Coronavirus-Pandemie Ticker vom Sonntag: Scholz erwartet Erleichterungen für Geimpfte

Vizekanzler Scholz ist zuversichtlich, dass Erleichterungen für vollständig Geimpfte bereits in der nächsten Woche kommen. Sachsens Kultusminister Piwarz will Familien generell Vorrang bei Covid-19-Impfungen einräumen. Der geplante europäische Corona-Impfnachweis lässt sich einem Bericht zufolge problemlos fälschen. Ab Anfang Juni sollen Betriebsärzte ins Impfgeschehen einsteigen. Alle aktuellen Entwicklungen in unserem Coronavirus-Ticker.

Olaf Scholz
Scholz geht davon aus, dass Erleichterungen für Geimpfte schon in der kommenden Woche beschlossen werden. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Sonntag, 2. Mai 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:10 Uhr | Frankreich lockert ab Montag Corona-Auflagen

Frankreich lockert erstmals seit Inkrafttreten des Lockdowns vor einem Monat seine Corona-Auflagen. Wie Staatspräsident Emmanuel Macron ankündigte, dürfen sich die Bürger ab Montag tagsüber wieder frei bewegen. Bisher galt eine Zehn-Kilometer-Grenze um die Wohnung für nicht notwendige Fahrten. Zudem kehren Mittelschulen und Gymnasien zum Präsenzunterricht zurück. Kitas und Grundschulen sind bereits seit einer Woche geöffnet. Ab dem 19. Mai ist die Öffnung von Außengastronomie und Kulturstätten geplant. Die nächtliche Ausgangssperre soll dann statt bisher 19 Uhr erst um 21 Uhr beginnen.

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Menschen zwischen Euphorie und Skepsis

MDR AKTUELL Fr 30.04.2021 11:21Uhr 02:54 min

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20:55 Uhr | Scholz erwartet Erleichterungen für Geimpfte bereits kommende Woche

Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz ist zuversichtlich, dass Erleichterungen für vollständig Geimpfte und Genesene schon in der nächsten Woche beschlossen werden. Der SPD-Politiker sagte in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin", er halte es für realistisch, dass die Verordnung bis Mittwoch ins Kabinett komme. Bis Freitag könnten dann Bundestag und Bundesrat zustimmen. Wenn feststehe, dass von vollständig Geimpften keine Gefahr ausgehe, müssten auch die Beschränkungen aufgehoben werden.

Die Verordnung sieht unter anderem Erleichterungen bei Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen vor. Einige Bundesländer haben derartige Regelungen bereits beschlossen. So müssen vollständig Geimpfte und Genesene zum Beispiel im Einzelhandel keinen negativen Schnelltest mehr vorweisen. Auch die Quarantäne für Einreisende aus Corona-Risikogebieten soll entfallen.

Die Pläne sind nicht unumstritten, weil sie Nichtgeimpfte klar benachteiligen. Zudem werden immer wieder Fälle bekannt, dass auch vollständig gegen einen schweren Verlauf von Covid-19 geimpfte Personen positiv getestet wurden. Auch ein wissenschaftlicher Nachweis, dass Geimpfte das Coronavirus nicht mehr weitergeben können, steht bislang aus. Der Deutsche Ethikrat warnt vor einer Spaltung der Gesellschaft.

18:35 Uhr | Sachsens Kultusminister fordert Impfvorrang für Familien

Christian Piwarz spricht in der Staatskanzlei während einer Pressekonferenz hinter zwei TV-Kameras.
Piwarz: "Aufgabe der Politik muss sein, dass Familien beim
Impfen ganz vorn
stehen."
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Sachsens Kultusminister Christian Piwarz will Familien einen Vorrang bei der Covid-19-Schutzimpfung gewähren. Der CDU-Politiker sagte der "Leipziger Volkszeitung", die Aufgabe der Politik müsse es sein, dass Familien beim Impfen nicht ganz hinten, sondern ganz vorn stehen. Deshalb müsse nicht nur die Impfgrenze auf zwölf Jahre gesenkt werden, sondern auch eine Freigabe der Impfpriorisierung für ganze Familien erfolgen. Sie dürften nicht darunter leiden, dass es immer noch nicht ausreichend Impfangebote gebe.

