Kabinettsbeschluss Kindergeld soll um 15 Euro steigen

Familien sollen ab dem kommenden Jahr mehr Unterstützung erhalten. Das Bundeskabinett billigte eine Erhöhung des Kindergeldes um 15 Euro.

Zwei Kinder spielen in einem Kindergarten auf dem Fußboden
Das Kindergeld soll ab kommendem Jahr steigen. Bildrechte: dpa

Das Kindergeld soll im kommenden Jahr um 15 Euro im Monat steigen. Die Erhöhung ist Teil des sogenannten Familienentlastungsgesetzes, welches das Kabinett am Mittwoch beschlossen hat. Das Kindergeld soll zum 1. Januar 2021 für das erste und zweite Kind auf 219 Euro pro Monat steigen, für das dritte Kind auf 225 Euro und ab dem vierten Kind auf 250 Euro.

Familien sollen laut dem Gesetzesentwurf auch steuerlich entlastet werden: So soll der Kinderfreibetrag um mehr als 500 Euro auf 8.388 Euro angehoben werden.

Steuerentlastungen geplant

Darüber hinaus sollen alle Steuerzahler bei der Einkommensteuer entlastet werden. So wird der Grundfreibetrag, auf den keine Steuern gezahlt werden müssen, zum kommenden Jahr von 9.408 Euro auf 9.696 Euro angehoben. Allerdings müssen sämtliche Änderungen noch von Bundestag und Bundesrat gebilligt werden.

Insgesamt würden Familien um jährlich rund zwölf Milliarden Euro entlastet, sagte Finanzminister Olaf Scholz. Sein Ministerium hatte den Gesetzesentwurf erarbeitet. "Das sind gute Nachrichten für alle Familien und Kinder in Deutschland", so Scholz.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 29. Juli 2020 | 12:30 Uhr

46 Kommentare

ElBuffo vor 46 Wochen

Zum einen haben Sie da einen Denk- oder Rechenfehler in Ihrer Zusammenfassung. Zum anderen gelingt es durchaus auch Kommunen hier im Osten trotz Kinderförderungsgesetz einen höhreren Beitrag für die Kinderbetreuung zu veranschlagen. Das kann in diesem Fall dann gleich wieder abgezogen werden. Und bei denen, wo es zu einer Senkung kommt, erhöht das gleich das zu versteuernde Einkommen.
Und dann werden nächstes Jahr sicher alle Versorger die Preise erhöhen, um die Einnahmeverluste dieses Jahres zu kompensieren. Würde mich wundern, wenn dieses Mal die Grundkosten nicht vor allem auf den Verbrauch umgelegt würden.

ElBuffo vor 46 Wochen

Die Berechnung der 300€ Soli täte mich mal interessieren. Ich behaupte mal ganz keck, dass die Familie da nächstes Jahr keinen einzigen Cent weniger Soli zahlt.

MDR-Team vor 46 Wochen

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