Übersicht Wahlkreise SPD gewinnt in Magdeburg und Halle – CDU verteidigt Burgenland

Die SPD hat bei der Bundestagswahl die Direktmandate in den beiden größten Städten Sachsen-Anhalts geholt: Die Abgeordneten der CDU in Magdeburg und Halle verlieren dagegen ihr direktes Mandat für den Bundestag. Besser läuft es für die Union weiter östlich in Sachsen-Anhalt. Im Wahlkreis Anhalt dagegen siegt die AfD.

Die SPD hat bei der Bundestagswahl in Sachsen-Anhalt das Direktmandat im Wahlkreis Halle geholt. Das zeigt die Auszählung der Erststimmen am Sonntagabend. Danach hat die CDU ihr Direktmandat an der Saale verloren. In Halle kommt SPD-Kandidat Karamba Diaby auf 28,8 der Erststimmen und erzielt damit einen deutlichen Vorsprung vor CDU-Kandidat Christoph Bernstiel (20,7 Prozent).

Auch in Magdeburg verliert der Abgeordnete Tino Sorge sein Direktmandat an den SPD-Kandidaten Martin Kröber. Nach Auszählung aller Wahlbezirke kommt Letzterer auf 25,3 Prozent der Wählerstimmen, Sorge holt dagegen 22 Prozent.

SPD sichert sich große Städte, die Altmark und Börde und Jerichower Land

Gewonnen haben die Sozialdemokraten auch in der Altmark: Dort hat der Allgemeinmediziner Herbert Wollmann das Direktmandat mit 27,5 Prozent der Stimmen für sich reklamiert. CDU-Kandidat Uwe Harms kam auf 21,8 Prozent der Erststimmen.

In der Nacht zu Montag sicherte sich die SPD auch den Wahlkreis Börde-Jerichower Land. Auch dort hatte 2017 die CDU gewonnen, dieses Mal landete die SPD-Kandidatin Franziska Kersten mit 26,2 Prozent der Stimmen auf dem ersten Platz. CDU-Kandidatit Gerry Weber holte 25,0 Prozent.

CDU punktet im Harz und in Dessau-Wittenberg

Punkten konnte die Union dagegen im Wahlkreis 68 (Harz): Dort hat die CDU-Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl, Heike Brehmer, ihr Direktmandat verteidigt. Brehmer kam auf 27,7 Prozent der Erststimmen, SPD-Herausforderer Maik Berger holte 25,4 Prozent.

Das landesweit beste Ergebnis der Union fährt der Abgeordnete Sepp Müller aus Wittenberg ein. Er holt 34,3 Prozent der Erststimmen – und damit deutlich mehr, als seine Partei im Wahlkreis an Stimmen bekommt (23,5 Prozent). Die Kandidaten von SPD und AfD hatten keine Chance gegen Müller.

Nur äußerst knapp hat die Union dagegen ihr Direktmandat im Wahlkreis Burgenland-Saalekreis verteidigen können: Nach dem vorläufigen Ergebnis kam CDU-Kandidat Dieter Stier auf 26,3 Prozent der Erststimmen, gefolgt von AfD-Mann Martin Reichardt mit 26,0 Prozent. Reichardt hatte den Sonntagabend über lange Zeit vorn gelegen. Beide trennen nur etwas mehr als 300 Stimmen.

AfD gewinnt Wahlkreise Anhalt und Mansfeld

Deutlicher im Wahlkreis Anhalt: Dort hat die AfD ihr erstes Direktmandat bei einer Bundestagswahl in Sachsen-Anhalt geholt. Kandidat Kay-Uwe Ziegler kommt auf 24,2 Prozent, CDU-Mann Frank Wyszkowski auf 23,5 Prozent.

Ihr zweites Direktmandat hat die AfD im Wahlkreis Mansfeld geholt: Dort gewann der frühere AfD-Landtagsabgeordnete Robert Farle äußerst knapp gegen CDU-Mann Torsten Schweiger, der das Direktmandat im Wahlkreis bislang hatte. Farle kam auf 25,1 Prozent, Schweiger auf 24,9.

SPD holt erstmals seit 2005 wieder Direktmandate

Bei der Bundestagswahl vor vier Jahren hatte die CDU in Sachsen-Anhalt alle neun Direktmandate geholt. Die Sozialdemokraten hatten in Sachsen-Anhalt zuletzt 2005 Direktmandate bei einer Bundestagswahl gewonnen: Damals hatte die SPD alle zehn Wahlkreise für sich entschieden.

MDR/Luca Deutschländer

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 26. September 2021 | 22:00 Uhr

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