Infektionsschutz Coronavirus und Covid-19: Welche Regeln gelten

Noch bis Anfang April gilt in Deutschland das Infektionsschutzgesetz, das den Rahmen für die geltenden Corona-Maßnahmen bildet. Lesen Sie hier, welche bundesweiten Regeln gelten und welche in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen dazukommen.

Ein Mitarbeiter der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) entfernt einen Aufkleber von der Tür einer Straߟenbahn, der auf die Pflicht zum Tragen einer Maske hinweist.
In immer mehr Bundesländern fällt die Maskenpflicht im Nahverkehr. Bildrechte: dpa

Was der Bund vorgibt

Für alle Bundesländer gelten eine Handvoll Corona-Regeln, die der Bund vorgibt:

  • So gilt etwa für den Zutritt zu Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen eine FFP2-Maskenpflicht und eine Testnachweispflicht. Das gilt auch für Beschäftigte in ambulanten Pflegediensten und bei vergleichbaren Dienstleistern.

  • In Arztpraxen, Dialyseeinrichtungen und weiteren Einrichtungen des Gesundheitswesens ist das Tragen einer FFP2-Maske ebenfalls verpflichtend. Das gilt für Patientinnen und Patienten beziehungsweise Besucherinnen und Besucher der Praxen.

Die Regeln des Bundes sehen vor, dass die Länder je nach Infektionslage weitere Maßnahmen anordnen können. Das betrifft unter anderem die Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr, in Innenräumen und Bildungseinrichtungen. Zuletzt gab es verbreitet lediglich noch die Maskenpflicht im ÖPNV. Mit dem Aussetzen der Maskenpflicht im Fernverkehr rücken die meisten Bundesländer aber davon ab.

Einen Flickenteppich gibt es bei der Isolationspflicht beziehungsweise bei den Quarantäne-Regeln. In einigen Bundesländern müssen sich mit dem Coronavirus Infizierte nicht mehr isolieren.

Details zu den Regelungen in Sachsen

In Sachsen muss im Öffentlichen Personennahverkehr keine Maske mehr getragen werden. Die Maskenpflicht lief hier am 15. Januar aus. Das Tragen einer Maske wird aber dringend empfohlen.

Wer in Sachsen den Verdacht auf eine Infektion hat – und ein entsprechender Selbsttest positiv ausgefallen ist –, darf das Haus nur noch verlassen, um eine Bestätigungstestung durchführen zu lassen. Das kann ein PCR-Test oder ein Antigen-Schnelltest sein. In manchen Fällen reicht auch die Krankschreibung durch einen Arzt nach einem positiven Selbsttest aus. Bei einem positiven Antigen-Schnelltest wird empfohlen, noch einen PCR-Test durchführen zu lassen.

Ab dem fünften Tag (seit dem Tag der Durchführung des positiven Testergebnisses) darf die Isolation verlassen, wer 48 Stunden symptomfrei geblieben ist. Beschäftigte im Pflege- oder medizinischen Bereich benötigen einen negativen Test. Nach zehn Tagen endet die Isolation voraussetzungslos für alle Betroffenen. Kontaktpersonen müssen sich nicht absondern.

Die Regeln in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt ist die Maskenpflicht im ÖPNV bereits im Dezember ausgelaufen. Mit dem Auslaufen der letzten Eindämmungsverordnung bat die Landesregierung lediglich darum, sich weiterhin gesundheitsbewusst zu verhalten, etwa durch die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln, sowie darum, den Impfschutz aufrechtzuerhalten.

In Sachsen-Anhalt müssen sich Infizierte noch bis zum Monatsende für fünf Tage isolieren. Es wird empfohlen, sich nach diesen fünf Tagen zu testen und bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses freiwillig in Selbstisolation zu bleiben. Lediglich Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich müssen sich für die Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit freitesten und dafür mindestens 48 Stunden symptomfrei sein.

Regelungen in Thüringen

In Thüringen gilt noch bis einschließlich 2. Februar die Maskenpflicht im ÖPNV.

Ebenfalls bis zum 2. Februar gilt in Thüringen noch die Isolationspflicht für Infizierte. Ab dem fünften Tag (seit dem Tag der Durchführung des positiven Testergebnisses) darf die Isolation verlassen, wer 48 Stunden symptomfrei geblieben ist. Beschäftigte im Pflege- oder medizinischen Bereich benötigen einen negativen Test. Nach zehn Tagen endet die Absonderungszeit voraussetzungslos für alle Betroffenen. Kontaktpersonen müssen sich nicht absondern.

An die Stelle der Isolationspflicht treten für positiv Getestete ab dem 3. Februar verpflichtende Schutzmaßnahmen. Dazu gehören eine generelle Maskenpflicht außerhalb der eigenen Wohnung sowie Betretungs- und Tätigkeitsverbote in medizinischen und pflegerischen Bereichen sowie in bestimmten Gemeinschaftsunterkünften. Die Maßnahmen gelten für mindestens fünf Tage beziehungsweise, bis mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit besteht. Nach zehn Tagen enden diese Schutzmaßnahmen voraussetzungslos für alle Betroffenen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 29. November 2021 | 19:00 Uhr

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