Coronavirus-Pandemie Ticker: Tschechien verlängert Notstand nun doch

Tschechien verlängert den Notstand, der eigentlich zum Montag auslaufen sollte, wegen der hohen Infektionszahlen um 14 Tage. Niedersachsens Regierungschef Weil fordert einen Plan, wie die Corona-Beschränkungen schrittweise gelockert werden können. Die EU-Gesundheitskommissarin Kyriakides kritisiert derweil die verschärften deutschen Einreiseregeln, die seit Sonntag für Reisende aus Tschechien und Tirol gelten. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

Unser Ticker am Sonntag, 14. Februar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:37 Uhr | Hunderte bei Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol abgewiesen

Am ersten Tag der Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol sind Hunderte Reisende zurückgeschickt worden. Nach Angaben der Bundespolizei in Pirna wird am Autobahn-Übergang Breitenau-Schönwald jedes Fahrzeug kontrolliert. Ein Sprecher sagte MDR AKTUELL, es gebe lange Verzögerungen. In Bayern wurden laut Bundespolizei bis zum Nachmittag mehr als 2.200 Personen abgewiesen, weil sie nicht zur Einreise nach Deutschland berechtigt gewesen seien. Unterdessen will Bundesinnenminister Seehofer Sachsen und Bayern bis Dienstag Zeit geben, Ausnahmen festzulegen. In Sachsen gibt es diese schon für Ärzte, Kranken- und Altenpfleger sowie Saisonkräfte in der Landwirtschaft.

21:14 Uhr | Lob für Biontech-Impfstoff aus Israel

Der Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer ist einer israelischen Studie zufolge "extrem effektiv". Die Gesundheitsorganisation Clalit erklärte, die Corona-Infektionen, bei denen Symptome auftreten, seien nach der der Verabreichung von zwei Impfstoff-Einheiten um 92 Prozent gesunken. Dies habe eine Auswertung unter 600.000 Personen ergeben. Zwar hätten schon klinische Studien eine hohe Wirksamkeit des Vakzins gezeigt. Jetzt sehe man aber, dass dies auch "in der realen Welt" so sei.

18:31 Uhr | Städtebund für Ausweitung von Corona-Spucktests

Der Städte- und Gemeindebund setzt nach ersten positiven Erfahrungen mit Corona-Spucktests auf einen flächendeckenden Einsatz.

Tim (9) führt unter der Aufsicht seines Vaters einen Corona-Selbsttest durch. Seit dem 18.01.2021 kommen an österreichischen Schulen Corona-Selbsttests für Schüler und Lehrer zum Einsatz - aufgrund der verschobenen Rückkehr in den Präsenzunterricht allerdings nur eingeschränkt.
In Österreich gibt es an Schulen bereits seit Mitte Januar Corona-Selbsttests für Schüler und Lehrer. Bildrechte: dpa

Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", gerade die Selbsttests hätten ein immenses Potenzial und könnten ein wichtiges Mittel sein, um weitere Öffnungsperspektiven zu schaffen. Diese Spucktests sollten für öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Kitas unentgeltlich von Bund und Ländern beschafft und schnell bereitgestellt werden. Landsberg sagte, wenn die Infektionszahlen weiter sinken, könnten Schnelltests auch für die Öffnung von Restaurants, Hotels, Museen und Sportstätten eine wichtige Perspektive bieten.

In Potsdam werden seit diesem Monat Corona-Spucktests von Kita-Erziehern genutzt. Sie müssen sich zweimal wöchentlich selbst zu Hause testen und dürfen nur bei negativem Ergebnis zur Arbeit gehen. Allerdings sind die in Potsdam verwendeten Tests noch nicht für den Laiengebrauch zugelassen, sondern sollten von Fachpersonal durchgeführt werden.

18:12 Uhr | Großbritannien beginnt Impfungen der zweiten Risiko-Gruppe

In Großbritannien ist die erste Phase der Impfung der Bevölkerung weitgehend abgeschlossen. Wie Premierminister Boris Johnson in einer Videobotschaft auf Twitter mitteilte, haben 15 Millionen Menschen der am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen die erste Corona-Impfung erhalten.

