Bundestag Neue Regelungen zu Elterngeld und Elternzeit

Auf Mütter und Väter in Elternzeit kommen Veränderungen zu. So wird die Möglichkeit für Teilzeitarbeit ausgeweitet. Eltern von Frühchen erhalten länger Unterstützung als bisher. Die Gesetzesreform soll ab September gelten.

Säugling
Eltern von zu früh geborenen Kindern erhalten länger Elterngeld als bisher. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs

Der Bundestag hat Neuregelungen bei Elterngeld und Elternzeit beschlossen. Dadurch sollen vor allem die Teilzeitmöglichkeiten flexibler werden. Unter anderem wird die erlaubte wöchentliche Arbeitszeit während des Elterngeldbezugs von 30 auf 32 Stunden angehoben. Der Partnerschaftsbonus, der die parallele Teilzeit beider Eltern ermöglicht, soll künftig mit 24 bis 32 Wochenstunden statt mit bisher 25 bis 30 Wochenstunden bezogen werden können.

Bei Frühgeburten länger Elterngeld

Bei Frühgeburten werden zudem die Elternzeit und der Bezug von Elterngeld verlängert. So sieht die Gesetzesreform vor, den Bezug des Basiselterngeldes von 300 Euro um einen Monat zu verlängern, wenn die Geburt mindestens sechs Wochen vor dem voraussichtlichen Entbindungstermin liegt. Bei noch früheren Geburten verlängert sich der Anspruch.

Einkommensgrenze für Elterngeld sinkt

Die Änderungen sollen durch eine Absenkung der Einkommensgrenze für den Bezug des Elterngeldes finanziert werden. Eltern, die gemeinsam mehr als 300.000 Euro Jahreseinkommen haben, bekommen demnach kein Elterngeld mehr. Die Grenze lag ursprünglich bei 500.000 Euro.

Nach Angaben der Regierung betrifft die Regelung etwa 7.000 der derzeitigen Bezieher des Elterngeldes bzw. einem Anteil von 0,4 Prozent. Die Einkommensgrenze für Alleinerziehende soll unverändert bei 250.000 Euro liegen.

Das Gesetz soll am 1. September 2021 in Kraft treten. Es muss noch den Bundesrat passieren.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 29. Januar 2021 | 10:30 Uhr

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