Protokoll Impfskandal in Halle: Was passierte am 17. Januar?

In Deutschland gibt es eine klare Reihenfolge, wer wann geimpft werden darf. In Sachsen-Anhalt ist diese Reihenfolge nicht eingehalten worden: In Halle wurden Oberbürgermeister Bernd Wiegand und mehrere Stadträte geimpft, obwohl sie noch gar nicht an der Reihe waren. Wiegand verteidigte sein Vorgehen: Es habe sich um Restbestände gehandelt, die sonst nicht hätten verimpft werden können. Was passierte an diesem 17. Januar 2021? Das Protokoll eines Tages.

Seit Wochen sorgt der "Impfskandal von Halle" für Diskussionen und Unmut: Oberbürgermeister Bernd Wiegand und zehn Stadträte wurden gegen das Coronavirus geimpft, obwohl sie noch nicht an der Reihe waren. Wiegand räumte zuletzt ein, dass er bei der Aufarbeitung des Vorfalls im Stadtrat in einem Punkt nicht die Wahrheit gesagt habe. Die vorzeitig geimpften Personen seien doch nicht von einem Zufallsgenerator ausgewählt worden, wie bislang behauptet wurde. Es sei nur ein "Sechs-Augen-Prinzip" angewandt worden.

Das Landesverwaltungsamt hat inzwischen Disziplinarverfahren gegen Wiegand sowie den Landrat des Saalekreises, Hartmut Handschak und den Landrat des Landkreises Wittenberg, Jürgen Dannenberg eingeleitet.

Zwei Radioreporterinnen von MDR AKTUELL sind der Frage nachgegangen, was am 17. Januar 2021 genau passiert ist – dem Tag, an dem der Impfskandal seinen Ausgang genommen hatte. Hören Sie im Audio das Protokoll eines Tages:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 20. Februar 2021 | 07:55 Uhr

Mehr aus Politik

Mehr aus Deutschland