Unwetter Ticker vom Samstag: Zahl der Todesopfer auf 143 gestiegen

Bei der Hochwasserkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz steigt die Zahl der Toten weiter. Bundespräsident Steinmeier und NRW-Ministerpräsident Laschet haben den schwer getroffenen Ort Erftstadt besucht. Nach einem Deichbruch im Kreis Heinsberg (NRW) ist ein Stadtteil von Wassenberg überflutet worden, weitere sind bedroht. Rund 700 Menschen wurden evakuiert.

Eine Auto liegt in der Urft. Die Hochwasserlage in Teilen von Nordrhein-Westfalen ist weiterhin sehr angespannt
Zahl der Todesopfer bei Hochwasserkatastrophe steigt weiter Bildrechte: dpa

Spenden für Hochwassergebiete Wenn Sie für die Menschen in den Hochwassergebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen spenden wollen, gibt es folgende Möglichkeit:

Aktion Deutschland Hilft
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Stichwort: ARD/Hochwasser

Aktion Deutschland Hilft ist das Bündnis mehrerer deutscher Hilfsorganisationen.

Unser Ticker am Sonnabend, 17. Juli, zum Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen zum Hochwasser in Sachsen finden Sie hier:

21:06 Uhr | Sächsische Helfer in Rheinland-Pfalz

Feuerwehrmann Markus Beiler ist mit 14 Einsatzkräften aus Mutzschen und Grimma als freiwilliger Helfer in Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Wie ist die Lage vor Ort, wie kann man Vermisste möglicherweise noch retten?

20:16 Uhr | Laschet entschuldigt sich für Lachen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich für den Eindruck entschuldigt, er habe sich während der Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Erftstadt unangemessen verhalten. Laschet schrieb auf Twitter, er bedauere den Eindruck, der durch eine Gesprächssituation entstanden sei: "Dies war unpassend und es tut mir leid."

Auf Fernsehbildern und Fotos war zu sehen, wie Laschet und seine Begleiter während der Steinmeier-Rede scherzen. Bei Twitter gab es daraufhin Kritik am Unions-Kanzlerkandidaten. Unter anderem schrieb SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil, er sei sprachlos, und SPD-Parteivize Kevin Kühnert twitterte: "Eine Frage des Charakters."

19:26 Uhr | Hilfe und Spenden aus Thüringen

Nach den schweren Unwettern in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz schickt Thüringen aus dem gesamten Bundesland Hilfe in die Hochwassergebiete. Auch Spendenaktionen sind in Thüringen geplant.

18:44 Uhr | Update: Zahl der Toten steigt auf 143

Auch in Nordrhein-Westfalen hat sich die Zahl der im Zusammenhang mit der Unwetterkatastrophe tödlich Verunglückten erhöht. Das Innneministerium in Düsseldorf gab sie am Sonnabend mit 45 an. Insgesamt kamen damit in NRW und Rheinland-Pfalz mindestens 143 Menschen ums Leben.

Keine Toten wurden bislang bei der Bergung der Fahrzeuge auf der überfluteten Bundesstraße 265 bei Erftstadt gefunden- Ein Sprecher des Rhein-Erft-Kreises berichtete, es seien 28 Pkws und Lkws Autos und Lastwagen übeprüft worden, die von den Wassermassen überspült worden waren. Dabei kamen auch Taucher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft zum Einsatz.

16:48 Uhr | Zahl der Todesopfer steigt auf 141

Bei der Unwetterkatastrophe in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Todesopfer auf 141 gestiegen. Wie die Polizei Koblenz am Nachmittag mitteilte, sind im rheinland-pfälzischen Kreis Ahrweiler 98 Tote bestätigt. Aus Nordrhein-Westfalen wurden bislang 43 Opfer gemeldet. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst.

