Anfrage von Guterres Merkel lehnt Jobangebot von Vereinten Nationen ab

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ein Jobangebot von den Vereinten Nationen bekommen. Wie ihr Büro mitteilte, nimmt sie es aber nicht an. Eine Begründung dazu wurde nicht genannt. UN-Generalsekretär Antonio Guterres wollte, dass sie den Vorsitz für ein neues Beratergremium übernimmt.

Angela Merkel
Ex-Kanzlerin Angela Merkel wird keinen Job bei den Vereinten Nationen annehmen. Bildrechte: dpa

Die langjährige Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ein Jobangebot von UN-Generalsekretär António Guterres abgelehnt. Das teilte Merkels Büro mit. Demnach hat Merkel bereits in der vergangenen Woche mit Guterres telefoniert. Sie habe sich für das Angebot bedankt aber zugleich gesagt, dass sie es nicht annehmen werde.

Angela Merkel, links, spricht mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres
Angela Merkel als Bundeskanzlerin mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres Anfang 2020 in Berlin. Bildrechte: dpa

Keine öffentlichen Ämter seit Abschied

Guterres hatte Merkel vorgeschlagen, den Vorsitz in einem hochrangig besetzten Beratungsgremium zu übernehmen. Es soll sich mit globalen öffentlichen Gütern beschäftigen. Dazu gehören etwa der Weltraum und große Teile der Meere. Es geht aber wohl auch um internationale Regeln etwa zur Flugsicherheit oder zum weltweiten Handel.

Die 67-jährige Merkel war 16 Jahre lang Kanzlerin in Deutschland. Nach ihrem Abschied aus dem Kanzleramt Anfang Dezember hat sie keine öffentlichen Ämter mehr.

Gremium soll Lücken bei Zusammenarbeit aufzeigen

Das Beratergremium zu globalen öffentlichen Gütern ist eines von Guterres' Vorzeigeprojekten zur Reform der Vereinten Nationen. Nach seinen Angaben soll der Beirat unter der Leitung ehemaliger Staats- und Regierungschefs globale öffentliche Güter von gemeinsamem Interesse ermitteln, "in denen Verbesserungen der Führung am dringendsten erforderlich sind". Nach Ansicht von Guterres hat die Corona-Pandemie große Lücken bei der internationalen Zusammenarbeit aufgezeigt.

dpa (aju)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 19. Januar 2022 | 12:00 Uhr

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