Von Risiokoliste gestrichen Österreich und andere Urlaubsländer keine Corona-Risikogebiete mehr

Ganz Österreich ist kein Corona-Risikogebiet mehr. Die Bundesregierung strich auch die Bundesländer Tirol und Vorarlberg von der Risikoliste. Auch andere Urlaubsländer und -regionen stehen nicht mehr auf der Liste, darunter die gesamte Adriaküste Kroatiens sowie die nördlichen Ägäis-Inseln Griechenlands. Wer aus diesen Regionen nach Deutschland kommt, für den erleichtert sich die Einreise.

Junge Familie an Bergsee in Tirol, Österreich
Junge Touristen-Familie an einem Bergsee in Tirol: Ganz Österreich ist kein Risikogebiet mehr. Bildrechte: imago images/Westend61

Ganz Österreich gilt ab sofort nicht mehr als Corona-Risikogebiet. Die Bundesregierung strich nun auch die bei deutschen Urlaubern besonders beliebten österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg von der Risikoliste. Auch die Mittelmeer-Insel Zypern sowie die zu Portugal gehörenden Atlantik-Insel Madeira wurden von der Liste gestrichen.

Adria-Küste und nördliche Ägäis "Risikofrei"

Sonnenliegen stehen unter einem Schirm in einer Bucht der Adria in Seget Vranjica.
Kroatiens gesamte Urlaubsküste gilt als "risikofrei". Bildrechte: dpa

Das gleiche gilt für Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz. In Kroatien befinden sich seit Sonntag nur noch zwei Regionen im Landesinneren auf der Risikoliste. Alle Urlaubsgebiete an der Adria-Küste sind "risikofrei". In Griechenland werden die Peloponnes und die Inseln der nördlichen Ägäis – dazu zählen unter anderen Lesbos und Samos – von der Risikoliste gestrichen. Hinzu kommen zwei Regionen in Norwegen.

Auch die USA, Kanada sowie weitere zehn Staaten in Europa und Asien gelten nach sinkenden Corona-Inzidenzen nicht mehr als Risikogebiete. Auf dem Balkan wurden Bosnien, der Kosovo, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien von der Liste gestrichen. In Vorderasien wurden Armenien, Aserbaidschan und der Libanon von der Liste genommen.

Keine Beschränkungen auf dem Landweg

Wer aus einem dieser Gebiete auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten. Flugpassagiere müssen noch einen negativen Test vorweisen. Für alle diese Länder und Regionen entfällt auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts.

Polizeibeamte kontrollieren an der Grenze zwischen Slowenien und Österreich beim Karawankentunnel Fahrzeuge und Personen
Für Einreisende nach Österreich gilt weiterhin Test- oder Impfpflicht. Bildrechte: dpa

Regeln anderer Staaten für die Einreise aus Deutschland bleiben davon allerdings unberührt. Wer etwa aus Deutschland nach Österreich einreist, muss auch weiterhin einen negativen Corona-Test vorweisen. Davon ausgenommen ist, wer eine Covid-19-Impfung nachweisen kann oder bereits in der Vergangenheit positiv auf das Coronavirus getestet wurde und deshalb offiziell als "genesen" gilt. In den USA und Kanada gilt nach wie vor eine Einreisesperre für Deutsche, die nicht dort leben.

Kein generelles Abraten von Touristenreisen mehr

Einige der Änderungen der Corona-Risikoliste, die am Sonntag in Kraft traten, weisen allerdings auch in die andere Richtung: So wurde etwa die portugiesische Hauptstadt Lissabon wieder als Corona-Risikogebiet eingestuft. Die Bundesregierung rät ungeachtet dessen ab dem 1. Juli nicht mehr generell von touristischen Reisen ins Ausland ab. Für europäische Länder, die nicht mehr als Risikogebiete eingestuft sind, wird künftig in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts nur noch "um besondere Vorsicht gebeten".

Georgien, Katar und Mexiko nur noch Risikogebiete

Gelockert werden die Einreisebeschränkungen auch für Georgien, Katar und Mexiko. Diese drei Länder werden von Hochinzidenz- zu Risikogebieten zurückgestuft. Damit entfällt die generelle Quarantänepflicht von fünf bis zehn Tagen bei Einreise nach Deutschland. Wer einen negativen Test vorweisen kann, muss sich nicht mehr selbst isolieren.

Sri Lanka, Malaysia, Namibia und die Mongolei wurden hingegen zu "Hochinzidenzgebieten" hochgestuft. Damit gilt bei der Einreise nach Deutschland eine Quarantänepflicht.

Großbritannien und zwölf weitere Staaten bleiben "Virusvariantengebiete"

Großbritannien, Indien, Nepal, Brasilien, Uruguay, Südafrika sowie sieben weitere afrikanische Länder gelten weiterhin als sogenannte Virusvariantengebiete. Das sind besondere Risikogebiete, in denen Virusvarianten auftreten, die in Deutschland bislang nicht verbreitet sind. Für Einreisende aus diesen und anderen Risikogebieten gilt nach wie vor eine grundsätzliche Anmeldepflicht, ein negativer Corona-Test, eine zehntägige Quarantänepflicht (bei Nachweis von Impfung oder Negativ-Test 5 Tage) sowie ein Beförderungsverbot für den Personenverkehr per Zug, Bus, Schiff und Flug aus diesen Staaten.

Quelle: dpa/RKI

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 13. Juni 2021 | 06:00 Uhr

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