Runder Tisch Steinmeier lobt Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat nach seinem Aufenthalt in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt das Prinzip des Runden Tischs gelobt. Er sei begeistert, wie die Menschen dabei offene Fragen klärten.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht im Festsaal des Rathauses mit Vertretern aus Politik und Zivilgesellschaft.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht im Festsaal des Rathauses mit Vertretern aus Politik und Zivilgesellschaft. Bildrechte: dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei seinem Besuch in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt den Zusammenhalt der Menschen gewürdigt. Steinmeier sagte MDR AKTUELL, hier würden Erfahrungen und Erinnerungen an die Jahre 1989/90 wachgehalten. Der Runde Tisch werde wieder genutzt, wenn besondere Problemlagen zu bearbeiten seien. "Ich durfte gestern an einem solchen Runden Tisch teilnehmen und bin wirklich begeistert mit welcher Detailtiefe, mit welcher Kooperationsbereitschaft sowohl die Vertreter der Stadt wie auch private, freiwillig Hilfeleistende und unterschiedlichste Organisatoren die letzten offenen Fragen klären."

Bei seinen Rundgängen in der Stadt sei er vielfach von ukrainischen Flüchtlingen angesprochen worden, die ihm gesagt hätten, bitte sagen sie allen, die es betrifft, einen herzlichen Dank. "Wir fühlen uns hier nicht nur willkommen, sondern auch wirklich angenommen." Steinmeier sagte weiter, auch er bedanke sich bei allen Beteiligten, die Hilfsbereitschaft zeigten bei der Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen. "Denn das ist eine grenzenlose Hilfsbereitschaft, vor der ich wirklich allergrößte Hochachtung habe."

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (hinten M-l) spricht im Festsaal des Rathauses mit Vertretern aus Politik und Zivilgesellschaft.
Der Runde Tisch in Quedlinburg besprach den Umgang mit Geflüchteten. Bildrechte: dpa

Treffen mit Selenskyj zu gegebener Zeit

Auf die Frage, ob er in die Ukraine reisen wolle, sagte er, er sei heilfroh, dass die diplomatischen Irritationen zwischen Deutschland und der Ukraine beseitigt seien. Dazu hätten auch die Besuche von Bundestagspräsidentin Bärbel Bas und Bundesaußenministerin Annalena Baerbock sowie die Wiedereröffnung der deutschen Botschaft in der Ukraine beigetragen. "Das sind Signale, die in Kiew angekommen sind. Deshalb muss jetzt entschieden werden, wer zu welchem Zeitpunkt weiter reist." Es bestehe jetzt keine Blockade mehr. "Ich habe jetzt für mich noch keine konkreten Reiseplanungen in ganz kurzer Sicht. Aber ich gehe davon aus, dass ich zu gegebener Zeit mit Herrn Selenskyj auch wieder zusammentreffe."

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier 11 min
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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 11. Mai 2022 | 19:30 Uhr

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