Sondierungstreffen Grüne und FDP demonstrieren Einigkeit

Grüne und FDP gehen nach ihrer zweiten Gesprächsrunde über eine künftige Bundesregierung mit demonstrativer Einigkeit in die geplanten Treffen mit SPD und Union. Die Parteichefs sprechen von "vertrauensvollem Austausch".

Robert Habeck, Annalena Baerbock, Christian Lindner
Habeck, Baerbock und Lindner nach der zweiten Sondierung Bildrechte: dpa

Grüne und FDP sehen sich nach ihrem zweiten Treffen auf einem guten Weg hin zu einer gemeinsamen Regierung und gehen mit demonstrativer Einigkeit in die geplanten Treffen mit SPD und Union. Die Parteichefs Annalena Baerbock, Robert Habeck und Christian Lindner sprachen nach der dreistündigen Sondierung von einem "vertrauensvollen Austausch" und einer "guten Atmosphäre".

"Aufbruch" und "historischer Moment"

FDP-Chef Lindner sagte: "Wir fühlen uns gemeinsam beauftragt, in Deutschland einen neuen Aufbruch zu organisieren" und betonte, beide Parteien wollten das Trennende etwa in der Klimapolitik oder bei den Finanzen überwinden und Brücken finden.

Grünen-Chefin Baerbock sprach von einem "historischen Moment". Es gehe darum, ein neues Bündnis zu schaffen, das für einen Aufbruch und eine wirkliche Erneuerung sorgen solle. Der Grünen-Co-Vorsitzende Habeck meinte, beide Parteien stünden für Veränderungen, aber nicht notwendigerweise für die gleichen. Wichtig sei jetzt, einen gemeinsamen Ansatz zu finden.

Gespräche mit SPD und Union

Beide Parteien wollen am Sonntag und am Dienstag mit SPD und Union sondieren. Am Sonntag sprechen zunächst SPD und FDP miteinander, dann SPD und Grüne. Als wahrscheinlich gelten derzeit eine sogenannte Ampelkoalition beider Parteien unter Führung der SPD oder ein sogenanntes Jamaika-Bündnis unter Führung der Union.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 01. Oktober 2021 | 16:00 Uhr

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