Nach Forderung aus der Partei Linken-Fraktionschef Bartsch gegen Inbetriebnahme von Nord Stream 2

Der Linken-Politiker Klaus Ernst stößt mit seiner Forderung nach einer zeitweisen Inbetriebnahme der Gaspipeline Nord Stream 2 in seiner Partei auf Kritik. Fraktionschef Dietmar Bartsch nennt den Vorschlag "scheinbar populär, aber leider weltfremd".

Das Logo der Ostseepipeline Nord Stream 2 ist am Eingang der Gasempfangsstation auf einem Schild zu sehen.
Die Gaspipeline Nord Stream 2 ist fertig, wird aber nicht genutzt. Bildrechte: dpa

Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat sich klar gegen eine Inbetriebnahme der Gaspipeline Nord Stream 2 ausgesprochen. Bartsch reagierte bei MDR AKTUELL auf eine Forderung des Linke-Abgeordneten Klaus Ernst. Dieser hatte sich für ein Ende der Sanktionen gegen Russland ausgesprochen, um die Gasversorgung in Deutschland zu sichern. Ernst forderte zudem, Nord Stream 2 befristet in Betrieb zu nehmen.

Bartsch sagte dazu, der Vorschlag sei "scheinbar populär, aber leider weltfremd". Solange es diesen furchtbaren Krieg in der Ukraine gebe, sei die Forderung nach einer Inbetriebnahme von Nord Stream 2 aus der Welt. Bartsch betonte, oberstes Ziel müsse es sein, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Dazu erwarte er von der Bundesregierung mehr diplomatische Bemühungen.

Dietmar Bartsch 5 min
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Bartsch für Ausbau erneuerbarer Energien

Mit Blick auf die Abkehr von russischem Gas sagte der Linken-Fraktionschef, man müsse die erneuerbaren Energien deutlich ausbauen und sich aus der Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen lösen. Zunächst müsse die Bundesregierung aber schauen, wo sie jetzt Gas herbekomme. Deutschland sei da zwar aktiv dran, bisher aber nicht sonderlich erfolgreich.

MDR AKTUELL (aju)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 07. Juli 2022 | 07:00 Uhr

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