MDR-Recherche Polizei Leipzig stockt Personal für Fahrradregistrierung auf

Vor wenigen Tagen hatten MDR-Recherche ergeben, dass die Fahrraddatenbank der Polizei Leipzig veraltet ist. Der Grund: Monatelang wurden die Daten nicht eingespeist. Jetzt will die Polizei das Personal aufstocken.

Die Polizeidirektion Leipzig will mehr Beamte als bisher für die Pflege ihrer Datenbank zur Fahrradregistrierung einsetzen. Das teilte ein Sprecher der Behörde Mittwochnachmittag bei einem kurzfristig anberaumten Mediengespräch mit.

Nicht mehr auf dem neuesten Stand

Derzeit würden 26 Beamte eingesetzt, um den Rückstand bei der Datenerfassung aufzuarbeiten, so der Polizeisprecher. Auch müsse die Datenbank überarbeitet werden. Sie sei nicht mehr auf dem neuesten Stand. Damit reagiert die Polizeidirektion Leipzig auf MDR-Recherchen. Diese hatten ergeben, dass es erhebliche Verzögerungen bei der Datenerfassung gibt.

Zwar werden Fahrräder in Leipzig durch einen stadteigenen Betrieb und durch Fahrradgeschäfte registriert. Doch die Einspeisung der Daten in das System der Polizei verzögerte sich demnach bis zu einem Jahr. Werden Fahrräder gestohlen, bevor sie in der Datenbank registriert sind, können sie nicht ihren rechtmäßigen Besitzern zugeordnet werden.

Ermittlungen gegen Polizisten

Leipzig gilt als Hotspot für Fahrraddiebe. 2019 wurden in der Stadt knapp 10.000 Diebstähle gemeldet. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft im sogenannten Fahrradgate gegen Leipziger Polizisten, weil diese hunderte gestohlene Fahrräder weiterverkauft haben sollen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 19. Juli 2020 | 08:00 Uhr

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