18:25 Uhr | Klinikverband sieht Entlastung der Intensivstationen

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft DKG erwartet bei der Zahl der Intensivpatienten keinen exponentiellen Anstieg mehr. DKG-Chef Gerald Gaß sagte der "Bild"-Zeitung, die Kliniken in Deutschland würden überwiegend eine leichte Entlastung spüren. Man habe über etwa zwei Wochen relativ konstante Zahlen bei den Neuinfektionen. "Das gibt uns die Zuversicht, dass wir auch beim Zuwachs der Intensivpatienten bis auf weiteres keinen exponentiellen Anstieg befürchten müssen."

18:07 Uhr | Köpping zeigt Verständnis für Protestaktion vor Sozialministerium

Nachdem Mitarbeiter von Baumarkt-Gartencentern Kompost vor das sächsische Sozialministerium gekippt haben, äußert Hausherrin Petra Köpping Verständnis für den Protest. Die Art und Weise lehnt die SPD-Politikerin jedoch ab. Der Protest richtete sich gegen die Schließung von an Baumärkte angeschlossene Gartencenter aufgrund einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 150. Köpping sagte, sie könne die Sorgen und Nöte der Wirtschaftsunternehmen sehr gut nachvollziehen. Sie verstehe jedoch nicht, dass man mit Kreuzen auffahre.

18:00 Uhr | Deutsche Hilfslieferungen in Indien eingetroffen

In Indien sind erste Hilfslieferungen aus Deutschland eingetroffen, unter anderem 120 Beatmungsgeräte. Derweil spielen sich in dem Land in weiterhin dramatische Szenen ab.

Menschen stehen nach Sauerstoff an. 1 min
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16:12 Uhr | Millionen orthodoxe Christen feiern in ihren Kirchen das Osterfest

Millionen orthodoxe Christen haben trotz der Corona-Pandemie in ihren Kirchen das Osterfest gefeiert. In vielen orthodoxen Ländern Ost- und Südosteuropas waren Gottesdienstbesuche - anders als vor einem Jahr - wieder erlaubt. Vielerorts war die Zahl der Teilnehmer allerdings begrenzt. Viele Gläubige trugen Masken.

Allein in Russland strömten nach Behördenangaben in der Nacht zum Sonntag fast zwölf Millionen Menschen in die Kirchen. Das Oberhaupt der Russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill, sagte in seiner Predigt in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale, Ostern sei ein Fest der Hoffnung. Er wünsche sich, dass das Volk bald vollständig von dem Virus befreit werde.

In vielen griechischen Städten gab es um Mitternacht ein Osterfeuerwerk. Den Griechen war es aber untersagt, zu den Osterfeiern im großen Familienkreis in ihre Heimatdörfer und auf ihre Heimatinseln zu reisen. In Bulgarien wiesen die Behörden die Gläubigen an, auf das traditionelle Küssen von Heiligen-Ikonen zu verzichten.

Der russisch-orthodoxe Kirchenpatriarch Kirill leitet den Ostergottesdienst.
Der russisch-orthodoxe Kirchenpatriarch Kirill leitet in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale den Ostergottesdienst. Bildrechte: dpa

15:06 Uhr | Lufthansa-Gruppe fliegt im Sommer mehr als hundert Ziele an

Die Lufthansa und ihr Tochterunternehmen Eurowings wollen in diesem Sommer mehr als hundert Urlaubsziele anfliegen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr sagte der "Bild am Sonntag", das sei ein "absoluter Rekord in der Firmengeschichte". Spohr forderte zugleich Erleichterungen für geimpfte Passagiere. Man brauche international gültige digitale Impf- und Testnachweise, um die "kaum kontrollierbare Quarantäne" zu ersetzen. Der geplante EU-Impfpass wäre ein Durchbruch. Erste Länder öffneten bereits ihre Grenzen für Geimpfte. Es sei zu erwarten, dass schnell weitere hinzukommen.

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Corona macht das Reisen weiter schwierig

MDR AKTUELL Do 29.04.2021 09:39Uhr 01:10 min

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13:58 Uhr | Geringe Teilnahme an Modellprojekt für Vielfalt an Thüringer Kitas

In Thüringen beteiligen sich weniger Kindergärten als vorgesehen an einem Modellprojekt für mehr Vielfalt. Wie das Bildungsministerium mitteilte, beantragten 82 Kindergärten die Zuschüsse. Vorgesehen waren Gelder für bis zu 130 Kitas. Ein Ministeriumssprecher sagte dem MDR, Grund für die geringe Nachfrage könne die Corona-Pandemie sein. Mit dem Projekt sollen Kinder mit Fluchterfahrungen, aus sozial schwachen Familien oder mit Lerndefiziten gezielt gefördert werden. Dabei sind auch Kooperationen mit Künstlern und mit Menschen aus dem handwerklichen Bereich vorgesehen. Außerdem soll das Projekt wissenschaftlich begleitet werden. Für das zusätzliche Personal sind über elf Millionen Euro eingeplant.

