Coronavirus-Pandemie Ticker: Eurowings stockt Mallorca-Flüge auf

Wegen enormer Nachfrage hat Eurowings kurzfristig 300 Zusatzflüge nach Mallorca rund um Ostern aufgelegt. Im sächsischen Landkreis Zwickau stehen unterdessen Lockerungen wieder auf der Kippe. SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach fordert einen bundesweiten Schulstopp bis Ostern. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

Unser Ticker am Sonntag, 14. März 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:42 Uhr | Aufarbeitung nach Ausschreitungen in Dresden

Bei der verbotenen Demo gegen die Corona-Maßnahmen in Dresden war es zu Ausschreitungen gekommen. Ein Gespräch dazu mit Albrecht Pallas, Polizist und innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag.

21:34 Uhr | Gericht stoppt Stadtratssitzung in Halle zu Suspendierung von Wiegand

Das Verwaltungsgericht Halle hat eine für morgen geplante Sondersitzung des Stadtrates abgesagt. Dabei sollte über eine Suspendierung von Oberbürgermeister Bernd Wiegand entschieden werden. Ein Mitglied des Stadtrates war dagegen gerichtlich vorgegangen, weil seiner Ansicht nach die Frist für die Einberufung des Stadtrates nicht eingehalten wurde. Das Verwaltungsgericht gab ihm Recht. Der Beschluss kann angefochten werden.

Hintergrund für die Stadtrats-Sitzung ist die Impfaffäre. Wiegand und mehrere Stadträte waren im Januar gegen Corona geimpft worden, obwohl sie regulär noch nicht an der Reihe waren.

21:14 Uhr | Astrazeneca: Millionen Geimpfte ohne Hinweise auf höheres Risiko

Der schwedisch-britische Pharmakonzern Astrazeneca hat Sorgen um die Sicherheit seines Corona-Impfstoffs zurückgewiesen. Wie der Konzern mitteilte, sind die Daten von mehr als 17 Millionen Geimpften in der EU und Großbritannien analysiert worden. Daraus lasse sich kein höheres Risiko für Lungenembolien oder Thrombosen belegen. Ähnlich hatte sich Astrazeneca bereits am Freitag geäußert und dabei auf 10 Millionen Datensätze verwiesen.

Mehrere Länder haben die Impfungen mit dem Präparat des Unternehmens ausgesetzt. Zuvor hatte es Berichte über einen Todesfall und schwere Erkrankungen gegeben, nachdem Patienten das Mittel erhalten hatten. Allerdings wurde auch betont, dass unklar sei, ob es einen Zusammenhang mit dem Impfstoff gebe.

19:18 Uhr | Eurowings stockt Mallorca-Flüge drastisch auf

Die Fluggesellschaft Eurowings bietet wegen hoher Nachfrage für Mallorca-Flüge um Ostern herum 300 Zusatzverbindungen an. Das Unternehmen verzeichnete zuletzt nach eigenen Angaben Reisebuchungen "in einer bisher nicht gekannten Dynamik".

Das Robert Koch-Institut hatte die Balearen und andere spanische Gebiete wegen gesunkener Infektionszahlen von der Liste der Corona-Risikogebiete genommen. Damit entfällt bei einer Rückkehr von dort die Quarantänepflicht. Wie Eurowings mitteilte, waren innerhalb von Stunden nach der Ankündigung zahlreiche Flugverbindungen ausgebucht.

18:10 Uhr | Lauterbach für Schulstopp bis Ostern

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat einen Schulstopp bis Ostern gefordert. Lauterbach sagte der "Rheinischen Post", die dritte Corona-Welle rolle bereits seit zwei Wochen durch Deutschland. Besonders bei Jüngeren verbreiteten sich die Virus-Mutationen.

