Bundestagswahl 2021 Wahlleiter warnt vor Cyberattacken

Bundeswahlleiter Georg Thiel hält die Gefahr von Cyberangriffen zur Bundestagswahl für hoch. Doch die Behörden seien gewappnet. Auch bei gezielten Falschinformationen in den Online-Netzwerken gebe es Vorkehrungen.

Auf dem Bildschirm eines Laptops ist Binärcode zu sehen.
Der Bundeswahlleiter sieht potenzielle Gefahren durch Hackerangriffe und Fake News in sozialen Netzwerken. Bildrechte: dpa

Der Bundeswahlleiter Georg Thiel hat vor Cyberangriffen und der Verbreitung von Falschinformationen zur Bundestagswahl gewarnt. Die Gefahr von Angriffen sei "hoch", sagte Thiel der "Welt am Sonntag". Die Nervosität habe nach der US-Wahl noch zugenommen.

Unsere Fachleute gehen allein im Bereich IT von etlichen potenziellen Risiken aus.

Bundeswahlleiter Georg Thiel

Behörden auf Angriffe vorbereitet

Tiel sieht die deutschen Behörden dennoch gewappnet. Es seien aufwendig Vorkehrungen getroffen und Gegenmaßnahmen geplant worden, sagte er der Zeitung. Dabei sei mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, dem Verfassungsschutz und dem Bundeskriminalamt zusammen gearbeitet worden.

Gefahr gezielter Falschinformationen

Ein weiteres potenzielles Problem ist dem Wahlleiter zufolge die Verbreitung von Falschinformationen in den Online-Netzwerken. Es sei zum Beispiel denkbar, dass am Wahltag behauptet wird, die Wahllokale würden schon um 15 Uhr schließen. Für solche Fälle seien mit wichtigen sozialen Medien und den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten genaue Vorkehrungen getroffen worden, um schnell reagieren zu können, sagte Thiel der Zeitung.

Zudem rechnet der Bundeswahlleiter wegen der Corona-Pandemie mit einem deutlichen Anstieg des Anteils der Briefwähler. Das habe sich bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt bereits gezeigt.

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 25. Juli 2021 | 10:00 Uhr

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