13:36 Uhr | Bundeswehr hilft in Delitzsch aus

Die Bundeswehr ist an diesem Wochenende in Delitzsch mit zusätzlichen Corona-Impfteams im Einsatz. Wie die "Leipziger Volkszeitung" berichtet, wurden gestern 500 Menschen aus der Prioritätsgruppe 3 geimpft, heute sollen weitere 500 folgen. Für die Impfungen wurden Beschäftigte von Betrieben ausgewählt, die zur kritischen Infrastruktur gehören.

13:17 Uhr | Heil dringt auf Gesetz für Tariflöhne in der Pflege

Hubertus Heil
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Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat sich für gesetzliche Vorgaben für eine bessere Bezahlung von Pflegekräften noch vor der Bundestagswahl ausgesprochen. Der SPD-Politiker sagte der "Bild am Sonntag", Bundesgesundheitsminister Jens Spahn habe bisher keine konkrete Lösung vorgelegt, aber die Zeit dränge. Deshalb schlage er ein "Pflege-Tariftreue-Gesetz" vor. Das solle noch im Sommer beschlossen werden. Zur Stoßrichtung sagte Heil:

Betreiber von Pflegeeinrichtungen bekommen nur dann Geld aus der Pflegeversicherung, wenn sie ihren Beschäftigten Tariflöhne zahlen.

Eine bessere Bezahlung von Altenpflegekräften, die zu einem großen Teil nicht mit Tarifverträgen abgesichert arbeiten, ist ein erklärtes Ziel der Koalition. Ein Anlauf für einen Tarifvertrag, den Heil für die gesamte Branche für allgemeinverbindlich erklären wollte, war zu Jahresbeginn am Widerstand kirchlicher Arbeitgeber wie der Diakonie gescheitert.

12:43 Uhr | Geplanter EU-Impfnachweis offenbar nicht fälschungssicher

Der geplante europäische Corona-Impfnachweis lässt sich einem Medienbericht zufolge problemlos fälschen. Wie die "Welt am Sonntag" berichtet, plant das Gesundheitsministerium, dass die im gelben Impfpass eingetragenen Impfnachweise umstandslos in Arztpraxen, Impfzentren oder in Apotheken auf den neuen EU-Impfausweis übertragen werden können. Da dieser Nachweis im gelben Impfpass aber leicht zu fälschen sei, sei auch das darauf aufbauende neue EU-Zertifikat entsprechend anfällig für Betrug.

Ein europaweit anerkannter Nachweis soll Geimpften bald weitgehende Freiheiten ermoeglichen.
Der geplante europäische Covid-19-Impfnachweis ist wohl nicht ganz fälschungssicher. Bildrechte: 117041009

Das Bundesgesundheitsministerium räumte gegenüber der Zeitung die Sicherheitslücke ein. Das Ministerium erklärte, bei der Prüfung der analogen Impfpässe sei "besondere Vorsicht geboten". Das gelte auch, wenn die Informationen in einen digitalen Impfpass übertragen würden. Ein EU-Kommissionssprecher erklärte dagegen, der EU-Impfnachweis sei sicher. Die Umschreibung von Papiernachweisen auf digitale grüne Zertifikate sei eine rein deutsche Lösung, kein Vorschlag der Europäischen Kommission. Es sei hier besonders wichtig, dass die vorgelegten Papierdokumente sorgfältig geprüft und abgeglichen würden.

Die Hackervereinigung Chaos Computer Club (CCC) sieht die Verantwortung für die offene Sicherheitslücke beim Gesundheitsministerium. Sprecher Matthias Marx sagte: "Das hätte man auch besser lösen können - mit Hologrammaufklebern etwa, mit geprägtem Papier, mit Materialien, die sich nicht jeder auf Amazon zusammenklicken kann." Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte vergangene Woche angekündigt, den digitalen Impfpass möglichst schnell zugänglich zu machen. Dafür solle dass Infektionsschutzgesetz entsprechend geändert werden. Demnach soll der digitale Impfpass in der "zweiten Hälfte des zweiten Quartals" einsatzbereit sein.

