wochen und Monaten entspannen.

06:28 Uhr | Bund kauft Antikörper-Medikament

Die Bundesregierung hat für Deutschland ein neues Corona-Medikament auf Antikörper-Basis gekauft. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte der "Bild"-Zeitung, der Bund habe 200.000 Dosen für rund 400 Millionen Euro erworben. Die Antikörper wirkten wie eine passive Impfung. Sie könnten helfen, bei Risiko-Patienten einen schweren Verlauf zu verhindern. Spahn zufolge sollen die Antikörper ab nächster Woche zunächst in den Uni-Kliniken in Deutschland eingesetzt werden - zum ersten Mal in der EU. Der Zeitung zufolge wurde mit einer solchen Therapie auch der frühere US-Präsident Donald Trump nach seiner Infektion erfolgreich behandelt.

06:21 Uhr | Verstärkte Kontrollen auf Flughäfen

Auf den Flughäfen Frankfurt am Main und München werden ab heute Einreisende aus Corona-Hochrisikogebieten verstärkt kontrolliert. Die Bundespolizei wird dabei noch vor der eigentlichen Grenzkontrolle prüfen, ob Auflagen wie ein negatives Test-Ergebnis erfüllt werden. Allein in Frankfurt sind der Polizei zufolge im Tagesverlauf voraussichtlich 17 Flüge aus fünf Ländern betroffen. Die Bundesregierung hatte beschlossen, erstmals Hochrisiko-Gebiete mit besonders hohen Corona-Infektionszahlen auszuweisen. Ab heute gilt diese Einstufung für mehr als 20 Staaten, darunter Tschechien, Portugal, Spanien, Ägypten und die USA.

Auch Frankreich hat seine Einreiseregeln verschärft. Mehr dazu im Audio:

06:00 Uhr | Der Ticker am Sonntag, 24. Januar 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 24. Januar 2021 | 06:00 Uhr

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