CDU-Parteivorsitz Merz will noch einmal kandidieren

Der frühere Chef der Unionsfraktion im Bundestag, Friedrich Merz, steigt in das Rennen um den CDU-Vorsitz ein. Es ist sein dritter Anlauf auf diesen Posten. Seine Konkurrenten – Stand jetzt – sind Kanzleramtschef Helge Braun und Ex-Bundesminister Nobert Röttgen. Im Dezember werden die Mitglieder über die Parteiführung entscheiden.

Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz will für den CDU-Parteivorsitz kandidieren. Das hat der Vorsitzende von Merz' Kreisverband Hochsauerland, Matthias Kerkhoff, bestätigt. Merz werde am Montagabend bei einer CDU-Kreisvorstandssitzung sprechen und die Bewerbung begründen. Seine Nominierung durch den Kreisverband gilt dann als Formsache.

Dritte Kandidatur für Parteivorsitz

Merz nimmt damit bereits zum dritten Mal Anlauf auf den Bundesvorsitz. Seine Konkurrenten sind diesmal nach bisherigem Stand Kanzleramtschef Helge Braun und der frühere Bundesumweltminister Nobert Röttgen. Beide gaben am Freitag ihre Kandidaturen für den CDU-Vorsitz bekannt.

Die Bewerbungsfrist endet am Mittwoch. Im Dezember will die CDU erstmals überhaupt ihre Mitglieder befragen, wer die Partei künftig führen soll.

Brinkhaus verzichtet

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus, der ebenfalls als möglicher Kandidat für die Nachfolge des bei der Bundestagswahl als Kanzlerkandidat gescheiterten CDU-Vorsitzenden Armin Laschet galt, verzichtete nach einem Bericht der "Neuen Westfälischen" auf eine Kandidatur.

Während einer Sitzung seines Kreisverbands Gütersloh am Freitagabend habe Brinkhaus nicht um einen Vorschlag seines Heimatverbandes gebeten. "Ralph Brinkhaus war der Sitzung zugeschaltet und hat nach intensiver Abwägung seinen Hut nicht in den Ring geworfen", sagte Kreisverbandschef Raphael Tigges der Zeitung.

Merz unterlag bereits gegen Laschet und Kramp-Karrenbauer

Im Rennen um den Parteivorsitz musste Merz bereits zwei Niederlagen einstecken: im vergangenen Januar unterlag er bei einem digitalen Bundesparteitag in einer Stichwahl gegen Nordrhein-Westfalens Minsterpräsidenten Armin Laschet mit 466 zu 521 Stimmen.

Deutlich knapper war die Niederlage gegen die damalige CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer im Dezember 2018. Die frühere Ministerpräsidentin des Saarlandes lag am Ende mit 517 zu 482 Stimmen vorn.

dpa/(kkö)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 13. November 2021 | 11:00 Uhr

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