15:38 Uhr | Steinbachtalsperre bei Euskirchen äußerst instabil

Schäden am Sperrdamm an der Steinbachtalsperre im Kreis Euskirchen
Instabil: Damm der Steinbachtalsperre im Kreis Euskirchen Bildrechte: IMAGO / Jochen Tack

Die Steinbachtalsperre bei Euskirchen droht trotz sinkenden Wasserstands weiter zu brechen. Die Bezirksregierung Köln teilte mit, der Damm sei äußerst instabil, Teile des Bauwerks seien weggebrochen. Wegen akuter Überflutungsgefahr seien deshalb in den Orten unterhalb der Talsperre weitere Evakuierungen geplant. Die Feuerwehr pumpt aus dem Speicher unablässig große Wassermengen ab. Es wird aber noch mindestens bis morgen Nachmittag dauern, bis die Talsperre ausreichend geleert ist.

15:16 Uhr | Linke im Bundestag will 100.000 Euro spenden

Die Linke im Deutschen Bundestag hat Abgeordnete und Mitarbeiter der Fraktion aufgerufen, als "Zeichen der Solidarität" für die vom Hochwasser betroffenen Menschen in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz Geld zu spenden. Laut Fraktion werden die Abgeordneten jeweils mindestens 1.000 Euro geben. Die Fraktionschefs Dietmar Bartsch und Amira Mohamed Ali rechnen damit, dass insgesamt mehr als 100.000 Euro zusammenkommen werden.

15:04 Uhr | Polizei: Privatdrohnen über Katastrophengebiet unzulässig

Die Polizei im nordrhein-westfälischen Euskirchen hat Neugierige davor gewarnt, in die Hochwassergebiete zu kommen. Zudem sollten Privatleute keine Drohnen über Einsatzgebieten von Polizei und Rettungsdienst fliegen lassen. "Sie behindern dadurch die Drohnen der Rettungskräfte!", schrieb die Polizei, die unter anderem für das Gebiet an der bedrohten Steinbachtalsperre zuständig ist, auf Twitter. Zudem sei der Drohneneinsatz unzulässig und stelle eine Ordnungswidrigkeit dar.

14:38 Uhr | Steinmeier ruft zu umfassender Hilfe auf

Bundespräsident Steinmeier hat zu umfassender Hilfe für die Opfer der Unwetterkatastrophe im Westen Deutschlands aufgerufen. Bei seinem Besuch in Erftstadt sagte Steinmeier, die Unterstützungsbereitschaft müsse anhalten, im Großen wie im Kleinen. Die Hoffnungen der Menschen, denen teils nichts mehr geblieben sei, dürften nicht enttäuscht werden. 

14:03 Uhr | Steinmeier und Laschet besuchen Katastrophengebiet

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (2. v.r.) und Armin Laschet (r, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, unterhalten sich bei einem Besuch der Feuerwehrleitzentrale mit Helfern der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).
Polit-Prominenz im schwer getroffenen Ort Erftstadt. Bildrechte: dpa

Bundespräsident Frank Walter Steinmeier und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet haben den schwer vom Hochwasser getroffenen Ort Erftstadt südlich von Köln besucht. Beide sprachen unter anderem in der Feuerwehrleitzentrale mit Helfern. Steinmeier sprach ihnen seinen Dank aus und appellierte an die Solidarität und den Zusammenhalt der Menschen. Zudem warb er für Spenden für die Betroffenen. Laschet versprach den Opfern schnelle unbürokratische Hilfe. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird morgen gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Manu Dreyer die Hochwassergebiete in Rheinland-Pfalz besuchen.

13:14 Uhr | Keine flächendeckende Warnung durch Sirenen, kein Überblick über Standorte

Vor den extremen Überschwemmungen im Westen Deutschlands ist nur ein Teil der Bevölkerung mit Sirenengeheul gewarnt worden. Das liegt auch daran, dass es vielerorts gar keine oder nur noch wenige funktionsfähige Sirenen gibt. Ein Förderprogramm des Bundesinnenministeriums für die Länder, die für den Katastrophenschutz in Friedenszeiten die Verantwortung tragen, ist zwar geplant, aber noch nicht umgesetzt. Wie ein Ministeriumssprecher mitteilte, laufen seit Monaten Abstimmungen mit den Ländern. Hinzu kommt, dass es aktuell keine bundesweite Übersicht gibt, wo überall Warnsirenen stehen und wo nicht.