11:50 Uhr | Kompost-Protest von Baumarkt-Mitarbeitern in Dresden

Mitarbeiter einer Baumarktkette haben am Morgen Blumen, Topfpflanzen und Kompost vor das Sächsische Sozialministerium gekippt. Firmenchef Stephan Lichtenstein sagte MDR SACHSEN, die Aktion richte sich gegen die Corona-Regelung, dass an Baumärkte angeschlossene Gartencenter im Freistaat nicht mehr öffnen dürfen. Reine Gartenfachmärkte, aber auch Supermärkte könnten dagegen das gleiche Sortiment ohne Einschränkungen verkaufen. Sachsen gefährde die Existenz von mittelständischen Händlern und Produzenten, kritisierte der Chef der Baumarkt-Kette mit Filialen in Sachsen und Thüringen mit Verweis auf seine Zulieferer. In anderen Bundesländern dürfen die Gartenabteilungen von Baumärkten öffnen.

11:05 Uhr | Saale-Orla-Kreis ist bundesweiter Corona-Hotspot

Wie aus Daten des Risklayer-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie hervorgeht, liegen die drei Landkreise mit dem höchsten Infektionsgeschehen Deutschlands weiterhin in Thüringen und Sachsen. Demnach erreichte der Saale-Orla-Kreis in Thüringen am Samstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 421 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner und liegt damit an der bundesweiten Spitze. Der Erzgebirgskreis lag bei 374, Mittelsachsen bei 354.

Auch im Landesschnitt haben Sachsen (232) und Thüringen (225) weiterhin die höchsten Inzidenzwerte. Sachsen-Anhalt (179) ist ebenfalls deutlich über dem Bundesschnitt. Dieser sank am Samstag den fünften Tag in Folge auf nun 156. Erstmals wieder unter die Marke von 100 schafften es Leipzig (99), Magdeburg (98) und das Jerichower Land (90).

10:31 Uhr | Linke schlägt Corona-Impfungen in Schulen vor

Um das Tempo beim Impfen zu erhöhen, schlägt die sächsische Linken-Bildungspolitikerin Luise Neuhaus-Wartenberg Corona-Impfungen in Schulen vor. Sie forderte die Landesregierung in Dresden auf, entsprechende Vorbereitungen zu treffen. Mobile Impfteams sollten in Schulen zum Einsatz kommen, sobald ein Impfstoff für Kinder ab zwölf Jahren verfügbar sei. Die Schulen bräuchten Pläne für geeignete Räume und Abläufe. Da bei Arztgesprächen bei Jugendlichen bis 18 Jahren immer auch die Eltern dabei sein müssen, brauche man dafür "kreative Lösungen bei der Terminfindung".

Neuhaus-Wartenberg sagte, es ist eines der drängendsten Ziele der Pandemiebekämpfung, den Infektionsschutz an den Schulen zu gewährleisten. Auch hierzu seien Schutzimpfungen der Schlüssel. Es sei gut, dass das Lehrpersonal sich impfen lassen kann. Aber auch die Schülerinnen und Schüler müssten so schnell wie möglich geschützt werden. Sie bezweifele, dass eine Durchimpfung über die Kinder- und Hausarztpraxen schnell genug erreichbar sei.

09:03 Uhr | EU-Kommission: Coronavirenlast mithilfe von Abwasseranalysen erkennen

Die EU-Kommission fordert im Kampf gegen die Corona-Pandemie alle Mitgliedstaaten auf, künftig regelmäßig das Abwasser auf Coronaviren zu untersuchen. EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius sagte der "Welt am Sonntag", es sei entscheidend, dass die EU-Länder schnellstmöglich effektive Abwasser-Überwachungssysteme einrichten und sicherstellen, dass die relevanten Daten den zuständigen Gesundheitsbehörden umgehend zur Verfügung gestellt werden. Es müssten "alle verfügbaren Möglichkeiten" genutzt werden, um das Virus und seine Mutanten zu entdecken.

Sinkevicius sagte, ein solches Abwasser-Überwachungssystem lasse sich innerhalb von maximal sechs Monaten aufbauen. In Städten und größeren Gemeinden sollten dann möglichst zwei Stichproben wöchentlich genommen werden. Diese sollten dann regelmäßig analysiert werden, "vorzugsweise zweimal im Monat". Würde das Virus nicht im Abwasser nachgewiesen werden, könne das ein Hinweis darauf sein, dass die untersuchten Gebiete als mit geringem Risiko behaftet angesehen werden könnten.

