Hitze In der Nacht drohen Mitteldeutschland heftige Unwetter

Das schwül-heiße Wetter kündigt es an: In weiten Teilen Mitteldeutschlands werden in der Nacht heftige Gewitter erwartet. Auch Orkanböen und Hagelschauer sind möglich. Die Unwetter ziehen aus Südwesten heran. Allerdings wird nicht jeder Ort betroffen sein.

Dunkle Wolken über einem Feld
Auf freiem Feld droht bei Unwetter Blitzschlag-Gefahr. Bildrechte: imago images/Bernd März

Nach der Hitze kommen die Unwetter - wenn auch etwas verspätet. Statt wie erwartet ab dem späteren Sonntagnachmittag, ziehen die Gewitter erst in der Nacht von Südwesten heran. Dabei wird Mitteldeutschland nicht flächendeckend betroffen sein.

Organisierte Gewittercluster im Anflug

Die MDR-Meteorologin Michaela Koschak kündigte an, bei dem einen werde es einfach nur stundenlang heftig regnen, bei dem anderen seien starke Gewitter möglich. Dabei könnten auch gewittrige Platzregen sowie Hagel und schwere Sturmböen auftreten. Es sei aber wie immer nur vereinzelt derart heftig.

Zuvor hatte bereits der Deutsche Wetterdienst vor schweren Sturmböen bis hin zu Orkanböen von bis zu 120 Kilometer pro Stunde, heftigem Starkregen bis zu 40 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde und Hagel mit Korngrößen bis zu fünf Zentimeter gewarnt und auch das Auftreten von Tornados nicht ausgeschlossen.

Rasch ziehende Gewitter

Koschak zufolge wird in der Nacht zuerst Thüringen betroffen sein, bevor die Unwetter den Westen von Sachsen und Sachsen-Anhalt erreichen. Am Morgen ziehe das Ganze allmählich über die Altmark nach Norden heraus. Die Unwetter seien dabei anders als in der vergangenen Woche, wo die Gewitter einfach irgendwo aufgeploppt seien und ortsfest viel Regen gebracht hätten.

Diesmal drohen nach Angaben der MDR-Meteorologin schnell ziehende und organisierte Gewittercluster. Deshalb bestehe die Gefahr von schweren Sturmböen und großkörnigem Hagel. Die Wetterphänomene würden allerdings nur lokal begrenzt auftreten.

Mitteldeutschland als Europas Glutofen

Am Wochenende hatte die erste Hitzewelle des Jahres auch in Mitteldeutschland für extreme Temperaturen und große Trockenheit gesorgt. Die heißesten Regionen in Mitteldeutschland waren nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes die Oberlausitz und die östliche Altmark mit bis zu 35 Grad Celsius. Am kühlsten sei es im Südosten von Thüringen gewesen. Dort seien verbreitet Temperaturen von 30 und 31 Grad gemessen worden.

Quelle: MDR AKTUELL/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 20. Juni 2021 | 11:02 Uhr

Mehr aus Panorama

Mehr aus Deutschland