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AfD-Chef im InterviewChrupalla fordert Ende der Sanktionen gegen Russland

16. Juni 2024, 18:31 Uhr

In der Schweiz fand am Wochenende eine Friedenskonferenz zum russischen Angriffskrieg statt. 93 Staaten nahmen teil, Russland war jedoch nicht dabei. Dies kritisierte der sächsische AfD-Politiker Tino Chrupalla. Zudem forderte er ein Ende der Sanktionen gegen Russland

Der Co-Chef der AfD, Tino Chrupalla, hat kritisiert, dass Russland beim Friedensgipfel in der Schweiz nicht dabei gewesen ist. Im Interview mit MDR AKTUELL sagte er am Sonntag, wenn Russland nicht dabei sei, "dann kann man ja nicht von einer Friedenskonferenz sprechen". Der Politiker ergänzte, die Gespräche seien ein Anfang. "Aber dieser Anfang hätte schon vor zwei Jahren stattfinden können."

Chrupalla: Sanktionen gegen Russland schaden deutscher Wirtschaft

Mit Blick auf die Sanktionen gegen Russland mahnte Chrupalla: "Wir müssen unsere eigenen, deutschen Interessen berücksichtigen." Die Wirtschaftssanktionen hätten hauptsächlich der deutschen Wirtschaft geschadet. Das zeigten auch die aktuellen Wirtschaftsdaten. "Wir zahlen überbordende Energiepreise, die Inflation ist in die Höhe geschnellt, alles Gründe dieser Sanktionspolitik. Damit muss Schluss sein."

Zu den Erfolgen seiner Partei bei der Europawahl sagte Chrupalla: Die Wahl habe gezeigt, dass die AfD mit ihren Themen durchgedrungen sei. "Man gibt uns mittlerweile Kompetenz in vielen Politikbereichen, gerade bei Wirtschaft, Migration oder Innenpolitik." Chrupalla ergänzte, er sei fest überzeugt, dass seine Partei ein Bestandteil einer Fraktion im Europaparlament werde. "Wenn es die alten Partner nicht mehr sind, werden es neue werden. Diese Gespräche laufen bereits. Wir wollen [...] unsere Politik und vor allem auch die Politik der deutschen Interessen in Europa verwirklichen, denn es war ja auch eine Abstimmung, dass viele Bürger diese EU nicht mehr wollen."

AfD-Chef: Brandmauern stürzen ein

Zur Absage der CDU an eine Zusammenarbeit sagte Chrupalla: "Die Frage muss man ja umgekehrt stellen. Mit wem wollen die denn regieren [...]?" Weiter sagte Chrupalla, es gebe beispielsweise bei den Kommunalwahlen in Sachsen schon solche Verschiebungen, dass die Landräte mit der AfD zusammen arbeiten müssten. "Die Ausgrenzung von einer Partei, die in Ostdeutschland 35, 40 Prozent teilweise bekommt – das ist undemokratisch. Für uns gibt es keine Brandmauern. Und diese Brandmauern stürzen gerade ein. Wir Ostdeutschen haben gelernt, wie man Mauern einreißt und das werden wir auch tun."

MDR (kar)

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 16. Juni 2024 | 13:17 Uhr