Debatte um höhere Spritpreise Brinkhaus: Benzin wird auch mit Union teurer

In der Debatte um höhere Spritpreise hat Unionsfraktionschef Brinkhaus klargestellt, dass auch mit CDU und CSU die Spritpreise in den nächsten Jahren steigen werden. Zuvor hatte es heftige Kritik an Aussagen der Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock gegeben, auch aus Regierungskreisen – obwohl die Große Koalition einen Anstieg des Benzinpreises längst beschlossen hat.

Eine Anzeigetafel an einer Tankstelle an der Autobahn A7 im Landkreis Heidekreis zeigt die Preise für Kraftstoff an.
Preise an einer Tankstelle Anfang Juni. Bildrechte: dpa

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat klargestellt, dass auch mit einer weiter von der Union geführten Bundesregierung die Benzinpreise steigen werden. Der CDU-Politiker sagte im "Morgenmagazin" der ARD, Benzin werde teurer – vor allem in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts. Im Kampf gegen den Klimawandel gebe es nichts umsonst.

Ralph Brinkhaus Vorsitzender CDU/CSU-Fraktion Bundestag
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus Bildrechte: dpa

Brinkhaus forderte aber "faire" Übergangsfristen, um den Menschen die Umstellung auf alternative Antriebe zu ermöglichen. Man müsse klar signalisieren, dass Benzin teurer werde, die Menschen aber nicht gleich ihre Autos verkaufen müssten. Stattdessen müssten sie sich langsam darauf einstellen können, auf Elektroautos umzusteigen oder auf Autos, die viel weniger Benzin verbrauchten.

Förderprogramme sollen Übergang erleichtern

Brinkhaus zufolge solle die Übergangszeit auch für die Umstellung von Heizungen gelten. Der Unionsfraktionschef verwies auf Förderprogramme der Bundesregierung für den Austausch alter Heizungen und den Umstieg auf Elektromobilität. Der Plan sei, "die steigenden Preise durch Förderprogramme aufzufangen. "

Baerbock hatte Debatte angestoßen

Die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, hatte vor Kurzem erklärt, sie trete für eine Benzinpreiserhöhung von insgesamt 16 Cent pro Liter ein und dabei auf die neue CO2-Bepreisung verwiesen, die die schwarz-rote Bundesregierung eingeführt hat. Der CO2-Preis soll in den nächsten Jahren steigen, was sich dann auch bei den Spritpreisen niederschlägt. Für ihren Vorschlag hatte Baerbock viel Kritik geerntet, auch aus den Reihen von Union und SPD – obwohl die Pläne der Grünen kaum höhere Mehrkosten bedeuten würden, als die bereits beschlossene Anhebung des CO2-Preises.

Quelle: MDR/dpa/AFP/aju

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. Juni 2021 | 10:30 Uhr

130 Kommentare

Eulenspiegel vor 18 Wochen

Hallo faultier
Und sie möchten also weiter so.
Die Menschen sollen weiter, möglichst mit einem Lied auf den Lippen, fleißig am Ast sägen auf den sie sitzen.
Ich denke wenn wir keine Klimakatastrophe wolle dann müssen wir was ändern. Darum muss auch Energie teurer werden und zwar für alle und überall. Nicht damit alles teurer wird sondern damit Energie effektiver eingesetzt wird. Damit man die gleiche Leistung mit weniger Energie erreicht. Das heißt bei einem Neukauf eines Benziners wird der Benzinverbrauch in Zukunft eine viel größere Rolle spielen.

faultier vor 18 Wochen

Sagen sie das mal den ärmeren der Bevölkerung da wirds dann .heissen entweder Heizen und Tanken oder die Arzeneimittel von der Apotheke bezahlen ,Gibt bereits genügend Rentner die nicht mal mehr die Zuzahlung schaffen .Alles wird teurer werden weil die Betriebe Waren und Dienstleistungen anpassen müssen ,sie können gern weiterjubeln ,ich seh das als grosses soziales Problem.

faultier vor 18 Wochen

Der Hipster ohne Auto mit seiner Einzimmerwohnung ,mag das Thema ja CO2 Bepreisung positiv sehen ,ich zahle persönlich aber schon genug Abgaben und Steuern ,hier ist nur eine neue Steuer erfunden worden um die maroden Staatsfinanzen aufzupeppen um nichts anderes gehts hier.

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