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Auch Kinder und Jugendliche bewegen sich im Netz – ein neues Gesetz soll sie nun besser schützen. Bildrechte: dpa

Cybermobbing

Neues Gesetz soll Jugendliche besser vor Hass im Netz schützen

von MDR AKTUELL

Stand: 26. März 2021, 11:56 Uhr

Cybermobbing, Cybergrooming, Hatespeech oder sogenannte Challenges. Kinder und Jugendliche sind im Internet vielen Gefahren ausgesetzt. Ein neues Gesetz soll sie nun besser schützen. Am Freitag stimmte der Bunderat zu.

Kinder und Jugendliche in Deutschland sollen künftig besser vor Gefahren im Netz geschützt werden. Konkret geht es um den Schutz vor Belästigungen, Mobbing und finanzieller Abzocke. Der Bundesrat stimmte am Freitag einer entsprechenden Reform des Jugendschutzes zu, zuvor hatte bereits der Bundestag die Regelung verabschiedet.

Das Gesetz sieht Auflagen für große Pattformen wie Facebook, Instagram, Youtube und Spiele-Plattformen sowie für Messenger-Dienste wie WhatsApp vor. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien soll zu einer Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz ausgebaut werden und die Einhaltung des neuen gesetzlichen Rahmens überwachen.

Verpflichtungen für Facebook und Co.

Mit der Modernisierung des Jugendschutzgesetzes sollen Kinder bei ihren Aktivitäten im Internet vor allem vor Interaktionsrisiken geschützt werden. Dazu zählen Cybermobbing, die Anbahnung sexualisierter Übergriffe (Cybergrooming), Hatespeech, Aufforderungen zu riskantem Verhalten (Challenges) und die finanzielle Abzocke in Online-Spielen.

Dazu werden Plattformen mit mehr als einer Million Nutzer in Deutschland dazu verpflichtet, Voreinstellungen vorzunehmen, die Kinder vor Kostenfallen oder der Ansprache durch Fremde schützen. Weiter werden sie verpflichtet, Hilfs- und Beschwerdemöglichkeiten für Kinder und Eltern anzubieten. Außerdem müssen die Plattformen Ansprechpartner für die deutschen Behörden bestimmen.

Leichterer Zugang zu Kinos

Kooperieren sie nicht, drohen Bußgelder von bis zu 50 Millionen Euro. Um mehr Orientierung zu bieten, sollen die Alterskennzeichnungen vereinheitlicht werden, unabhängig davon, ob Filme oder Spiele per Internet oder Handel vertrieben werden. In die Einstufung gehen künftig die Interaktionsrisiken ein.

Zugleich wird mit dem neuen Gesetz Kindern der Zugang zu Kinos und öffentlichen Filmvorführungen erleichtert. Sie können künftig auch von "erziehungsbeauftragten" Menschen begleitet werden, bislang gilt das nur für Sorgeberechtigte. Das Gesetz soll am 1. April in Kraft treten.

Quellen: epd, dpa, afp

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL RADIO | 05. März 2021 | 12:30 Uhr

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