Die Untersuchung von Abwasser sei ein bewährtes Konzept bei der öffentlichen Gesundheitsüberwachung. So nutzen beispielsweise mehrere europäische Metropolen wie Barcelona Stichproben von Abwasser, um Erkenntnisse über die Menge und die Art des Drogenkonsums zu gewinnen.

08:16 Uhr | Scholz will Kurzarbeitergeld verlängern

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, den erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise zu verlängern. Den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte Scholz, der erleichterte Zugang zum Kurzarbeitergeld sollte auf alle Fälle noch einmal bis Jahresende verlängert werden, gegebenenfalls sogar noch länger. In der Corona-Krise werde die Regierung "so lange helfen, wie es Einschränkungen gibt". Im Zuge der Corona-Pandemie hatte die Bundesregierung die Zugangsregeln für das Kurzarbeitergeld gelockert. Derzeit gelten die Regeln bis Ende Juni.

Eine Mensch trägt in einen Kalender mehrere Überstünden ein. 3 min
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Kassieren Firmen Kurzarbeitergeld und ordnen gleichzeitig Überstunden an?

MDR AKTUELL Do 29.04.2021 22:11Uhr 02:51 min

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07:57 Uhr | Betriebe suchen trotz Corona nach Azubis

Trotz der Corona-Pandemie suchen viele Betriebe nach Lehrlingen. Darauf hat die Industrie- und Handelskammer Dresden hingewiesen. Ein Sprecher erklärte, es seien selten so viele Betriebe auf offenen Stellen sitzen geblieben wie im vergangenen Jahr. Bedarf gebe es im verarbeitenden Gewerbe, aber auch bei den industrienahen Dienstleistern. Die Arbeitsagentur Oschatz gibt zu bedenken, dass Berufsberater durch die Pandemie nicht mehr in die Schulen kommen könnten. Außerdem fielen Jobmessen und Praktika aus. Das führe bei den Jugendlichen zu Verunsicherung.

07:25 Uhr | Hilfslieferung der Bundeswehr in Indien eingetroffen

In der indischen Hauptstadt Neu Delhi sind 120 Beatmungsgeräte und Medikamente aus Deutschland eingetroffen. Mit dem Flug der Luftwaffe reisten auch 13 Sanitätskräfte der Bundeswehr. Sie sollen in den kommenden zwei Wochen eine große Anlage für die Sauerstoffgewinnung in Betrieb nehmen sowie Personal des örtlichen Roten Kreuzes einweisen. Nächste Woche sind weitere Flüge der Luftwaffe mit Hilfsgütern geplant.

Der deutsche Botschafter in Indien, Walter Lindner, sprach von "herzzerreißenden Szenen" im Land. "Draußen sind die Krankenhäuser voll, die Leute sterben zum Teil vor den Krankenhäusern und haben keinen Sauerstoff mehr". Indien hatte am Samstag als erstes Land der Welt 400.000 Neuinfektionen am Tag verzeichnet. Experten sprechen von einer noch höheren Dunkelziffer.

06:33 Uhr | Betriebsärzte sollen ab Juni impfen

Ärztinnen und Ärzte in Betrieben sollen ab Anfang Juni an den Impfungen gegen Covid-19 beteiligt werden. Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der "Welt am Sonntag" sagte, ist der Starttermin spätestens ab der Woche vom 7. Juni geplant. Vorgesehen seien mindestens eine halbe Million Impfdosen pro Woche. Spahn sagte, noch warteten viele auf Impftermine. Er gehe aber davon aus, dass es in ein paar Wochen mehr Impfstoff gebe als Terminanfragen.

Die Bundesregierung hatte eine Einbindung der Betriebsärzte bereits grundsätzlich für Juni angekündigt. Dank wachsender Liefermengen soll das Impf-Netz in der Fläche damit noch größer werden. Inzwischen haben 26,9 Prozent der Bundesbürger mindestens eine Impfung bekommen. Den vollen Impfschutz mit einer zweiten Spritze hatten dem RKI zufolge vergangenen Freitag 7,7 Prozent.

06:00 Uhr | Der Ticker am Sonntag, 2. Mai 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten. 

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 02. Mai 2021 | 06:00 Uhr

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