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Die Lage am deutschen Arbeitsmarkt hat sich im August trotz Sommerpause und Corona-Pandemie weiter gebessert. Bildrechte: IMAGO

Zahlen für August

Weniger Arbeitslose trotz Sommerpause

von MDR AKTUELL

Stand: 31. August 2021, 14:49 Uhr

Anders als in Sommermonaten üblich ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im August dieses Jahres insgesamt etwas gesunken, dies aber anscheinend vor allem im Westen. In Mitteldeutschland machte der Abbau der Arbeitslosigkeit doch eine Sommerpause. Nach den Angaben der regionalen Arbeitsagenturen könnte sich der bisherige Aufschwung jedoch mit der sonst saisonal üblichen Herbstbelebung auch hier bald wieder fortsetzen.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August entgegen dem sonst üblichen saisonalen Trend etwas zurückgegangen. Bundesweit waren nach den Angaben der Bundesagentur für Arbeit im August 2,58 Millionen Menschen als Arbeit suchend gemeldet, 12.000 weniger als im Juli und 377.000 weniger als im August 2020. Die Arbeitslosenquote blieb damit unverändert bei 5,6 Prozent.

BA-Chef Detlef Scheele erklärte: "Der Arbeitsmarkt hat sich weiter erholt." Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung seien weiter kräftig gesunken, obwohl noch Sommerpause sei: "Das Beschäftigungswachstum gewinnt an Schwung." Üblich ist im August ein Anstieg der Arbeitslosenzahl. Auch im Juli war die Zahl der Jobsuchenden anders als für die Ferienzeit üblich zurückgegangen.

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Die Zahlen für Sachsen

In Sachsen hat der Aufschwung am Arbeitsmarkt über die Sommerferien eine Pause eingelegt. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 5,7 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen stieg bis zum Stichtag 12. August leicht um 330 auf rund 121.700 Menschen. Vor allem bei der Jugendarbeitslosigkeit gab es nach Angaben der regionalen Arbeitsagentur in Chemnitz einen deutlichen Zuwachs.

Das sei allerdings im Sommer üblich "und meist nur von kurzer Dauer", sagte Geschäftsführer Klaus-Peter Hansen. Grund seien junge Menschen, die nach Schule oder Ausbildung sich zunächst arbeitslos meldeten. Belebung sei zu erwarten, denn viele junge Menschen würden nun Ausbildung, Arbeit oder Studium beginnen, und es gebe derzeit rund 43.000 offene Stellen in Sachsen, was ein Rekordwert sei.

Zuvor hatte sich der Arbeitsmarkt mehrere Monate in Folge verbessert; und im Vergleich mit dem August vor einem Jahr war die Zahl der Arbeitslosen in Sachsen auch jetzt um 11,8 Prozent immer noch deutlich niedriger.

Die Zahlen für Sachsen-Anhalt

Auch in Sachsen-Anhalt hat der positive Trend pausiert. Bis 12. August stieg die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen auf 79.100, also um etwa 800 verglichen mit dem Vormonat. Gleichwohl hatte Sachsen-Anhalt noch 11.600 Arbeitslose weniger als im August 2020. Die Arbeitslosenquote gab die regionale Arbeitsagentur in Halle mit 7,1 Prozent an – das Niveau des Vormonats.

Der aktuelle Anstieg entspreche dem üblichen Saisonmuster, sagte ein Sprecher der Regionaldirektion. Es sei jedoch davon auszugehen, dass die ebenfalls übliche Herbstbelebung zu einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit führe. Im August vor einem Jahr hatte die Arbeitslosenquote noch bei 8,1 Prozent gelegen.

Die Zahlen für Thüringen

Auch in Thüringen ist die Zahl der Arbeitslosen im August nahezu unverändert geblieben. Laut Arbeitsagentur dort waren 60.202 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, 42 mehr als im Juli. Im Vergleich zum August 2020 ging ihre Zahl um rund 11.200 zurück, und die Arbeitslosenquote Thüringens lag jetzt bei 5,4 Prozent.

Etwas mehr als die Hälfte der Arbeitslosen in Thüringen sind Männer – 55,1 Prozent, und etwa mehr als 40 Prozent aller arbeitslos gemeldeten Frauen und Männer sind es schon seit mehr als einem Jahr. Sie gelten als "Langzeitarbeitslose". Die höchsten Arbeitslosenquoten hatten die Stadt Gera mit 7,9 Prozent, der Kreis Nordhausen mit 7,2 und der Kyffhäuserkreis mit 6,8 Prozent, die niedrigsten die Kreise Hildburghausen mit 3,7 und das Eichsfeld mit 3,9 Prozent.

Quellen: dpa, AFP, MDR

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL RADIO | 31. August 2021 | 10:00 Uhr

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