Ein Mädchen mit Schultüte und Corona-Maske 13 min
Bildrechte: imago images / MiS

17:48 Uhr | Ramelow fordert zusätzliche Impfdosen für Corona-Hotspots

Thüringen hofft auf bis zu 100.000 zusätzliche Impfdosen aus einem EU-Sonderkontigent. Ministerpräsident Bodo Ramelow sagte, er habe darüber schon mit Kanzlerin Angela Merkel gesprochen. Er gehe davon aus, dass das Sonderkontingent an Landkreise verteilt werde, deren Inzidenz über 200 liege.

Hintergrund ist die Ankündigung, dass die EU in den nächsten Wochen vier Millionen zusätzliche Impfdosen von Biontech bekommen soll. Laut Kommissionschefin Ursula von der Leyen soll das Zusatzpaket gezielt für Impfungen in Corona-Hotspots genutzt werden.

16:48 Uhr | Landkreis Zwickau vor erneuten Regel-Verschärfungen

Dem Landkreis Zwickau drohen ab Dienstag wieder verschärfte Corona-Schutz-Regeln. Laut Landrat Scheurer betrifft das neben körpernahen Dienstleistungen auch die Möglichkeit zum Terminshopping sowie die Individualsportregelung. Auch Schulschließungen seien wieder zu erwarten.

Grund ist die sprunghaft gestiegene 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Menschen. Nach den für Lockerungen oder Schließungen entscheidenden Zahlen des Robert Koch-Instituts weist der Landkreis seit Donnerstag Werte über 100 auf - mit deutlich steigender Tendenz. Die sächsische Corona-Schutzverordnung sieht verschärfte Einschränkungen vor, wenn die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Wert von 100 im Landkreis übertrifft.

16:13 Uhr | Wöller: Coronaleugner treten Gesundheit aller mit Füßen

Sachsens Innenminister Roland Wöller hat die Attacken auf Polizisten und Journalisten bei einer verbotenen Demonstration in Dresden verurteilt. Der CDU-Politiker sagte, die Coronaleugner hätten gestern mit roher Gewalt und grenzenlosem Egoismus gezeigt, dass sie den Rechtsstaat und die Gesundheit aller mit Füßen träten. Die Straftäter würden mit aller Härte des Rechtsstaates zur Verantwortung gezogen. Auch Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung und das Versammlungsrecht werde man konsequent ahnden. Wöller versprach zugleich, der Einsatz werde gründlich und kritisch aufgearbeitet. Eine Vorverurteilung von Polizeikräften dürfe es aber nicht geben.

Linke, Grüne und SPD werfen der Polizei vor, die Lage nicht im Griff gehabt zu haben. Sie fordern deshalb eine Sondersitzung des Innenausschusses im Landtag.

13:35 Uhr | Verdacht auf Terrorfinanzierung bei Coronahilfen

Einige Corona-Soforthilfen der Bundesregierung sind Medienberichten zufolge für die Finanzierung von Terroraktivitäten missbraucht worden. Wie die "Welt am Sonntag" berichtet, führen Staatsschutz und Staatsanwaltschaft in Berlin mehr als 100 Ermittlungsverfahren. Sie richteten sich gegen Einzelpersonen, Moscheevereine und Vereinigungen, die dem islamistischen Spektrum zugerechnet würden. Die Behörden prüften, ob und in welchem Ausmaß Corona-Soforthilfen kassiert worden seien, ohne dass ein Anspruch bestanden habe. In mindestens drei Fällen gebe es Hinweise darauf, dass Geld in Kriegsgebiete im Nahen Osten geflossen sei.

13:20 Uhr | Angriffe auf Bahn-Mitarbeiter

Trotz der Präsenz der Bundespolizei werden Zugbegleiter und Mitarbeiter der Deutschen Bahn immer wieder von Maskenverweigerern beschimpft und angegriffen. "Unsere Mitarbeiter wurden 2020 rund 200 Mal in Handgreiflichkeiten mit Maskenverweigerern verwickelt", sagte ein Unternehmenssprecher der "Bild am Sonntag". Insgesamt sei die Akzeptanz von Masken bei den Reisenden nach wie vor aber sehr hoch: Mehr als 99 Prozent der Kunden hielten sich an die Tragepflicht. Von September 2020 bis 4. März 2021 erteilte die Bundespolizei nach "BamS"-Informationen 312.000 "Belehrungen wegen Verstoßes gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung" in Zügen und auf Bahnhöfen.

