Arbeitsminister Heil Minijob-Grenze steigt am 1. Oktober auf 520 Euro

Die Verdienst-Obergrenze für Minijobs soll nach Angaben von Bundesarbeitsminister Heil am 1. Oktober um 70 auf 520 Euro monatlich steigen. Der SPD-Politiker sagte laut Zeitungsberichten, das geschehe zeitgleich mit der Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro.

Hubertus Heil (SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales, gibt eine Pressekonferenz in seinem Ministerium.
Heil: "Verdienst-Obergrenze für Minijobs steigt auf 520 Euro." Bildrechte: dpa

Die Verdienst-Obergrenze für Minijobs soll am 1. Oktober von 450 auf 520 Euro im Monat steigen. Das hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft mitgeteilt. Die Anhebung solle zeitgleich mit der Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro geschehen, sagte der SPD-Politiker: "Das ist so in der Koalition vereinbart - und so machen wir's."

Anpassung an Mindestlohnbedingungen

Im Koalitionsvertrag der Regierungspartner von SPD, Grünen und FDP heißt es dazu: "Künftig orientiert sich die Minijob-Grenze an einer Wochenarbeitszeit von 10 Stunden zu Mindestlohnbedingungen." Entsprechend soll auch die Midijob-Obergrenze zum 1. Oktober von derzeit 1.300 Euro auf 1.600 Euro steigen, sagte Heil.

Damit werden die Verdienstmöglichkeiten in Mini- und Midijob zeitgleich mit der geplanten Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns von 9,82 auf 12 Euro angepasst. Heil hatte zur Mindestlohnerhöhung erst kürzlich einen Entwurf für ein Gesetz vorgelegt.

Bürgergeld kommt erst 2023

Zum geplanten Bürgergeld als Ersatz für Hartz IV kündigte Heil noch für dieses Jahr einen entsprechenden Beschluss des Bundestages an. In Kraft treten solle das Bürgergeld aber erst im kommenden Jahr. Die Reform brauche viel Zeit, weil viele Verwaltungsfragen geregelt werden müssten. Eine generelle Erhöhung der Hartz IV-Sätze vor der Einführung des Bürgergelds solle es nicht geben, nur einen monatlichen Sofortzuschlag für bedürftige Familien, erklärte Heil.

Quelle: dpa (dni)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 29. Januar 2022 | 08:30 Uhr

Mehr aus Politik

Robert Habeck (l-r, Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Christian Lindner (FDP), Bundesminister der Finanzen, geben die Abschlusspressekonferenz nach der Klausurtagung der Bundesregierung vor dem Schloss Meseberg. mit Video
Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) geben die Abschlusspressekonferenz nach der Klausurtagung der Bundesregierung vor dem Schloss Meseberg Anfang Mai. Bildrechte: dpa

Mehr aus Deutschland

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck in einer Interviewsituation 1 min
Bundeswirtschaftsminister Habeck ist am Montag zu Besuch in Sachsen-Anhalt. Bildrechte: MDR
1 min 16.05.2022 | 11:52 Uhr

Bundeswirtschaftsminister Habeck besucht am Montag in Sachsen-Anhalt unter anderem den Chemiestandort Leuna. Habeck sagte vorab, Sachsen-Anhalt sei in besonderer Weise von Veränderungen betroffen.

Mo 16.05.2022 11:30Uhr 00:28 min

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/video-habeck-leuna-chemie-magdeburg-intel-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video