Bislang wurden die über 70-Jährigen, Mitarbeiter und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Gesundheitspersonal und Hochrisikopatienten geimpft. In Phase 2 sind ab Montag die 65- bis 69-Jährigen sowie Risikopatienten an der Reihe.

Die britische Regierung hat sich als Ziel gesetzt, bis Mai alle über 50-Jährigen und bis September alle Volljährigen geimpft zu haben. Großbritannien ist mit mehr als vier Millionen Infizierten und über 116.000 Toten das am härtesten von der Corona-Pandemie betroffene Land Europas. Das Königreich war weltweit unter den ersten, die rasch mehrere Corona-Impfstoffe zuließen. Inzwischen hat es eine der höchsten Impfraten der Welt.

17:22 Uhr | Tschechien verlängert Notstand

Wegen der dramatisch hohen Corona-Infektionszahlen verlängert Tschechien nun doch den geltenden Notstand. Wie die Minderheitsregierung unter Ministerpräsident Andrej Babis mitteilte, gilt er von Montag an für 14 Tage. Man entspreche damit einer Bitte der Vertreter aller 14 Verwaltungsregionen einschließlich der Hauptstadt Prag. Seit Beginn der Pandemie gab es in dem Land mit gut zehn Millionen Einwohnern mehr als eine Million bestätigte Infektionen und 18.143 Todesfälle. Der Corona-bedingte Ausnahmezustand sollte eigentlich in der Nacht zum Montag auslaufen.

An den aktuellen Notstand sind zahlreiche Maßnahmen geknüpft wie Ausgangsbeschränkungen, Schließungen von Geschäften des nicht-alltäglichen Bedarfs sowie von Restaurants und Hotels. Für Ausländer gilt ein weitgehender Einreisestopp. Drei Corona-Hotspots im Westen und Norden Tschechiens sind von der Außenwelt isoliert. Sorgen bereitet den Behörden die ansteckendere britische Virusvariante. Deutschland hat den Bahnverkehr nach Tschechien eingestellt. An den Grenzen bildeten sich teils lange Warteschlangen.

16:59 Uhr | Kinder in suchtkranken Familien leider besonders unter Corona-Isolation

In Deutschland leben geschätzt drei Millionen Kinder in einer Familie, in der eine Suchtkrankheit herrscht. Es wird davon ausgegangen, dass die Zahlen noch steigen - auch in Thüringen. Nach Angaben der Thüringer Fachstelle für Suchtprävention wächst jedes fünfte Kind im Freistaat mit suchtkranken Eltern auf. Diese Kinder haben es laut Fachstelle in Corona-Zeiten besonders schwer. Ein Grund: Schulen und Kindergärten, die vielen Heranwachsenden Halt gegeben hätten, seien nun geschlossen.

15:15 Uhr | Update: Erste Lockerungen bei Einreiseregeln an der Grenze zu Tschechien und Tirol

Wenige Stunden nach Inkrafttreten der schärferen Einreiseregelungen an der Grenze zu Tschechien und dem österreichischen Bundesstaat Tirol hat es die ersten Lockerungen gegeben. Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, dürfen nun auch Berufspendler mit wichtigen Aufgaben in systemrelevanten Branchen nach Deutschland einreisen. Sie müssen dafür bis einschließlich Dienstag ihren Arbeitsvertrag dabeihaben. Danach sollen die Länder Bayern und Sachsen Betriebe als systemrelevant definiert und individuelle Bescheinigungen ausgestellt haben, die an der Grenze vorgezeigt werden sollen.

Aktuell gibt es an den Grenzübergängen Probleme mit Wartezeiten und fehlenden Dokumenten. Laut Polizei wussten viele Reisende noch nichts von den neuen Regeln.

14:03 Uhr | Japan lässt ersten Impfstoff fürs Land zu

Rund fünf Monate vor dem geplanten Termin für die Olympischen Sommerspiele in Japan haben die Behörden den ersten Corona-Impfstoff im Land zugelassen. Das Büro von Ministerpräsident Yoshihide Suga twitterte, das Vakzin von Biontech/Pfizer habe am Sonntag eine Sonderzulassung bekommen. Bereits am Mittwoch soll begonnen werden, das Präparat zu impfen. Zunächst sollen 10.000 bis 20.000 Mitarbeiter des Gesundheitswesens die Impfung erhalten. Weitere Ärzte und Pflegekräfte sowie ältere Menschen sollen ab April Zugang zu den Impfungen bekommen.

