Corona-Folgen Arbeitslosigkeit 2020 erstmals seit Jahren gestiegen

Infolge der Corona-Krise ist im vergangenen Jahr die Arbeitslosigkeit in Deutschland erstmals seit 2013 wieder gestiegen. Im Jahresschnitt waren 2,7 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet, etwa ebenso viele wie im Dezember. Ungeachtet der Corona-Krise konnte der Einzelhandel seinen Umsatz 2020 steigern – allerdings nur im Onlinegeschäft.

Logo der Bundesagentur für Arbeit mit Menschenmenge
Ohne die Kurzarbeiterregelung in Deutschland wäre die Arbeitslosigkeit 2020 explodiert. Bildrechte: imago images / Ralph Peters

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Dezember im Vergleich zum Vormonat leicht auf 2,71 Millionen gestiegen. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, waren im Vergleich zum Dezember 2019 allerdings 480.000 Frauen und Männer mehr ohne Job gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt weiter bei 5,9 Prozent.

Kurzarbeiter-Regelung verhindert Schlimmeres

BA-Chef Detlef Scheele zufolge zeigt die Jahresbilanz klar die Folgen der Corona-Pandemie. Maßnahmen wie Kurzarbeit hätten viel Beschäftigung gesichert und eine höhere Arbeitslosigkeit verhindert.

Demnach waren 2020 bundesweit so viele Menschen in Kurzarbeit wie noch nie zuvor. Zum Höchststand im April waren es knapp sechs Millionen Menschen, im Oktober noch knapp zwei Millionen. Insgesamt wird die Bundesagentur am Jahresende mehr als 20 Milliarden Euro für die Kurzarbeit aufwenden müssen.

Einzelhandel profitiert vom Online-Boom

Der deutsche Einzelhandel konnte seinen Umsatz im vergangenen Jahr trotz der Corona-Krise so kräftig steigern wie noch nie. Das Statistische Bundesamt rechnet mit einem Plus für 2020 um voraussichtlich 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das wäre der kräftigste Zuwachs seit Beginn dieser Statistik 1994. Basis sind die Daten bis November, aber auch der Lockdown im Dezember wird berücksichtigt.

Getragen wird das Plus demnach vom Online- und Versandhandel, der den Umsatz um 24,0 Prozent steigern konnte. Viele stationäre Geschäfte beklagten hingegen Umsatzeinbrüche.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 05. Januar 2021 | 10:30 Uhr

37 Kommentare

Micky Maus vor 40 Wochen

"wer auch immer: Die Deutsche Bundesbank sieht die wirtschaftliche Entwicklung doch etwas realistischer als Sie. Sie schrieb am 11.12.2020: "Für 2021 und 2022 wird dann aber ein kräf­ti­ges Wirt­schafts­wachs­tum von 3 Pro­zent bzw. 4,5 Pro­zent er­war­tet.""

und schon hat sich das wieder erledigt, da können sie noch soviel aus ARD und ZDF kopieren

"Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognose für 2021 deutlich"

Quelle: spiegel

Baldur von Ascanien vor 40 Wochen

@ Wessi und Peter. Das gebetsmühlenartige Widerholen von Pressemitteilungen der BR stellt nicht automatisch die Wahrheit dar. Aber es ist Ihnen ja unbenommen alles mögliche für wahr zu nehmen. Lassen sie aber bitte den anderen Foristen ihre eigene Meinung. Wenn sie schreiben erinnert mich das, mit verlaub, an die Propagandisten in der SED.

part vor 40 Wochen

Die Bundesregierung hat nun durch die Folgen der Pandemie im Frühjahr bis jetzt schon wieder 1, 4 Billionen Euro zusätzlich an Giralgeld geschöpft um die Umverteilung der Reichtümer so zu halten wie bisher. Mittelständler, Einzelhändler, Gewerbetreibende oder Beschäftigte in Kurzarbeit haben davon sehr wenig, es geht ihnen schlechter als vorher, während durch einzene Maßnahmen der Regierenden sich die Einkommenslage von Wenigen verbessert. Eine gerechte Einkommensabgabe dagegen in weiterhin nicht in Sicht in diesem Land um sich solidarisch am Erhalt des Staatswesens zu beteiligen, je nach den finanziellen Möglichkeiten. Bei den Gewinner der Krise im Beschäftigtenbereich dagegen grassiert die Ansteckungsrate und sie wird noch höher, weil fast alles nur noch online läuft und Regierende es nicht nötig haben für zu Hause einfachste Dinge aus dem Baumarkt persönlich zu installieren müssen. Warme Untewrwäsche gibt es dann bei Discountern zu Mondpreisen , wenn noch was da ist.

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