
Bilanz 2024 Deutsche Bahn investiert 17 Milliarden Euro in Infrastruktur
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30. Dezember 2024, 17:33 Uhr
Die Deutsche Bahn hat 2024 knapp 17 Milliarden Euro in Infrastruktur-Projekte investiert. In den vergangenen Jahren waren es meist weniger als zehn Milliarden Euro. Bahn-Infrastrukturchef Nagl sprach von einem "Wendepunkt".
Die Deutsche Bahn (DB) hat in diesem Jahr knapp 17 Milliarden Euro in Schienen, Bahnhöfe und andere Teile der Infrastruktur investiert. Der Chef der Bahn-Infrastrukturgesellschaft, Philipp Nagl, sprach von einem "Wendepunkt": In dieser Größenordnung sei seit vielen Jahren nicht ins Schienennetz investiert worden, sagte er. Tatsächlich hatte der Bund in den vergangenen Jahren fast immer weniger als zehn Milliarden Euro für die Bahn-Infrastruktur zur Verfügung gestellt.
Erstmals Investitionsrückstau nicht gestiegen
Nagl erklärte, erstmals steige der seit Jahren wachsende Investitionsrückstau nicht weiter an. Er versprach zudem, die Infrastruktur nicht weiter überaltern zu lassen. Zugleich machte Nagl deutlich, dass die bundeseigene DB für eine Trendwende in den kommenden Jahren ähnlich viel Geld für eine bessere Infrastruktur brauche. Wenn man die nächsten zwei, drei Jahre auf diesem Niveau weiter investiere, werde man im ganzen Netz spüren, "dass die Störanfälligkeit der Infrastruktur sinkt und die Qualität des Zugverkehrs zunimmt".
1.851 Weichen und 1.940 Kilometer Gleise neu
Nach Bahn-Angaben wurden im zurückliegenden Jahr 2024 unter anderem 1.851 Weichen erneuert. Dies sei ein Plus von gut 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Außerdem seien 1.940 Kilometer Gleise verlegt und 872 Bahnhöfe erneuert worden. 113 Bahnhöfe seien nach neuesten Standards zu sogenannten Zukunftsbahnhöfen ausgebaut worden.
Wie viel Geld die Bahn 2025 vom Bund bekommen wird, ist allerdings unklar, da der Haushalt nach dem Ampel-Aus für das nächste Jahr noch nicht steht. Ebenso offen ist, wie die DB nach der Neuwahl des Bundestags im Februar von einer neuen Bundesregierung ausgestattet wird.
dpa (dni)
Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL – Das Nachrichtenradio | 30. Dezember 2024 | 09:30 Uhr
M22eX vor 11 Wochen
Dumm, dass dies der DDR-Führung nicht eingefallen war. Erst den Staat geplant an die Wand fahren, dann selbst privatisiert aufkaufen. Könnten aber auch Arbeitnehmende in D machen. Motto "Gemeinsam sind wir stark!" Schon gehören in nicht einmal einem Jahr die Automobilkonzerne den dort Arbeitenden. ;-)
kleinerfrontkaempfer vor 11 Wochen
Der Investstau wurde inzwischen schon auf ca. 90 Mrd. € getaxt. Und das wird nicht alles sein. Die Finanzen werden den Fortgang nestimmen. Und da Geld knapp ist setzt man auf den Weg der Privatisierung, zumindest in Teilen.
Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) hatte schon Mitte August 2024 durchblicken lassen, wohin die Reise mit ihm gehen soll: »Die Bahn muss ihr Angebot reduzieren, damit das reduzierte Angebot wieder zuverlässig erbracht werden kann.«
ElBuffo vor 11 Wochen
Sie befindet sich zu 100% im Eigentum des Staats. Der kann auch ohne die ganzen Schnarchbeamten im System Eigentümer sein.