Atommüll Salzstock Gorleben wird endgültig geschlossen

Jahrzehntelang zog sich der Streit um Gorleben als Endlager für Atommüll. Das frühere Bergwerk ist Fachleuten zufolge aber nicht als Standort geeignet. Nun ist die engültige Stilllegung beschlossen.

Blick in einen Stollen im Erkundungsbergwerk Gorleben
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Das früher als mögliches Atommüllendlager betrachtete Bergwerk im niedersächsischen Gorleben wird endgültig geschlossen. Das teilte das Bundesumweltministerium am Freitag mit. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) sei mit der Stilllegung des Bergwerks beauftragt worden. "Das Kapitel Endlager Gorleben wird ab dem heutigen Tag geschlossen", sagte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth in Gorleben. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies sagte, nun gebe es keine Hintertür mehr.

Das Kapitel Endlager Gorleben wird ab dem heutigen Tag geschlossen.

Jochen Flasbarth Umweltstaatssekretär

Nach Ministeriumsangaben soll das Bergwerk wieder verfüllt werden. Es sei an der BGE, die Planung der Schließung fortzusetzen. Die Erkundungsarbeiten in dem früheren Bergwerk ruhen bereits seit 2013, die nicht mehr nötige Technik und Gebäude wurden schrittweise entfernt.

"Vorsicht Kontamination" steht auf einem Schild. 14 min
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Die Endlager-Kommission hatte im vergangenen Jahr entschieden, dass Gorleben als Standort ungeeignet ist. Als Grund wurden geologische Mängel genannt. Nach der Entscheidung sollte geprüft werden, wie weiter mit dem Bergwerk verfahren werden kann. Viele Menschen im Wendland hatten jahrzehntelang gegen Atommüll in ihrer Region gekämpft.

Quelle: MDR, dpa, AFP

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 17. September 2021 | 11:00 Uhr

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