12:57 Uhr | EU: Pfizer/Biontech kann Astrazeneca-Verzögerungen wettmachen

Die EU-Kommission hält an ihren Impfzusagen fest trotz der Lieferverzögerungen beim Pharmakonzern Astrazeneca. Industriekommissar Thierry Breton sagt dem französischen Radiosender Europe 1: "Die gute Nachricht ist, dass obwohl es Verzögerungen bei Astrazeneca gibt, wir mit unserem Impfprogramm im ersten Quartal nicht in Verzug kommen." Denn der Biontech-Partner Pfizer werde für Ausgleich sorgen, da er "viel mehr als geplant" produzieren und an die EU liefern werde. Astrazeneca hatte kürzlich weitere Lieferverzögerungen bekannt gegeben.

11:47 Uhr | Wenig Optimismus in der Pandemie

Bei vielen Menschen in Mitteldeutschland ist die Stimmung ein Jahr nach Ausrufung der Pandemie durch die WHO negativ, rund ein Drittel gaben zuletzt an, dass es ihnen schlecht geht. Das geht aus Daten von MDRfragt hervor.

09:58 Uhr | Intensivmediziner warnt vor verschärftem Personalmangel

Eine Arztin und eine Pflegerin ziehen in der Intensivstation des Luisenhospitals Infektionsschutzkleidung.
Die Coronakrise pringt viele Pfleger an die Belastungsgrenze. Bildrechte: dpa

Intensivmediziner warnen vor einer massiven Verschärfung des Personalmangels auf den Intensivstationen. "Die Krise der deutschen Pflege hat sich durch die Corona-Pandemie jetzt noch einmal erheblich verschärft und wird sich weiter verschärfen", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Montag. "Wir müssen die Flucht aus dem Pflegeberuf unbedingt stoppen." In der beginnenden dritten Welle der Corona-Pandemie hielten die Pflegenden derzeit aus Pflichtgefühl noch durch. Die Frage sei aber, was danach komme. Einer aktuellen Umfrage zufolge trage sich derzeit fast jeder dritte Pflegende mit dem Gedanken, aus dem Beruf auszusteigen.

09:05 Uhr | Jenas OB hält Unterschiede bei Corona-Regeln für größtes Problem

Der Oberbürgermeister von Jena, Thomas Nitzsche, hat die unterschiedlichen Corona-Regeln als eines der größten Probleme in der Pandemie-Bewältigung bezeichnet. Der FDP-Politiker sagte im "Interview der Woche" bei MDR AKTUELL, Regeln müssten einfach gehalten und nachvollziehbar sein. Deshalb sei es zwar richtig, sich für weitere Öffnungsschritte am Inzidenzwert zu orientieren. Das sei für alle leicht verständlich, ablesbar und leicht planbar.

08:36 Uhr | Infektionen nehmen weiter rasant zu

Die Gesundheitsämter registrieren weiter stark steigende Zahlen an Neuinfektionen. Am Samstag wurden laut dem Risklayer-Projekt fast 10.600 weitere Infektionen mit dem Coronavirus registriert – das sind fast 2.500 mehr als vor einer Woche. Der Sieben-Tage-Schnitt erhöhte sich weiter und liegt bei fast 9.600 Neuinfektionen.

Die Inzidenzen in den mitteldeutschen Ländern (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen) stiegen weiter. Sie liegt nun in Thüringen bei 163, in Sachsen bei 116 und in Sachsen-Anhalt bei 111.