13:20 Uhr | Amt warnt vor hohen Radon-Werten im Homeoffice

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) warnt vor einer möglichen Radonbelastung bei dauerhaften Homeoffice im Keller. BfS-Experte Bernd Hoffmann sagte der "Wirtschaftswoche", in Kellerräumen würden mitunter Konzentrationen erreicht, die auf Dauer gesundheitsgefährdend seien. Die Belastung mit dem natürlich vorkommenden radioaktiven Edelgas sollte daher überprüft werden. In Kreisen wie Mansfeld-Südharz oder im Harz ebenso im Vogtland, im Erzgebirge, in Nordsachsen aber auch in Leipzig kommt Radon in erhöhter Konzentration vor. Es ist eine der häufigsten Ursachen für Lungenkrebs.

13:00 Uhr | Weil: Müssen Perspektivplan beschließen

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sieht in der Corona-Pandemie das lange Warten von einem Öffnungsschritt zum nächsten skeptisch. Der SPD-Politiker sagte dem "Tagesspiegel", er erwarte, dass beim nächsten Bund-Länder-Treffen am 3. März ein substanzieller Perspektivplan beschlossen werde. Er selbst halte es beispielsweise für schwierig, dass die Gastronomie erst anfangen könne, überhaupt über Umsätze nachzudenken, wenn die Inzidenzwerte unter 35 lägen.

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident in Niedersachsen, spricht auf einer Pressekonferenz im Landtag.
Niedersächsischer Ministerpräsident Stephan Weil Bildrechte: dpa

Bisher sollen Bundesländer nach dem 7. März ihre Läden, Museen und Galerien wieder öffnen können, falls die Infektionszahlen mehrere Tage lang stabil unter 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegen. Kanzlerin Angela Merkel hatte am Freitag im ZDF für ein vorsichtiges Lockern der Einschränkungen plädiert, um eine dritte Infektionswelle zu verhindern. Nach Auffassung der Kanzlerin sollte nach einem Öffnungsschritt 14 Tage gewartet werden bis zum nächsten Schritt.

12:28 Uhr | Haus der Geschichte sichert sich Ampulle

Das Haus der Geschichte in Bonn hat sich nach eigenen Angaben eine Ampulle aus der ersten Charge des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer für seine Ausstellung gesichert. In der "Rheinischen Post" wird Stiftungspräsident Hans Walter Hütter mit den Worten zitiert, dass die Impfampulle für das "Licht am Ende des Tunnels, für den medizinischen Fortschritt" stehe. Insgesamt habe das Museum schon mehr als 400 Objekte zur Pandemie gesammelt. Hütter bezeichnete die Pandemie "als epochalen Einschnitt in die jüngere Geschichte". Das sei nur mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs vergleichbar.

Drei Ampullen mit Impfstoff, davor eine Spritze
Drei Ampullen des Impfstoffes von Biontech/Pfizer Bildrechte: imago images/Laci Perenyi

11:44 Uhr | Betrug bei Corona-Hilfen – mehr als 25.000 Verdachtsfälle

Ermittler gehen einem Bericht zufolge bundesweit mehr als 25.000 Verdachtsfällen wegen Betrugs bei Corona-Soforthilfen nach. Insgesamt lägen den 16 Landeskriminalämtern und der beim Zoll angesiedelten "Financial Intelligence Unit" derzeit rund 25.400 konkrete Verdachtsfälle vor, berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine eigene Umfrage.

Aufgeführt seien Ermittlungsverfahren oder in Bearbeitung befindliche Anzeigen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hätten sich Betrüger auf Basis falscher Angaben Hilfen in signifikanter dreistelliger Millionenhöhe erschlichen.

