Messer-Angriff Steinmeier erschüttert über "entsetzliche Gewalttat" von Würzburg

Bundespräsident Steinmeier hat die Messerattacke in Würzburg als entsertzliche Gewalttat bezeichnet und versichert, der mutmaßliche Täter werde zur Verantwortung gezogen. Unterdessen gibt es Hinweise auf ein Motiv.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Bildrechte: dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich bestürzt über den tödlichen Messerangriff von Würzburg geäußert. Steinmeier erklärte: "Die entsetzliche Gewalttat, die in Würzburg drei Menschen in den Tod gerissen und viele weitere verletzt hat, erschüttert uns." Der Täter habe "mit äußerster Brutalität" gehandelt. "Für diese menschenverachtende Tat wird er durch den Rechtsstaat zur Verantwortung gezogen."

Steinmeier fügte hinzu: "Heute trauern wir in ganz Deutschland mit den Angehörigen der Opfer. Ich bin in Gedanken bei denen, die ihre Nächsten verloren haben." Den Verletzten wünsche er baldige Genesung. Er dankte der Polizei, die mit einem entschiedenen Einsatz den Täter überwältigt habe, sowie den eingesetzten Rettungskräften.

Söder kündigt Trauerbeflaggung an

Markus Söder äußert sich zur Messerattacke in der Würzburger Innenstadt
Bildrechte: dpa

Bayerns Ministerpräsident Söder kündigte für den Freistaat Trauerbeflaggung an. "Die Ereignisse sind unfassbar und schockierend", sagte der CSU-Politiker: "Wir bangen, beten und hoffen mit den Verletzten und den Angehörigen." Besonders dankte Söder den Bürgern, die versucht hätten, den Täter zu stellen und in Schach zu halten: "Das war ein ganz beeindruckendes Engagement."

Hinweise auf religiöses Motiv

Unterdessen geht die Suche nach dem Motiv des Angreifers weiter. Dieser hatte am späten Freitagabend in Würzburg offenbar wahllos auf Passanten eingestochen. Drei Menschen starben, mindestens fünf weitere wurden schwer verletzt. Kurz nach der Attacke schoss die Polizei den Mann an und nahm ihn fest.

Aus Sicherheitskreisen hieß es am Sonnabend, der 24-Jährige habe bei seiner Vernehmung eine Äußerung gemacht, die auf religiösen Fanatismus schließen lasse. Hinweise auf Kontakte zu militanten Salafisten gebe es bisher nicht. Der aus Somalia stammende Angreifer war 2015 nach Deutschland gekommen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hatte er hier subsidiären Schutz erhalten.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 26. Juni 2021 | 12:00 Uhr

Mehr aus Politik

Mehr aus Deutschland

Standbild aus dem Grafik-Video über ungültige Stimmzettel 1 min
Standbild aus dem Grafik-Video über ungültige Stimmzettel Bildrechte: mdr

Wenn man beim Wählen die Kreuze auf dem Stimmzettel nicht korrekt setzt, wird die Stimme schlimmstenfalls ungültig. Welche Klippen beim Ankreuzen umschifft werden sollten:

17.09.2021 | 18:50 Uhr

Fr 17.09.2021 16:11Uhr 01:00 min

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wahlen/bundestagswahl/richtig-waehlen-ankreuzen-stimme-ungueltig-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video
Screenshot 5 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK