Präsidiumssitzung Klingbeil und Esken sollen SPD führen

Der bisherige Generalsekretär Lars Klingbeil und Parteichefin Saskia Esken sollen die SPD künftig gemeinsam führen. Darauf haben sich nach übereinstimmenden Berichten die Parteigremien verständigt. Das letzte Wort haben die Delegierten beim Parteitag im Dezember.

Saskia Esken, Bundesvorsitzende der SPD, spricht mit Lars Klingbeil, SPD-Generalsekretär, beim SPD-Bundesparteitag.
Sollen neue SPD-Doppelspitze werden: Lars Klingbeil (l.) und Saskia Esken. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Der bisherige Generalsekretär Lars Klingbeil und Parteichefin Saskia Esken sollen die neue Doppelspitze der SPD bilden. Der Parteivorstand nominierte am Montag beide als künftige Parteivorsitzende. Die Entscheidung des Gremiums fiel nach Angaben aus Parteikreisen einstimmig, wie auch zuvor im SPD-Präsidium.

Die neue SPD-Spitze soll auf einem Bundesparteitag vom 10. bis 12. Dezember in Berlin gewählt werden. Esken ist bereits Parteichefin, Klingbeil derzeit Generalsekretär. Der bisherige Ko-Parteichef Norbert Walter-Borjans hat auf eine neue Kandidatur verzichtet.

Damit beide aus dem Rennen um Ministerposten

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz meldete keinen Anspruch auf das Amt an. Er will sich auf die angestrebte Rolle als Kanzler einer Ampelkoalition mit Grünen und FDP konzentrieren. Die Neubesetzung der Parteispitze dürfte Auswirkungen auf ein mögliches Ampel-Kabinett haben. Denn bisher waren Esken und Klingbeil auch für Ministerposten im Gespräch. Zuletzt hatten aber sowohl Walter-Borjans als auch SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich betont, dass die Parteivorsitzenden nicht gleichzeitig Minister oder Ministerin sein sollten.

Wenn wir das alles richtig machen, dann liegt vor uns ein sozialdemokratisches Jahrzehnt in Deutschland, aber auch in Europa.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil in einer Videobotschaft

Quellen: DPA, AFP, Reuters, (ans)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. November 2021 | 10:00 Uhr

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