Die überwiesene Novemberhilfe als außerordentliche Wirtschaftshilfe der Bundesregierung in der Corona-Krise ist auf einem Kontoauszug eines Restaurants zu lesen
Die überwiesene Novemberhilfe der Bundesregierung in der Corona-Krise ist auf einem Kontoauszug eines Restaurants zu lesen. Bildrechte: dpa

11:24 Uhr | Eisenach will Gratis-Schutzmasken verteilen

Die Stadt Eisenach verteilt wegen der Corona-Pandemie ab kommenden Mittwoch kostenlos 70.000 Schutzmasken. Das Land hat der Stadt dafür 14.000 FFP2-Masken und 56.000 OP-Masken zur Verfügung gestellt. Vorrangig sollen sie Menschen bekommen, die zu Risikogruppen gehören oder sich den Kauf nicht leisten können. Sozialdezernent Ingo Wachtmeister appellierte an die Solidarität der Eisenacher, dass jeder nur einmal Masken abholen möge und nicht mehrfach. Stadt und Feuerwehr organisieren die Ausgabe zu festen Terminen an verschiedenen Orten.

Mundnasenschutzproduktion
Blick in die Produktion von OP-Masken Bildrechte: imago images/BildFunkMV

10:27 Uhr | Zahl der Neuinfektionen geht weiter zurück

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen geht weiter zurück. Nach Angaben von Risklayer wurden am Samstag 6.491 neue Fälle binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 2.145 weniger als am Samstag der Vorwoche und rund 2.708 weniger als am Freitag.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz sank demnach bundesweit auf 62. In Mitteldeutschland meldete Thüringen am Samstag mit 347 Fällen die meisten neuen Infektionen. In Sachsen waren es 312, in Sachsen-Anhalt 257 Neuinfektionen. Die Zahlen beruhen auf der Datenbank des am Karlsruher Institut für Technologie angesiedelten Projekts Risklayer und differieren aufgrund des Meldezeitpunkts mit den Zahlen des RKI.

09:46 Uhr | Unikliniken setzen Antikörper-Medikamente noch nicht ein

An den Unikliniken in Mitteldeutschland sind die vom Bund für 400 Millionen Euro in den USA gekauften Antikörper-Medikamente gegen Corona noch nicht im Einsatz. Das ergaben Recherchen von MDR AKTUELL. Die Universitätskliniken in Dresden, Magdeburg und Jena teilten mit, bislang kein solches Medikament geliefert bekommen zu haben. Von der Universitätsklinik Leipzig hieß es, man habe das Medikament vor Kurzem erhalten. Bisher habe es aber noch keinen Einsatz gegeben. Den Nutzen der Behandlung wollte die Leipziger Universitätsklinik nicht kommentieren. In der Ärzteschaft ist der Einsatz der Antikörper-Medikamente umstritten.

09:27 Uhr | Milliardenverlust für Kreuzfahrtbranche

Die Kreuzfahrtbranche hat im vorigen Jahr einen Milliardenverlust durch die Corona-Pandemie gemacht. Der Verband für Schiffbau und Meerestechnik sprach von einem Verlust von mehr als 20 Milliarden Euro. Davon sei der Schiffbau direkt betroffen, da der Markt für den Neubau der Ozeanriesen ein nahezu rein europäischer sei, hieß es vom Verband. Auch wenn das Reisen wieder möglich werde, müssten die Reeder die riesigen Verluste erst wieder reinholen. Das werde Jahre dauern. Der Schiffsbau müsse sich daher neu orientieren. Verbandsgeschäftsführer Reinhard Lüken sagte, er sehe Chance für die Branche unter anderem im Ausbau der Wasserstofftechnologie.

Das Kreuzfahrtschiff «Mein Schiff 6» hat im Hamburger Hafen festgemacht.
Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 6" hier im Hamburger Hafen. Bildrechte: dpa

08:42 Uhr | Kyriakides gegen Grenzschließungen

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat sich gegen Schließungen der EU-Binnengrenzen ausgesprochen, mit denen die Ausbreitung von neuen Corona-Varianten eingedämmt werden soll. Kyriakides sagte der "Augsburger Allgemeinen", sie halte es für falsch, "dass wir wieder zu einem Europa mit geschlossenen Grenzen wie im März 2020 zurückkehren". Das Virus werde sich nicht von geschlossenen Grenzen aufhalten lassen. Kyriakides forderte die EU-Staaten auf, stärker mit Sequenzierungen die Ausbreitung der Mutanten zu untersuchen. Andernfalls stehe die EU "dem Problem blind gegenüber". Auch helfe gegen die Mutanten nur "konsequentes Impfen sowie die Einhaltung der Hygiene-Regeln".