12:38 Uhr | Bislang 24 Tote in Belgien

Im Osten Belgiens ist die Zahl der Todesopfer nach den heftigen Unwettern auf 24 gestiegen. Wie die Polizei in Lüttich mitteilte, wurde in der Nacht zum Samstag mindestens ein weiteres Todesopfer geborgen. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst. Der belgische Regierungschef Alexander de Croo und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen besuchten heute die betroffenen Gebiete. In zahlreichen Gemeinden im Süden und Osten des Landes waren Polizeibeamte und Helfer im Einsatz, um mögliche weitere Opfer zu bergen.

Update 11:16 Uhr | Stadtteil in Wassenberg nach Deichbruch überflutet

Nach dem Deichbruch im Kreis Heinsberg in NRW steht in Wassenberg der Stadtteil Ophoven unter Wasser. Das teilte die Feuerwehr mit. Etwa 700 Bewohner an der Grenze zu den Niederlanden hatten in der Nacht ihre Häuser verlassen müssen. Weitere Stadtteile sind bedroht. Die Einwohner wurden über eine mögliche Evakuierung informiert.

Nach Angaben des Wassenberger Bürgermeisters Marcel Maurer brach der Damm, nachdem auf niederländischer Seite die Schleusenklappen geschlossen wurden, so dass es zum Rückstau der Wassermassen kam.

In NRW sind nach Angaben des Innenministeriums rund 22.000 Helfer und Rettungskräfte im Einsatz, hinzu kämen 700 Polizeibeamte.

Straßen in Ophoven, einem Stadtteil von Wassenberg (Kreis Heinsberg), sind überflutet.
Überschwemmungen im Kreis Heinsberg nach dem Deichbruch. Bildrechte: dpa

11:04 Uhr | Rhein-Pegel bei Köln sinkt wieder

Das Rhein-Hochwasser hat bei Köln in der Nacht zum Samstag seinen Höchststand mit 8,06 Metern erreicht, danach fiel laut Städtischen Entwässerungsbetrieben der Wasserstand wieder. Für die nächsten Tage seien keine "abflusswirksamen Niederschläge" vorhergesagt, so dass der Rheinwasserstand in Köln weiterhin fallen werde, hieß es am Vormittag.

10:35 Uhr | Warnung vor freiliegenden Stromleitungen

In Rheinland-Pfalz warnt die Polizei vor den Gefahren freiliegender Stromleitungen. "Unter Umständen können Stromleitungen auch noch aus mehreren Metern auch ohne direkten Kontakt lebensgefährlich sein", teilte die Behörde in Koblenz mit. Menschen in der betroffenen Region sollten großen Abstand halten und sich nicht in Gefahr bringen. Ein Hubschrauber mit Fachleuten an Bord werde die Gefahr nun prüfen, kündigte ein Sprecher an.

Update 09:50 Uhr | 170 Menschen in Erftstadt gerettet

Im schwer vom Hochwasser bedrohten Erftstadt-Blessem südlich von Köln ist die Rettungsaktion für Anwohner abgeschlossen. Einem Sprecher des Rhein-Erft-Kreises zufolge sind 170 Menschen teils mit Hilfe von Hubschraubern aus dem überfluteten Gebiet gerettet worden. Bislang sei nichts über Schwerverletzte oder Tote bekannt. Es sei aber nicht auszuschließen, dass die Retter bei den Aufräumarbeiten Tote finden könnten. Die Bundeswehr beteilige sich an den Arbeiten und sei mit Bergungspanzern im Einsatz. Die Lage im Kreis insgesamt habe sich leicht entspannt, der Pegel der Erft sei leicht gesunken.

