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Polen zählt ab Sonntag zu den Corona-Hochrisikogebieten. Bildrechte: IMAGO / NurPhoto

Auswärtiges AmtPolen und Schweiz werden Corona-Hochrisikogebiete

von MDR AKTUELL

Stand: 03. Dezember 2021, 18:05 Uhr

Die Bundesregierung stuft Polen und die Schweiz als Hochrisikogebiete ein. Auch Liechtenstein, Jordanien und Mauritius werden so eingestuft. Insgesamt stehen wieder mehr als 60 Länder auf der Liste.

Wegen hoher Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ab Sonntag Polen und die Schweiz als Hochrisikogebiete ein. Das gaben das Robert Koch-Institut (RKI) und das Auswärtige Amt am Freitag bekannt. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Polen weist laut Johns Hopkins Universität derzeit eine 7-Tage-Inzidenz von 422,7 auf, die Schweiz 649,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen Wochenfrist.

Bildrechte: Bundesregierung

Mit der Schweiz ist ein beliebtes Winterreiseziel der Deutschen unter den neuen Hochrisikogebieten. Auch Liechtenstein, Jordanien und Mauritius werden als ebensolche eingestuft. Von der Risikoliste gestrichen werden Thailand, Usbekistan und St. Vincent sowie die Grenadinen in der Karibik.

Reisewarnung des Auswärtigen Amtes

Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist automatisch auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Mehr als 60 Länder auf der Liste

In der EU hatte es im Spätsommer zwischenzeitlich gar keine Corona-Hochrisikogebiete gegeben. In den vergangenen Wochen wurden aber bereits zahlreiche EU-Staaten wieder auf die Risikoliste gesetzt, darunter auch die Nachbarländer Niederlande, Belgien und Österreich mit Ausnahme einzelner Gemeinden.

Insgesamt werden ab Sonntag weltweit wieder mehr als 60 Länder vom RKI ganz oder teilweise als Hochrisikogebiete geführt. Hinzu kommen acht Virusvariantengebiete in Afrika, für die noch strengere Einreisebeschränkungen gelten. Sie waren wegen der Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus in die höchste Risikokategorie eingestuft worden.

Quelle: MDR AKTUELL

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL Radio | 03. Dezember 2021 | 13:00 Uhr