08:21 Uhr | Kretschmer: Reisen zu Ostern nicht möglich

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hält Urlaubsreisen in den Osterferien für ausgeschlossen. Der "Bild am Sonntag" sagte der Politiker: "Ich bin dafür, Wahrheiten auszusprechen: Osterurlaub in Deutschland kann es dieses Jahr leider nicht geben." Zu große Mobilität im April etwa durch Reiseverkehr und Tourismus sei Gift. Damit würde alles zerstört, was man seit Mitte Dezember erreicht habe. Eine Rückkehr zur "Normalität" wie im vergangenen Herbst würde zu einer "Explosion der Infektionszahlen" führen, sagte der CDU-Politiker. Die Folge wäre ein harter Lockdown im Frühjahr. Das müsse man unbedingt vermeiden.

Für Sachsen bedeute dies, dass Gaststätten und Hotels auch über Ostern geschlossen blieben. Zudem könne der Spielbetrieb in Opernhäusern und Theatern frühestens nach den Feiertagen wieder aufgenommen werden.

06:45 Uhr | Vermögen der Reichsten deutlich gestiegen

Die Corona-Krise hat die Ungleichheit zwischen Arm und Reich weiter verschärft. Das geht aus einer Auswertung des Finanzforschungsinstituts "Flossbach von Storch" hervor, die der "Welt am Sonntag" vorliegt. Danach stieg das Vermögen der reichsten zehn Prozent in Deutschland im vergangenen Jahr um 7,2 Prozent. In der unteren Mittelschicht betrug das Plus dagegen nur 1,8 Prozent. Hauptgrund für die Entwicklung seien gestiegene Preise bei Immobilien und Aktien. Darin investiere die Oberschicht stärker als die Mittelschicht.

Skyline der Bankenstadt Frankfurt am Main
Bankenskyline in Frankfurt am Main. Bildrechte: dpa

06:35 Uhr | Krankenkassen verzeichnen mehr Psychotherapien

Die Zahl der Menschen, die sich wegen psychischer Leiden behandeln lassen, ist während der Corona-Pandemie stark gestiegen. Das berichtet die "Welt am Sonntag" und beruft sich auf Daten mehrerer Krankenkassen. Bei der Debeka nahm die Zahl der eingereichten Therapie-Rechnungen demnach im November im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 27 Prozent zu. Bei der IKK Südwest stieg die Zahl genehmigter Anträge im Vergleich zum Vorjahr um fast 40 Prozent. Die AOK gab dem Bericht zufolge an, keine signifikante Zunahme der Anträge zu beobachten. Jedoch seien Versicherte im Schnitt wegen psychischer Leiden länger krankgeschrieben.

06:21 Uhr | Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol

An den Grenzen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol sind um Mitternacht schärfere Einreiseregeln in Kraft getreten. Aus Angst vor den dort verbreiteten, ansteckenderen Varianten des Coronavirus wird an den Grenzübergängen in Sachsen und Bayern stärker kontrolliert. Nach einer Verordnung des Bundesinnenministeriums dürfen aus den betroffenen Gebieten nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis einreisen. Ausnahmen gibt es für Ärzte, Kranken- und Altenpfleger sowie für Lkw-Fahrer und landwirtschaftliche Saisonkräfte. Auch wer aus wichtigen familiären Gründen kommt, etwa zur Beerdigung eines Angehörigen, darf die Grenze passieren. Für alle Einreisenden gilt, dass sie einen negativen Coronatest vorweisen müssen. Uwe Lueb erklärt im Audio die neuen Regelungen.

06:00 Uhr | Der Ticker am Sonntag, 14. Februar 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 14. Februar 2021 | 11:30 Uhr

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