Der Fluss war in Erftstadt über die Ufer getreten und hatte zahlreiche Häuser unterspült und zum Einsturz gebracht; bei Erdrutschen stürzten mehrere Häuser und Teile einer historischen Burg ein. Besonders stark betroffen ist der Stadtteil Blessem.

Gegen Mittag wollten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ministerpräsident Armin Laschet Erftstadt der Region einen Besuch abstatten.

Überschwemmungen in Erftstadt-Blessem
Schwere Überschwemmungen in Erftstadt-Blessem Bildrechte: dpa

07:30 Uhr | Zahl der Unwettertoten auf über 130 gestiegen

Nach der Flutkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz steigt die Zahl der Todesopfer. Wie die Polizei in Koblenz am frühen Morgen mitteilte, wurden im Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz nun mehr als 90 Tote registriert. Es sei zu befürchten, dass noch weitere Todesopfer hinzukämen. Die Region Ahrweiler ist der Schwerpunkt der Katastrophe in Rheinland-Pfalz. Die Rettungs- und Suchkräfte waren demnach die ganze Nacht über in den betroffenen Orten im Einsatz und suchten weiter nach Vermissten. Mehr als 600 Menschen seien verletzt. In vielen Ortschaften gebe es immer noch keinen Strom oder kein Telefon. Viele Straßen im Ahrtal seien gesperrt oder nicht befahrbar. Insgesamt stieg die Zahl der Unwettertoten in Deutschland damit auf mindestens 133. In Nordrhein-Westfalen starben nach offiziellen Angaben bislang 43 Menschen.

01:33 Uhr | Dammbruch bei Heinsberg

Der Damm der Eifel-Rur im nordrhein-westfälischen Wassenberg bei Heinsberg ist an einer Stelle gebrochen. An einer anderen Stelle droht ein weiterer Dammbruch. Rettungskräfte haben den Ortsteil Ophoven evakuiert. Einige der 700 Einwohner haben sich zunächst geweigert, ihre Wohnungen zu verlassen. Nach Angaben des Wassenberger Bürgermeisters Marcel Maurer brach der Damm, nachdem auf niederländischer Seite die Schleusenklappen geschlossen wurden, so dass es zum Rückstau der Wassermassen kam. Überschwemmungen wurden auch in Teilen der Orte Effeld und Steinkirchen erwartet. Die rund 1.600 Menschen dort konnten aber in ihren Häusern bleiben.

21:33 Uhr | Bundesregierung arbeitet an Hilfsprogramm

Nach der Flutkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz haben sich Freiwillige aus verschiedenen Bundesländern auf den Weg gemacht. Auch die Bundesregierung arbeitet an einem Hilfsprogramm für die betroffenen Regionen.

21:22 Uhr | Erster sächsischer Hilfstransport unterwegs

Der erste Hilfskonvoi aus Sachsen ist auf dem Weg ins rheinland-pfälzische Katastrophengebiet. Das Rote Kreuz schickt unter anderem 1.500 Feldbetten samt Personal zum Aufbau von Notunterkünften. Innenminister Roland Wöller sagte bei der Verabschiedung, Sachsen habe bei den Hochwassern 2002 und 2013 selbst Solidarität erfahren. Deshalb wolle man den Opfern im Westen helfen.

Ein anderes Hilfsangebot Sachsens kann hingegen nicht genutzt werden. Nach Angaben von Ministerpräsident Michael Kretschmer sollte die Hubschrauberstaffel des Landeskatastrophenschutzes entsandt werden. Die Helikopter seien allerdings zu schwach, um Menschen mit einem Seil hochzuziehen.

