Wahlkampf SPD-Chefin Esken: Wollen nicht mehr mit der CDU regieren

Die SPD-Bundesvorsitzende Saskia Esken sieht keine Basis mehr für weitere Zusammenarbeit mit der Union. In einem Interview mit MDR AKTUELL warf Esken den Christdemokraten vor, ohne Orientierung zu sein und eine unklare Haltung gegenüber der AfD zu haben. Außerdem will sie, dass die Leistungen der SPD stärker sichtbar werden.

Saskia Esken
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Die Bundesvorsitzende der SPD, Saskia Esken, sieht derzeit keine Basis für eine weitere Zusammenarbeit mit der CDU. Mit Blick auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und die Bundestagswahl sagte sie MDR AKTUELL, die CDU sei nicht nur in Sachsen-Anhalt, sondern auch im Bund ohne Orientierung, ohne jeden Kompass. In der Partei stünden wichtige Richtungsentscheidungen an, die noch nicht ausgestanden seien. So sei die Haltung der CDU zur AfD nach wie vor unklar. Die SPD strebe im Bund eine progressive Regierung an.

Das heißt ganz klar ohne CDU.

SPD-Chefin Saskia Esken

Leistungen der SPD zu wenig sichtbar

Nach Ansicht der SPD-Vorsitzenden sind die Leistungen der Sozialdemokraten in den Koalitionen auf Landes- und Bundesebene zu wenig sichtbar geworden. "Das ist das Phänomen der Mitregierung, der sogenannten Juniorpartner, das wir immer wieder erleben", sagte Esken. Deshalb müsse man deutlicher herausheben, dass es einen Unterschied mache, wenn die SPD mitregiere.

Quelle: MDR/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 29. Mai 2021 | 10:00 Uhr

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