Bei Klausur Bundesregierung bringt "Transformationszentrum Deutsche Einheit" auf den Weg

Der Standort für das "Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation", so der ganze Titel, soll mit einem Wettbewerb gefunden werden. Eckpunkte der Pläne hat die Bundesregierung nun beschlossen.

Annalena Baerbock (l-r, Bündnis 90/Die Grünen), Außenministerin, Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Wolfgang Schmidt (SPD), Chef des Bundeskanzleramts, Carsten Schneider (SPD), Staatsminister beim Bundeskanzler und Beauftragter der Bundesregierung für Ostdeutschland, sowie Steffen Hebestreit, Regierungssprecher, nehmen im Schloss Meseberg, dem Gästehaus der Bundesregierung, an der Kabinettssitzung teil.
Der Beauftragte der Bundesregierung für die ostdeutschen Bundesländer, Carsten Schneider (2. v. r.) hat Eckpunkte für das neue Zentrum eingebracht. Bildrechte: dpa

Der Standort für das geplante "Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation" soll über einen Städtewettbewerb auserkoren werden. Das Bundeskabinett beschloss bei seiner Klausurtagung in Meseberg Eckpunkte für die Realisierung des Projekts, das eine Expertenkommission im Jahr 2020 empfohlen hatte. Teil davon sei, dass Städte sich als Standort für das Zentrum bewerben können, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz nach der Klausurtagung. Noch vor dem Sommer soll der Auswahlprozess starten.

Der Ostbeauftragte Carsten Schneider (SPD) brachte die Eckpunkte in Meseberg ein. Bis 2028 soll das Zentrum demnach in einem neuen oder umgestalteten Gebäude in Ostdeutschland entstehen. Es soll drei Aufgaben haben: Forschung zu den Umbrüchen nach der Vereinigung, Ausstellungen, die auch die Leistung der Ostdeutschen würdigen, sowie Raum für Begegnungen und Veranstaltungen.

Standortentscheidung noch in diesem Jahr

Schneider stellte eine Standortentscheidung für die zweite Jahreshälfte in Aussicht. Dazu solle es eine Auswahlkommission geben. In Thüringen wollen sich Jena und Eisenach sowie Mühlhausen gemeinsam mit dem hessischen Eschwege bewerben. In Sachsen gehören Plauen im Vogtland und Leipzig zu den Kandidaten. In Brandenburg bewirbt sich Frankfurt/Oder.

Ein Standort gesucht ist auch für das ebenfalls beschlossene Konzept von Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) für ein Dokumentationszentrum "Zweiter Weltkrieg und deutsche Besatzungsherrschaft in Europa".

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 04. Mai 2022 | 21:45 Uhr

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