Impfungen gegen Corona Zweite Impfung wird bei "Impfvordränglern" in Thüringen ausgesetzt

Wer in Thüringen laut Impffahrplan vorzeitig gegen das Coronavirus geimpft wurde, bekommt für die zweite Impfung einen Riegel vorgeschoben. Auch sollen rechtliche Schritte gegen die Impfvordrängler geprüft werden.

Menschen, die im Verdacht stehen, sich bei den aktuellen Corona-Schutz-Impfungen in Thüringen vorgedrängelt zu haben, werden vorerst keine zweite Impfung bekommen. Das erfuhr der MDR aus Regierungskreisen. Demnach werden diese Patienten dann ihre zweite Impfung bekommen, wenn sie regulär an der Reihe wären. Nachteile für den Impfschutz der Betroffenen sind demnach nicht zu erwarten.

Prüfung rechtlicher Schritte

Außerdem wird das Thüringer Gesundheitsministerium nach MDR-Informationen zusammen mit dem Justizministerium prüfen, ob rechtliche Schritte infrage kommen. Konkret geht es um mindestens zwei Fälle, in denen Personen geimpft worden seien, die weder im medizinischen Bereich tätig, noch älter als 80 Jahre alt sind.

In einem Fall soll eine Lokalpolitikerin im Weimarer Land geimpft worden sein. In einem anderen Fall soll ein mobiler Pflegedienst Personen vorsätzlich falsch als medizinische Mitarbeiter ausgegeben haben. Nach MDR-Informationen prüfen Juristen in beiden Ministerien, ob es sich in den Fällen zum Beispiel um Urkundenfälschung oder Erschleichen von Leistungen handele.

Auch interessant

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR AKTUELL Radio | 01. Februar 2021 | 16:00 Uhr

Ein Angebot von

Mehr aus Politik

Dietmar Bartsch, DIE LINKE, im Interview im Morgenmagazin 1 min
Dietmar Bartsch, DIE LINKE, im Interview im Morgenmagazin Bildrechte: ARD

Mehr aus Deutschland