20:45 Uhr | Über 100 Tote und zahlreiche Vermisste

Bei der Flut in NRW und in Rheinland-Pfalz sind mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Und zahlreiche werden noch vermisst. Die starken Regenfälle sind vorbei, die Gefahrenlage bleibt aber angespannt. Das Video von 19:30 Uhr.

19:40 Uhr | Über 100.000 Menschen weiterhin ohne Strom

Im Westen Deutschlands sind nach Angaben des Energieversorgers Westenergie immer noch rund 102.000 Menschen ohne Strom. In der Spitze seien in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sogar rund 200.000 Personen von der Stromversorgung abgeschnitten gewesen.

Überschwemmungen in Erftstadt-Blessem
Schwere Überschwemmungen in Erftstadt-Blessem bei Köln: Mehrere Häuser drohen in eine Kiesgrube abzurutschen. Bildrechte: dpa

Wie der zum Eon-Konzern gehörende Verteilnetzbetreiber mitteilte, sind derzeit noch zehn Umspannanlagen von den Überschwemmungen direkt betroffen. Bevor sie wieder in Betrieb genommen werden könnten, müssten sie geprüft und gereinigt werden. Westenergie versprach, die Stromversorgung mit Hochdruck wiederherzustellen. Bei größeren Schäden sollte dies mithilfe von Umschaltungen aus anderen Anlagen oder durch Notstromaggregate geschehen.

18:25 Uhr | Wie es um den Hochwasserschutz in Mitteldeutschland bestellt ist

Alle blicken nach Rheinland-Pfalz und NRW, wo Regenmassen die Länder in Katastrophengebiete verwandelt haben. Wie ist Mitteldeutschland gegen solche Extreme gewappnet? Experte Burkhard Henning schätzt die Lage ein.

17:47 Uhr | Mindestens 106 Tote durch Hochwasserkatastrophe

In den Flutgebieten im Westen Deutschlands ist die Zahl der Toten auf 106 gestiegen. In Rheinland-Pfalz meldete das Innenministerium am Nachmittag 63 Tote, in Nordrhein-Westfalen sind es den Behörden zufolge mindestens 43 Tote. Die Zahl der Vermissten ist immer noch unüberschaubar.

17:44 Uhr | Bahnverkehr in NRW weiter massiv gestört

Wegen erheblicher Schäden an Bahnstrecken und Bahnhöfen bleibt der Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen weiterhin massiv gestört. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, sind zahlreiche Strecken immer noch gesperrt oder nur eingeschränkt befahrbar. Im Nahverkehr können viele S-Bahnen und Regionalzüge nicht oder nur eingeschränkt fahren. Im Fernverkehr ist unter anderem der Abschnitt Wuppertal-Hagen-Dortmund gar nicht und die Strecke Köln-Düsseldorf-Essen-Dortmund nur mit erheblichen Einschränkungen befahrbar. Der internationale Fernverkehr von und nach Brüssel bleibt wegen zahlreicher Streckensperrungen in Belgien weiter unterbrochen.

17:33 Uhr | Laschet spricht von Katastrophe von historischem Ausmaß

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat die verheerenden Überschwemmungen als Flutkatastrophe von historischem Ausmaß bezeichnet.

Armin Laschet
Laschet: "Ein Jahrhundertunwetter hat unser Land getroffen." Bildrechte: dpa

Im Landtag in Düsseldorf sagte der CDU-Chef, man müsse davon ausgehen, dass die Zahl der Toten noch steige. Die Wassermassen hätten bisher undenkbare Schäden verursacht. Häuser, Brücken und Straßen müssten repariert oder wiederaufgebaut werden. Dafür werde es große finanzielle Kraftanstrengungen brauchen.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer sprach nach einer Sondersitzung ihres Kabinetts von einer Horrorsituation. Die Lage sei noch nicht unter Kontrolle, sagte die SPD-Politikerin. Politiker von Bund und Ländern mahnten angesichts der Katastrophe mehr Anstrengungen für den Klimaschutz an.

