Wetter Vorgeschmack auf Unwetter-Wochenende in Thüringen

Für das Wochenende sind heftige Gewitter mit Starkregen angekündigt. Am Freitag sorgten die ersten Unwetter bereits für überschwemmte Straßen in Teilen Thüringens. Es gab viel zu tun für Feuerwehr und Polizei.

Heftiger Regen hat in Regionen Thüringens zu Hochwasser geführt.
Heftige Unwetter mit Starkregen haben in einigen Regionen Thüringens für Überflutungen gesorgt. Bildrechte: Paul-Philipp Braun/MDR

Über Teile Mitteldeutschlands haben sich schwere Gewitter entladen. Heftige Regenfälle sorgten in einigen Regionen Regionen Thüringens für Überschwemmungen. Feuerwehr und Polizei mussten zu zahlreichen Wetter-Einsätzen ausrücken.

Überschwemmte Straßen und geflutete Keller

In Zella-Mehlis etwa wurde die Bundesstraße 62 überflutet. Die Feuerwehr musste zudem Keller auspumpen. Ein Sportgeschäft musste geräumt werden. Auch in Mitte- und Westthüringen gab es Überschwemmungen. In der Gemeinde Mosbach in Wutha-Farnroda im Wartburgkreis standen Teile des Ortes bis zu 20 Zentimeter unter Wasser. 

Auch auf den Straßen sorgte starker Regen für Probleme durch Aquaplaninggefahr. Die Landeseinsatzzentrale zählte mehr als ein Dutzend Autounfälle auf regennassen Fahrbahnen. Dabei blieb es bis zum Abend meist bei Blechschäden. In Ostthüringen wurde die B281 bei Neustadt an der Orla gesperrt. Dort hatte sich ein Auto auf regennasser Straße überschlagen. Verletzt wurde niemand.

Auch im Harz gingen schwere Gewitter nieder. Hier wurden bislang keine Schäden gemeldet.

DWD warnte vor schweren Unwettern

Der Deutsche Wetterdienst hatte am Nachmittag vor schweren Gewittern mit Starkregen für Teile Thüringens und den Süden Sachsen-Anhalts und Westsachsen gewarnt.

Wie MDR-Meteorologe Jörg Heidermann erklärte, war das Problem bei den Unwettern eine windschwache Lage. Die Schauer und Gewitter kamen nicht richtig oder nur sehr langsam von der Stelle. Sie konnten so in kurzer Zeit große Regenmengen bringen.

Wasser riss Gerüst auf Tunnelbaustelle mit

In Stuttgart fühte starker Regen zu einem schweren Unfall auf einer Tunnelbaustelle. Nach Angaben der Polizei hatte das Wasser ein Gerüst um- und mehreren Arbeiter mit sich in den Neckar gerissen. Ein Arbeiter starb.

Am Wochenende nur im Norden trocken

Auch am Wochenende erwartet der Deutsche Wetterdienst schwül-warmes und gewittriges Wetter. Dabei muss in der Mitte Deutschlands bis in den Süden und Südosten hinein mit erneuten Unwettern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden.

Über viel Sonne und nur wenig Wolken kann sich dagegen der Nordosten freuen. Nach Angaben von MDR-Meteorologe Heidermann bleibt es in der Altmark meist trocken. In der Oberlausitz seinen unwetterartige Schauer und und Gewitter nicht wahrscheinlich.

Unwetter bereits im Ruhrgebiet und im Münsterland

Am Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag hatten Unwetter bereits in Teilen des Ruhrgebiets und des Münsterlands zu zahlreichen Feuerwehr-Einsätzen geführt. Hier waren Keller voll gelaufen und Straßen überflutet worden.

In Essen etwa rückte die Feuerwehr am späten Donnerstagabend nach eigenen Angaben zu etwa 180 Einsätzen aus. In einigen Straßen habe das Wasser so hochgestanden, dass Autos steckenblieben. Die Feuerwehr musste den Insassen heraushelfen. Mehrere Menschen waren in einem Kiosk eingeschlossen. Der Wasserdruck hatte von außen das Öffnen der Tür unmöglich gemacht. Die Eingeschlossenen hätten letztlich durch eine Hintertür ins Freie geleitet werden können.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 04. Juni 2021 | 15:00 Uhr

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