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UnterstützungFaeser sagt Kommunen Hilfe bei Unterbringung von Flüchtlingen zu

10. Oktober 2022, 20:13 Uhr

Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat den Kommunen weitere Unterstützung bei der Unterbringung von Geflüchteten versprochen. Die SPD-Politikerin sagte bei einem Besuch des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), es würden weitere Bundesimmobilien zur Verfügung gestellt.

Die Kommunen sollen angesichts der steigenden Zahlen von Kriegsflüchtlingen und Asylbewerbern mehr Unterstützung bekommen. Bundesinnenministerin Nancy Faeser sagte beim Besuch des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Nürnberg, sie seien stark belastet und kämen an die Grenzen ihrer Kapazität. Die SPD-Politikerin will unter anderem weitere Bundesimmobilien zur Verfügung stellen, die als Unterkünfte genutzt werden könnten.

Sorge wegen Dynamik der Zahlen

Faeser äußerte sich besorgt über die Entwicklung der Flüchtlingszahlen. Der Druck an den EU-Außengrenzen steige zwar jedes Jahr im Sommer und Herbst. Dieses Jahr habe diese Entwicklung eine höhere Dynamik, das bereite ihr Sorge.

Mehr als eine Million Menschen aus der Ukraine sind nach Angaben von Faeser inzwischen in Deutschland erfasst, die vor dem russischen Angriffskrieg geflüchtet sind. Die genaue Zahl der hier lebenden Ukrainer und Ukrainerinnen ist allerdings unklar, weil ein Teil von ihnen Deutschland bereits wieder verlassen haben dürfte. Die Aufnahme der Menschen verlaufe zumeist geordnet, sagte Faeser. Es sei aber festzustellen, je länger der Krieg dauere, desto schwerer werde dies.

Flüchtlingsgipfel in Berlin

Faeser trifft sich am Dienstag mit Vertretern der Kommunen und Länder, um über die weitere Versorgung von Flüchtlingen zu beraten. Dabei geht es dem Innenministerium zufolge um die Abstimmung zwischen den staatlichen Ebenen.

Die Kommunen fordern seit Wochen angesichts steigender Flüchtlingszahlen mehr Unterstützung. Dabei geht es sowohl um zusätzliche Finanzzusagen des Bundes als auch um einen Ausbau der Erstaufnahmekapazitäten der Länder.

Quellen: dpa, AFP, Reuters (isc)

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL | MDR AKTUELL | 10. Oktober 2022 | 18:00 Uhr