08:24 Uhr | EU-Kommissionsvize räumt Fehler bei Impfstoff-Bestellungen ein

EU-Kommissionsvize Frans Timmermans hat Versäumnisse in der Impfstrategie der Europäischen Union eingeräumt. Timmermans sagte dem "Tagesspiegel am Sonntag", bei der Bestellung der Impfstoffe seien sowohl in Brüssel als auch in den Mitgliedstaaten Fehler gemacht worden. Er sei bereit, am Ende der Pandemie eine Bilanz zu ziehen. Jetzt gehe es aber darum, dass ganz Europa Impfstoff bekomme. Mehrere Länder werfen der EU-Kommission vor, bei den Bestellungen zu langsam gehandelt zu haben. Auch die Verteilung der Impfstoffdosen wird teilweise als ungerecht empfunden.

07:41 Uhr | Erstes Quartal: Lockdown kostet Wirtschaft 50 Milliarden Euro

Der Lockdown kostet die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2021 rund 50 Milliarden Euro. In einem Vorabbericht der "Bild am Sonntag" sagt Michael Hüther, der Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW), der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts durch die Corona-Krise belaufe sich damit bislang auf 250 Milliarden Euro: "Die Corona-Krise war und ist ein Schock für die deutsche Wirtschaft, der seinesgleichen sucht."

Zwar hätten die Hilfspakete der Bundesregierung und das Kurzarbeitergeld schlimmere Folgen abwenden können, doch hätten die Auszahlungen der Hilfen teilweise zu lange auf sich warten lassen. Das IW schätzt die Zahl der "Zombie"-Unternehmen, die nur noch existieren, weil die Insolvenzpflicht ausgesetzt ist, auf 5.000.

07:21 Uhr | Weitere Blutgerinnsel nach Astrazeneca-Impfungen in Norwegen

In Norwegen sind nach Astrazeneca-Impfungen erneut Komplikationen aufgetreten. Die Gesundheitsbehörde in Oslo berichtet von drei Fällen, in denen es zu Blutgerinnseln und Hirnblutungen kam. Betroffen seien jüngere Menschen. Sie würden im Krankenhaus behandelt. Jeder unter 50 Jahre, der mit Astrazeneca behandelt worden sei und sich unwohl fühle, solle vorsichtshalber einen Arzt aufsuchen. Wegen ähnlicher Fälle haben mehrere europäische Länder Impfungen mit dem Vakzin ausgesetzt, darunter Norwegen. Die Weltgesundheitsorganisation sieht bisher keinen Zusammenhang zwischen den Blutgerinnseln und Astrazeneca, will die Berichte aber prüfen.

06:49 Uhr | RKI: Mallorca kein Risikogebiet mehr

Mallorca gilt seit heute nicht mehr als Corona-Risikogebiet. Das Robert Koch-Institut hat die entsprechende Einstufung zurückgenommen. Damit ist Urlaub auf der Insel wieder ohne Quarantäne und Testpflicht nach der Rückkehr möglich. Die Inzidenz auf Mallorca liegt derzeit bei 21. Der Grenzwert für die Einstufung als Risikogebiet liegt bei 50. Die Lufthansa verzeichnete nach eigenen Angaben in den vergangenen zwei Wochen bereits einen deutlichen Anstieg bei Buchungen für die Osterzeit.

06:28 Uhr | Astrazeneca-Lieferengpässe: Keine Auswirkungen auf Sachsen

Die Lieferausfälle beim Corona-Impfstoff von Astrazeneca haben vorerst keine Auswirkungen auf Sachsen. Das teilte ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuz MDR AKTUELL mit.

In Thüringen wurden Impfungen mit Astrazeneca gestoppt. In Sachsen-Anhalt werden die vorgezogenen Impfungen von Polizisten verschoben. Astrazeneca kann im ersten Halbjahr nur 100 Millionen Dosen an die EU liefern. Zugesagt waren ursprünglich mehr als doppelt so viele.

06:00 Uhr | Der Ticker am Sonntag, 14. März 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 14. März 2021 | 06:00 Uhr

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