Prozess Mutmaßliche "Blood & Honour"-Funktionäre im Juni vor Gericht

Am Landgericht München I beginnt im Juni ein Prozess gegen mutmaßliche Funktionäre des verbotenen Neonazi-Netzwerks "Blood & Honour". Wie das Gericht am Donnerstag mitteilte, sind vom 20. Juni an insgesamt 46 Prozesstermine angesetzt. Unter den elf Angeklagten befinden sich nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft München der mutmaßliche "Divisionschef Deutschland" und drei weitere "Sektionschefs" aus Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen. 

Teilnehmer werden von Polizisten vor dem Veranstaltungsgelände Hotel Neisseblick an der Grenze zu Polen kontrolliert.
Die in München Angeklagten müssen sich wegen des Verstoßes gegen ein Vereinigungsverbot verantworten. (Symboldbild) Bildrechte: imago/Paul Sander

Fortführung der militanten Neonazi-Gruppe

Die Angeklagten sollen die im September 2000 vom Bundesinnenministerium verboten Organisation fortgeführt und rechtsextremistisches Gedankengut verbreitet haben. Beispielsweise sollen sie Musik-CDs mit verbotenem Rechtsrock und Merchandising-Artikel mit verbotenen rechtsradikalen Symbolen verkauft und an Rechtsrock-Konzerten teilgenommen haben.

Angeklagt sind sie wegen des Verstoßes gegen ein Vereinigungsverbot. Vier von ihnen müssen sich außerdem wegen des Verdachts der Volksverhetzung verantworten, drei wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

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MDR (dst)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 13. Mai 2022 | 08:00 Uhr

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