16:30 Uhr | Spendenkonten für Hochwasserhilfe in Rheinland-Pfalz und NRW eingerichtet

Angesichts der enormen Hochwasserschäden in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sind Spendenkonten für die Hochwasserhilfe eingerichtet worden. Während die Landesregierung von Rheinland-Pfalz ein zentrales Spendenkonto für Betroffene eingerichtet hat, gibt es in NRW mehrere von Institutionen und Kommunen eingerichtete Spendenkonten, an die Hilfsgelder überwiesen werden können. Mehr Details erfahren Sie über die folgenden Links:

16:15 Uhr | Sachsen hilft Katastrophenregion

Sachsen stellt Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen Technik und Personal zur Bewältigung der Flutkatastrophe zur Verfügung. Ein erster Hilfstransport des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Sachsen bringt die Ausstattung für Notunterkünfte, darunter 1.500 Feldbetten, nach Rheinland-Pfalz. Auch eine Gerätewagenversorgung zur Trinkwasserabgabe wird in die Krisenregion verlegt.

Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte, in dieser schweren Stunde hält Deutschland zusammen und als Sachsen wolle man seinen Beitrag dazu leisten. Der CDU-Politiker rief die Menschen auch unter Verweis auf die Solidarität aus ganz Deutschland bei der Flutkatastrophe 2002 dazu auf, zu helfen.

16:03 Uhr | Häuser nach Deichbruch in den Niederlanden evakuiert

In der niederländischen Stadt Meerssen und ihrer Umgebung müssen Familien wegen eines Deichbruchs ihre Häuser verlassen. Notfalldienste warnten, die Wassermassen drohten mehrere Dörfer zu überschwemmen. Die Menschen sollten sich umgehend in Sicherheit bringen. Ministerpräsident Mark Rutte erklärte das Hochwasser in der Provinz Limburg im Süden des Landes zu einer nationalen Katastrophe.

15:37 Uhr | Zusammenhang von Klimawandel und Starkregen bislang ungeklärt

Enorme Regenmengen haben in NRW und Rheinland-Pfalz für eine Flutkatastrophe gesorgt. Klare Anzeichen für den Klimawandel - oder? Fragen an den Klima-Experten Florian Imbery vom DWD.

15:18 Uhr | DFB und Fußball-Liga richten Solidarfonds über drei Millionen Euro ein

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) werden nach der Flut-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz einen Hilfsfonds in Höhe von drei Millionen Euro einrichten. In einer gemeinsamen Stellungnahme heißt es: "Die Bilder der Überschwemmungen und Verwüstungen, das gesamte Ausmaß dieser Katastrophe, lassen uns betroffen und entsetzt zurück." Die Verbände seien in Gedanken bei den Angehörigen der Verstorbenen, den Verletzten und den vielen Menschen, die in Not sind. Der DFB habe zudem auch den Europa-Verband UEFA kontaktiert, der ebenfalls Unterstützung zugesagt habe.

Quelle: dpa, AFP, epd, Reuters, MDR Aktuell

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 15. Juli 2021 | 06:00 Uhr

Mehr aus Panorama

Ein Schild mit der Aufschrift "Achtung! Schweinepest". 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Seit 2014 tritt die Afrikanische Schweinepest in der EU auf. Das Virus ist für den Menschen oder Haustiere nicht gefährlich, für Schweine aber tödlich. Diese und weitere Fakten zu der Krankheit:

28.09.2021 | 13:12 Uhr

Do 17.09.2020 19:05Uhr 00:34 min

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/panorama/video-447204.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Mehr aus Deutschland

Mützenich: Sondierungsgespräche noch diese Woche 1 min
Bildrechte: Reuters

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat angekündigt, mit Grüne und FDP noch in dieser Woche Sondierungsgespräche führen zu wollen.

28.09.2021 | 16:22 Uhr

Di 28.09.2021 16:10Uhr 00:30 min

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wahlen/bundestagswahl/video-558596.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video