Corona-Impfung Ramelow: Sputnik-V-Entwickler in der Pflicht

Thüringens Regierungschef Ramelow ist optimistisch, dass es bis Ende Juni für jeden, der geimpft werden will, Impfstoff gibt. Ob der russische Impfstoff Sputnik-V dazugehören wird, hänge dabei vom Entwickler ab.

Schachtel mit dem Corona-Impfstoff Sputnik V
Eine Packung mit dem Corona-Impfstoff Sputnik V. Bildrechte: dpa

Bei der Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V sieht der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow den Hersteller in der Pflicht. Ramelow sagte MDR AKTUELL, es fehlten noch immer überprüfbare Zulassungsunterlagen. Der Produzent selber müsse sie einreichen. Man könne das Risiko nicht eingehen, dass ein Impfstoff in den Verkehr komme, der nicht wissenschaftlich belastbar dokumentiert sei.

Ramelow gehört zu den Befürwortern von Verhandlungen mit dem russischen Entwickler des Impfstoffs und hat die Bundesregierung bereits mehrfach aufgefordert, Rahmenverträge zur Beschaffung des Vakzins abzuschließen.

Bis Ende Juni werde es 80 Millionen Impfdosen geben. Es werde für jeden Impfstoff da sein, der geimpft werden wolle.

Ramelow sieht Deutschland aber auch unabhängig davon auf einem guten Weg. Der Thüringer Ministerpräsident geht davon aus, dass Deutschland bis Ende Juni ausreichend Corona-Impfstoff haben wird. Das Biontech-Werk in Marburg liefere und auch in Dessau werde die Produktion hochgefahren. Ramelow sagte, für jeden, der geimpft werden wolle, werde es Impfstoff geben. Für ganz Deutschland seien bis Ende Juni 80 Millionen Dosen zu erwarten. Allein für Thüringen seien es zwei Millionen – bei 2,1 Millionen Einwohnern. Ramelow kündigte zudem an, vollständig Geimpfte und Genesene würden in Thüringen die gleichen Rechte erhalten wie Getestete. Dazu werde man bereits diese Woche eine Verordnung erarbeiten.

Quelle: MDR

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL – Das Nachrichtenradio | 27. April 2021 | 06:47 Uhr

35 Kommentare

Steffen1978 vor 13 Wochen

wer will schon 2. Impfung bevor nicht mal alle wenigstens 1. Impfung bekamen
neulich las ich was das sich Impfwillige bewerben, verschiedene Dokumente selber downloaden und unterschrieben mit zum Impftermin bringen müssen

martin vor 13 Wochen

@critica: Ihre arrogante Haltung, dass Mitmenschen mit einer anderen Meinung das eigenständige Denken verlernt hätten, kennen regelmäßige Mitleser ja bereits. Der Inhalt (wenn man es denn so bezeichnen möchte) wird von permanenter Wiederholung nicht wahrer. Aber Sie dürfen das im Rahmen unserer Meinungsfreiheit gern so oft schreiben, bis die Taststur glüht.

Und nein, Sie brauchen keine Angst zu haben: Das Personal auf den Intensivstationen würde ggf. auch um Ihr Überleben kämpfen.

Habe die Ehre.

martin vor 13 Wochen

@critica: Stimmt - es gab keine "digitale Verfolgung" sondern vielerorts strikte Quarantäne (soweit diese kriegsbedingt durchsetzbar war).

Ich wundere mich, dass gerade Sie offensichtlich die strikte / scharfe Quarantäne befürworten. Erfreulicherweise leben wir in einer Demokratie und einem Rechtsstaat, wo die mildesten Mittel zur verfassungskonformen Einschränkung von Grundrechten angewendet werden.

Mehr aus Politik

Mehr aus Deutschland