Gesetzentwurf Massenhaftes Kükentöten soll ab 2022 verboten sein

Mit dem massenhaften Töten männlicher Küken in der Legehennenzucht in Deutschland soll 2022 Schluss sein. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner am Mittwoch vorgestellt hat. Ab 2024 sieht der Entwurf noch strengere Regeln vor.

Männliche Küken sitzen in einem Korb.
Das routinemäßige Töten männlicher Küken soll ab 2022 verboten werden.  Bildrechte: dpa

Das routinemäßige Töten frisch geschlüpfter, männlicher Küken soll ab 2022 verboten werden. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner heute in Berlin vorgestellt hat.

Das Geschlecht der Tiere muss dann schon im Ei bestimmt werden, so dass die männlichen Küken gar nicht erst schlüpfen. Klöckner sagte, das Töten von Eintagsküken sei ethisch nicht vertretbar.

45 Millionen männliche Küken pro Jahr getötet

Deutschland sei mit dem Gesetz weltweit Vorreiter. Die Ministerin selbst sprach von einem Meilenstein für den Tierschutz. Derzeit werden jährlich rund 45 Millionen männliche Küken getötet, weil sie keine Eier legen und nicht so viel Fleisch ansetzen.

Dem Gesetzentwurf zufolge müssen ab Januar 2024 außerdem Methoden angewandt werden, die vor dem siebten Bruttag greifen. Denn ab dem siebten Tag empfänden Hühnerembryonen Schmerz, heißt es im Gesetzentwurf. Ein Küken wird 21 Tage lang ausgebrütet. Die bisher marktreifen Verfahren bestimmten das Geschlecht im Ei in einem Zeitraum vom 9. bis 14. Bebrütungstag, teilte das Ministerium mit.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 09. September 2020 | 13:00 Uhr

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